Zucker Sortiment und Eigenmarken bei Lidl

Discounter bieten die besten Schnäppchen in Sachen Lebensmitteln - denn Markenprodukte findet man hier seltener als bei Rewe oder Edeka. