Bekannte deutsche Schokoladenmarken: Geschichte und Sorten

Deutschland gehört zu den Ländern mit dem größten pro-Kopf-Verbrauch an Schokolade weltweit. Da verwundert es nicht, dass es eine schier unendliche Zahl an großen und kleinen Schokoladeherstellern gibt.

Historischer Überblick: Schweizer Einfluss und die Entstehung moderner Marken

Alles begann mit der Eröffnung von David Sprünglis kleinem Süßwarenladen in Zürich. Dank Sprünglis Unternehmergeist und Leidenschaft wuchs das Geschäft schnell. Schon bald war Sprüngli ein bekannter Name unter den Schokoladenherstellern. In einer kleinen Konditorei in der Marktgasse in der Zürcher Altstadt stellten David Sprüngli und sein Sohn Rudolf Sprüngli-Ammann die erste feste Schokoladentafel im deutschsprachigen Teil der Schweiz her. Das Produkt war sofort ein Erfolg.

Sprüngli wuchs schnell und eröffnete 1847 das Werk Schleifetobel in Horgen. Als die Produktion aufgenommen wurde, war die Schokolade in der Luft zu riechen. David Sprüngli vergrößerte sein Geschäft und begann sich einen Namen zu machen. Er weihte am Paradeplatz eine zweite Konditorei ein - die mittlerweile berühmte Confiserie Sprüngli. Das elegante Interieur fand bei den Einheimischen schnell großen Anklang und machte die Confiserie zu einem beliebten Treffpunkt.

Rodolphe Lindt, der Sohn eines Apothekers, hatte 1879 in Bern eine kleine Konditorei eröffnet. Kurz danach, im Jahr 1879, produzierte die Schokoladenfirma Rod. Lindt & Söhne nur harte, bittere Schokolade. Doch Lindt ließ sich nicht beirren und experimentierte weiter, bis er an einem Freitagabend nach monatelangen Tests seine Fabrik verließ, ohne die Conchiermaschine auszuschalten. Die Maschine rührte die ganze Nacht und das ganze Wochenende über weiter. Die Schokolade, die Lindt schließlich am Montag vorfand, war köstlich zart und schmeckte wie nie zuvor. Die Schokolade war für immer verändert, was den Beginn einer unvergleichlich cremigen, weltberühmten Lindt Schokolade darstellte.

Das Geheimnis dieser cremigen Schokolade lag im von ihm entwickelten Conchierprozess, der durch die gleichmäßige Kombination von Kakaomasse und Kakaobutter mit anderen Zutaten wie Zucker und Milch über einen längeren Zeitraum hinweg eine fein schmelzende Textur erzeugte. Lindts Conchier-Technik kreierte eine „schmelzende Schokolade", die so fein und geschmacksintensiv war, dass ihr niemand widerstehen konnte. Dies war der Beginn einer Schokoladenrevolution. Noch heute wird der Prozess des Conchierens von Schokoladenherstellern auf der ganzen Welt angewandt.

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Als Rudolf Sprüngli-Ammann zurücktrat, teilte er das Unternehmen zwischen seinen beiden Söhnen Johann Rudolf Sprüngli-Schifferliand und David Robert Sprüngli-Baud auf. Johann Rudolf übernahm die Fabrik, während sein jüngerer Bruder die beiden Süßwarengeschäfte erhielt. Als Sprüngli anbot, das Unternehmen für beeindruckende 1,5 Millionen Goldfranken - einschließlich der Marke Lindt und Geheimrezept - zu kaufen, stimmte Lindt unter der Bedingung zu, dass er noch ein Mitspracherecht im Geschäft haben würde. Die perfekte Partnerschaft war geboren.

Von hier an entstanden parallel zwei Einrichtungen: Sprüngli und Lindt & Sprüngli - oder, wie sie damals offiziell genannt wurden, „Aktiengesellschaft Vereinigte Berner & Zürcher Chocoladenfabriken Lindt & Sprüngli". Das neue Jahrhundert brach für Lindt & Sprüngli heran, wenn auch nicht ohne Herausforderungen. Trotz des Ersten Weltkriegs florierte die Schweizer Schokoladenindustrie, wobei Lindt & Sprüngli maßgeblich zum Erfolg beitrug. Bis 1915 wurde der Großteil der Erzeugnisse ins Ausland exportiert. Während des Zweiten Weltkriegs überstanden Lindt & Sprüngli die turbulente Zeit ohne Einbußen bei ihren Standards. Aufgrund dieser hohen Qualitätsansprüche stieg der Umsatz mit Kriegsende - das zufällig mit dem 100-jährigen Jubiläum zusammentraf - wieder rasant an.

Lindt Home of Chocolate Außenansicht

Lindt & Sprüngli: Meilensteine und bekannte Sorten

In den 1920er Jahren expandierte Lindt & Sprüngli erstmals ins Ausland und gründete Generalvertretungen in Deutschland und den USA. Im Jahr 1928 wurde die erste eigene Tochtergesellschaft in Berlin mit einer Fabrik für die Lizenzproduktion gegründet. Das Unternehmen setzte sein Wachstum in allen Schlüsselmärkten mit eigenen Tochtergesellschaften oder Vertriebsunternehmen fort. Heute ist Lindt & Sprüngli die Nummer 1 im weltweiten Premium-Schokoladenmarkt und bekannt für seine Schokoladenklassiker.

Mit dem Kirschstengli wurde ein echtes Schweizer Original eingeführt, das sich bis heute als echter Erfolg für Lindt & Sprüngli erweist. Lindt & Sprüngli turned 100 and celebrated the big anniversary with a 12-part advertising series. The anniversary coincided with the end of the war and chocolate consumption picked up again. Nach dem Krieg wollten unsere Lindt Maître Chocolatiers etwas Himmlisches schaffen, um die Stimmung unserer Kunden zu heben. Sie machten sich an die Arbeit und experimentierten mit Schokoloadenrezepten bis sie 1949 auf eine Schokolade stießen, die so luxuriös glatt war, dass sie mit geschmolzenem Gold verglichen werden konnte. Ihr wurde der Name LINDOR gegeben.

Im Jahr 1952 erschien der Lindt GOLDHASE zum ersten Mal in den Regalen. Inspiriert von seiner Tochter schuf ein Lindt Maître Chocolatier einen Hasen aus Schokolade. Er wickelte ihn in Goldfolie ein, um ihn zum Leuchten zu bringen, und band ihm ein rotes Band mit einer kleinen Glocke um den Hals, damit er nie verloren gehen würde. Heute ist der Lindt GOLDHASE ein Osterklassiker und zeigt jedem, dass der Frühling vor der Tür steht.

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Im Jahr 1969 brachte Lindt & Sprüngli die ersten LINDOR Trüffel im Rahmen einer Weihnachtsspezialität auf den Markt. Sie wurden sofort ein Erfolg und die Kunden waren traurig, als sie nach Ende der Weihnachtszeit wieder verschwanden. Vor dem Ende des Jahrzehnts, im Jahr 1979, wurden Lindt Connaisseur Pralinés zu einer eigenen Markenlinie ausgeweitet, die eine Premium-Pralinenkollektion für ganz besondere Geschenkanlässe begründete. 1989 wurde ein weiterer Klassiker geschaffen. Lindt & Sprüngli stellte die extra dünnen Lindt EXCELLENCE Chocoladen-Tafeln mit ihren intensiv eleganten Aromen und ihrer feinen Textur vor.

Seit 2008 ist das Landwirtschaftsprogramm von Lindt & Sprüngli Ausdruck dieses Engagements für Nachhaltigkeit. Die Lindt Cocoa Foundation wurde im Jahr 2013 gegründet, um das soziale und ökologische Umfeld rund um die Schokoladenproduktion zu schützen. Die Lindt Cocoa Foundation fördert eine nachhaltige Landwirtschaft und ergänzt die bestehenden Bemühungen zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kakaobauern. Erst im Jahr 2020, zum 175-jährigen Jubiläum von Lindt & Sprüngli, öffnete das Lindt Home of Chocolate seine Türen. Es befindet sich am Hauptsitz in Kilchberg und beherbergt ein interaktives Schokoladenmuseum, eine Forschungs- und Pilotanlage, den weltweit größten Schokoladenladen, ein Café und Chocolateria speziell für Schokoladenkurse entwickelt.

Rundgang durch das Lindt Home of Chocolate

Deutsche Schokoladenlandschaft: Hersteller, Marken und Trends

Die größten Schokoladeproduzenten in Deutschland sind die Konzerne Ferrero (aus Italien), Mondelez International (USA)(früher Kraft foods / Cadbury), Ludwig Schokolade (Deutschland) gehört zur Krüger Gruppe, Alfred Ritter (Deutschland) und Stollwerck (Deutschland) das inzwischen zur belgischen Baronie Gruppe gehört. Zu diesen Konzernen, die teilweise mehrere verschiedene Marken vertreiben, gehören die auf dem deutschen Markt bekanntesten Marken. Darunter Milka, Toblerone, Trumpf, Alpia, Ritter Sport, Stollwerck, Sarotti, Sprengel, Ferrero Rocher, Kinder-Überraschung und weitere.

