Boston Cream Torte Rezept
Der Boston Cream Pie ist ein köstlicher, klassischer amerikanischer Kuchen, der aus zwei dicken Schichten Vanillekuchen besteht, die mit einer reichhaltigen Puddingfüllung gefüllt und mit Schokoladenglasur überzogen sind. Das Original-Rezept für Boston Cream Pie stammt mutmaßlich aus Boston, daher der Name. Im Bundesstaat Massachusetts wird der Pie zusammen mit seinem kleinen Bruder, dem Boston Cream Donut, sogar offiziell als Nationalgebäck verehrt.
Zutaten für den Boston Cream Pie
Hier sind die Zutaten, die Sie für die Zubereitung eines Boston Cream Pie benötigen:
Für den Teig:
- 160 g Mehl
- 200 g Zucker
- 75 g Butter, Raumtemperatur
- 180 ml Milch
- 1,5 TL Backpulver
- 1 TL Vanilleextrakt
- 0,5 TL Salz
- 1 großes Ei
Oder
- 5 Eier
- 250 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 85 g Mehl
- 85 g Speisestärke
- 1 EL, gestr. Backpulver
Für die Füllung:
- 2 Eigelb
- 375 ml Milch
- 65 g Zucker
- 2 EL Speisestärke
- 0,25 TL Salz
- 2 TL Vanilleextrakt
Oder
- 4 Eigelb
- 2 Pck. Vanillinzucker
- 400 ml Milch
Für das Topping:
- 3 EL Butter
- 85 g Zartbitterschokolade
- 4 EL heißes Wasser
- 128 g Puderzucker
- 0,75 TL Vanilleextrakt
Oder
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- 125 g Schokolade zartbitter
- 125 ml Schlagsahne
- 2 EL Butter
Zubereitung des Boston Cream Pie
Hier sind die Schritte zur Zubereitung eines Boston Cream Pie:
Bereiten Sie die Füllung vor:
- Die Eigelbe in einer Schüssel vermengen. Milch hinzufügen und vermischen.
- In einem Topf Zucker, Speisestärke und Salz vermischen. Die Eimischung hineingeben und alles bei mittlerer Hitze auf dem Herd unter konstantem Rühren zum Kochen bringen und 1 Minute kochen lassen.
- Den Topf vom Herd nehmen und den Vanilleextrakt hinein rühren. Eine Plastikfolie direkt auf die Oberfläche der Creme geben, damit sich keine Haut bildet. Den Topf 2 bis 5 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Bereiten Sie den Kuchen vor:
- Backofen auf 175 Grad C, wenn möglich Unterhitze, sonst Ober/Unterhitze vorheizen. Nur den Boden der Springform leicht einfetten und mit Mehl bestäuben.
- In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Butter, Milch, Backpulver, Vanilleextrakt, Salz und Ei mit einem Mixer bei geringer Geschwindigkeit grob vermischen, dann die Geschwindigkeit auf hoch stellen und 3 Minuten rühren. Den Teig in die Springform gießen und gleichmäßig verteilen.
- 35 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Wenn ein Holzstäbchen, in die Mitte des Kuchens gesteckt, sauber wieder herauskommt, ist der Kuchen fertig.
- Die Springform aus dem Ofen nehmen und den Kuchen in der Form 20 Minuten abkühlen lassen. Danach den Kuchen aus der Form nehmen und ca. 1 Stunde auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen.
Bereiten Sie das Schokoladen Icing vor:
- In einem Topf Butter und Schokolade auf dem Herd bei geringer Hitze schmelzen, dabei gelegentlich umrühren.
- Den Topf vom Herd nehmen und den Puderzucker sowie den Vanilleextrakt hineinrühren. Nun 3 EL heißes Wasser hinzugeben und gut verrühren. Evtl. noch etwas von dem restlichen Esslöffel Wasser hinzufügen, wenn das Icing noch zu fest ist. Es sollte streichfähig sein, aber nicht zu dünnflüssig.
