Alte Kekse verwerten: Rezepte, Ideen und Techniken für Küchenreste mit Genussfaktor
Ob aus der Weihnachtsbäckerei oder einfach aus angebrochenen Kekspackungen, ab und zu bleiben Plätzchen übrig. Kaum ist Weihnachten vorbei, hat keiner mehr Lust auf die kleinen, liebevoll hergestellten Plätzchen. Wegschmeißen möchte man die liebevoll gebackenen Plätzchen natürlich nicht und weiterverschenken ist nach Weihnachten auch keine Option mehr.
Glück gehabt! Denn endlich hast du die Gelegenheit, eines der folgenden Rezepte auszuprobieren, die Keksen, Cookies und Plätzchen ein neues Leben, neuen Geschmack und längere Haltbarkeit verleihen. Zum Glück sind die Weihnachtskekse bis zu 3 Monate haltbar. Damit du die Plätzchen auch nach Weihnachten noch essen oder weiterverwerten kannst, ist die richtige Aufbewahrung wichtig.
Aufbewahrung und Haltbarkeit: Basis für gute Resteküche
Dafür empfehlen sich für die meisten Plätzchensorten Blechdosen. Neben dem richtigen Material des Behälters ist übrigens der richtige Ort entscheidend. Du hast gerade keine Zeit? Kein Problem. Cookies und Co. können im Gefrierschrank zwei, drei Monate aufbewahrt werden.
Manchmal frieren übrige Kekse ein (bei uns würden sie dann in den Tiefen des Gefrierschranks vergessen werden) und manchmal landen sie direkt im Müll. Alles wertvolle Ressourcen, weswegen ein wegwerfen für mich nicht infrage kommt.
Keksreste-Kuchen: Der Klassiker der Verwertung
Mit den Resten aus Butterplätzchen und Co. lässt sich ein fluffiger Rührkuchenteig zubereiten. Alle Plätzchensorten sowie pappig gewordene Kekse eignen sich für einen Rührkuchen aus Keksresten oder einen Krümelboden für Torten.
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Rezept 1: Saftiger Keksreste-Kuchen (Basisvariante)
Rezept für Keksreste-Kuchen Schwierigkeit: Einfach Gesamtzeit 1 Stunde 20 Minuten. Für den Keksreste-Kuchen werden neben Keksen einige weitere Zutaten benötigt, die du wahrscheinlich ohnehin zu Hause hast.
- Zutaten: 400 g Kekse, 80 g Mehl, 250 ml Pflanzenmilch, 2 Eier oder eine passende Ei-Alternative, 50 g Zucker oder eine vergleichbare Zuckeralternative, 20 g (Back-)Kakao, 1 Pck. Backpulver oder 5 g Natron und 6 EL Zitronensaft, 1-2 TL Zitronenzucker oder Abrieb von 1 Bio-Zitrone oder von ½ Bio-Orange (optional), 1 Prise Salz.
- Zubereitung: Kekse oder Plätzchen, je nachdem, was gerade verfügbar ist, grob oder fein zerbröseln, von Hand oder in einem Mixer.
- Milch in einem Topf aufkochen, den Topf von der Herdplatte nehmen. Die Keksbrösel in die heiße Milch rühren und quellen lassen.
- Mehl, Backpulver, Salz und optional Abrieb oder Zitronenzucker mischen.
- Eier für sechs bis acht Minuten mit einem Handrührgerät schaumig schlagen, bis sie eine cremige Konsistenz angenommen haben. Zum Ende hin Zucker in den Eischaum rieseln lassen.
- Die gequollene Keksmasse mit einem Teigschaber oder Holzlöffel vorsichtig unter den Eischnee heben. Die Mehlmischung hinzugeben und ebenfalls unterheben.
- Eine Kuchenform einfetten und mit Mehl oder Paniermehl bestreuen, überschüssiges Mehl abklopfen.
- Den Teig in die Kuchenform füllen und auf mittlerer Schiene bei 180 °C Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen für 35 Minuten backen.
- Nach Ablauf der Backzeit ein Holzstäbchen oder eine Gabel in die breiteste Stelle des Kuchens stechen. Bleiben beim Herausziehen Teigreste haften, den Kuchen für weitere fünf bis zehn Minuten backen.
Fertig ist der köstliche Keksreste-Kuchen, der am besten schmeckt, so lange der Teig noch saftig ist.
