Baumkuchen Rezept mit Marzipan und Amaretto – Schicht für Schicht ein Genuss

Kennt ihr Baumkuchen? Eine wahre Köstlichkeit und etwas ganz Besonderes. Traditionell stellt man ihn auf Holzrollen her, die vor einem Grill hängen und sich kontinuierlich drehen, sodass der Teig von allen Seiten schön braun wird. Wenn man ihn dann von der Rolle schiebt und aufschneidet, sieht der Kuchen aus wie ein Holzstamm mit Jahresringen. Doch auch ohne diese spezielle Rolle könnt ihr wunderbaren Baumkuchen zuhause selbst herstellen! Schwer ist es nicht, es bedarf nur Geduld und Aufmerksamkeit.

Jedes Jahr gibt es Baumkuchen bei uns, um genau zu sein am 25. Dezember, dem Geburtstag meines Freundes. Wie jedes Jahr machen wir ihn als Konfekt, um lange etwas von ihm zu haben. Ich hoffe, ihr macht ihn mal nach und ich bekomme eure Ergebnisse zu Gesicht.

Zutaten für den Baumkuchen mit Marzipan und Amaretto

  • 250 g Butter (zimmerwarm)
  • 250 g Zucker
  • 6 Eier (sauber getrennt)
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 150 g Weizenmehl (Typ 405)
  • 110 g Speisestärke
  • 100 - 200 g Marzipan-Rohmasse
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 3 EL Amaretto (alternativ Orangensaft oder Milch)
  • Bittermandelaroma (3-4 Tropfen)
  • Vollmilch- oder Zartbitterschokolade (ca. 200 g) für die Glasur
  • Kokosfett (ca. 10 g) für die Kuvertüre

Benötigte Küchenutensilien

  • Springform (Ø 26 cm oder 20-24 cm), mit Backpapier ausgelegt
  • Rührschüssel
  • Handrührgerät oder Küchenmaschine mit Schneebesen
  • Topf und hitzebeständige Schüssel für Wasserbad
  • Teigspatel oder Palettenmesser
  • Backpapier
  • Küchenwaage, Esslöffel

Die Zubereitung - Schicht für Schicht zum perfekten Baumkuchen

Der Trick beim Baumkuchen liegt in der Backmethode: Statt den ganzen Teig auf einmal zu backen, wird nur eine dünne Teigschicht unter den Grill gelegt. Nach wenigen Minuten kommt die nächste Schicht darauf. So entstehen die typischen Baumring-Schichten, die an Baumringe erinnern.

  1. Eier trennen: Zunächst werden die Eier getrennt und das Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif geschlagen. Es sollte eine Messerspitze sichtbar bleiben.
  2. Butter und Zucker schaumig rühren: Die zimmerwarme Butter mit Zucker, Vanillezucker und Bittermandelaroma mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine ca. 3-4 Minuten sehr schaumig aufschlagen, bis die Masse sehr hell ist.
  3. Marzipan-Amaretto-Mischung herstellen: Das Marzipan in kleine Stücke schneiden oder zupfen und zusammen mit 3 EL Amaretto in einem kleinen Topf auf mittlerer Hitze im Wasserbad oder direkt erwärmen. Dabei ständig rühren, bis sich das Marzipan mit dem Amaretto verbunden und eine cremige Paste gebildet hat. Anschließend etwas abkühlen lassen.
  4. Marzipanmasse unterrühren: Die Marzipan-Amaretto-Creme zu der Butter-Zucker-Masse geben und gut unterrühren.
  5. Mehlmischung hinzufügen: Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen, sieben und esslöffelweise unter die Teigmasse rühren.
  6. Eiweiß vorsichtig unterheben: Den steifen Eischnee mit einem Teigspatel vorsichtig unterheben, damit Luftigkeit erhalten bleibt.

Nun kommt der spannende Teil: Das Schichten backen.

