Zwiebeln mit Zucker karamellisieren – ausführliche Anleitung
Karamellisierte Zwiebeln bilden den krönenden Abschluss auf Kartoffelbrei, Flammkuchen, Salaten und Co. Wir erklären, wie du Zwiebeln ganz einfach - und ohne Anbrennen - karamellisieren kannst. Los geht's!
Warum Zwiebeln karamellisieren?
Durch das langsame und lange Garen tritt der eigentliche Geschmack der Zwiebeln zutage, denn ihr Wasseranteil und ihre Schärfe verkocht, zurück bleibt pures Aroma. Die Bräunung ist der optische Effekt des Karamellisierens. Besonders schmackhaft wird das Gemüse, wenn es zuvor in der Pfanne karamellisiert wurde.
Zutaten (für ca. 4 Personen / Hinweise zur Menge)
- 500 g Zwiebeln (ca. - Menge orientiert an Rezeptangaben im Text)
- 1-2 EL Butter oder 2 EL Olivenöl bzw. geschmacksneutrales Öl
- 1-2 EL Zucker (alternativ brauner Zucker, Honig oder Agavendicksaft)
- Salz, Pfeffer
- Optional: Sojasoße, Balsamico-Essig, Rot- oder Weißwein zum Ablöschen
Utensilien
- Schneidebrett
- Messer
- Pfanne (am besten mit hellem Boden, z. B. Edelstahlpfanne)
- Kochlöffel
- luftdichter Behälter zum Aufbewahren
Vorbereitung
Zunächst werden die Zwiebeln geschält und in Ringe geschnitten. Zwiebeln schälen und vom Fuß bis zum Stielansatz in ca. 3-4 mm dicke Ringe aufschneiden. Tipp: wenn Du beim Schälen der Zwiebeln am Stielansatz die letzte Schicht Braun der Zwiebelschale stehen lässt, kannst Du die Zwiebel daran beim Zerschneiden wunderbar festhalten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Zwiebeln andünsten
Anschließend das Olivenöl in der Pfanne erhitzen, und die Zwiebeln darin unter ständigem Rühren glasig andünsten. Öl und Butter in einer ausreichend großen Pfanne sanft erhitzen und die Zwiebelringe hinein geben. Wichtig: achte darauf, dass die Hitze nicht zu groß ist, die Zwiebeln sollen keine Farbe bekommen und in keiner Weise anbraten, sie sollen nur ganz sanft anschwitzen. Die Zwiebeln immer wieder mal vorsichtig umrühren, damit sie gleichmäßig die sanfte Hitze abbekommen und nicht die unterste Schicht doch am Pfannenboden anbrennt. Bei Bedarf Hitze auf ein Minimum reduzieren.
2. Zucker zugeben und karamellisieren
Sind die Zwiebeln glasig, nach und nach den Zucker esslöffelweise in die Pfanne geben. Den Zucker mit einem Löffel gleichmäßig verteilen, bevor die nächste Ladung folgt. Nun den Zucker und eine Prise Salz dazugeben und alles gut rühren, sodass die Zwiebelstreifen karamellisiert werden. Braunen Zucker über die Zwiebeln streuen und karamellisieren lassen. Einige Minuten weiterbraten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Viele Rezepte geben beim Karamellisieren von Zwiebeln die Zugabe von etwas Zucker an.
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3. Ablöschen und weiterschmoren
Fangen sie an, eine leichte Bräunung zu entwickeln, mit Sojasoße ablöschen. Zwiebeln kurz unter Wenden weiter braten, bis die Flüssigkeit verdunstet ist. Wenn du nach dem Karamellisieren die Zwiebeln in Rotwein, Weißwein oder Bier einkochst, erhältst du eine leckere Soße zu Braten oder Würsten. Dazu erst die Flüssigkeit zum Kochen bringen. Du kannst sie nach Bedarf mit Pfeffer würzen, evtl. nachsalzen.
4. Langsam fertig schmoren
Für etwa 20 Min. kochen lassen und gelegentlich umrühren. Nach 15-20 Minuten wird aus den anfangs weißen bzw. leicht gelben, rohen Zwiebeln eine leicht honigbraune Zwiebelmasse. Jetzt hat das Karamellisieren begonnen; der Braunton wird im Lauf der weiteren 40 Minuten immer dunkler werden. Nach einer Stunde sollten die Zwiebeln ausreichend karamellisiert sein. Die karamellisierten Zwiebeln sind fertig, wenn sie weich sind und eine schöne Karamell-Farbe entwickelt haben. Sobald die Zwiebeln die gewünschte Farbe erreicht haben und durchgehend weich und süß sind, vom Herd nehmen und mit Salz abschmecken.