Rezept 2: Keksrestekuchen als Gugelhupf
Kaum ist Weihnachten vorüber, hat keiner mehr Lust auf weihnachtliche Naschereien. Da kommt doch dieses Keksrestekuchen Rezept gerade richtig. In Form eines Gugelhupfes ist er die ideale Plätzchenverwertung.
- In diesen Keksrestekuchen kommen alle Plätzchen, die noch von der Weihnachtszeit übrig sind, aber keiner mehr essen mag.
- Die übrigen Plätzchen werden fein gemahlen und dienen zum Teil als Mehlersatz.
- Außer übrige Plätzchen kommen auch noch Schokostreusel und gemahlene Mandeln in den Kuchen.
- Außerdem lassen sich in diesem Kuchen auch übrige Schokonikoläuse oder fest gewordene Schokoglasur verwenden.
- Dieser Keksrestekuchen aka Plätzchenverwertung ist für mich ein ganz besonderer Kuchen, da er nie gleich schmeckt.
Hast du nicht mehr genug Plätzchen? Egal, du kannst die fehlende Menge einfach durch mehr Mehl, oder andere Kekse wie Butterkekse ersetzen. Dekorieren kann man den Kuchen auch mit bunten Streuseln. Oder man bestäubt ihn nur mit Puderzucker oder macht einen Zuckerguss.
Praxis: Schritt-für-Schritt (Gugelhupf)
- Die Plätzchen in einen Mixer geben und fein zerkleinern. Mit der Milch übergießen, kurz vermengen und für etwa 15 Minuten stehen lassen.
- Eier und Zucker in einer Rührschüssel hellcremig aufschlagen. Mehl, Backpulver und gemahlene Mandeln hinzufügen und kurz verrühren.
- Keksmasse hinzufügen und kurz unterrühren.
- Teig in eine gefettete und mit Mehl bestäubte Gugelhupfform geben und für etwa 30 Minuten backen.
Bei diesem Gugelhupf hier habe ich einige Gewürzplätzchen verwendet. So schmeckt er auch etwas nach einen Gewürzkuchen.
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Erfahrungen und Varianten
Heute nach diesem Rezept auch die letzten Weihnachtskekse verarbeitet. Nur noch 20g Puderzucker, statt 100g, dazu getan und 180g klein gehäckselten Apfel mit etwas Zitronensaft, der Frische wegen. Das Rezept ist abgespeichert für die nächste Weihnachtszeit.
Vielen lieben Dank für dieses wundervolle Rezept gegen Lebensmittel-Verschwendung. Ich backen schon den zweiten Kuchen. Das Rezept ist einfach genial. 10 Sterne von mir.
Noch ein Restekuchen: Alles-muss-weg-Kastenform
Rezeptautor:in Zutaten 500 g Keks(e) gemischt, Reste, 200 g Margarine, 100 g Zucker, 200 g Mehl, 100 g Likör Eier-, Schoko- oder Sahnelikör, 4 Ei(er), 2 Pck. Vanillezucker, 1 Pck. Backpulver, Fett und Paniermehl für die Form.
Zubereitung: Kekse, Plätzchen, trockenen Kuchen und Schokoladenreste mit einem Hochleistungsmixer fein zerkleinern. Die restlichen Zutaten mit dem Mixer unterrühren. Eine Kuchenform ausfetten und mit Paniermehl oder Mehl ausstreuen. Bei 175 °C Ober-/Unterhitze 50 - 60 min.
Hast du nicht mehr genug Plätzchen, kann der fehlende Teil auch einfach durch Spekulatius oder Butterkekse ersetzt werden.
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Krümelböden und Kuchenböden ohne Backen
Keksreste sind neben der Verarbeitung zu einem Rührkuchen auch wunderbar dafür geeignet, einen schnellen Tortenboden ohne Backen zu zaubern. Für Keksböden eignen sich gut trockene Kekssorten wie Butterkekse und Löffelbiskuit.
- Für einen Tortenboden (26 Zentimeter Durchmesser) werden 200-250 Gramm Kekskrümel und 80-100 Milliliter geschmolzenes Fett wie Butter, Kokosöl oder Kakaobutter benötigt.
- Gönne deinem Kuchen eine spannende geschmackliche Note, indem du Keksreste für den Boden verwendest.
- Die Cookies in eine Küchenmaschine geben und fein zerkleinern.
- Im Anschluss die Brösel mit geschmolzener Butter vermischen und kurz ruhen lassen.
- Zu guter Letzt die Mischung in die Kuchenform drücken und kalt stellen.
