Besondere Lebkuchen-Rezepte: Ausgefallen backen und Klassiker neu entdecken

Kaum etwas anderes schmeckt so sehr nach Weihnachten wie Lebkuchen. Dieses Rezept ist jedoch kein typischer Lebkuchen, sondern ein Kuchen und somit bestens für den täglichen Advents-Kaffee geeignet.

Warum Lebkuchen so besonders sind

Honigkuchen, Pfefferkuchen oder einfach: Lebkuchen. Kaum ein anderes Gebäck ist so mit der Weihnachtszeit verknüpft wie dieser süße Klassiker. Mit ihm verbindet man diesen wohligen Geschmack aus Honig und Gewürzen.

Das unverwechselbare Aroma des Pfefferkuchens kommt durch die besondere Gewürzmischung zustande. Die typischen Lebkuchen Rezepte enthalten viele dieser Gewürze: Anis, Fenchel, Ingwer, Kardamom, Koriander, Macis, Muskatnuss, Nelken, Piment, Sternanis und Zimt. Köstliche Gewürze verleihen dem Lebkuchen seinen typischen Geschmack. Orangen- oder Zitronenschalen sorgen für eine fruchtige Note.

Gewürze für Lebkuchengewürz: Zimt, Nelken, Kardamom, Ingwer

Grundsätzliches zur Herstellung

Bei der eigenen Herstellung von leckeren Lebkuchen in der heimischen Küche greifen auch erfahrene Lebkuchenbäcker auf bereits fertige Gewürzmischungen zurück. Zudem gehören in den Lebkuchenteig neben den typischen weihnachtlichen Gewürzen auch Zutaten wie gemahlene Nüsse - und natürlich Honig, der dem Gebäck seinen Namen verleiht.

Was die verschiedenen Titel unseres Lebkuchens allerdings gemeinsam haben: Lebkuchen hat vergleichsweise wenig Flüssigkeit intus - sprich auf die Zugabe von Wasser, Milch und Fett wird größtenteils verzichtet. Gesüßt wird mit Honig - das verleiht nicht nur eine besonders tolle Geschmacksnote, sondern sorgt auch für eine lange Frischhaltung. Denn Honig wirkt antibakteriell, das saure Milieu der meisten Honige bremst die Vermehrung von Keimen.

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Traditionelles Basisrezept für Lebkuchen (Kuchenvariante)

Das Lebkuchen-Rezept stammt von unserer Back-Expertin Kerstin Witzel. Falls Sie noch mehr Lust aufs Backen bekommen haben, dann stöbern Sie doch mal in unseren Genuss-Ressort. Empfehlen können wir Ihnen für die Weihnachtszeit den leckeren Spekulatius-Apfelkuchen vom Blech oder die Sahne-Schoko-Schnitten.

Aber nun zum Rezept:

Zutaten für den Teig

  • 250 Gramm Butter oder Margarine
  • 200 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
  • 4 Eier
  • 250 Gramm Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 3 Esslöffel Backkakao
  • 4 Teelöffel Lebkuchengewürz
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 150 Milliliter Milch

Für den Guss

  • 100 Gramm Zartbitter Kuvertüre
  • 50 Gramm Butter
  • Dekostreusel nach Belieben

Zubereitung (Schritte)

  1. Schritt 1: Eine eckige Springform mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 160 Grad Heißluft vorheizen.
  2. Schritt 2: Butter, Zucker, Vanillinzucker, Salz und Eier in eine Rührschüssel geben und gut verrühren.
  3. Schritt 3: Mehl, Backpulver, Backkakao, Zimt und Lebkuchengewürz vermischen und abwechselnd mit der Milch in die Masse einrühren.
  4. Schritt 4: Teig in die Springform füllen und 30 Minuten backen lassen. Gut abkühlen lassen.
  5. Schritt 5: Kuvertüre zusammen mit der Butter schmelzen lassen. Gut verrühren und auf den Lebkuchen verstreichen.
Demonstration: Lebkuchen-Kuchen glasieren und dekorieren

Ausgefallene Varianten und kreative Rezepte

Es gibt übrigens nicht nur eines, sondern viele unterschiedliche Lebkuchen Rezepte und Varianten des Gebäcks. Bei Lebkuchen denken viele zuerst an Elisenlebkuchen, Aachener Printen und Nürnberger Lebkuchen. Diese Sorten des Honigkuchens gehören zu den weihnachtlichen Klassikern.

