Rezept: Apfel-Beeren-Streuselkuchen – einfach und besonders
Streuselkuchen geht ja bekanntlich immer und das auch noch razzfazz, aber dieser Streuselkuchen hier ist schon ein ganz besonderer. Nicht nur haben es sich Äpfel und Beeren unter der Streuseldecke bequem gemacht, dazu kommt der extra-crunch durch Haferflocken, Pekannüsse und Mandelstifte. Streuselkuchen deluxe sozusagen.
Warum dieses Rezept?
Soll es heute Apfelkuchen geben oder doch lieber Kuchen mit frischen Beeren? Manchmal ist es wirklich schwierig, eine Entscheidung zu treffen. Mit diesem Rezept für Apfel-Beeren-Streuselkuchen entscheiden wir uns einfach für eine Mischung aus beidem und bestreuen das ganze noch mit knusprigen Streuseln. Das Großartige am Rezept: Ihr könnt den Streuselkuchen mit den verschiedensten Früchten belegen - und außerhalb der Beerenzeit auf Tiefkühlfrüchte zurückgreifen.
Zutaten - Basisvarianten
Nachfolgend mehrere Varianten der verwendeten Zutaten aus den Vorlagen, wähle je nach Menge der Form (Springform 20-22 cm, Blech 25x30 cm oder 30x40 cm):
- Für den Teig / Boden: Mehl, Zucker, 1 Prise Salz, Butter oder Margarine, Eier, Backpulver, Vanille(-aroma oder -zucker), optional Butterschmalz oder Joghurt.
- Für den Belag: Äpfel (z. B. Boskoop, Braeburn - saftig, nicht zäh), frische oder TK-Beeren (Johannisbeeren, Brombeeren, Blaubeeren), Zitronensaft/-schale, ggf. Gelierzucker oder Zucker, Wasser.
- Für den Guss / die Creme (optional): Crème fraîche, Marzipan-Rohmasse, Eier, Speisestärke, Puderzucker.
- Für die Streusel / Topping: Mehl, Butter, Zucker; zusätzlich Haferflocken, gehackte Haselnüsse, Pekannüsse, Mandelstifte oder Mandelblättchen für extra Crunch.
Beispiel-Zutaten (für ein Blech ca. 25 x 30 cm)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Mehl (für Boden) | ca. 250 g |
| Zucker | 100-175 g (je nach Rezeptvariante) |
| Eier | 2-5 (je nach Variante) |
| Butter / Margarine | 100-250 g |
| Äpfel | 700 g - 1 kg (2-5 Äpfel, je nach Größe) |
| Beeren (frisch oder TK) | 250-700 g |
| Streusel (Mehl/Butter/Zucker) | 70-150 g Mehl, 40-100 g Butter, 70-100 g Zucker |
| Nüsse / Flocken | Haferflocken, Mandeln, Haselnüsse nach Geschmack |
Vorbereitung und Basis-Schritte
- Wasche als Erste die Äpfel und Beeren. Währenddessen die Äpfel schälen und in Würfel oder dünne Scheiben schneiden; Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Stücke schneiden.
- Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (oder 180 °C Umluft/Heißluft je nach Rezept) vorheizen.
- Eine Backform (z. B. 25x30 cm) einfetten und mit Mehl ausstäuben bzw. mit Backpapier auslegen.
- Für den Boden: Zucker mit der Butter / Margarine schaumig rühren, Vanille, Salz und Eier nach und nach dazugeben. Mehl mit Backpulver mischen und unterheben. Alternativ: Mehl, Zucker, Salz mischen und Butter in Stücken dazugeben, kurz zu krümeligem Teig verarbeiten, Ei einarbeiten, zu einem Ziegel formen und kalt stellen.
- Teig auf ein gefettetes Backblech streichen oder in die Springform füllen. Den Mürbteig ausrollen (geht am besten zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie), so in die Form legen, dass der ganze Boden bedeckt ist und mit einer Gabel mehrmals einstechen.