Eine Reihe von meist mittelgroßen Firmen versucht sich überwiegend auf die Herstellung qualitativ besserer Schokolade und Pralinen zu konzentrieren. Wobei die Hersteller großen Wert darauf legen, nur die besten und frischesten Zutaten zu verwenden und in der Regel vollständig auf den Zusatz von Konservierungsstoffen oder künstlichen Aromen verzichten. Oftmals verwenden diese Hersteller bessere Kakaosorten als die großen Mitbewerber, so zum Beispiel die Bremer Hachez Chocolade, die ausschließlich Kakao aus Venezuela und Ecuador verwendet. Zu den auch über Deutschland hinaus bekanntesten Firmen zählen neben Hachez auch Coppeneur, Rausch Schokoladen, Feodora, Heinemann, und Leysieffer.

Besonders auffällig ist, das oft große saisonale Angebot der Hersteller. Viele bieten je nach Jahreszeit besondere Weihnachtsschokoladen oder gefüllte Ostereier an. Zu den jüngeren Firmen, die sich auf hochwertige Produkte konzentrieren, gehört die Firma Coppeneur, die als erste deutsche Firma am Pariser Salon du Chocolat teilnehmen durfte und inzwischen sogar selbst Kakaobohnen verarbeitet. Insgesamt gibt es einen Trend zu besserer Qualität und zu dunkleren Schokoladen in Deutschland, der in den vergangenen Jahren zur Entstehung zahlreicher kleiner Schokoladengeschäfte beigetragen hat.

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Spitzenniveau: Bean-to-Bar und Premiummanufakturen

Nur eine ganz kleine Zahl an Produzenten aus Deutschland stellt Schokolade in Spitzenniveau her und kann sich mit den Besten der Welt messen. Dazu zählen zum Beispiel die Bean to Bar Produzenten Georgia Ramon aus Bonn und Edelmond Chocolatiers aus Luckau. Beide produzieren von der Kakaobohne an edelste Schokoladen die international Anerkennung finden.

Regionale Schokoladenkultur: Städte und Spezialgeschäfte

Für Schokoladenliebhaber bietet München eine ganze Reihe von Konditoreien, Cafés und Geschäften. Inzwischen kann man schon von der deutschen Schokoladen-Hauptstadt reden. Während die Konditoreien ein eher klassisches Sortiment führen, bekommt man in den beiden Geschäften Götterspeise und Chocolate & More fast alles, was in der Schokoladenwelt aktuell Rang und Namen hat. Die Götterspeise in der Jahnstraße und Chocolate & More in der Westernrieder Straße bieten zudem die beste heiße Schokolade der Stadt.

Wer dort an den Stehtischen (mit Sitzmöglichkeit in der Götterspeise) keinen Platz mehr bekommen hat, oder lieber sitzen möchte, dem sei das Opern Espresso in der Maximilianstraße empfohlen. Weitere Einkaufsmöglichkeiten für Schokolade sind Oma's Köstlichkeiten und Dallmayr. Bei Oma's Köstlichkeiten im Sendlinger Tor bekommt man eine schöne bunte Mischung an schokoladigen Mitbringseln für Touristen. Das Traditionshaus Alois Dallmayr in der Dienerstraße dürfte den meisten aus der Werbung bekannt sein.

Alle Schokoladenadressen in Hamburg aufzuzählen, wäre etwas viel. Hier deshalb nur die schönsten Geschäfte mit der besten Auswahl. Fangen wir in der Neustadt nahe der Binnenalster an. Dort findet man bei Oschätzchen (Hohe Bleichen 26) eine große Auswahl der edelsten Schokoladen, wie auch einige Pralinen. Gleich um die Ecke findet man unter den Colonnaden das Geschäft Choco Monde, ein reines Schokoladengeschäft, mit allem, was man als Chocoholic brauchen kann. Wer lieber im klassischen Ambiente einkauft kann in den Stadtteil Winterhude fahren und findet in der Xocolaterie (Gertigstraße 11) nicht nur das passende Ambiente, sondern auch sicher die passende Schokolade.

