Amerikaner ohne Zucker Rezept
Endlich habe mich an Low Carb Amerikaner gewagt. Sie wecken bei mir viele Kindheitserinnerungen, weswegen ich mit dem Rezept etwas gewartet habe. Amerikaner gibt es ja in verschiedenen Größen, ich kann mich gut an die großen Kuchen aus der Theke beim Bäcker erinnern. Meine Mutter hat mir die Amerikaner immer zum Kindergeburtstag gebacken.
Warum eine zuckerfreie Version?
Doch die Zeiten sind vorbei, an denen ich noch mehr Zuckerzeugs auf das Zeugerzeug gepackt habe. Klar, das klassische Amerikaner-Rezept ist immer wieder gut - aber auch diese Low Carb Amerikaner sind ein echter Genuss! Alles in allem sind die Amerikaner kalorienarm(er) als das klassische Amerikaner-Rezept, auch geeignet für Menschen mit Diabetes oder Glutenintoleranz, und schmecken sogar Kindern unheimlich gut!
Grundprinzipien des Rezepts
Basis der Low Carb Amerikaner ist ein Rührteig. Beim Amerikaner backen ohne Mehl und Zucker braucht man für die normalen Hauptzutaten einen guten Ersatz. Zum Süßen nehme ich einfach Xylit oder Erythrit. Beim Mehl wird es schon etwas kniffliger. Im Ergebnis basiert das gesunde Amerikaner-Rezept auf einer Mischung aus entöltem Mandelmehl und normalen gemahlenen Mandeln (Achtung, das ist nicht dasselbe!).
Die beste Konsistenz entsteht durch die Kombination aus entöltem Mandelmehl, gemahlenen Mandeln und Mehrkomponenten-Proteinpulver (neutral oder Vanille). Die Flohsamenschalen quellen und sind für die Bindung zuständig. Für glutenfreie Amerikaner auf ein geeignetes Puddingpulver achten. Das Puddingpulver könnt ihr auch weglassen, allerdings denke ich, dass es maßgeblich für die Konsistenz verantwortlich ist (da es Speisestärke enthält).
Zutaten (Low Carb / ohne Zucker)
- 50 g Butter
- 50 g Xylit oder 50 g Erythrit
- 50 g gemahlene Mandeln
- 35-50 g entöltes Mandelmehl (je nach Mischung)
- 100 g Mehrkomponenten-Proteinpulver (neutral oder Vanille)
- 1 Pck. / 37 g Vanillepuddingpulver ohne Zucker (optional, sorgt für Konsistenz)
- 3 Eier
- 50-100 ml Milch oder Sahne (je nach gewünschter Konsistenz)
- 1-2 EL Flohsamenschalen (für Bindung, optional)
- Prise Salz, Vanille, nach Belieben Zimt oder andere Gewürze
Alternative Süßungsmittel und Mehle
Ich nehme 35g Stevia anstelle von Zucker in einigen Versuchen; andere Süßungsmittel wie Dattelzucker, Honig oder Kokosblütenzucker sind möglich, verändern aber die Low-Carb-Bilanz. Wer eine etwas „vollkornigere“ Variante mag, kann Dinkelmehl 630 statt Weizenmehl verwenden - dann sind es aber keine echten Low Carb-Amerikaner mehr. Beim Eiweisspulver kann Kokosmehl ersetzt werden, hat aber entsprechenden Eigengeschmack.
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Vorbereitung und Tipps zur Teigkonsistenz
Die richtige Konsistenz zu treffen, ist nämlich gar nicht so einfach: Der Teig des Low Carb Amerikaner Rezepts soll nach dem Backen zwar nicht trocken sein, darf im Ofen aber natürlich auch nicht zerlaufen. Sonst hat man platte Fladen statt einer schönen Kuppel (die zugegebenermaßen auch bei mir nicht ganz so hoch wurde wie gewünscht). Der Teig hat die richtige Konsistenz, wenn er gerade noch mit einer Spritztülle spritzbar ist, aber nicht zerläuft.
Die Flohsamenschalen quellen und sorgen für Bindung. Eventuell etwas mehr oder weniger Sahne zugeben, auch je nach Größe der Eier. Beim Einsatz anderer Geräte (z. B. Thermomix) kennt ihr euer Gerät am besten und müsst ggf. Zeiten und Rührstufen anpassen.
Backanleitung (Low Carb Amerikaner)
- Backofen auf 150-180° Umluft vorheizen (je nach Rezept und Ofen). Ich habe gute Ergebnisse bei 150-180° erzielt.
- Ein Blech mit Backpapier belegen.
- Die weiche Butter mit dem Xylit/Erythrit schaumig schlagen, die Eier einzeln gut unterrühren.
- Alle trockenen Zutaten für den Teig gut mischen und mit der Sahne kurz, aber kräftig unter die Eiermasse rühren. Zuerst die trockenen Zutaten vermengen, dann die nassen hinzugeben. Mixen, bis eine homogene Masse entsteht.
- Der Teig sollte gerade noch mit einer Spritztülle spritzbar sein. Mit einem Spritzbeutel und Lochtülle ca. 8-10 Kreise mit Abstand auf ein Blech spritzen oder je ca. 1 EL Teig auf das Backblech setzen und bei Bedarf mit nassen Händen etwas flach drücken und die Oberfläche glatt reiben.
