Rezept Belgische Waffeln ohne Hefe

Belgische Waffeln sind etwas ganz Besonderes: Sie werden deutlich dicker als klassische Herzwaffeln, haben tiefere Waben und schmecken außen herrlich knusprig, innen aber wunderbar fluffig. In diesem Beitrag zeige ich euch die bekanntere Brüsseler Variante aus Rührteig; also die belgischen Waffeln, die viele aus dem Café oder vom Weihnachtsmarkt kennen. Da mein einfaches Rezept für Belgische Waffeln mit Backpulver schnell gemacht ist, kann man die Süßspeise sogar Last Minute machen.

Was macht belgische Waffeln aus?

Eine typisch belgische Waffel erkennt man im Übrigens an ihrer rechteckigen Form. Sie sind höher gebacken als die uns bekannten Herzwaffeln und sollten eine knusprige Außenhülle haben. In Belgien, genau wie in Nordfrankreich in Lille, gibt es leckere Waffeln. Schön fluffig und zart. Die extra dicken Waffeln sind wie gemacht für einen gemütlichen Winternachmittag. Soulfood deluxe!

Streng genommen gibt es nicht das eine Originalrezept für belgische Waffeln, sondern zwei bekannte Varianten: Lütticher Waffeln und Brüsseler Waffeln. Bei den belgischen Waffeln unterscheiden Feinschmecker zwischen Brüsseler Waffeln und Lütticher Waffeln. Die beiden belgischen Städte liegen nur rund 100 Kilometer auseinander, dennoch unterscheiden sich die Waffeln in ihrer Rezeptur und Form.

Brüsseler vs. Lütticher Waffeln (kurz)

  • Brüsseler Waffeln: Die Brüsseler Variante, die viele vom Weihnachtsmarkt kennen, wird häufig ohne Hefe als Rührteig- bzw. mit Backpulver-Variante zubereitet; sie ist rechteckig mit eckigen Löchern und schön locker. Ihr könnt die Waffeln auch ohne Hefe backen und stattdessen zu Backpulver greifen, jedoch verleiht die Hefe den Waffeln zusätzlich einen eigenen Geschmack.
  • Lütticher Waffeln: Lütticher Waffeln werden meist mit Hefeteig gemacht und sind oft etwas kompakter und süßer. Hier wird dem Hefeteig vor dem Backen noch dicker Hagelzucker untergehoben, der während des Backvorgangs karamellisiert und so einen süßen Crunch verleiht.

In diesem Rezept konzentrieren wir uns auf die Brüsseler Variante ohne Hefe, also die schnelle, mit Backpulver oder Eischnee luftiger gemachte Version, die außen knusprig und innen zart bleibt.

Warum dieses Rezept ohne Butter (optional) und ohne Hefe funktioniert

Das Besondere daran ist: Der weiche Innenkern bleibt erhalten, obwohl man teilweise auf Butter verzichtet. Fragst du dich jetzt, wie genau das funktioniert? Es ist ganz einfach: Dieses Rezept ist an die amerikanische Pfannkuchen-Variante (Pancakes) angelehnt und wird daher mit viel Milch und Eiern gebacken. Pssst …. Übrigens spart der Verzicht der Butter einiges an Kalorien.

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Das Geheimnis ist - wie in fast allen Bereichen - nicht nur das Rezept, sondern auch das richtige Werkzeug. Denn du kannst den besten Waffelteig der Welt vorbereitet haben, … mit einem unpassenden Waffeleisen wird dein Gebäck niemals knusprig und fluffig werden. Daher gilt: Wenn du ein Waffeleisen kaufen möchtest, gib lieber ein paar Euro mehr aus. Je nachdem, welche Ansprüche du an deine Lieblingswaffeln hast, ist eine andere Art Waffeleisen gut.

Waffeleisen für Belgische Waffeln (rechteckige, tiefe Mulden)

Worauf beim Waffeleisen achten?

  • Für belgische Waffeln benötigt ihr ein spezielles Waffeleisen mit tiefen Mulden, damit sie schön dick werden und ihr typisches Wabenmuster bekommen. In einem normalen Eisen mit Herzen klappt der Teig zwar auch, das Ergebnis wird aber deutlich flacher.
  • Ein Dreh-Waffeleisen ist besonders praktisch für eckige, hohe Waffeln: Durch das Drehen verteilt sich der Teig präzise im gesamten Eisen und ihr bekommt gleichmäßig hohe Waffeln.
  • Damit belgische Waffeln knusprig und innen weich werden, sollte die Temperatur recht hoch sein.

Zutaten (für ca. 6-8 Waffeln)

  • ▢ 3 Eier müssen getrennt werden (Eigelb + Eiweiß)
  • ▢ 40 g Zucker
  • ▢ 1/2 Pck. Backpulver
  • ▢ 150 g Mehl
  • ▢ 175 ml Milch
  • ▢ 1 Prise Salz

Alternativrezepte im Text bieten unterschiedliche Mengen und Varianten (z. B. 120 g weiche Butter, 70 g Zucker, 250 g Mehl, 350 ml Milch) - alle Varianten folgen demselben Prinzip: cremige Fett-Zucker-Basis, Mehl + Backpulver, und luftiger Eischnee oder aufgeschlagene Eier für Fluffigkeit.

