Veganes Biskuit Rezept: Ein umfassender Leitfaden für fluffige und köstliche Ergebnisse
Ein Biskuit ist ein leichter und luftiger Kuchen, der oft als Basis für Torten und andere feine Backwaren dient. Die Herausforderung bei der veganen Variante besteht darin, die traditionellen Zutaten wie Eier durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen, die die gleiche Textur und den gleichen Geschmack liefern. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Leitfaden für die Zubereitung eines perfekten veganen Biskuitbodens, einschließlich verschiedener Rezepte, Tipps und Tricks, um sicherzustellen, dass Ihr Biskuit jedes Mal gelingt.
Die Grundlagen des veganen Biskuits
Ein Biskuit ist ein lockerer und luftiger Teig, der für feine Kuchen und Gebäck genommen wird. Die Herausforderung liegt ganz klar dabei den Eischnee, der den Teig so locker und fluffig macht, durch etwas zu ersetzen, das ähnlich wirkt.
Unser Favorit ist definitiv die Mischung aus Mineralwasser und Pflanzenöl. Diese sorgt dafür, dass der Teig eine feine und weiche Konsistenz erhält. Die zweite Variante für einen veganen Biskuit ist die Verwendung von sogenanntem Aquafaba, dem Einweichwasser von Kichererbsen oder Bohnen. Dies wird mit etwas Apfelessig gemischt und dann mit einem Handrührgerät aufgeschlagen. Nach und nach kann der Zucker hinzugegeben werden und heraus kommt eine Masse, die Eischnee aus Hühnereiern fast gleicht. Hier ist zu beachten, dass das Aquafaba lange genug aufgeschlagen wird, denn sonst kann es beim Backen zusammenfallen. Aus Aquafaba können auch Makronen, Baiser und Mousse au Chocolat entstehen.
Wichtige Zutaten und ihre Funktionen
- Mehl: Bildet die Basis des Teigs. Für ein optimales Ergebnis sollte das Mehl gesiebt werden, um Klümpchen zu vermeiden und eine feinere Struktur zu erhalten.
- Zucker: Süßt den Teig und trägt zur Textur bei.
- Backpulver: Sorgt für die nötige Triebkraft und macht den Biskuit locker.
- Pflanzenöl: Macht den Teig saftig und geschmeidig.
- Sprudelwasser: Fügt Feuchtigkeit hinzu und sorgt für eine luftige Konsistenz. Die Kohlensäure trägt zur Lockerheit des Teigs bei.
- Vanillezucker: Verleiht dem Biskuit ein feines Aroma. Selbstgemachter Vanillezucker kann ebenfalls verwendet werden.
- Zitronenabrieb: Sorgt für eine frische Note und kann anstelle von Orangenabrieb verwendet werden.
- Aquafaba: Das Kichererbsenwasser ist ein hervorragender Eischnee-Ersatz.
Rezept 1: Klassischer veganer Biskuit mit Sprudelwasser
Dieses Rezept ist einfach zuzubereiten und ergibt einen fluffigen Biskuitboden, der sich ideal für Torten und Kuchen eignet.
Zutaten:
- 420 g Mehl
- 2 EL Stärke
- 2 Pck. Backpulver
- 240 g Zucker
- 2 Pck. Vanillezucker (oder 15 g selbstgemachter Vanillezucker)
- Geriebene Schale von 2 Bio-Orangen (oder Zitronen)
- 170 ml geschmacksneutrales Öl (z.B. Rapsöl, Sonnenblumenöl)
- 420 ml Sprudelwasser
Zubereitung:
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Mehl, Speisestärke, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und Salz in einer Rührschüssel vermischen.
- Öl und Sprudelwasser zugeben und alles vorsichtig mit einem Schneebesen verrühren. Nicht zu lange schlagen, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.
- Teig sofort in eine Springform geben, glatt streichen und ca. 50 Minuten backen (Stäbchenprobe!).
- Biskuit auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Springform frühestens nach 30 Minuten abnehmen.
- Boden erst schneiden, wenn er vollständig ausgekühlt ist.
Tipps und Variationen:
- Für eine höhere Torte das Rezept verdoppeln und zwei Formen backen.
- Für eine besonders frische Note etwas Zitronenabrieb in den Teig geben.
- Dieses Rezept ergibt 2 Böden.
Rezept 2: Schoko-Biskuit
Für alle Schokoladenliebhaber ist dieser Schoko-Biskuit eine köstliche Alternative.
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Zutaten:
- 225 g Mehl
- 175 g Zucker
- 250 ml Wasser
- 4 TL Backpulver
- 6 EL Öl
- 1 Pck. Vanillinzucker
- 2 EL Kakaopulver (für Schokobiskuit)
- Öl für die Form
Zubereitung:
- Alle Zutaten für den Teig in eine große Schüssel geben und mit dem Rührgerät zu einem glatten, luftigen Teig verrühren. Für einen Schokobiskuit das Kakaopulver verwenden.
- Eine Springform mit etwas Öl einfetten und den Backofen auf 180°C vorheizen.
