Cola ohne Zucker: Gesundheitliche Auswirkungen unter der Lupe
Viele Menschen greifen zur Cola Zero in der Hoffnung, eine gesündere Alternative zur zuckerhaltigen Cola zu wählen. Doch ist Cola ohne Zucker wirklich gesünder? Dieser Artikel beleuchtet die gesundheitlichen Auswirkungen von Cola Zero und ähnlichen zuckerfreien Getränken.
Süßstoffe statt Zucker: Wie funktioniert das?
Cola Zero und andere "Zero"-Getränke enthalten keine Zucker, sondern Süßungsmittel. Zu den gängigen Süßstoffen gehören Aspartam, Saccharin, Cyclamat und Sucralose. Auch Zuckeralkohole wie Sorbit und Xylit werden verwendet. Süßstoffe können synthetisch hergestellt oder aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden. Sie aktivieren die Süßrezeptoren auf der Zunge und vermitteln so den Eindruck von Süße, obwohl sie anders als Zucker vom Körper verarbeitet werden. Süßstoffe haben eine deutlich höhere Süßkraft als Zucker, teilweise um das 30- bis 3000-fache.
Wie Süßstoffe im Körper wirken
Im Gegensatz zu Zucker, der aus Glukose und Fruktose besteht und Energie liefert, werden Süßstoffe kaum verstoffwechselt. Sie werden nur teilweise und verzögert im Darm aufgenommen, größtenteils unverändert wieder ausgeschieden und liefern dem Körper wenig bis keine Energie. Erythrit ist sogar kalorienfrei und wird vollständig ausgeschieden. Die Verwertung von Süßstoffen ist insulinunabhängig, was bedeutet, dass sie den Blutzuckerspiegel kaum beeinflussen. Auch Karies wird durch Süßstoffe nicht gefördert.
Mögliche negative Auswirkungen von Süßstoffen
Obwohl Süßstoffe oft als gesunde Alternative zu Zucker angepriesen werden, gibt es Bedenken hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Auswirkungen.
Kurzfristige Auswirkungen
Zu den kurzfristigen Auswirkungen von Süßstoffen können Magen- und Darmprobleme wie Durchfall oder Krämpfe gehören.
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Langfristige Auswirkungen
Die langfristigen Folgen des regelmäßigen Konsums von Süßstoffen sind noch nicht vollständig geklärt und Gegenstand aktueller Forschung. Einige Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Süßstoffe wie Xylit oder Erythrit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können, insbesondere bei Personen mit entsprechenden Vorerkrankungen.
Gewichtszunahme und Hungergefühl
Viele Menschen greifen zur Cola Zero, um Kalorien zu sparen und Gewicht zu verlieren. Zwar enthalten Zero-Produkte weniger Kalorien als zuckerhaltige Varianten, Studien deuten jedoch darauf hin, dass die eingesparten Kalorien oft durch andere Lebensmittel wieder aufgenommen werden. Süßstoffe scheinen keine Sättigungshormone auszuschütten, was zu einem schnelleren Hungergefühl führen kann. Daher ist es nicht gesagt, dass man durch Zero-Produkte tatsächlich abnimmt.
Auswirkungen auf die Zahngesundheit
Cola Light und Cola Zero sind zwar zuckerfrei, enthalten aber Säuren, die den Zahnschmelz angreifen können. Diese Säuren können den Zahnschmelz um 30 bis 50 Prozent weicher machen und ihn anfälliger für Karies machen. Es ist daher wichtig, die Zähne gründlich zu pflegen und nach dem Konsum von Cola Light oder Cola Zero mindestens eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen zu warten, um den angegriffenen Zahnschmelz nicht abzureiben.
Beeinflussung der Darmflora
Eine britische Studie deutet darauf hin, dass Süßungsmittel wie Aspartam die Darmbakterien und damit die Darmflora negativ beeinflussen können. Eine gestörte Darmflora kann verschiedene gesundheitliche Probleme verursachen.
Suchtpotenzial
Der Körper kann sich an den süßen Geschmack von Cola Zero gewöhnen und ein Verlangen danach entwickeln. Dies kann zu einem erhöhten Konsum und möglicherweise zu negativen gesundheitlichen Folgen führen.
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Krebsrisiko
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Aspartam als "möglicherweise krebserregend" eingestuft. Dies bedeutet, dass es begrenzte Beweise für eine Karzinogenität beim Menschen gibt, aber weitere Forschung erforderlich ist. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat jedoch die maximal zulässige Tagesmenge für Aspartam nicht geändert.
Studienlage und Forschungsergebnisse
Die Studienlage zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Cola Zero und Süßstoffen ist komplex und teilweise widersprüchlich. Viele Studien sind Beobachtungsstudien, die keine Kausalzusammenhänge beweisen können.
Französische Studie
Eine französische Studie mit über 100.000 Probanden deutete darauf hin, dass der Konsum von Cola Light mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle verbunden sein könnte.
Israelische Studie
Eine israelische Studie fand heraus, dass künstliche Süßstoffe die Zuckerverwertung im Körper beeinträchtigen und die Darmflora negativ beeinflussen können.
Studie zu Fettleber
Eine Studie zeigte, dass sowohl zuckerhaltige als auch künstlich gesüßte Getränke das Risiko für eine Fettleber erhöhen können. Interessanterweise war nur der Konsum von künstlich gesüßten Getränken mit einem erhöhten Risiko für leberbedingte Sterblichkeit verbunden.
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Empfehlungen und Tipps
- Maßvoller Konsum: Cola Zero und ähnliche Getränke sollten nur in Maßen konsumiert werden. Ein bis zwei Gläser pro Tag gelten in der Regel als unbedenklich.
- Alternativen wählen: Als Durstlöscher sind Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen (mit einem Viertel Saft und drei Vierteln Wasser) besser geeignet.
- Zahnpflege: Nach dem Konsum von Cola Zero oder Cola Light sollte man mindestens eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen warten.
- Gesamternährung: Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Zucker und Süßstoffen ist wichtig für die Gesundheit.
- Auf den Körper hören: Wer nach dem Konsum von Cola Zero Beschwerden wie Magen-Darm-Probleme oder Heißhunger verspürt, sollte den Konsum reduzieren oder ganz darauf verzichten.
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