Zuckerguss Rezept für Plätzchen: Ein Leitfaden für perfekte Weihnachtsbäckerei
Wenn die Adventszeit naht, steigt die Vorfreude auf selbstgebackene Plätzchen. Ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Plätzchenrezepte ist der Zuckerguss, der den kleinen Köstlichkeiten nicht nur ein ansprechendes Aussehen verleiht, sondern auch für eine zusätzliche süße Note sorgt. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Zuckergussrezepte, Tipps und Tricks, um Ihre Plätzchen zu wahren Kunstwerken zu machen.
Die Magie des Zuckergusses: Erinnerungen an die Kindheit
Viele verbinden mit dem Duft von frisch gebackenen Plätzchen und dem Anblick von bunt verziertem Gebäck schöne Kindheitserinnerungen. So mancher erinnert sich an eine große Kiste voller Plätzchen, gefüllt mit Spritzgebäck, Anisplätzchen, Vanillekipferl und natürlich Butterplätzchen. Besonders die Butterplätzchen, mit ihrem buttrig-süßen Geschmack und den bunten Streuseln, übten auf Kinder eine magische Anziehungskraft aus.
Butterplätzchen: Ein Klassiker neu entdeckt
Butterplätzchen sind ein zeitloser Klassiker, der in den letzten Jahren wiederentdeckt wurde. Das Schöne an diesem einfachen Weihnachtsgebäck ist, dass es aus wenigen, leicht erhältlichen Zutaten wie Butter, Zucker, Mehl und etwas Vanille oder Zitrone besteht. Trotz ihrer Einfachheit sind Butterplätzchen äußerst vielfältig, insbesondere wenn es um ihre Dekoration geht. Sie können mit Zuckerguss, Schokolade oder bunten Streuseln verziert werden, oder man genießt sie ganz pur.
Grundrezept für Butterplätzchen:
- Butter, Zucker, Salz, Ei und Mehl mit den Knethaken des Rührgeräts zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Teig zu einer großen Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 2 Stunden kalt stellen.
- Die Arbeitsfläche bemehlen und den Teig mit einem Nudelholz ca. 5 mm dick ausrollen.
- Mit verschiedenen Ausstechförmchen Plätzchen ausstechen.
- Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad im unteren Drittel 10-12 Minuten backen.
- Die Butterplätzchen samt Backpapier auf ein Kuchengitter ziehen und auskühlen lassen.
Zuckerguss-Grundrezept: Die Basis für kreative Verzierungen
Zuckerguss ist eine absolute Basis-Zutat beim Backen. Mit der weißen Glasur lassen sich Plätzchen genauso wie Muffins verzieren, Torten und Kuchen, Streuseltaler oder Lebkuchen. Ein gutes Zuckerguss-Grundrezept gehört also in jede Backstube. Grundsätzlich ist Zuckerguss eine unkomplizierte Sache. Bei der falschen Zubereitung kann es allerdings dazu kommen, dass er klumpt oder nicht die richtige Konsistenz hat.
Das klassische Zuckerguss-Grundrezept:
- Gesiebter Puderzucker
- Wasser
Je nachdem, wie viel Flüssigkeit verwendet wird, wird das Ergebnis dünner und durchsichtiger oder fester, zäher und deckender.
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Zubereitung:
- Gesiebten Puderzucker in ein Schüsselchen oder großes Glas geben.
- Löffelweise Wasser hinzufügen.
- Alles sehr gut mit einem Schneebesen verrühren.
Die perfekte Konsistenz: Zuckerguss für jeden Zweck
Je nachdem, für welches Gebäck die Zuckerglasur sein soll, ist eine andere Konsistenz erwünscht. Die Flüssigkeitsmenge ist immer nur ein Anhaltspunkt. Achten Sie auf jeden Fall darauf, sie nur nach und nach unterzurühren.
- Eher fester Zuckerguss zum Verzieren von Plätzchen: 250g Puderzucker und 3 EL Flüssigkeit.
- Fast durchsichtiger Zuckerguss: Mehr Flüssigkeit verwenden.
Zuckerguss verzieren: Tipps für kreative Dekorationen
Sobald der Zuckerguss die gewünschte Konsistenz hat, kann es ans Verzieren gehen. Hier sind einige Tipps, um Ihre Plätzchen in kleine Kunstwerke zu verwandeln:
- Gleichmäßig bestreichen: Die Plätzchen gleichmäßig mit Zuckerguss bestreichen.
- Streusel und Co.: Solange der Guss noch feucht ist, können Zuckerstreusel, Schokostreusel, Mandelsplitter, gehackte Nüsse oder Kokosflocken aufgestreut werden.
- Schokolade: Alternativ können die Butterplätzchen auch mit Schokolade überzogen werden.
- Trocknen lassen: Den Zuckerguss trocknen oder fest werden lassen. Normalerweise trocknet er innerhalb von 24 Stunden, aber man kann die Plätzchen auch schon früher essen. Es ist nicht nötig, die verzierten Plätzchen abzudecken, während man wartet, dass die Glasur fest wird.
Variationen für den besonderen Geschmack:
Die Basis des Zuckergusses lässt sich wunderbar abändern, um dem Gebäck eine besondere Note zu verleihen.