Schau dir gerne auch unsere Rezepte für Käsekuchen ohne Backen und Eistorte an, hier besteht jeweils der Boden aus Keksen.
Trifles und Schichtdesserts: Resteküche im Glas
Du hast noch Weihnachtsplätzchen übrig, aber keine Lust mehr auf trockene Kekse? Dann haben wir die perfekte Idee: ein himmlisches Trifle, das nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch wunderbar aussieht.
Der englische Dessertklassiker wird in unserer Variante ganz einfach mit zerbröselten Keksen oder Plätzchen zubereitet - ideal zur Resteverwertung! Die Zubereitung ist denkbar einfach: Zerstoße die Kekse grob, schichte sie abwechselnd mit der Creme und den Birnen in hübsche Gläser, und schon ist das Dessert fast fertig.
Abgedeckt mit Toppits® Frischhaltefolie kommt das Trifle in den Kühlschrank und kann so perfekt durchziehen. Dieses Dessert ist ideal für festliche Anlässe, Brunch oder einfach als raffinierte Resteverwertung.
Crumble mit Keks-Upgrade
Verschiedene Crumble-Rezepte eigenen sich, um darin Keksreste zu verwerten. Besonders gut eignen sich dafür Kekse wie Butterkekse, Spekulatius, Cookies oder Plätzchen. Ersetze im Crumble einfach Mehl und Haferflocken durch zerbröselte Kekse.
Aber auch selbstgemachten Apfelstrudel kannst du mit Keksresten wie Butterkeksen oder Plätzchen abwandeln. Hier kannst du verschiedene Kekssorten ausprobieren, zum Beispiel auch Marmeladenkekse.
Lebkuchen clever nutzen: Süß und deftig
Aus Lebkuchen kannst du zum Beispiel Desserts, Tortenböden, Trüffel oder deftige Soßen machen. Ersetze dafür einfach die Rosinen in unserem Apfelstrudel-Rezept durch zerkleinerte Kekse.
Schoko-Crossies und Schoko-Bark mit Keksstückchen
Schokolade und Kekse sind das absolute Dreamteam. Wirf außerdem einen Blick in unser Rezept für Schoko-Crossies. Anstatt Cornflakes kannst du auch zerkleinerte Kekse mit Schokolade überziehen.
- Schmelze die Schokolade und gebe sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder Tablett.
- Zerbreche Plätzchen oder Kekse in nicht zu kleine Stücke und streue sie über die geschmolzene Schokolade.
- Falte die Masse mit einem Teigschaber wieder und wieder zusammen, bis die Keksstückchen mit Schokolade überzogen sind. Dann flach auf dem Blech verteilen.
- Das Ganze im Kühlschrank fest werden lassen.
Dafür eignen unter anderem Haferkekse oder Plätzchen.
Keks-Butter: Aufstrich aus Resten
Kekse plus Butter. Klingt ein bisschen over-the-top? Ist es auch! Und gerade deshalb so unglaublich gut. Keks-Butter eignet sich hervorragend zum Bestreichen von Apfelstückchen oder zum Aufpeppen von Backwaren: Ob Toast, Waffeln oder Pfannkuchen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
- Für die Herstellung von Keks-Butter am besten eine Küchenmaschine verwenden, alternativ kannst du die Kekse in einem Gefrierbeutel mit einem Nudelholz zerbröseln.
- Anschließend in einer Schüssel mit geschmolzener Butter, Sahne und Zucker gut verrühren.
- Für je 500 g Kekskrümel werden circa 80 ml Sahne, 2 EL brauner Zucker und 1 EL geschmolzene Butter benötigt.
- Sobald die Masse schön glatt aussieht, ist die Keks-Butter fertig.
- In einem Schraubverschlussglas im Kühlschrank aufbewahren und zeitnah aufessen.
Ice-Cream-Sandwiches aus Keksen
Du hast schon Kekse im Gefrierschrank? Sehr gut. Falls nicht, ist das der erste Schritt beim Zubereiten deiner Ice-Cream-Sandwiches. Erfahrungsgemäß eignen sich zähe oder knusprige Kekse mit niedrigem Feuchtigkeitsanteil am besten.
- Je zwei Kekse, die ungefähr gleich groß sind und dadurch gut aufeinander passen, nebeneinander auf die Arbeitsfläche legen.
- Abhängig davon, wie groß deine Kekse sind, kannst du sie jetzt dick mit Eiscreme nach Wahl bestreichen oder alternativ eine Eiskugel formen und darauf geben.