Mindestens genauso lecker sind Lebkuchen-Varianten wie unsere saftigen Lebkuchen-Brownies oder die niedlichen Lebkuchenmänner, die mit einer kleinen Zuckerstange dekoriert werden können. Ein schönes Geschenk für die Liebsten sind selbstgebackene Lebkuchenherzen, die mit liebevollen Botschaften aus Zuckerschrift verziert werden.

Wer das klassische Lebkuchen-Grundrezept abwandeln möchte, sollte unsere neue Interpretation des weihnachtlichen Klassikers ausprobieren: Lebkuchen-Lollis. Mit Schokoguss und winterlicher Streu Dekor verziert, werden die Lollis zum Hingucker auf der Kaffeetafel. Wird etwa noch ein weihnachtliches Dessert gesucht? Dann kann in diesem Jahr doch einfach mal der geeiste Lebkuchenstollen mit Pflaumenkompott serviert werden. Das Lebkuchen-Parfait mit Schokoladensoße sorgt dann für einen abschließenden Gaumenschmaus.

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Lebkuchenherzen und -lollis dekoriert mit Zuckerguss

Spezialrezepte: Elisenlebkuchen und Kartoffellebkuchen

Ganz klassisch ohne Mehl ist unser Rezept für Elisenlebkuchen. Durch gemahlene Mandeln und Haselnüsse und das Weglassen von Mehl werden sie herrlich saftig und können sofort genossen werden. Nach Belieben überziehen wir sie mit Kuvertüre oder rosa Zuckerguss und belegen sie dann mit gehackten Mandeln, Pistazien - der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Sie entfalten ihr optimales Aroma, wenn sie eine Woche ruhen.

Auf die „Geheimzutat“ Kartoffeln setzen wir bei unseren gleichnamigen Lebkuchen ein! Kaum zu glauben, oder? Aber durch den Einsatz von gegarten Kartoffeln werden die Lebkuchen super saftig und besonders weich. Auch sie sind unkompliziert zu backen und können direkt vom Blech weg gegessen werden.

Ein bewährtes Rezept: Weiche Lebkuchen vom Blech (Ulmer Brot inspiriert)

Das Rezept beruht auf einem traditionellen Gebäck meiner Oma: dem „Ulmer Brot“. Dabei handelt es sich um eine Art Lebkuchen vom Blech, der mit Kaffee zubereitet, nach dem Backen mit Schokolade glasiert und in Quadrate geschnitten wird. Ähnlich wie dieser schmecken auch die selbstgebackenen Lebkuchen saftig und aromatisch. Und haben eine Geling-Garantie.

Zutaten-Auszug für Ulmer-Brot‑Art Lebkuchen

  • 150 Milliliter Kaffee
  • 100 Gramm Orangeat / Zitronat
  • 40 Gramm Butter weich
  • 200 Gramm brauner Zucker oder Vollrohrzucker
  • 2 mittelgroße Eier
  • 80 Gramm Honig
  • 200 Gramm gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 15 Gramm Lebkuchengewürz
  • 1 Esslöffel Kakaopulver
  • 3 Tropfen Bittermandelaroma
  • 2 Esslöffel Sonnenblumenöl oder Kokosöl
  • 3 Gramm Hirschhornsalz
  • 300 Gramm Weizenmehl
  • 40 Stück Lebkuchenoblaten

Den Kaffee machen und abkühlen lassen. Die Orangeat/Zitronat-Mischung klein schneiden. Die weiche Butter kurz mit dem Zucker verrühren, dann die Eier einzeln unterrühren und den flüssigen Honig dazugeben. Die Mandeln, Lebkuchengewürz, Kakao, Bittermandelöl und Sonnenblumenöl zusammen mit dem Orangeat-Zitronat-Mix ebenfalls unterrühren. Das Hirschhornsalz in 1 Teelöffel kalten Wasser auflösen und zum Kaffee geben.