- Bei 150-180° Umluft ca. 10-20 Minuten backen (je nach Größe und Ofen). Nicht zu lange, da sie sonst trocken werden können. Bei 180° Umluft etwa 20 Minuten, bei kleiner Größe sind 12-14 Minuten möglich.
- Aus dem Ofen holen, abkühlen lassen und anschließend mit der flachen Seite nach oben dekorieren.
Glasuren und Dekor
Um echte low carb, glutenfreie Amerikaner mit klassischer Optik zu erhalten, muss natürlich eine Glasur drauf. Hier habt ihr unterschiedliche Möglichkeiten. Alle einfach, alle lecker. Mir gefällt ein Low Carb Zuckerguss aus gepudertem Erythrit und einer Minimenge Milch am besten. Aber auch ein dunkles Topping mit zuckerfreier Schokolade ist toll. Die Glasuren sehen übrigens nicht nur schön aus, sondern halten die Low Carb Amerikaner saftig.
Für einen zuckerfreien Guss den Puderxucker (Pudererythrit) mit sehr wenig Milch glattrühren, sodass eine zähe Masse entsteht. Diese mit einem Löffel oder einer Mini-Palette auf die Unterseite streichen. Ich persönlich nehme für den „Xuckerguss“ immer Pudererythrit mit Zitrone. Das nimmt die Schärfe des Erythrits. Also ca. 150 g Pudererythrit (Erythrit einfach kurz in einen Mixer geben, dann habt ihr Pudererythrit), mit 3-4 EL Zitronensaft (oder Wasser, Milch) vermengen und die Amerikaner bestreichen 😊
Oder aber du nutzt einmal dunkle Schokolade und einmal weiße Schokolade. Dann die Zartbitterschokolade über dem heißen Wasserbad schmelzen und die andere Seite der Amerikaner bestreichen. Beim Guss kannst du dich austoben.
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Varianten und persönliche Tipps
- Große Amerikaner: Natürlich kannst du die Amerikaner auch in der großen Version backen.
- Geschmacksvarianten: Leicht vanillig, sehr saftig, und mit der typischen Optik. Vanillepuddingpulver sorgt für den typischen Geschmack; alternativ Gewürze wie Zimt oder Anis verwenden.
- Faschings- und Kindergeburtstagstauglich: Amerikaner werden nicht nur zum Kindergeburtstag gerne gebacken, sondern auch in der Faschingszeit.
- Kalorien sparen: Im ersten Versuch habe ich die angegebene Menge an Flüssigkeit genommen, aber damit war der Teig deutlich zu flüssig - die Flüssigkeit immer nach Gefühl anpassen. Ich denke ich habe die Kalorien noch etwas nach unten geschraubt.
- Wer keinen Erythrit mag: Xylit ist eine gute Alternative. Beachte Allergien und Verträglichkeiten (z. B. Xylit toxisch für Hunde!).
Rezeptbeispiele aus dem Material (kompakte Version für 12-16 Mini-Amerikaner)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Butter | 50 g |
| Xylit / Erythrit | 50 g |
| Gemahlene Mandeln | 50-100 g |
| Eiweißpulver | 100 g (neutral) |
| Vanillepuddingpulver (ohne Zucker) | 1 Pck. / 37 g (optional) |
| Eier | 3 Stück |
| Milch / Sahne | 50-100 ml |
| Flohsamenschalen | 1-2 EL (optional) |
Erfahrungen und Hintergrund
Wie so oft habe ich für dieses Rezept wieder einiges getestet, v.a. unterschiedliche Zutaten, Backtemperaturen und Mengenverhältnisse. Die Herausforderung: der Teig darf natürlich nicht zerlaufen auf dem Backblech. Aber das ist zum Glück sehr gut gelungen, meine leckeren Low-Carb-Amerikaner teile ich daher heute gerne mit Dir. Viel Spaß beim Nachbacken!
Seit 2013 teile ich auf meinem Blog meine Leidenschaft für gesunde Ernährung und kalorienfreundliche Rezepte. Nach meiner Abnahme von 25 kg durch Low-Carb habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Erfahrungen und kreativen Rezeptideen mit anderen zu teilen. Meine Rezepte sind nicht nur Low-Carb, sondern auch zuckerfrei und glutenfrei, perfekt für alle, die eine bewusste und genussvolle Ernährung suchen.
Noch ein paar praktische Hinweise
- Backzeiten und -temperaturen variieren stark je nach Ofen und Größe der Amerikaner - lieber im Auge behalten, damit sie nicht zu braun werden.
- Beim Spritzen des Teiges Abstand lassen, sonst laufen die Teigklekse zusammen.
- Wer eine etwas rustikalere Textur mag, kann einen Teil gemahlener Mandeln durch Dinkelmehl 630 ersetzen.
- Für Kinder und Festlichkeiten: Die Glasur halb/halb (Schoko + Zuckerguss) sieht bunt aus und kommt gut an.
Bist du auf der Suche nach einem süßen Rezept für Fasching oder den nächsten Kindergeburtstag? Dann nichts wie los - Lust aufs Nachbacken bekommen?
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