Die Stadt am Rhein beherbergt den Tempel der Schokolade, das Schokoladenmuseum. Das einst von Imhoff gegründete Museum ist bis heute einzigartig in Umfang und Angebot und bietet einen wunderbaren Einblick in die süß-herbe Welt der Schokolade. Auch eine große Auswahl an Schokoladen von einfach bis sehr gut bekommt man im Schokoladengeschäft des Museums.

Markenstärke und Verbraucherimage in Deutschland

Milka, Ritter Sport, Lindt und Co.: Die Auswahl an Schokoladenmarken in Deutschland ist riesig. Doch welche der Marken ist die stärkste? Eine repräsentative Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Splendid Research gibt Aufschluss. Ob Milka, Ritter Sport, Kinder Schokolade oder Lindt: Konsumenten im Supermarkt haben es dieser Tage nicht leicht, unter den zahlreichen angebotenen Marken ihre Lieblingsschokolade auszuwählen. Neben Geschmack und Bekanntheit spielt immer häufiger auch das Image der Marken eine Rolle für die Kaufentscheidung.

Angesichts der zuletzt geballten Kritik an Ritter Sport dürfte das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen Befragung des Marktforschungsinstituts Splendid Research aus Hamburg zu den „markenstärksten Schokoladenherstellern in Deutschland“ so manchen überraschen. Darin sicherte sich Ritter Sport den zweiten Platz hinter Milka und erzielte auch in puncto Image vergleichsweise sehr hohe Werte.

Rang Marke Brand-Index / Image
1 Milka 69,7 (Bekanntheit 97%)
2 Ritter Sport 69 (Image-Score 72,4)
3 Merci 65
4 Lindt 64,8
5 Kinder Schokolade 64,5

Laut Splendid Research setzt sich das Markenimage in der Studie aus der Bewertung von zehn verschiedenen Attributen zusammen. Milka wird zum Beispiel als Hersteller mit hoher Innovation (71,9 Punkte) sowie einem hohen Maß an Kundenanpassung (73,3 Punkte) wahrgenommen. Im Gesamtranking der Studie belegt Ritter Sport mit 69 Punkten zwar den zweiten Platz - im Image-Ranking (Image-Score 72,4) schneidet der Hersteller jedoch sogar noch besser ab als der Erstplatzierte Milka (71,8 Punkte).

Dass Ritter Sport bei den Verbrauchern in puncto Image noch immer hoch im Kurs steht, könnte mitunter auch damit zusammenhängen, dass Ritter Sport auf den Shitstorm reagiert hat und erklärte, alle Einnahmen aus dem Russland-Geschäft zu spenden. Laut einer ehemaligen Mitarbeiterin, die Ritter Sport vor den Vorwürfen verteidigt, sei Russland ein wichtiger Markt des Familienunternehmens. „Sie verdienen mit diesem Markt einen wichtigen Anteil ihres Umsatzes. Der Umsatz, der Arbeitsplätze schafft. Der soziale Projekte unterstützt.“

Aktuelle Entwicklungen: Nachhaltigkeit, Direktvertrieb und Erlebnisläden

Lindt & Sprüngli hat es sich zur Aufgabe gemacht, frische, neue Aromen zu kreieren, die unsere Verbraucher inspirieren und gleichzeitig die höchste Qualität jedes dieser Produkte gewährleisten. Im selben Jahr gründete Lindt & Sprüngli ein eigenes globales Einzelhandelsnetzwerk, um das einzigartige Lindt-Schokoladenerlebnis einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Seit 2008 ist das Landwirtschaftsprogramm von Lindt & Sprüngli Ausdruck dieses Engagements für Nachhaltigkeit.

Die Lindt Cocoa Foundation fördert eine nachhaltige Landwirtschaft und ergänzt die bestehenden Bemühungen zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kakaobauern. 2013 startete die gemeinnützige Lindt Chocolate Competence Foundation ein visionäres Projekt in Kilchberg, Schweiz. Erst im Jahr 2020 öffnete das Lindt Home of Chocolate seine Türen und beherbergt unter anderem ein interaktives Schokoladenmuseum und eine Forschungs- und Pilotanlage.

Wir sind flexibel, engagiert und lösungsorientiert. Wir verbessern unsere Produkte und Prozesse und gehen an Grenzen. Wir denken global, handeln aber lokal. Wir haben das Ohr am Markt und nutzen dieses Wissen. Wir kreieren gemeinsam Neues. Kundenfokus, immer und überall. Wir verschwenden keine Zeit. Und wir erfüllen. Wir brennen für das Handwerk Schokolade. Wir sind in Bewegung.

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