Apfelkraut ohne Zucker herstellen: Tradition, Technik und Tipps für natürlich süßen Brotaufstrich

Apfelkraut ist ein altes, traditionelles Lebensmittel, das vor allem im Westen Deutschlands, den Niederlanden und Belgien als leckerer Brotaufstrich eine große Fangemeinde hat - und das schon seit Jahrhunderten. Die süße Nascherei hat eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht.

Ursprünglich war die Herstellung von Apfelkraut eine clevere Möglichkeit, überschüssige Äpfel zu verwerten und für den Winter haltbar zu machen. Das Einkochen von Apfelsaft wurde schon früher als Konservierungsmethode benutzt, um auch im Winter über energiereiche Lebensmittel zu verfügen.

Historische Herkunft des Apfelkrauts in Rheinland, Lüttich und Limburg

Apfelkraut kommt ursprünglich aus dem Rheinland, aus der belgischen Provinz Lüttich und dem niederländischen Limburg. Damals war Zucker teuer und nicht immer verfügbar, weshalb du traditionell keinen Zucker für die Herstellung von Apfelkraut benötigst.

Warum Apfelkraut ohne Zucker?

Das Apfelkraut benötigt in seiner Zubereitung nichts weiter als Äpfel, also auch keinen zusätzlichen Zucker. Aufgrund des hohen natürlichen Zuckergehalts in den Äpfeln ist das Apfelkraut zudem recht lange haltbar.

Wähle am besten eine Mischung aus säuerlichen und süßen Apfelsorten, das bringt den besten Geschmack. Praktischerweise enthalten die Schalen viel Pektin, was das Apfelkraut auf natürliche Weise dickflüssig macht.

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Infografik: Pektin, Sortenwahl und natürliche Süße im Apfelkraut

Zutaten, Menge und Varianten

Um Apfelkraut zuzubereiten, brauchst du nur eine Handvoll Zutaten und ein wenig Geduld. Die Äpfel musst du nicht schälen, lediglich entkernen und in Viertel schneiden.

  • Äpfel (ergeben ca.
  • Du kannst die Schale dranlassen, da sie Geschmack und Pektin enthält.
  • Gib die Apfelstücke zusammen mit 300 ml Wasser in einen großen Topf.
  • Gib ihn zurück in den Topf, dazu eine Zimtstange und einen Spritzer Zitronensaft.

Auf die gleiche Weise lässt sich auch ein leckeres Birnenkraut herstellen!

Schritt-für-Schritt-Video: Apfelkraut ohne Zucker einkochen

Schritt-für-Schritt: Apfelkraut ohne Zucker herstellen

1. Früchte vorbereiten und vorkochen

Die Äpfel waschen und abtrocknen, dann vierteln, schälen und von den Kerngehäusen befreien. Du kannst die Schale dranlassen, da sie Geschmack und Pektin enthält.

Gib die Apfelstücke zusammen mit 300 ml Wasser in einen großen Topf. Apfelstücke mit einer kleinen Menge Wasser in einen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren so lange kochen, bis die Äpfel weich, aber nicht zerkocht sind.

Gib die Apfelstücke zusammen mit ein wenig Wasser in einen großen Topf und lass sie etwa 30 Minuten lang köcheln, bis sie weich sind. Koche die Äpfel auf mittlerer Hitze, bis sie weich und matschig sind (ca. 30 Minuten).

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Topf mit Apfelstücken: Vorkochen und Aufschluss des Pektins

2. Saft gewinnen

Lege ein feines Sieb oder ein Passiertuch über eine große Schüssel und gieße die gekochten Äpfel durch das Sieb. Lass die Flüssigkeit vollständig abtropfen, drücke die Äpfel leicht aus, um den restlichen Saft zu gewinnen.

Ein Sieb über eine Schüssel hängen und mit einem angefeuchteten sauberen Küchentuch auskleiden. Die Früchte hineingießen und etwas abtropfen und abkühlen lassen.

Äpfel durch ein Sieb schütten und den Saft dabei auffangen. Gewonnenen Saft in einen Topf geben, kurz aufkochen und dann bei mittlerer Hitze für etwa eine Stunde weiter köcheln lassen.

3. Einkochen zum Sirup

Gib den aufgefangenen Apfelsaft zurück in den Topf. Füge die Zimtstange und den Saft der ausgepressten Zitrone hinzu.

Bei niedriger Hitze lässt du den Saft nun für eine bis eineinhalb Stunden langsam einkochen. Koche den Apfelsaft bei niedriger Hitze langsam ein, bis er eine dickflüssige, sirupartige Konsistenz erreicht hat. Dies dauert etwa 1-1,5 Stunden. Rühre gelegentlich um, damit nichts anbrennt.

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Den Apfelsaft in einen großen Topf gießen und so lange kochen, bis er karamellartige Blasen bekommt. Das kann je nach Menge zwischen 1 und 2,5 Stunden dauern. Für das Einkochen von 3,5 Litern habe ich 2,5 Stunden benötigt.

Den Saft - es sind jetzt um die 700 ml - in einen Topf geben und erhitzen. Den Saft offen bei mittlerer Hitze ca. 50 Min.

Einkochen des Apfelsafts: Blasenbildung und Farbveränderung

4. Konsistenz prüfen und abfüllen

Um zu testen, ob das Apfelkraut fertig ist, kann die Gelierprobe gemacht werden. Dazu einen Tropfen des Saftes in ein Glas mit jkaltem Wasser geben.

