Rezepte für amerikanische Cookies als Nachtisch

Als Amerikaner teile ich heute das Rezept meiner Mutter, mit dem ich groß geworden bin. Das hier ist das beste Cookie-Rezept, das ihr je probieren werdet!

Warum dieses Cookie-Rezept?

Jede*r braucht ein amerikanisches Cookie-Rezept im Repertoire, und dieses hier ist meines. Dieses Rezept hat einen besonderen Platz in meinem Herzen (und meinem Bauch), weil es von meiner amerikanischen Mama stammt und ich es schon esse, seit ich gaaaanz klein war. Ganz ehrlich: Wenn ihr dieses Rezept einmal richtig gemacht habt, werdet ihr nie wieder Lust haben, einen schicken Cookie für 3,5€/Stück zu kaufen.

große, weiche Chocolate Chip Cookies auf einem Teller

Charakteristik amerikanischer Cookies

Der Unterschied zum guten, deutschen Schokokeks besteht darin, dass diese Cookies außen knusprig und innen weich sind. Daher lassen sie sich auch nicht lange lagern, da sie dann immer weicher werden. Doch glaubt mir - lange lagern müsst ihr diese leckeren Cookies ohnehin nicht, denn sie sind ratz-fatz aufgegessen.

Wenn es um amerikanische Kekse geht, kann ich einfach nicht widerstehen. Was ich besonders mag: Du brauchst kein Profi zu sein, um diese Cookies zu backen. Die Rezepte sind super einfach, gelingsicher und auch perfekt für spontane Backaktionen. Und das Beste? Viele der Rezepte sind auch prima zum Variieren: mal mit Nüssen, mal mit Schokodrops oder mit einem Hauch Zimt.

Zutaten (Basis-Rezept für Chocolate Chip Cookies)

  • 300 g Weizenmehl Type 405
  • ¾ TL Backpulver
  • 1 TL Salz
  • 100 g Schokoladentropfen 50% Kakaoanteil
  • 100 g Zartbitterschokolade 70% Kakaoanteil
  • 225 g Butter kalt
  • 225 g Muscovado Zucker (oder brauner Rohrzucker)
  • 170 g weißer Zucker
  • 2 Eier Größe L
  • Bunte Schokolinsen optional

Wichtige Hinweise zu Zutaten

Zwei verschiedene Schokoladensorten: Eine etwas süßere mit ca. 50% Kakaoanteil. Und eine etwas herbere, mit 70% Kakaoanteil. Ich habe für die süßere Schokoladen spezielle Schokoladentröpfchen zum Backen verwendet, da sie besser die Form behalten. Für die herberen Schokostückchen verwende ich gerne eine hochwertige Schweizer Schokolade.

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Wichtig ist, die Schokolade nach dem Hacken zu sieben, damit der Teig nicht zu viel Schokoladenstaub abbekommt und schön gelb bleibt. Neben dem handelsüblichen, weißen Zucker habe ich auch Muscovado Zucker verwendet. Der unraffinierte Vollrohrzucker ist braun und leicht feucht, wegen des hohen Melassegehalts. Dadurch schmeckt er kräftig-würzig. Brauner Rohrzucker geht auch, aber der unraffinierte Vollrohrzucker ist auf jeden Fall besser.

Vorbereitung und Tricks

Mehl, Salz und Natron in einer Schüssel vermischen. Als Nächstes schlagt ihr in einer anderen Schüssel Butter, Zucker und Vanilleextrakt auf. Am besten nehmt ihr einen Mixer, denn selbst weiche Butter lässt sich sonst nur schwer zu einer cremigen, homogenen Masse verarbeiten. Zum Schluss kommen die berühmten Schokostückchen dazu.

Die Butter muss auch hier kalt sein, doch sie wird mit den anderen Zutaten verrührt. Da das von Hand nicht ganz leicht ist, empfiehlt sich eine Küchenmaschine mit Flachrührer. Die Butter sollte für dieses Rezept idealerweise bei Raumtemperatur sein, damit sie sich gut verarbeiten lässt, aber nicht geschmolzen ist. Zu kalte Butter lässt sich schlecht mit Zucker vermischen, zu warme oder geschmolzene Butter verändert die Textur der Cookies komplett.

Schritt-für-Schritt-Zubereitung

  1. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen (oder 160°C Umluft).
  2. Als erstes die Schokolade feinhacken und in ein Sieb geben und absieben.
  3. Das Mehl und das Backpulver in eine Schüssel sieben und das Salz hinzugeben.
  4. Die kalte Butter in grobe Stücke schneiden und die Hälfte davon in die Rührschüssel geben. Mit dem Flachrührer schlagen, bis sie cremig ist. Dabei die Maschine immer mal ausschalten und Butter mit einem Silikonspatel von der Schüsselwand kratzen.
  5. Ist die Butter creme, die restliche Butter und die zwei Zuckersorten hinzugeben und weiter bei mittlerer Geschwindigkeit schlagen, bis die Masse hell-cremig aussieht. Auch hierbei mehrfach die Schüsselwand freikratzen.
  6. Dann bei laufender Maschine die Eier nacheinander hineingeben und vollständig unterrühren.
  7. Die Maschine auf die kleinste Stufe zurückschalten und das Mehl langsam hineingeben, bis es ganz untergehoben ist.
  8. Zum Schluss die zwei Sorten Schokoladenstückchen mit dem Silikonspatel unterheben.
  9. Den Teig für 30 Minuten kaltstellen. Er hält sich gut abgedeckt bis zu 5 Tage im Kühlschrank.
Schüssel mit Cookie-Teig und gehackter Schokolade

Formen, Einfrieren und Backen

Sobald der Teig fertig ist, wird er portioniert und zu Kugeln gerollt. Versucht, die Kugeln ungefähr gleich groß zu machen, damit alle Cookies gleichmäßig backen. Meine Mom friert den Teig als Rollen ein, fest in Frischhaltefolie gewickelt. Der Teig lässt sich prima im Voraus einfrieren - genau das macht meine Mama häufig.