Setzen Sie den Kuchen zusammen:
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- Den Kuchen horizontal in 2 gleiche Teile teilen. Das Unterteil auf eine Kuchenplatte legen, die geschnittene Seite nach oben. Darauf die Füllung gleichmäßig verstreichen. Auf die Füllung das Oberteil geben, die geschnittene Seite nach unten. Das Icing auf dem Oberteil des Kuchens verteilen. Es ist durchaus gewünscht, dass etwas von dem Icing an den Seiten des Kuchens herunterläuft.
- Den Kuchen bis zum Servieren im Kühlschrank kalt stellen.
Oder
- Eier trennen, Eiweiß mit 5 EL kaltem Wasser steif schlagen. 190 g Zucker und Salz einrieseln lassen und weiter schlagen, bis der Eischnee leicht glänzt. Eigelb unterrühren. 60 g Mehl, 60 g Stärke und Backpulver darüber sieben und vorsichtig unterheben. Teig in eine am Boden mit Backpapier ausgelegte Springform (26 cm Ø) streichen. Im vorgeheizten Backofen bei 180° C 25-30 Min. hell backen.
- Biskuit auf einem Kuchenrost 30 Min. in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig herauslösen und ganz auskühlen lassen.
- Für die Füllung Eigelb mit übrigem Zucker und Vanillinzucker verrühren. Restliches Mehl und Stärke darüber sieben und unterrühren. Milch erhitzen, unter Rühren langsam zugießen. Masse zurück in den Topf geben und unter Rühren erhitzen, bis die Creme eindickt. In eine Schüssel umfüllen, ein Stück Klarsichtfolie auf die Oberfläche der Creme legen und Creme abkühlen lassen.
- Schokolade hacken. Mit Sahne und Butter erhitzen, bis die Schokolade schmilzt. Unter gelegentlichem Rühren 20-30 Min. abkühlen lassen. Biskuit in 2 Böden schneiden. Vanillecreme auf den unteren Boden streichen, 2. Boden darauf setzen. Schokocreme auf der Oberfläche verteilen, so dass sie am Rand leicht herunterläuft. Fest werden lassen.
Tipps für die Zubereitung des Boston Cream Pie
- Es ist wichtig, dass der Kuchen und die Vanillecreme komplett abgekühlt sind.
- Servieren Sie den Boston Cream Pie mit frischen Beeren oder einer Kugel Vanilleeis.
Boston Cream Donuts
Die klassischen Boston Cream Donuts gibt es schon seit Ewigkeiten und sind eine »Verdonatung« eines ebenfalls klassischen Kuchens aus den USA - dem Boston Cream Pie. Bekannt und beliebt im Norden der USA (Massachusetts) hat der Boston Cream Donut dank diverser Donut Restaurantketten den Weg rund um den Globus gefunden. Ist einfach ne leckere Sache, so ein einfacher Donut mit Vanillefüllung und Schokoglasur. Da kann man nicht viel falsch machen.
Zutaten für Boston Cream Donuts
Für die Cremefüllung:
- 450ml Milch
- 50g Zucker (oder Xylit)
- 35g Speisestärke
- 4 Eigelb (L)
- 2 TL Vanillepaste
- 1 Prise Salz
- 30g Butter, in kleinen Stücken
Für den Teig:
- 190ml Milch
- 40g Butter
- 2 EL Zucker
- 390g Mehl (Type 550)
- 1 Pkg. (7g) Trockenhefe
- 1 Prise Salz
- 3 Eigelb (L)
Für die Glasur:
- 100g Zartbitterschokolade, gehackt
- 70g Schlagsahne
- Fett/Öl zum Ausbacken
Zubereitung von Boston Cream Donuts
- Die Cremefüllung zubereiten: Die Cremefüllung kann man schon am Vortag zubereiten. Dazu einen kleinen Teil der Milch mit Zucker, Stärke, Eigelb, Vanillepaste und Salz in einer Schüssel gut verrühren. Es sollten möglichst keine Stärkeklümpchen mehr zu sehen sein. Den Rest der Milch in einem kleinen Topf auf dem Herd bei mittlerer Hitzezufuhr zum Kochen bringen. Sobald man Bläschen aufsteigen sieht, die Stärkemischung dazugeben, unter ständigem Rühren aufkochen und etwa 1-2 Minuten köcheln/blubbern lassen. Die Creme sollte hier schön andicken. Die Butter in kleinen Stücken dazugeben und unterrühren - sobald sie komplett geschmolzen und eingearbeitet ist, den Topf vom Herd ziehen. Ein Stück Klarsichtfolie direkt auf die Creme drücken (damit sich keine Haut bildet) und komplett abkühlen lassen. Die abgekühlte Creme dann bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.
