Aronia-Marmelade: Gesundheitliche Vorteile und Wissenswertes

Die Aronia-Marmelade, hergestellt aus den fast schwarzen Früchten des Aronia-Strauchs (Aronia melanocarpa), erfreut sich wachsender Beliebtheit. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, wird die Aronia mittlerweile auch in Deutschland angebaut und geschätzt. Die Gründe dafür liegen nicht nur im einzigartigen, herb-säuerlichen Geschmack, sondern auch in den potenziellen gesundheitlichen Vorteilen, die mit dem Verzehr von Aroniabeeren verbunden sind.

Was macht die Aroniabeere so besonders?

Aroniabeeren zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen aus. Dazu gehören:

  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Allen voran Anthocyane und Polyphenole, die für die intensive Farbe der Beeren verantwortlich sind und antioxidative Eigenschaften besitzen.
  • Vitamine: Vitamin C, Folsäure, Vitamin K sowie geringere Mengen an Vitamin A, B2 und E.
  • Mineralstoffe: Eisen, Zink, Kalium, Kalzium und Magnesium.

Diese Inhaltsstoffe tragen dazu bei, dass die Aroniabeere als "Superfood" gilt, dem verschiedene positive Wirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben werden.

Gesundheitliche Vorteile von Aronia-Marmelade

Obwohl der Zuckergehalt von Marmelade die gesundheitlichen Vorteile etwas relativiert, kann der Verzehr von Aronia-Marmelade dennoch einen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung leisten. Die in den Aroniabeeren enthaltenen Inhaltsstoffe sollen unter anderem folgende Wirkungen haben:

  • Stärkung des Immunsystems: Vitamin C, Folsäure und Zink unterstützen die Abwehrkräfte des Körpers.
  • Antioxidative Wirkung: Anthocyane und Polyphenole können Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen.
  • Positive Effekte auf Herz-Kreislauf-System: Studien deuten darauf hin, dass Aronia den Blutdruck senken und die Blutgefäße stärken kann.
  • Entzündungshemmende Wirkung: Die Inhaltsstoffe der Aroniabeere können Entzündungsprozesse im Körper reduzieren.
  • Blutzuckerregulierung: Es gibt Hinweise darauf, dass Aronia den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen kann.
  • Unterstützung bei Harnwegsinfekten: Eine Studie deutete darauf hin, dass der regelmäßige Konsum von Aroniabeerensaft das Risiko von Harnwegsinfekten senken kann.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die meisten dieser Erkenntnisse auf Studien beruhen und weitere Forschung erforderlich ist, um die Wirkungsweise und das Ausmaß der gesundheitlichen Vorteile von Aroniabeeren vollständig zu verstehen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat beispielsweise einige gesundheitsbezogene Aussagen zu Aronia aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Beweise abgelehnt.

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Aronia-Marmelade selber machen: So geht's

Die Zubereitung von Aronia-Marmelade ist denkbar einfach und ermöglicht es, die wertvollen Inhaltsstoffe der Beeren auf schmackhafte Weise zu nutzen.

Grundrezept

  • 1 kg Aroniabeeren
  • 500 g Äpfel (oder Birnen, Himbeeren)
  • 500 g Gelierzucker (2:1 oder 3:1, je nach gewünschter Süße)
  • Mark einer Vanilleschote (optional)
  • Saft einer halben Zitrone (optional)

Zubereitung

  1. Aroniabeeren putzen, waschen und verlesen. Äpfel schälen, schneiden und entkernen.
  2. Beeren und Äpfel in einen Topf geben. Vanillemark und -schote (falls verwendet) hinzufügen.
  3. Gelierzucker dazugeben und gut umrühren.
  4. Die Mischung unter Rühren zum Kochen bringen und ca. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  5. Vanilleschote entfernen. Nach Belieben die Marmelade pürieren, um eine feinere Konsistenz zu erhalten.
  6. Die heiße Marmelade sofort in saubere, vorbereitete Gläser füllen und diese verschließen.
  7. Die Gläser für einige Minuten auf den Kopf stellen, um einen Unterdruck zu erzeugen und die Haltbarkeit zu verlängern.

Tipps:

  • Für einen besonderen Geschmack können Sie der Marmelade eine Zimtstange, etwas Zitronensaft oder andere Gewürze hinzufügen.
  • Aroniabeeren schmecken herb, daher kann die Marmelade leicht herb sein. Wer es süßer mag, kann mehr Gelierzucker verwenden.
  • Statt frischer Beeren kann auch Aroniasaft verwendet werden (1 Liter Saft entspricht ca. 1 kg Beeren).

Verwendung

Aronia-Marmelade ist vielseitig einsetzbar:

  • Als Brotaufstrich
  • Zu Pfannkuchen oder Waffeln
  • Als Beilage zu Wildgerichten
  • Zu Käse
  • Zum Verfeinern von Desserts

Worauf sollte man beim Kauf von Aronia-Produkten achten?

Wer keine Zeit oder Möglichkeit hat, Aronia-Marmelade selbst herzustellen, kann auf fertige Produkte zurückgreifen. Beim Kauf von Aronia-Saft, getrockneten Beeren oder Nahrungsergänzungsmitteln sollten Sie jedoch folgende Punkte beachten:

  • Reiner Saft: Achten Sie darauf, dass es sich um reinen Aroniasaft ohne Zuckerzusatz oder andere Zusätze handelt.
  • Qualität: Wählen Sie Produkte aus ökologischem Anbau, um Pestizidbelastung zu vermeiden.
  • Herkunft: Bevorzugen Sie Produkte aus regionalem Anbau, um lange Transportwege zu vermeiden.
  • Inhaltsstoffe: Lesen Sie die Zutatenliste sorgfältig durch und achten Sie auf unerwünschte Zusätze.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Beachten Sie die Verzehrempfehlungen des Herstellers und überschreiten Sie die empfohlene Dosis nicht. Krebspatienten und Personen mit Eisenmangel sollten vor der Einnahme von Aronia-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln ihren Arzt konsultieren.

Mögliche Risiken und Nebenwirkungen

Obwohl Aroniabeeren im Allgemeinen als sicher gelten, gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Blausäure: Aroniabeeren enthalten Amygdalin, das im Körper zu Blausäure umgewandelt werden kann. Der Gehalt ist jedoch gering und unbedenklich, solange keine großen Mengen frischer Beeren verzehrt werden. Durch die Verarbeitung der Beeren (z.B. zu Marmelade oder Saft) wird der Blausäuregehalt reduziert.
  • Sorbit: Aroniasaft kann natürlicherweise Sorbit enthalten, was bei empfindlichen Personen zu Verdauungsbeschwerden führen kann.
  • Gerbstoffe: Die in den Beeren enthaltenen Gerbstoffe können bei manchen Menschen Bauchschmerzen verursachen.
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten: Aronia-Extrakte können die Eisenaufnahme beeinträchtigen und Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten eingehen. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Schwermetalle: Eine polnische Studie aus dem Jahr 2023 fand signifikante Unterschiede im Arsengehalt zwischen konventionell und ökologisch angebauten Aronia-Säften. Außerdem wurde empfohlen, den Bleigehalt im Blut zu überwachen, wenn regelmäßig Aronia-Pulver (Fasern) über einen längeren Zeitraum eingenommen wird.

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