Sobald der Sirup die richtige Konsistenz erreicht hat, entfernst du die Zimtstange und füllst das Apfelkraut in sterile Gläser ab. Entferne die Zimtstange, sobald das Apfelkraut dickflüssig ist.

Fülle das heiße Apfelkraut in sterile Gläser und verschließe sie sofort. Den Sirup nach Belieben mit Zimt abschmecken und in 2-3 vorbereitete Gläser füllen. Diese gleich verschließen und ca. 5 Min.

Zeit- und Mengenbeispiele

Gib ihn zurück in den Topf, dazu eine Zimtstange und einen Spritzer Zitronensaft. Bei niedriger Hitze lässt du den Saft nun für eine bis eineinhalb Stunden langsam einkochen.

  • Das kann je nach Menge zwischen 1 und 2,5 Stunden dauern.
  • Für das Einkochen von 3,5 Litern habe ich 2,5 Stunden benötigt.
  • Es sind jetzt um die 700 ml - den Saft offen bei mittlerer Hitze ca. 50 Min.
Diagramm: Kochzeit in Abhängigkeit von Saftmenge

Haltbarkeit und Lagerung

In sterilisierten und fest verschlossenen Gläsern hält es sich etwa 6 bis 12 Monate, wenn du es an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrst. Lagere es nach dem Öffnen im Kühlschrank und verbrauche es innerhalb von 2 bis 4 Wochen.

Apfelkraut: wenig Zutaten und etwas Geduld. Ursprünglich war die Herstellung von Apfelkraut eine clevere Möglichkeit, überschüssige Äpfel zu verwerten und für den Winter haltbar zu machen.

Vorratsschrank mit beschrifteten Apfelkrautgläsern

Serviervorschläge und Verwendung

Sobald der Sirup die richtige Konsistenz erreicht hat, entfernst du die Zimtstange und füllst das Apfelkraut in sterile Gläser ab. Fertig!

Rheinisches Apfelkraut - Sowohl als Brotaufstrich als auch zum Süßen gut! Dein Apfelkraut eignet sich nicht nur als leckerer Brotaufstrich, sondern auch als Grundlage für eine Soße zum Sauerbraten oder als selbstgemachtes, originelles Geschenk.

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Serviervorschläge: Brotaufstrich, Soße, Geschenkidee

Praxisnahes Rezept im kompakten Überblick

  1. Die Äpfel musst du nicht schälen, lediglich entkernen und in Viertel schneiden.
  2. Gib die Apfelstücke zusammen mit ein wenig Wasser in einen großen Topf und lass sie etwa 30 Minuten lang köcheln, bis sie weich sind.
  3. Lege ein feines Sieb oder ein Passiertuch über eine große Schüssel und gieße die gekochten Äpfel durch das Sieb.
  4. Gib den aufgefangenen Apfelsaft zurück in den Topf. Füge die Zimtstange und den Saft der ausgepressten Zitrone hinzu.
  5. Bei niedriger Hitze lässt du den Saft nun für eine bis eineinhalb Stunden langsam einkochen, bis er sirupartig ist.
  6. Um zu testen, ob das Apfelkraut fertig ist, kann die Gelierprobe gemacht werden.
  7. Fülle das heiße Apfelkraut in sterile Gläser und verschließe sie sofort.

Wissenswert: Nährwerte eines Apfelkrauts aus Äpfeln und Birnen

Das Apfelkraut wird hergestellt aus 618g Äpfeln und 102g Birnen je 100g. Zutaten : Äpfel, Birnen.

Nährwert pro 100 g
Brennwert kj 1028,00 kj
Brennwert kcal 242,00 kcal
Fett 0,00 g
davon gesättigte Fettsäuren 0,00 g
Kohlenhydrate 57,00 g
davon Zucker 54,00 g
Ballaststoffe 3,10 g
Eiweiß 0,90 g
Salz 0,03 g

Herkunftsort D-53333 Meckenheim. Inverkehrbringer Spelten GmbH & Co. KG.

Etikett-Beispiel: Apfel-Birnen-Kraut ohne Zuckerzusatz

Alternative Vorgehensweise mit Apfelsaft

Den Apfelsaft in einen großen Topf gießen und so lange kochen, bis er karamellartige Blasen bekommt. Dabei hin und wieder umrühren.

Apfelsaft mit Zucker, Zitronensaft und Zimtstange in einem weiten Topf zum Kochen bringen. Bei kleiner bis mittlerer Hitze ca. 1 Stunde einkochen lassen, so dass eine bräunliche, dickliche Masse entsteht.

Das Apfelkraut benötigt in seiner Zubereitung nichts weiter als Äpfel, also auch keinen zusätzlichen Zucker. Wähle am besten eine Mischung aus säuerlichen und süßen Apfelsorten, das bringt den besten Geschmack.

Einkochen von reinem Apfelsaft bis zur Sirupkonsistenz

Häufige Fragen und bewährte Tipps

  • Um zu testen, ob das Apfelkraut fertig ist, kann die Gelierprobe gemacht werden.
  • In der Zeit karamellisiert der natürliche Zuckergehalt, was dem Apfelkraut diese dunkle Farbe und den wunderbaren Geschmack verleiht.
  • Gieße anschließend die gekochten Früchte durch ein feines Sieb oder Passiertuch, um den Saft in einer großen Schüssel aufzufangen.
  • Rühre gelegentlich um, damit nichts anbrennt.
  • Sobald der Sirup die richtige Konsistenz erreicht hat, entfernst du die Zimtstange.

Mach mit uns eine kleine Zeitreise in deiner Küche und koche mit uns diese traditionelle Köstlichkeit nach!

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