- Den Teig zubereiten: Für die Donuts die Milch mit der Butter und dem Zucker in einen kleinen Topf geben und auf dem Herd erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist und sich der Zucker aufgelöst hat. Vom Herd ziehen und auf etwa 36°C (Handwärme) abkühlen lassen. Das Mehl in eine große Schüssel (einer Küchenmaschine) geben und mit Trockenhefe und Salz vermischen. Die abgekühlte Milch und die Eigelbe dazugeben und alles in etwa 6-7 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig sollte sich ohne Probleme von der Schüssel lösen. Den Teig zur Kugel formen, abdecken und für etwa 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen - das Teigvolumen sollte sich hier in etwa verdoppeln.
- Die Donuts formen: Den Teig dann auf einer leicht bemehlten Fläche etwa fingerdick ausrollen. Mit einem Ausstecher oder Glas etwa 7 cm große Kreise ausstechen. Teigreste kann man noch einmal zusammenkneten und dann erneut ausrollen - bei mir waren es insgesamt 15 Teigkreise. Die Teigstücke auf ein leicht bemehltes Brett oder Blech (mit Backpapier) setzen, abdecken und dann noch einmal 20-25 Minuten gehen lassen.
- Die Donuts backen: Kurz bevor die Teigstücke fertig gegangen sind, Fett oder Öl in einem Topf auf etwa 175°C (350°F) erhitzen - ein Thermometer* ist hier sehr hilfreich. Wenn die Temperatur zu gering ist, saugt sich der Teig mit Fett voll, bei zu hoher Hitze, wird der Teig zu schnell dunkel und backt nicht richtig durch. Die gegangenen Teigstücke (nicht mehr als 2-3 auf einmal) im heißen Fett ausbacken. Erst auf einer Seite für etwa 2 Minuten frittieren und dann umdrehen und etwa 1 Minute weiter frittieren. Donuts aus dem Fett fischen und auf einem Stück Küchenpapier abtropfen lassen.
- Die Glasur zubereiten: Für die Schokoladenglasur die Schokolade grob hacken, zusammen mit der Sahne in eine kleine (flache) Schüssel geben und in der Mikrowelle schmelzen - alles gut durchrühren, damit eine glatte Schokoladensoße entsteht.
- Die Donuts füllen und glasieren: Die Vanillecreme ggf. noch einmal durchrühren und dann in einen Spritzbeutel mit Krapfentülle* füllen. Die komplett abgekühlten Donuts mit einer guten Portion Creme befüllen und dann kopfüber in die Schokoladensoße drücken - die fertigen Donuts auf ein Kuchengitter setzen, damit die Glasur etwas anziehen kann. Wie alle Donuts schmecken auch diese hier frisch am besten!
Tipps für den Umgang mit Hefe
Mit Hefe zu arbeiten ist gar nicht so kompliziert wie manche denken. Sie braucht etwas mehr Aufmerksamkeit als ein einfacher Rührteig, aber alles machbar und relativ einfach, wenn man sich an einige simple Regeln hält.
- Hefe mag es angenehm warm: Die frische Hefe, die wir zum Backen verwenden, ist ein Pilz, oder besser gesagt viele einzellige Pilze, die sich durch Sprossung bzw. Teilung vermehren. Für diesen Vorgang braucht Hefe eine gewisse Temperatur - so wie wir eine gewisse Temperatur brauchen, um auf Touren zu kommen. Bei niedrigen Temperaturen kuscheln wir uns auch lieber in eine Decke und sind dabei wenig produktiv. Die ideale Temperatur für Hefe liegt zwischen 30° und 40°C. In diesem Bereich arbeitet Hefe, vermehrt sich prima und bildet Gase, die einen Teig aufgehen lassen. Sind die Temperaturen niedriger, arbeitet Hefe weiterhin, nur dauert dann alles länger. Über 45°C verabschiedet sich Hefe in die ewigen Jagdgründe - da sollte man also aufpassen.