  1. Ofen auf Grillfunktion bei ca. 225 °C vorheizen.
  2. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen.
  3. Ca. 3-4 Esslöffel Teig auf den Boden streichen und für 1-3 Minuten unter den Grill auf die unterste Backofenschiene geben, bis die Schicht goldbraun ist. Achtung: Der Teig brennt schnell an, daher den Backprozess stets beobachten.
  4. Die Form aus dem Ofen nehmen und erneut 3-4 EL Teig auf die bereits gebackene Schicht geben, glattstreichen und erneut backen.
  5. So Schicht für Schicht verfahren, bis der gesamte Teig verbraucht ist. Je nach Menge sollten etwa 12-24 Schichten entstehen.
  6. Nach etwa jeder dritten Schicht kann optional nochmals ein feiner Pinselstrich der Marzipan-Amaretto-Mischung aufgetragen werden, um den Kuchen noch saftiger zu machen.

Nach dem Backen den Kuchen vollständig auskühlen lassen. Anschließend vorsichtig vom Formrand lösen und auf ein Kuchengitter legen.

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Glasur und Dekoration

Die Vollmilch- oder Zartbitterschokolade grob hacken und im Wasserbad zusammen mit Kokosfett langsam schmelzen lassen. Anschließend die Kuvertüre mittig über den abgekühlten Kuchen gießen und mit einer Palette schnell nach außen verteilen, bis der Kuchen komplett bedeckt ist und die Schokolade auch den Rand entlangläuft. Die Glasur leicht anziehen lassen.

Wer mag, kann den Baumkuchen noch mit selbstgemachter Marzipandeko verzieren: Hierfür Marzipan mit etwas Puderzucker verkneten, dünn ausrollen und Formen ausstechen. Auf die ausgekühlte Schokolade setzen, sobald sie fast trocken ist.

Baumkuchen mit Marzipan und Amaretto, Stücke in Schichten geschnitten

Variationen und Tipps

  • Kuvertüre: Statt Vollmilchkuvertüre könnt ihr auch Zartbitterkuvertüre verwenden, wenn ihr es weniger süß mögt.
  • Alkoholersatz: Anstelle von Amaretto eignet sich auch Orangensaft oder Milch, wenn ihr den Likör weglassen möchtet.
  • Dekoration: Gehackte Pistazien, kandierte Orangenschalen oder Puderzucker verleihen eine festliche Note.
  • Formen: Neben der klassischen runden Springform eignet sich auch eine quadratische Form, gerade wenn ihr den Baumkuchen als Konfekt schneiden wollt.
  • Aufbewahrung: Der Baumkuchen hält sich etwa 4-5 Tage an einem kühlen und trockenen Ort, nicht im Kühlschrank. Alternativ könnt ihr ihn portionsweise einfrieren und bei Bedarf auftauen.

Wissenswertes zur Herstellung

Traditionell wird Baumkuchen auf einer rotierenden Walze über offenem Feuer gebacken - eine Technik, die viel Erfahrung erfordert. Die Variante im heimischen Backofen nutzt die Grillfunktion, um jede Teigschicht einzeln zu bräunen. Dabei muss man zwischendurch immer wieder schnell den Ofen öffnen, die Form hineingeben, wieder herausnehmen und die nächste Schicht auftragen - etwas Geduld ist also Voraussetzung, aber es lohnt sich! Frisch gebacken schmeckt Baumkuchen am besten.

Baumkuchen Schichten backen und fachgerecht glasieren - Anleitung

Arbeitszeit und Backzeit

Arbeitszeit ca. 30-40 Minuten
Backzeit (alle Schichten) ca. 60-90 Minuten (je nach Anzahl der Schichten)
Gesamtzeit ca. 90-120 Minuten

Ob zum Geburtstag, zu Weihnachten oder als besonderes Mitbringsel - der Baumkuchen mit Marzipan und Amaretto überzeugt mit seinem saftigen Teig und den aromatischen Ringen. Der Amaretto sorgt für einen intensiven Mandelgeschmack, das Marzipan macht die Masse besonders weich und aromatisch. Abschluss bildet die glänzende Kuvertüre, die den Kuchen saftig hält und verführerisch macht.

Baumkuchenspitzen mit Schokoladenglasur und Marzipandekor

Habt ihr den Baumkuchen mit Marzipan schon gebacken? Über eure Fotos und Feedback freue ich mich sehr!

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