- Teig in die Form füllen und in den Ofen schieben. Nach ca. 20-25 Minuten sollte der Teig fertig gebacken sein. Mit einem Schaschlikspieß oder Zahnstocher den Garzustand prüfen.
- Kuchen abkühlen lassen.
Verwendung:
- Gut als Tortenboden oder Boden für Obstkuchen, z.B. Erdbeerkuchen. Dafür 400 g Erdbeeren waschen, in Scheiben/ Stücke schneiden, darauf verteilen und mit Agar-Agar als Tortenguss oder geschmolzener Kuvertüre übergießen.
Rezept 3: Einfacher veganer Biskuit
Dieses Rezept ist besonders einfach und schnell zuzubereiten.
Zutaten:
- Mehl
- Zucker
- Wasser
- Backpulver
- Öl
- Vanillinzucker
Zubereitung:
- Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
- Die trockenen Zutaten in eine große Schüssel geben und vermengen.
- Öl und Wasser hinzufügen und mit dem Schneebesen zu einem klümpchenfreien Teig verrühren. Nicht länger als nötig rühren, da der Biskuitteig ansonsten beim Backen zu fest wird.
- Den Boden einer Springform (ø 24-26 cm) mit Backpapier auslegen und die Ränder mit Öl oder veganer Butter einfetten.
- Teig in die Form geben und gleichmäßig verteilen.
- Auf der mittleren Schiene 35-40 Minuten backen, bis er sich goldbraun verfärbt und die Holzstäbchenprobe besteht.
- Aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen. Den veganen Biskuitboden anschließend aus der Form lösen und vollständig auf einem Kuchengitter erkalten lassen.
Tipps:
- Um sicherzugehen, dass der Teig fertig ist, ein Holzstäbchen in die Mitte des Teiges stecken. Wenn beim Herausziehen keine Teigkrümel mehr daran hängen bleiben, kann der vegane Biskuitteig aus dem Ofen genommen werden.
Rezept 4: Glutenfreier und veganer Biskuit
Für Menschen mit Glutenunverträglichkeit ist dieser Biskuit eine hervorragende Option.
Zutaten:
- (Mengenangaben fehlen im Originaltext, bitte entsprechend ergänzen)
- Glutenfreies Mehl
- Xanthan
- Backpulver
- Zucker
- Salz
- Pflanzenöl
- Essig
- Vanillearoma
- Wasser
Zubereitung:
- Alle trockenen Zutaten vermischen.
- Öl, Essig, Vanillearoma und Wasser zufügen und alles mit dem Handrührgerät (Quirlen) zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.
- Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Teig eingießen.
- Die Springform aus dem Ofen nehmen und den Biskuit vollständig in der Form auskühlen lassen.
Wichtiger Hinweis:
- Es sollte nicht zu viel Xanthan verwendet werden, sonst wird der Biskuit gummiartig!
Rezept 5: Biskuit mit Aquafaba
Aquafaba, das Kichererbsenwasser, ist ein ausgezeichneter Eischnee-Ersatz und verleiht dem Biskuit eine besonders lockere Textur.
Zutaten:
- Veganer Eischnee:
- 60 g Aquafaba (kalt)
- 45 g Zucker
- ⅓ TL Cream of Tartar (Weinstein)
- Veganer Biskuit:
- 235 g Weizenmehl
- 25 g Speisestärke
- 140 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 6,5 g Backpulver
- ¼ TL Natron
- ¼ TL Salz
- 80 g Öl
- 245 g Sojamilch
- 1 TL Apfelessig
- ½ Fläschchen Buttervanille-Aroma
Zubereitung:
- Den Boden der Springformen mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Den Backofen auf 175°C Ober/Unterhitze vorheizen.
- Veganer Eischnee: Das kalte Aquafaba in eine nicht zu große Schüssel geben. Mit dem Handmixer mixen, bis sich etwas Schaum an der Oberfläche bildet. Den Zucker mit dem Cream of Tartar in einer Schüssel vermischen, zu dem Aquafaba hinzufügen und auf hoher Geschwindigkeit steif schlagen.
- Veganer Biskuit: Das Mehl, Speisestärke, Backpulver, und Natron in eine Schüssel sieben. Den Zucker, Vanillezucker, und das Salz hinzufügen und gut miteinander vermischen.
- In einer separaten Schüssel das Öl, Sojamilch, Apfelessig und das Buttervanille-Aroma miteinander vermischen.
- Die feuchten- zu den trockenen Zutaten hinzufügen und kurz zu einem glatten Teig vermischen.
- Den veganen Eischnee in 2-3 Portionen vorsichtig unter den Teig heben.
- Den Teig gleichmäßig in die Backformen aufteilen und für 20-25 Minuten backen. Mit einer Stäbchenprobe testen, ob die Kuchen durchgebacken sind.
- Nach der Backzeit die Tortenböden vollständig abkühlen lassen und für mindestens 1,5 Stunde in den Kühlschrank stellen.
Tipps zur Verwendung von Aquafaba:
- Achte darauf, dass die Schüssel und der Aufsatz deines Mixers komplett fettfrei sind.
- Um das Aquafaba noch besser aufschlagen zu lassen, etwas Säure hinzufügen.