Die kalte Kaffeemischung im Wechsel mit dem Mehl unter die Masse rühren. Den Lebkuchenteig in eine Schüssel oder Form mit Deckel geben und einige Stunden, am besten über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier belegen. Den Lebkuchenteig entweder mithilfe einer Lebkuchenglocke auf die Obladen setzen oder mit einem Messer aufstreichen. Mit etwas Abstand zueinander aufs Blech setzen. Rund 15-16 Minuten backen. Lebkuchen abkühlen lassen und Schokoladenglasur oder Kuvertüre schmelzen und die Lebkuchen damit überziehen und mit Zuckerdekor verzieren.

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Tipps & Tricks für perfekt gelingende Lebkuchen

  • Frisch gemahlen ist doppelt so gut gewürzt! Wer das Lebkuchengewürz frisch mahlt, erhält intensiveren Geschmack.
  • Wer wirklich wissen will, wie gut Lebkuchen schmecken, der sollte sich die Zeit nehmen und seinen Lebkuchenteig selbst machen. Selbstgebackene Lebkuchen schmecken einfach so viel aromatischer und sie sind wesentlich saftiger.
  • Mit so einer Lebkuchenglocke ist das Lebkuchen-Formen ein Kinderspiel - der Teig wird hineingestrichen, dann kommt eine Oblate drauf, und der Teig wird aufs Blech gedreht.
  • In Omas Rezeptbuch findet man als Lockerungsmittel gerne Begriffe wie Hirschhornsalz und Pottasche. Backpulver oder Natron können Pottasche oder Hirschhornsalz ersetzt.
  • In einer Dose aufbewahrt halten sich Lebkuchen am besten, wenn man einen Apfelschnitz dazulegt (und diesen ab und an austauscht). Sie lassen sich auch gut einfrieren.
  • Benötigt man sie hingegen als stabile Deko, lässt man sie hart werden. Meine Lebkuchen bleiben wochenlang weich, wenn sie richtig gelagert werden.
Lebkuchenaufbewahrung: Dose mit Apfelschnitz

Glutenfreie und schokoladige Varianten

Wenn Sie an einer Glutenunverträglichkeit leiden, müssen Sie nicht auf dieses köstliche Dessert verzichten. Es ist nämlich möglich, aus glutenfreiem Mehl und anderen einfachen Zutaten einen glutenfreien Lebkuchen zuzubereiten. Ihr glutenfreier Lebkuchen ist fertig zum Verzehr! Sie können dieses Dessert zusammen mit frischem Obst servieren oder auch pur genießen.

Um Ihre Gäste zu überraschen, entscheiden Sie sich für eine originelle Version des Lebkuchens: den Schokoladenlebkuchen. Seine weiche Textur und sein einzigartiger Geschmack werden die Geschmacksknospen von Groß und Klein begeistern. Nun ist Ihr Schokoladenlebkuchen fertig zum Verzehr! Sie können dieses Dessert mit einer guten Tasse Tee oder Kaffee servieren.

Aufbewahrung, Haltbarkeit und Geschichte in Kürze

Der Lebkuchen blieb aber ein Leckerbissen für besondere Anlässe wie Weihnachten, Ostern oder Hochzeiten. Der Lebkuchen gewann immer mehr an Beliebtheit, denn vor allem die leichte Lagerung und die lange Haltbarkeit machten ihn zum Verkaufsschlager.

Mit der Erfindung des Backpulvers von August Oetker im Jahr 1903 und der Ersetzung von Honig mit günstigerem Rübensirup startete auch der Lebkuchen in die Massenproduktion. Heute noch beliebte Spezialitäten wie die Aachener Printen oder die Nürnberger Lebkuchen entstanden in dieser Zeit.

Kurze Tabelle: Vergleich ausgesuchter Lebkuchen-Typen

Variante Charakteristik Besonderheit
Elisenlebkuchen Mehlfrei, sehr saftig Viele Mandeln/Haselnüsse
Nürnberger Lebkuchen Klein, oft auf Oblaten Traditionelle Spezialität
Kartoffellebkuchen Mit gekochten Kartoffeln Besonders weich und saftig
Schokoladenlebkuchen Mit Kakao/Schokolade Ideal als Dessert

Wer einmal getestet hat, wie einfach Lebkuchen selberbacken ist, wird keine gekauften mehr wollen - versprochen! Stöbere gleich durch unsere vielfältigen Rezepte, in denen sich Lebkuchen oder dank Lebkuchengewürz der Geschmack von den geliebten Leckereien versteckt.

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