Baumkuchenspitzen mit Marzipan: Das perfekte Rezept für festliche Genussmomente
Der Advent ist die Zeit, in der in vielen Küchen der Backofen auf Hochtouren läuft und sich der Duft von frisch gebackenem Weihnachtsgebäck im Haus verteilt. Besonders beliebt auf den Plätzchentellern sind Klassiker wie Spritzgebäck, Lebkuchen oder Pfeffernüsse - aber ein echter Höhepunkt sind immer wieder Baumkuchenspitzen mit Marzipan. Dieses Gebäck ist zwar etwas aufwändiger in der Herstellung, belohnt jedoch mit einem einmaligen Geschmackserlebnis.
Was sind Baumkuchenspitzen?
Falls ihr bisher nur die Variante aus dem Supermarkt kennt: Baumkuchenspitzen gibt es rund oder als kleine Ecken, wobei es sich eigentlich um denselben Kuchen in anderer Form handelt. Beides besteht aus vielen übereinander gebackenen dünnen Teigschichten. Durch das Backen und Schichten entsteht das typische Muster, das an die Jahresringe eines Baumes erinnert - daher auch der Name.
Baumkuchenspitzen sind kleine Dreiecke aus Baumkuchen, die mit Kuvertüre überzogen und nach Belieben dekoriert werden. Sie selber zu machen ist etwas zeitaufwändig, aber keineswegs kompliziert. Es hat sogar etwas Meditatives, am Backofen sitzend Schicht für Schicht aufzutragen.
Zutaten für Baumkuchenspitzen mit Marzipan
| Zutat | Menge | Erläuterung |
|---|---|---|
| Butter (weich) | 250 g | Für die Teigbasis |
| Zucker | 200-250 g | Für Süße und Karamellisierung |
| Vanillezucker | 1 Packung | Aroma |
| Eier (Gr. M) | 5-6 Stück | Getrennt (Eigelb und Eiweiß) |
| Marzipanrohmasse | 100 g | Für das feine Mandelaroma |
| Amaretto/Rum/Orangensaft | 3 EL | Zum Aromatisieren (nach Geschmack auch alkoholfrei) |
| Weizenmehl (Type 405) | 120-150 g | Für die Bindung |
| Speisestärke | 100 g | Für die zarte Textur |
| Backpulver | 3 TL | Triebmittel |
| Vollmilch- oder Zartbitterkuvertüre | ca. 500 g | Für den Überzug |
| Neutrales Speiseöl | 2 EL | Für die Glasur |
| Aprikosenkonfitüre | 60-100 g | Optional, zum Überziehen |
Vorbereitung und Tipps für gelungenen Baumkuchen
Backofen auf 250 °C Ober- und Unterhitze bzw. Grillfunktion vorheizen. Der Boden einer Springform (20-26 cm) oder einer eckigen Form wird mit Backpapier ausgelegt, der Rand gefettet (keine Butter, diese verbrennt bei Grillfunktion - besser etwas neutrales Öl verwenden).
Marzipan grob raspeln und mit Amaretto, Rum oder Orangensaft in einen kleinen Topf geben, unter Rühren erwärmen bis eine glatte Masse entsteht und abkühlen lassen. Alternativ kann alkoholfreier Orangensaft verwendet werden.
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Die Eier trennen, Eigelbe aufbewahren, Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen und beiseite stellen.
In einer Rührschüssel die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker cremig aufschlagen. Die Eigelbe einzeln zugeben, dann die Marzipanmischung und den Orangenabrieb unterrühren. Zuletzt Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen, sieben, und esslöffelweise zur Masse geben. Zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben.
So gelingt das klassische Schicht-Backen
- Etwa 2-3 EL Teig in die Form geben und dünn verteilen. Am besten funktioniert das mit einem Tortenheber, einer Palette oder einem Backpinsel.
- Die Form für ca. 3 Minuten im oberen Drittel des Ofens backen, bis die Schicht leicht gebräunt ist.
- Form herausnehmen, wieder 2-3 EL Teig auftragen und zügig verstreichen. Die Hitze sorgt dafür, dass sich die Teigschicht fast von selbst verteilt!
- Wieder für etwa 3 Minuten backen. Fortfahren, bis der Teig verbraucht ist. Ein Baumkuchen sollte mindestens 8-10 Schichten haben.
- Die letzte Schicht goldbraun backen, dann den Kuchen aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen.
Formen, Schneiden und Verzieren der Baumkuchenspitzen
Den vollständig ausgekühlten Baumkuchen vorsichtig aus der Form lösen, Backpapier entfernen und den Kuchen auf ein Schneidebrett legen. Gegebenenfalls die Ränder begradigen.
Im Anschluss den Kuchen in etwa 3 cm dicke Streifen schneiden und diese in Quadrate oder Dreiecke (durch diagonales Schneiden) teilen. So entstehen die charakteristischen Baumkuchenspitzen. Alternativ können auch Rauten geschnitten werden.
Aprikosenkonfitüre optional in einem Topf mit etwas Orangensaft erwärmen, durchsieben und die Oberflächen der Dreiecke damit bestreichen. Mit fein gehackten Pistazien bestreuen (nach Belieben).
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Das Glasieren - ein Genussmoment
Für die Glasur die Kuvertüre fein hacken. Zwei Drittel über einem warmen Wasserbad schmelzen, dann das restliche Drittel einrühren und mit dem Öl zu einer glatten, flüssigen Masse verrühren.
Die Baumkuchenspitzen mit einer Pralinengabel in die Kuvertüre tauchen, überschüssige Schokolade abtropfen lassen und auf Backpapier absetzen. Wer mag, kann die Spitzen nur zur Hälfte eintauchen oder komplett überziehen. Mit Marmelade oder zusätzlichen Nüssen, Kokosflocken oder Streuseln verzieren.
Tipps für Aufbewahrung und besonderen Genuss
Wenn die Schokolade angezogen ist, können die Baumkuchenspitzen luftdicht und dunkel aufbewahrt werden. Sie sind mehrere Tage haltbar, frisch aber besonders zart und aromatisch.
Der Stolz, Baumkuchenspitzen selbst backen zu können, ist definitiv mehr wert als jede gekaufte Variante! Genießt das einzigartige Aroma von frisch gebackenen Baumkuchenspitzen mit Marzipan - ein köstlicher, hübscher und traditioneller Klassiker der feierlichen Zeit.
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