Schritt-für-Schritt-Zubereitung

  1. Die Butter vorsichtig schmelzen und etwas abkühlen lassen (wenn ihr Butter verwendet). Wer komplett ohne Butter backt, lässt diesen Schritt weg.
  2. Mehl und Backpulver vermischen. Es ist wichtig, dass der Teig glatt und ohne Klümpchen ist.
  3. In einer Schüssel das Mehl mit dem Zucker, Salz und Vanille mischen. Dazu das Eigelb und die flüssige Butter geben.
  4. Die Milch unter Rühren nach und nach dazugeben und alles mit Quirlen bzw. Schneebesen-Aufsätzen zu einem glatten Teig verrühren. Er ist deutlich flüssiger als normaler Kuchen-Rührteig und erinnert ein wenig an Pfannkuchenteig.
  5. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und vorsichtig unterheben, bis eine homogene Masse entstanden ist. Wenn du das Eiweiß extra unterhebst, werden die Waffeln besonders fluffig.
  6. Wer Zeit hat, kann den Teig ca. 5-30 Minuten ruhen lassen, es geht aber auch ohne.
  7. Das Waffeleisen aufheizen und ganz leicht einfetten, z.B. mit etwas Backtrennspray oder Öl.
  8. Je einige Esslöffel Teig in die Mulden geben (wir haben ein Eisen mit 2 Waffel-Mulden), schließen und je nach Gerät und Hitze in 3-5 Minuten goldgelb backen. Die genaue Backzeit hängt vom Waffeleisen ab - schaut nach 2 Minuten, wie braun sie schon sind.
Gebackene Belgische Waffeln goldbraun

Toppings und Serviervorschläge

Außen knusprig, innen fluffig weich - frisch gebackene Waffeln schmecken einfach herrlich. Und was gibt es dazu? Beeren oder Bananenscheiben zum Beispiel. Wem das Ganze zu kalorienarm ist 😉 , der serviert eine ordentliche Portion Schlagsahne, Eiscreme, Schokosoße, Butter und Sirup dazu. Für mich sind belgische Waffeln immer etwas Besonderes: Sie sehen toll aus, schmecken wunderbar goldbraun und gelingen mit diesem einfachen Teig ganz unkompliziert.

  • Frische Beerenmischung oder rote Grütze
  • Crème Chantilly / Schlagsahne und Schokoladensauce
  • Puderzucker, Vanilleeis oder Baiser-Krümel / Krokant
  • Eierlikör als Topping oder ein Schuss im Teig (für Waffeln mit Schwips)
Waffel mit Beeren, Sahne und Schokosoße

Tipps, Varianten und Aufbewahrung

  • Dieses Rezept schmeckt am besten frisch gebacken, aber man kann sie sehr gut einfrieren und kurz im Backofen erwärmen.
  • Als Lütticher Waffel: Vor dem Ausbacken rührt ihr Hagelzucker unter den Teig; der karamellisiert beim Backen und sorgt für Crunch. Achtet darauf, das Waffeleisen zwischendurch zu säubern, da der Hagelzucker Rückstände hinterlassen kann.
  • Wenn ihr lieber die Hefe-Version ausprobieren möchtet: Dafür gibt es ein eigenes Rezept mit Vorteig, das über Nacht im Kühlschrank gehen kann und dem Teig einen charakteristischen Geschmack verleiht.
  • Für extra Luftigkeit könnt ihr statt kompletter Butter auch Mineralwasser mit viel Kohlensäure verwenden - einige Rezepte verwenden Mineralwasser, um den Teig zusätzlich aufzulockern.

Einfache Tabelle: Kurzüberblick Zutaten & Zubereitungszeit

Zutat / Kategorie Menge (Basisrezept)
Mehl 150 g
Milch 175 ml
Eier (getrennt) 3 Stück
Backpulver 1/2 Pck.
Zucker 40 g
Butter (optional) gering oder weglassen
Arbeitszeit ca. 15-30 Minuten (zzgl. Ruhezeit)

Noch ein paar persönliche Empfehlungen

Teilt euer neues Lieblingsrezept mit Familie und Freunden - es gibt doch nichts Schöneres, als einen Raum mit dem Duft von frischgebackenen Waffeln zu füllen. Wenn es draußen langsam grau und ungemütlich wird, könnt ihr euch die Tage mit selbst gemachten Waffeln versüßen. Habt ihr Fragen zu Waffeleisen oder wollt ihr die Hefe-Variante probieren? Dann schaut euch auch die Rezepte für Lütticher Waffeln oder die Hefe-Variante mit Vorteig an.

Video: Schritt-für-Schritt Belgische Waffeln ohne Hefe backen

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