Den Teig esslöffelweise als Batzen aufs Blech setzen, dabei viel Abstand lassen, die Cookies laufen sehr auseinander. Je gleichmäßiger die Teig-Halbkugeln sind, umso runder werden später die Kekse. Das geht am besten mit einem Eiskugel-Portionierer.

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Ein Backblech mit Backpapier auslegen und jeweils 6 Teig-Halbkugeln mit viel Platz zueinander darauf setzen. Das Blech ins obere Drittel des Ofens schieben und ca. 12 Minuten lang backen. Wer mag, drückt nach der Hälfte der Backzeit noch bunte Schokolinsen hinein. Nach dem Backen die Chocolate Chip Cookies kurz auf dem Blech auskühlen lassen. Dann vorsichtig auf ein Kuchengitter legen, bis sie ganz ausgekühlt sind.

Backzeiten je nach Methode

Methode Temperatur Zeit Hinweis
Backofen (Umluft) 160 °C Ca. 16 Min. (bei gefrorenen Kugeln) Vorheizen empfohlen
Backofen (Ober-/Unterhitze) 180 °C 10-12 Min. frisch, 12 Min. bei gefrorenen Kugeln Oberes Drittel, einzelne Bleche
Heißluftfritteuse / Airfryer 160 °C Ca. 18 Min. (aus gefrorenem Zustand) Kein Vorheizen nötig
Backblech mit gebackenen Cookies, abkühlend auf einem Gitter

Tipps für perfekte Textur

Die Cookies sind fertig, wenn die Ränder leicht braun sind und der Kern noch leicht feucht/gerade durchgebacken erscheint. Die Cookies sind direkt nach dem Backen sehr weich und äußerst zerbrechlich, sie härten beim Auskühlen nach, bleiben aber - richtig gebacken - im Kern weich, "chewy". Sind sie knusprig geworden waren sie zu lange drin.

Das Kühlen des Teigs ist elementar wichtig. Entweder 30 Minuten ins Gefrierfach oder 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Nur dann bekommt man so richtig dicke Kekse hin. Kühlere Butter hält die Cookies dicker, damit sie nicht verlaufen. Auch der Zucker löst sich beim Backen langsamer auf. Und die Aromen verbinden sich besser!

Variationen und Extras

Variationen: Dieses Grundrezept kann man ganz nach Lust, Laune und Vorratsbestand variieren. Den Möglichkeiten sind dabei (fast) keine Grenzen gesetzt. Nimmt man Vollmilch oder weiße Schokolade, Zucker etwas reduzieren, sonst wird es sehr süß.

  • Chocolate-Cookies: 150 g grob gehackte dunkle Schokolade
  • Chocolate-Chip-Cookies: 150 g backstabile Schokotropfen
  • Double-Chocolate-Chip-Cookies: 150 g Schokotropfen + 1 EL Kakao
  • Macadamia-White-Chocolate: 200 g weiße Schokolade + 150 g Macadamias
  • Mit bunten Schokolinsen: nach der Hälfte der Backzeit aufdrücken
Verschiedene Cookie-Variationen: mit Nüssen, weißer Schokolade, bunten Smarties

Aufbewahrung und Einfrieren

Die Kekse können ausgekühlt in einer Dose gelagert werden. Am besten schmecken sie frisch, sie halten je nach Zutat aber auch gut 3 Tage in der verschlossenen Dose. Die rohen Teigkugeln lassen sich sehr gut einfrieren. Beim Zubereiten die gefrorenen Kugeln ebenfalls mit ausreichend Abstand auf das Backblech legen und im vorgeheizten Backofen 12 (anstelle 8) Minuten backen.

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Mein Trick: Cookie-Balls einfrieren und jederzeit backen. Dafür lege ich sie zunächst auf Bleche und friere sie ein, damit sie nicht zusammenkleben. Anschließend packe ich die Bällchen luftdicht verpackt in Plastiktüten oder gefriergeeignete Boxen. Das Aufbacken und Genießen geht dann ganz easy auf einem Stück Backpapier: In der Heißluftfritteuse:160 °C, ca. 18 Minuten (kein Vorheizen nötig!). Im Backofen:160 °C Umluft/ Heißluft, ca. 16 Minuten auf einem Blech (hier besser vorheizen). Lasst die Cookies danach 10 Minuten abkühlen und genießt sie warm mit innen zart schmelzender Schokolade!

Video: Cookie-Teig formen und im Airfryer backen

Besonderer New York / Brooki-Style Hinweis

Das Besondere an diesen Cookies sind aber ein paar Kleinigkeiten. Zuerst ist das die Größe der einzelnen Cookies. Sie wiegt sage und schreibe 150 g Stücke vom Teig ab, was ungefähr doppelt so groß ist wie die Cookies, die ich sonst so backe. Und dann ist das Kühlen des Teigs elementar wichtig. Die Verwendung von normalem Backpapier ist also elementar wichtig. Die Backzeit beträgt 10-15 Minuten und ist natürlich vom Ofen abhängig. Ich finde 12-14 Minuten perfekt und ich backe die Bleche immer nur einzeln!

Weitere Hinweise

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Mach dir schöne Musik an. Leg die Zutaten zurecht. Gönne deinem Messer ein paar Züge über den Wetzstahl und atme einmal tief durch. Denn jetzt beginnt der schöne Teil des Tages.

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