Beeren-Apfel-Füllung (Kompott / Fruchtfüllung)
Für die Füllung können frische oder tiefgefrorene Beeren verwendet werden. Vorgehen:
- Brombeeren und Johannisbeeren waschen, abtropfen lassen; Johannisbeeren von den Rispen streifen. TK-Beeren bei Zimmertemperatur auftauen lassen, Saft auffangen.
- Äpfel schälen, in Spalten oder Scheiben schneiden und sofort mit Zitronenschale und Zitronensaft mischen, damit sie nicht braun werden. Mit Zucker, ggf. Gelierzucker und Zimt mischen.
- Für ein Kompott: gewürfelte Äpfel mit den TK-Beeren in einen Topf geben, 3 TL braunen Zucker unterheben und ca. 8-15 Minuten köcheln, bis die Äpfel weich sind. Mit einem Kartoffelstampfer stückig zerdrücken. Stärke (mit Wasser verrührt) dazugeben, kurz aufkochen lassen und vom Herd nehmen.
- Beerenfüllung ggf. in einem Sieb abtropfen lassen und aufgefangene Flüssigkeit für Glasur (Apfelgelee gemischt) verwenden.
Streusel und Topping
Für die Streusel Mehl und Zucker in eine Schüssel geben, Butter in Stücken dazu und mit den Händen oder Knethaken zu Streuseln verarbeiten. Für mehr Textur Haferflocken und gehackte Nüsse (Haselnüsse, Pekannüsse, Mandelstifte) untermengen. Streusel kalt stellen, bis sie verwendet werden.
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Backablauf - Varianten
- Den Boden vorbacken: Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen und für etwa 20 Minuten vorbacken, bis er leicht anbräunt (wichtig bei Mürbteig-Varianten).
- Die Beerenfüllung auf dem vorgebackenen Boden verstreichen oder die Apfelspalten und Beeren auf den ungebackenen Teig legen (je nach Rezeptvariante).
- Streusel darauf verteilen und den Kuchen im Ofen weitere 25-45 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun und knusprig sind. Bei größeren Blechen oder dichter belegten Kuchen kann es bis zu 45 Minuten dauern; Stäbchenprobe durchführen.
- Optional: Für einen cremigen Guss Crème fraîche und Marzipan glatt rühren, Eier und Speisestärke unterrühren, auf dem vorgebackenen Kuchen verteilen, mit Mandeln bestreuen und weitere ca. 30 Minuten backen.
Tipps & Varianten
- Äpfel: Verwende saure, feste Sorten wie Boskoop oder Braeburn, da andere Sorten beim Backen gerne zäh werden.
- Beeren: Frisch vom Markt sind ideal; außerhalb der Saison greife auf Tiefkühlbeeren zurück.
- Crunch: Für extra Crunch Haferflocken, Pekannüsse und Mandelstifte zu den Streuseln geben.
- Gussvarianten: Wer mag, verteilt am Ende etwas warmes Apfelgelee über die Früchte für Glanz und Süße.
- Serviervorschlag: Lauwarm mit Schlagsahne servieren oder komplett auskühlen lassen; passt auch Beerensoße dazu.
- Für handliche Pies: Teig in Kreise à 15 cm Ø ausrollen, Füllung in die Mitte geben, Ränder einschlagen und bei 200 °C ca. 30 Minuten backen.
Beispiel-Zubereitungszeiten
- Vorbereitung: 15-30 Minuten (plus Ruhezeit bei gekühltem Mürbteig: 30-240 Minuten)
- Backzeit insgesamt: 30-45 Minuten (je nach Form und Belag)
- Gesamtdauer: ab 50 Minuten bis 2+ Stunden (mit Ruhe- und Abkühlzeiten)
Erinnerung und Genuss
Ich erinnere mich noch genau an die warmen Frühlingstage, an denen meine Großmutter in ihrer Küche stand und das Rezept für den Kuchen zubereitete. Jede Zutat wurde sorgfältig ausgewählt und in die richtige Menge abgemessen. Doch das Beste kam erst noch: der Streusel. Jedes Mal, wenn ich heute diesen Kuchen backe, fühle ich mich wieder wie ein kleines Kind, das bei seiner Großmutter in der Küche steht und zuschaut, wie sie den Teig knetet. Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachbacken!
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