- Dann den zweiten Keks vorsichtig als Deckel andrücken.
- Solltest du sie noch verzieren wollen, die Sandwiches bis zur Hälfte in geschmolzene Schokolade tauchen und danach rasch mit Streuseln verzieren.
- Zum Schluss jedes Mini-Sandwich einzeln in Haushaltsfolie einschlagen.
Krümel kreativ: Torten, Eistorten und No-Bake-Ideen
Schau dir gerne auch unsere Rezepte für Käsekuchen ohne Backen und Eistorte an, hier besteht jeweils der Boden aus Keksen. Für Keksböden eignen sich gut trockene Kekssorten wie Butterkekse und Löffelbiskuit.
Wenn sich nach Weihnachten die Weihnachtsplätzchen in allen Ecken des Vorratsschranks tummeln, aber nicht mal mehr meine Kinder Lust auf Kekse oder Spritzgebäck und co. haben, stellt sich die Frage: Was machen wir damit?
FAQ: Häufige Fragen zur Keksreste-Verwertung
- Kann ich auch gemischte Plätzchen verwenden? Ja! Egal ob Butterplätzchen, Vanillekipferl oder Kekse mit Marmelade - alles darf rein.
- Wie zerkleinere ich die Kekse am besten? Im Thermomix oder mit einem Teigroller im Gefrierbeutel - Hauptsache fein krümelig.
- Welche Form eignet sich am besten? Runde Ofenhexe, flacher Bäker oder Ofenzauberer - je nach gewünschter Form und Menge.
- Wie lange ist der Kuchen haltbar? Gut verpackt im Kühlschrank 2-3 Tage. Er bleibt durch die Keksmasse schön saftig.
- Kann ich ihn einfrieren? Ja, der Kuchen lässt sich problemlos in Stücke schneiden und einfrieren.
Technik-Tipps für optimale Ergebnisse
Die Plätzchen werden zerkleinert, in heißer Milch eingeweicht und mit einer fluffigen Eiermasse kombiniert. Besonders schön wird der Kuchen, wenn du ihn in einer Form aus der Pampered Chef® Stoneware bäckst. Je nach Form kann sich die Backzeit ein wenig ändern, aber das Ergebnis überzeugt immer.
Sollten die Kekse nicht trocken genug sein, kurz im Ofen anrösten, bis sie so trocken sind, dass sie sich leicht zerkrümeln lassen. Dann ca. 15 Minuten ausquellen und abkühlen lassen.
Weitere Dessertideen: Cakepops und Trüffel
Mit Keksreste können auch Cakepops gemacht werden. Dafür einfach die Plätzchen fein mahlen/zerbröseln und mit Ganache, Frischkäse oder Mascarpone vermengen. Kleine Kugeln formen und wie üblich weiter verfahren.
Aus Lebkuchen kannst du zum Beispiel Desserts, Tortenböden, Trüffel oder deftige Soßen machen.
Beispieltabelle: Richtwerte und Verhältnisse
| Verwendung | Keksmenge | Flüssigkeit/Fett | Back-/Kühlhinweis |
|---|---|---|---|
| Rührkuchen (Basis) | 400 g | 250 ml Milch | 180 °C, 35-45 Min. |
| Gugelhupf | 400-530 g | 220-300 ml Milch | 180 °C, 30-35 Min. |
| No-Bake-Boden (26 cm) | 200-250 g | 80-100 ml geschmolzenes Fett | Kalt stellen |
| Schoko-Crossies/Bark | nach Wunsch | geschmolzene Schokolade | Kühlschrank |
| Keks-Butter | 500 g | 80 ml Sahne, 1 EL Butter | Kühl lagern |
Inspiration und Motivation
Schon probiert? Unsere Partner haben uns ihre besten Rezepte verraten. Jetzt nachmachen und genießen. Glück gehabt! Denn endlich hast du die Gelegenheit, eines der folgenden Rezepte auszuprobieren, die Keksen, Cookies und Plätzchen ein neues Leben, neuen Geschmack und längere Haltbarkeit verleihen.
Geht es da noch jemandem so? Oder nur uns? Egal wie gut ich plane, irgendwas ist immer zu viel. Das ist natürlich sehr schade und muss nicht sein!
Was stellst du mit übrig gebliebenen Plätzchen und Gebäck an? In diesem Artikel zum Thema Resteverwertung Weihnachtsplätzchen zeige ich dir, wie das geht.
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