- Zutaten auf die richtige Temperatur bringen: Wie schon gesagt, braucht Hefe eine bestimmte Temperatur, um ordentlich arbeiten zu können. Wenn im Rezept „lauwarme“ Milch steht, dann sollte die auch nur lauwarm sein. Wenn man den Finger reinsteckt, sollte es nicht viel wärmer sein als die eigene Körpertemperatur. Auch Butter, Eier und andere Zutaten im Hefeteig sollten möglichst Raumtemperatur haben.
- Hefeteig gibt Schmackes auf die Arme! Hefeteig sollte ordentlich durchgeknetet werden - das kann schon mal 10 Minuten dauern, bis sich alles gut verbunden hat und die Hefe an die Nährstoffe rankommt, die sie braucht, um sich ordentlich vermehren zu können. Man kann hier den Hengst raushängen lassen und alles per Hand kneten - oder dem Küchenroboter den Job überlassen. Funktioniert beides. Viele Bäcker sagen, sie kneten lieber von Hand, weil sie dadurch den Teig „besser fühlen“ können, aber ehrlich gesagt… ich mach in den 10 Minuten lieber was anderes.
- Hefe gehen lassen - super einfach! Ein Hefeteig braucht nach dem Durchkneten erstmal ein bisschen Ruhe. Ihr müsst die Musik nicht leiser drehen für den Hefeteig, aber das Schüsselchen abdecken und an einen warmen Ort verfrachten, wäre ganz gut. Das kann im (ausgeschalteten) Ofen sein, auf dem Boden, wenn Ihr eine Fußbodenheizung habt, in der Nähe eines Ofens oder einer Heizung (nicht oben drauf!), oder ganz klassisch im Schlafzimmer unter der Bettdecke. Ja, das machen Menschen ;) Hauptsache die Teigkugel hat es schön muckelig und bekommt keine kalte Luft ab. Sollte ein Teig mal nicht so schnell aufgehen wie erwartet, einfach etwas mehr Zeit geben. Manchmal dauert es eben ein wenig länger.
- Ab in die 2. Runde! Die meisten Rezepte für Hefeteig erfordern eine zweite Gehzeit. Nach der ersten Runde kloppt man erst einmal die angestaute Luft im Teig raus, knetet eventuell noch ein bisschen und bringt das Brot, den Zopf, die Brötchen oder was auch immer in Form und lässt dann alles noch einmal gehen. Durch die zweite Gehzeit wird die Krume des Gebäcks feiner und das Endergebnis hat i.d.R. weniger große Luftblasen drin. Wenn ein Hefeteig nach einer zweiten Knetrunde etwas Schwierigkeiten macht und sich nicht gut ausrollen lässt, dann einfach noch einmal kurz abgedeckt liegen lassen. Der Teig muss sich einfach nur noch einmal kurz entspannen und ist danach dann für alle Schandtaten breit!
- Frische Hefe oder Trockenhefe - das ist hier die Frage! Hier spalten sich oft die Lager. Die einen schwören auf frische Hefe, andere finden Trockenhefe super praktisch. Theoretisch kann man beides verwenden. Frische Hefe muss i.d.R. erst einmal mit einer lauwarmen Flüssigkeit und etwas Zucker verrührt werden - das bringt die Hefe schön in Schwung. Trockenhefe schmeißt man einfach mit dem Mehl zusammen und das war es auch schon. Viele schwören darauf, Trockenhefe vorab noch auf ihre Tauglichkeit zu prüfen und lösen sie erst einmal in lauwarmer Milch auf, aber das ist eigentlich nicht notwendig. Wenn das Ablaufdatum auf der Packung nicht überschritten wurde, sollte alles paletti sein. Frisch oder trocken - wenn man der Hefe Zeit lässt und sie gut behandelt, dann kommt bei beiden Versionen ein schöner Hefeteig bei raus.
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