Zuckerguss mit Puderzucker und Wasser Rezept Anleitung
Wie macht man Zuckerguss? Hier gibt es das Rezept, damit ihr einen leckeren und einfachen Zuckerguss selber machen könnt. Zuckerguss ist eine absolute Basis-Zutat beim Backen. Mit der weißen Glasur lassen sich Plätzchen genauso wie Muffins verzieren, Torten und Kuchen, Streuseltaler oder Lebkuchen.
Grundrezept: Klassischer Zuckerguss aus Puderzucker und Wasser
Der klassische Zuckerguss besteht aus 2 Zutaten: gesiebtem Puderzucker und Wasser. Und so funktioniert es: Gebt den gesiebten Puderzucker in ein Schüsselchen oder großes Glas. Danach kommt löffelweise Wasser hinzu. Alles sehr gut mit einem Schneebesen verrühren - fertig. Die Flüssigkeitsmenge ist immer nur ein Anhaltspunkt. Achtet auf jeden Fall darauf, sie nur nach und nach unterzurühren.
Einfaches Basisrezept (kleine Portion)
Rezept Zuckerguss: 100 gr Puderzucker, 3-4 TL Wasser. Die beiden Zutaten werden in einer kleinen Schüssel zu einer dickflüssigen Creme verrührt. Dafür nehmt ihr entweder einen kleinen Rührbesen oder einen Teelöffel. Der Zuckerguss sollte nicht zu flüssig oder klumpig sein.
Mengen für verschiedene Konsistenzen
- Eher fester Zuckerguss zum Verzieren von Plätzchen: 250 g Puderzucker und 3 EL Flüssigkeit.
- Für dünnen Zuckerguss nehmen Sie einfach nur 125 g Puderzucker und 3 EL Flüssigkeit.
- Für dünne Glasur 125 g Zucker mit 3 EL Flüssigkeit mischen, für dicke 250 g mit 3 EL.
- Am einfachsten ist: 250 g Puderzucker und 4 Esslöffel Wasser ergeben einen weißen Grundguss.
Varianten: Geschmack und Farbe
Die Basis kann man wunderbar abändern und Gebäck so einen besonderen Pep verleihen. Zuckerguss mit Zitrone: Hierfür einen Teil des Wassers mit Zitronensaft ersetzen. Ich mag es aber gerne fruchtig, deswegen nehme ich statt Wasser oft einfach Zitronensaft und habe so einen frischen Zitronen-Zuckerguss.
Rezept Zitronen-Zuckerguss
100 gr Puderzucker, 3-4 TL Zitronensaft. Damit der Zuckerguss nachher keine Klümpchen bekommt, empfehlen wir, den Puderzucker zunächst zu sieben und erst danach mit dem Zitronensaft zu verrühren, bis eine dickflüssige Masse entsteht.
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Die Flüssigkeit für den Zuckerguss könnt ihr eigentlich frei wählen, ob Orangensaft, Likör oder auch Milch. Hauptsache es schmeckt euch! Wenn ihr die gesamte Oberfläche mit Zuckerguss haben wollt, wie z.B. bei meinen Zimtsternen, dann mach ich mir gar nicht die Mühe mit Konturen und ausfüllen. Ich rühre den Zuckerguss in einer flachen Schüssel an und tauche die Kekse kopfüber in den Guss, kurz abtropfen lassen und zum Trocknen hinstellen.
Bunte Varianten
Jetzt wird’s bunt: natürlich lässt sich Zuckerguss einfärben! Um Zuckerguss einzufärben, könnt ihr Lebensmittelfarbe verwenden. Achtet darauf, dass ihr eine Pasten oder Pulver-Farben verwendet. Flüssige Farben machen den Zuckerguss wieder flüssiger.
Es gibt auch natürliche Farbstoffe, die man zum Einfärben von Zuckerguss nutzen kann, z. B.: Rote Beete Saft, Kurkuma, Rotwein, Kirschsaft ja sogar Kaffee! Für die bunten Glasuren rühren Sie einfach Lebensmittelfarben unter die fertige Zuckergussmasse. Tasten Sie sich hier am besten vorsichtig heran.
Royal Icing / Eiweiß-Spritzglasur (stabil, zum Dekorieren)
Bestimmt habt ihr auch schon so richtig toll verzierte Kekse gesehen - eher Kunstwerke als ein Keks, den man ohne schlechtes Gewissen essen kann. Um diese Kekse so schön zu gestalten, verwendet man keinen „einfachen“ Zuckerguss, sondern eine stabilere Eiweiß-Spritzglasur. Aus den USA ist mittlerweile der Begriff „Royal Icing“ zu uns rübergeschwappt. Hier wird der Guss mit Eiweiß angerührt. Auch für den Zusammenbau eines Lebkuchenhauses wird die Eiweiß-Spritzglasur genutzt, da sie einfach besser klebt und stabiler ist.
1 frisches Eiweiß, 220-250 g Puderzucker. Je nach Größe des Eiweißes braucht man mal mehr oder weniger Puderzucker. Schlagt mit einem Mixer das Eiweiß zu Eischnee und siebt dann den Puderzucker hinein und rührt alles gut durch, bis eine feste Masse entsteht. Füllt das Royal Icing in eine Spritztülle und damit könnt ihr die Konturen auf Keksen ziehen und sogar tolle Details am Ende auftragen.