- Verwende den Schneebesen-Aufsatz von einem Pürierstab oder einen Handmixer.
Allgemeine Tipps und Tricks für den perfekten veganen Biskuit
- Mehl sieben: Um dem Teig seine Lockerheit zu geben, ist es wichtig, das Mehl zu sieben. Dadurch erhält es eine feinere Struktur und es müssen beim späteren Rühren keine Klümpchen entfernt werden.
- Nicht zu lange rühren: Generell sollte Biskuitteig nicht zu lange gerührt werden, da sonst die Luft aus dem Mineralwasser bzw. dem veganen Eischnee verfällt und der Kuchen nicht mehr richtig aufgeht.
- Teig schnell eingießen: Der Teig sollte direkt nach dem fertigstellen in die Backform gegossen werden und nicht noch lange herumstehen.
- Backform nicht fetten: Außerdem sollte die Backform nicht eingefettet werden, denn der Biskuit braucht zum richtigen Backen einen gewissen Halt. Stattdessen lieber Backpapier verwenden oder die gefettete Backform mehlen.
- Drucktest: Um zu erkennen, ob der Kuchen fertig ist, wird eine Stäbchenprobe am Rand gemacht und es macht Sinn, leicht auf das Gebäck zu drücken.
- Kreative Variationen: Mit diesem Teig können auch eigene Löffelbiskuit hergestellt werden, passende Formen dafür gibt es zu kaufen. Der fertige Kuchen kann nun mit Obst, veganer Sahne oder einer Creme aus Kokos oder Cashewkernen verfeinert und dekoriert werden.
Verwendung des veganen Biskuits
Ein veganer Biskuitboden ist vielseitig einsetzbar und eignet sich hervorragend als Basis für verschiedene Kuchen und Torten.
Erdbeerkuchen
Ein Klassiker, der immer gut ankommt. Den Biskuitboden mit frischen Erdbeeren und einem Tortenguss aus Agar-Agar oder geschmolzener Kuvertüre belegen.
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Victoria Sponge Cake
Ein traditioneller englischer Kuchen, der aus zwei Schichten Biskuit mit Erdbeermarmelade und Sahne besteht. Die vegane Variante kann mit Holunderblütensirup getränkt und mit einer Sahne-Mascarpone-Creme gefüllt werden.
Veganes Tiramisu
Der Biskuitboden kann in Kaffee getränkt und mit einer pflanzlichen Creme geschichtet werden, um ein köstliches veganes Tiramisu zu kreieren.
Tortenboden
Der Biskuit eignet sich hervorragend als Tortenboden für verschiedene Füllungen und Dekorationen.
Rezept 6: Erdbeertorte mit veganem Biskuit und Mascarpone-Sahne Creme
Eine festliche und köstliche Torte, die perfekt für besondere Anlässe ist.
Zutaten:
- Veganer Biskuitboden: (siehe Rezept 5)
- Mascarpone-Sahne Creme:
- 185 g Vegane Mascarpone
- 150 g Vegane Sahne-Vollfett
- 2 TL SanApart
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- Weitere Zutaten:
- 5 TL Erdbeermarmelade
- Sirup nach Wahl oder Sojamilch
- Erdbeeren
Zubereitung:
- Mascarpone-Sahne Creme: Die Mascarpone, die Sahne und den Vanillezucker in eine Schüssel geben und auf mittlerer Stufe mixen. Nun das SanApart hinzufügen und die Masse auf hoher Geschwindigkeit steif schlagen.
- Optional 2/3 der Creme in einen Spritzbeutel füllen.
- Den ersten Tortenboden auf einen Teller setzen, mit dem Sirup oder der Sojamilch tränken.
- Etwas Creme entweder auf dem Tortenboden verstreichen oder Rosetten an den Rand spritzen.
- Erdbeerscheiben am Rand bzw. auf den Rosetten platzieren und in die Mitte die Erdbeermarmelade geben.
- Die Unterseite des zweiten Tortenbodens ebenfalls tränken, auf den ersten Tortenboden setzen und vorsichtig etwas andrücken.
- Den zweiten Tortenboden mit Creme bestreichen und Erdbeerhälften am Rand platzieren.
- Für mindestens 1,5 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Tipps:
- Achte darauf, die Creme nicht zu überschlagen und nicht zu steif zu schlagen. Ich höre auf zu mixen, wenn die die Masse cremig ist.
Formen und Hilfsmittel
Die Wahl der richtigen Backformen und Hilfsmittel kann das Backen eines veganen Biskuits erheblich erleichtern.
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- Springform: Eine Springform mit einem Durchmesser von 24-26 cm ist ideal für die Zubereitung eines Biskuitbodens.
- Backpapier: Zum Auslegen des Springformbodens, um das Herauslösen des Biskuits zu erleichtern.
- Kuchengitter: Zum Abkühlen des Biskuits.
- Schneebesen und Handrührgerät: Zum Verrühren der Zutaten.
- Silikonformen: Flexible Silikonformen sind auslaufsicher, spülmaschinenfest, hitze- und kältebeständig.
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