Tipps gegen Anbrennen und für die perfekte Farbe
- Achte bei der Zubereitung darauf, die Pfanne oder den Topf nicht zu stark zu erhitzen. Mittlere Hitze ist völlig ausreichend.
- Wenn Du merkst, dass die Zwiebeln trotz kleinster Hitze zu dunkel werden, kannst Du einen kleinen Schluck Wasser (ca. 1 EL) dazu geben. Sei hier aber sparsam, denn die Zwiebeln sollen nicht gedünstet werden.
- Verwende eine Pfanne mit einem hellem Boden, wie zum Beispiel eine Edelstahlpfanne. Auf diese Weise hast du einen besseren Blick auf die Farbe deiner Zwiebeln.
- Falls du deine lieber weniger karamellisiert magst, nimm sie einfach etwas früher vom Herd.
- Backpulver bindet die Flüssigkeit, die aus den geschnittenen Zwiebeln austritt. Das sorgt dafür, dass diese den Zucker schneller aufnehmen können.
Variationen und Aromatisieren
Statt Zucker kannst du übrigens auch Honig oder Agavendicksaft verwenden. Karamellisierte Zwiebeln mit Honig werden besonders aromatisch und fein. Für eine vegane Variante, verwende Margarine oder Pflanzenöl anstelle der Butter. Wenn Du den karamellisierten Zwiebeln eine weitere Geschmackskomponente geben willst, dann lösche die Zwiebeln mit Rotwein, Weißwein, Sojasauce oder Balsamico-Essig ab. Die Zwiebeln bekommen ein tolles kräftiges Aroma, wenn du zum Karamellisieren braunen Zucker und einen Schuss Balsamico-Essig zusammenbringst. Für ein tolles Kräuteraroma kannst du zu den Zwiebeln noch deine Lieblingskräuter hinzufügen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Zweig Thymian oder Rosmarin?
Welche Zwiebelsorten eignen sich?
Für dieses Rezept empfehlen wir die Verwendung von gewöhnlichen Gemüsezwiebeln, da sich diese durch ihre Größe und Dicke wunderbar in Ringe schneiden lassen. Verwende für dieses Rezept Schalotten, rote oder gelbe Zwiebeln, oder versuche dich an einem Mix zwischen verschiedenen Zwiebelsorten für ein unterschiedliches Geschmacksprofil. Sie können jedoch auch andere Zwiebelarten wie z.B. Perlzwiebeln verwenden - Perlzwiebeln können im Ganzen karamellisiert werden und sind klein und rund eine tolle Beilage zu beispielsweise Schmorgerichten.
Serviervorschläge - dazu passen karamellisierte Zwiebeln
Karamellisierte Zwiebeln sind das perfekte Topping für fast alle herzhaften Gerichte. Karamellisierte Zwiebeln geben Gerichten wie Burgern, Steaks oder Kartoffspüree den letzten Schliff. Sie verpassen dem Essen das gewisse Extra und schmecken dank ihres süßen Aromas selbst denen, die normalerweise auf Zwiebeln verzichten. Die würzig-süßlichen Zwiebeln eignen sich zum Garnieren von Burger-Rezepten oder Hot Dogs ebenso wie als Beilage zu Steak, zu gegrillter Leber, Kartoffelpüree, Maultaschen, Bratkartoffeln, (Käse-)Spätzle, Raclettepfännchen, als Dip zum Grillen oder pur auf Brot. Auch als Topping für Flammkuchen oder in Suppen und Eintöpfen schmecken sie wunderbar.
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Aufbewahrung
Sobald die Zwiebeln die gewünschte Farbe erreicht haben und durchgehend weich und süß sind, vom Herd nehmen und mit Salz abschmecken. Die Zwiebeln vollständig abkühlen lassen und in einem luftdichten Behälter für bis zu eine Woche im Kühlschrank aufbewahren oder direkt benutzen. Du willst ein paar Zwiebeln auf Vorrat produzieren? Gern! Lass sie nach der Zubereitung vollständig auskühlen und fülle sie in eine luftdichte Box.
Schnelles Basisrezept (Kurzfassung)
- Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden.
- Butter und Olivenöl in einer Pfanne zerlassen, Zwiebeln sowie Salz und Pfeffer dazugeben.
- Unter gelegentlichem Rühren bei niedriger Hitze etwa 15-20 Minuten anbraten, bis die Zwiebeln weich und gebräunt sind.
- 1-2 EL Zucker (oder Ersatz) hinzufügen und karamellisieren lassen.
- Optional mit Balsamico, Sojasoße, Wein oder Kräutern verfeinern.
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