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Um die Konturen auszufüllen, gebt ein bisschen Wasser ins Royal Icing. So wird es wieder flüssiger und eignet sich besser für größere Flächen. Mit einem Messer könnt ihr es verteilen und glatt streichen.
Tipps zur Verarbeitung und Fehlervermeidung
- Den Puderzucker sieben! Damit der Zuckerguss nachher keine Klümpchen bekommt, empfehlen wir, den Puderzucker zunächst zu sieben.
- Wird der Zuckerguss mit heißem Wasser angerührt, dann glänzt er nach dem Trocknen ganz toll!
- Wenn der Zuckerguss zu dünnflüssig wird, einfach wieder Puderzucker dazugeben. Aber Vorsicht: Nicht zu viel auf einmal, sonst wird er zu fest.
- Das Wasser nach und nach in nur Mini-Schlückchen zugeben und mit einem Schneebesen sehr gut unterrühren.
- Der Zuckerguss sollte sofort weiterverwendet werden, da er relativ schnell anzieht und fest wird.
- Wenn euer Guss nicht allzu zitronig und sauer werden soll, könnt ihr einen Teil des Zitronensafts einfach mit Wasser ersetzen.
- Wenn der Zuckerguss nicht hart wird: hohe Luftfeuchtigkeit kann die Trocknung verzögern. Unser Tipp: Mit einem Föhn (mit genügend Abstand) könnt ihr nachhelfen. Ansonsten tut’s auch der Backofen bei niedriger Temperatur (Ober-/Unterhitze: 50 °C) für ein paar Minuten. Lasst die Ofenklappe einen Spalt auf, damit sich keine Feuchtigkeit im Ofen sammeln kann.
- Warum wird mein Zuckerguss nicht weiß? Wenn er nach dem Trocknen leicht durchsichtig ist, war die Masse zu dünnflüssig. Beim nächsten Mal einfach noch einen Schuss Puderzucker mehr unterrühren. Statt Wasser oder Zitronensaft nimmt man für sichere weiße Farbe Milch als Flüssigkeit.
Verarbeitungstipps für Dekoration
Wer mit Zuckerguss Plätzchen verzieren möchte, trägt den Zuckerguss nach dem Backen auf, sobald die Kekse ausgekühlt sind. Zum Aufspritzen bei Keksen/ Lebkuchen, etc. sollte der Guss für den Rand bzw. die Konturen fest sein und mit Zahnpasta vergleichbar. Für das Ausfüllen der Flächen etwas Flüssigkeit zugeben, damit die Masse fließt.
Viele benutzen kleine Spritztüten, um den Zuckerguss aufzutragen - ich komm damit aber nicht wirklich klar. Stattdessen habe ich mir einen Dekorationsstift geholt und ich liebe ihn! Auch kleine Gesichter lassen sich damit super einfach gestalten. Zum Aufspritzen könnt ihr entweder ganz easy Einmal Spritzbeutel oder einen wiederverwendbaren Spritzbeutel nutzen.
Alternative Methoden ohne Puderzucker
Und wie macht man Zuckerguss selber ohne Puderzucker? Ganz einfach: mit normalem Zucker. Dazu mischen Sie 200 g Kristallzucker mit 125 ml Wasser oder Milch und erhitzen das Ganze, bis der Zucker geschmolzen ist. Etwas Butter verleiht der Glasur einen schönen Glanz. Am besten schmelzen Sie die Masse im Wasserbad, so lässt sie sich während der Verarbeitung flüssig halten. Auch mit dem Zuckerersatz Erythrit kann man Zuckerguss machen. Verrühren Sie 100 g des feinen Pulvers mit 3 Esslöffeln Flüssigkeit.
Praktische Übersicht: Konsistenz & Einsatz
| Konsistenz | Verhältnis Puderzucker : Flüssigkeit | Einsatz |
|---|---|---|
| Sehr fest (aufspitzen) | 250 g : ca. 3 EL | Konturen, Details, Lebkuchenhaus |
| Streichfähig | 200 g : 3-4 EL | Mit Messer oder Pinsel auf Keksen, Torten |
| Dünn / Glasur | 125 g : 3 EL | Überzug für Donuts, dünne Glasur auf Kuchen |
Weitere praktische Hinweise
Den Zuckerguss möglichst sofort nach dem Anrühren auftragen, da er relativ schnell anzieht und fest wird. Wichtig ist, dass der Puderzucker vorher durch ein feines Sieb gerührt wird. Je nachdem, für welche Konsistenz ihr euch entscheidet, wird der Guss schneller oder langsamer fest. Die genannten Mengen reichen etwa für einen Blechkuchen, 12 Muffins oder sehr grob 80 Plätzchen.
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Ein besonderes Aroma bekommt man, wenn man vor dem Verrühren etwas Kakaopulver oder aufgelöstes Instant-Kaffeepulver unter den gesiebten Staubzucker oder Puderzucker mischt. Durch Rotwein bekommt der Staub- oder Puderzuckerguss einen feinen Geschmack und einen zarten Pastell-Ton.
NOCH EIN TIPP: Auch über Nacht könnt ihr das Icing aufbewahren. Wenn ihr die Masse nicht sofort verwendet, deckt das Icing mit Frischhaltefolie gut ab, damit der Zucker nicht fest wird.
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