- Zuckerguss mit Zitrone: Einen Teil des Wassers mit Zitronensaft ersetzen.
- Bunter Guss: Bei pulvriger Lebensmittelfarbe diese unter den Zucker mischen. Flüssige (Gel-)Farben zum Wasser geben. Achtung: Von letzterem braucht man dann evtl. weniger.
- Aromatisieren: Zum Aromatisieren eignen sich z.B. Vanilleextrakt, Zimt oder Mandelaroma.
Ein einfaches Rezept für Plätzchenglasur:
Wenn Sie eine einfache Glasur zum Verzieren Ihrer Plätzchen suchen, ist dieses Rezept genau das Richtige. Auch wenn Sie bei weitem kein geschickter Pâtissier sind oder Ihre Kinder Ihnen bei der Zubereitung helfen sollen, heißt das nicht, dass Ihre Festtagsplätzchen nicht aussehen können, als wären sie von einem echten Meister-Pâtissier gemacht worden.
Zutaten:
- Zucker
- BAM Vanillepaste
- Agavendicksaft oder Honig
- Salz
- Wasser
Zubereitung:
- In einer mittelgroßen Schüssel den Puderzucker, die BAM Vanillepaste, den Agavendicksaft oder Honig und 67 ml zimmerwarmes Wasser mit einer Gabel vermengen.
- Mit einem Handmixer 8 ml Wasser einrühren.
- Wenn Sie die Plätzchenglasur einfärben möchten, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Gel-Lebensmittelfarbe hinzuzufügen.
- Den Zuckerguss in einen Spritzbeutel geben und die Kekse nach Belieben verzieren.
Der perfekte Zuckerguss für Lebkuchen:
Für die Weihnachtsbäckerei empfiehlt sich ein Spezial-Zuckerguss, der mit frischem Eiweiß zubereitet wird. Bitte nur ganz frische Eier verwenden:
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- 1 Eiweiß (M) steif schlagen.
- Nach und nach 125 g Puderzucker unterrühren.
- So lange weiterschlagen, bis der Guss hell weiß ist und glänzt.
Der Zuckerguss ist schaumig wie Baiser. Er lässt sich gut auf Gebäck spritzen und verläuft nicht. Ist daher ideal zum Bemalen von Lebkuchenfiguren. Auch beim Lebkuchenhaus punktet dieser Weihnachts-Zuckerguss mit ausgezeichneten Klebeeigenschaften.
Alternativen zum klassischen Zuckerguss:
Neben dem klassischen Zuckerguss gibt es noch weitere Möglichkeiten, Plätzchen zu verzieren:
- Frosting: Frostings sind bunt, süß und meistens kalorienreich. Sie eignen sich zum Überziehen von Cupcakes, Kuchen und Torten, aber auch zum Füllen.
- Schokoguss: Kuvertüre grob hacken und in einem heißen Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen. Die Plätzchen auf den Unterseiten jeweils ganz oder zur Hälfte damit bestreichen und trocknen lassen.
Tipps und Tricks für den perfekten Zuckerguss:
- Puderzucker sieben: Wichtig ist, dass der Puderzucker vorher durch ein feines Sieb gerührt wird.
- Temperatur: Grundsätzlich lässt sich der selbstgemachte Zuckerguss besser verteilen, wenn die Oberfläche, also der Kuchen oder die Plätzchen, noch warm sind.
- Konsistenz anpassen: Für einen etwas flüssigeren Guss tropfenweise Wasser hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
- Vegane Variante: Für veganen Zuckerguss lässt man das Eiweiß einfach weg und verwendet stattdessen Wasser oder Zitronensaft.
Zuckerguss - wie kann ich Geschmack und Farbe verändern?
- Mit Säften & Co.: Puderzucker mit Zitronen- oder Orangensaft anrühren. Passt super zu Spritzgebäck! Tropisch frisch: Puderzucker mit Mango-, Ananas- oder Maracuja-Nektar anrühren. Gut für saftige Biskuit- oder Rührkuchen. Durch Kirschsaft oder Johannisbeer-Nektar wird Zuckerguss rosarot und fruchtig! Passt zu hellen Plätzchen aus Mürbeteig. Stimmig zu Schokokuchen ist ein Zuckerguss mit Kaffee oder Espresso. Zuckerglasur mit Milch anrühren: Verleiht lockerem Hefegebäck einen matten Glanz. Vegan backen? Guss mit Kokosmilch, Getreide- oder Nuss-Drinks zubereiten. Lecker, aber nix für Kinder: Zuckerguss mit Rum, Rotwein, Punsch oder Glühwein
- Zuckerguss mit Gewürzen: Vanille, Zimt, Nelken, Muskat, Kardamom, Kakao, Tonkabohne
- Zuckerguss mit Lebensmittelfarben: Schon wenige Tropfen aus Fläschchen oder Tube reichen - schon nimmt Zuckerguss eine leuchtende Farbe an. Wenn du lieber natürliche Farben verwenden willst, kannst du es auch mal hiermit versuchen: Rote-Bete-Saft - rosa/rot, Safran, Kurkuma - gelb, Heidelbeersaft - blau, Möhrensaft - orange, Spinatsaft, Matchatee - grün
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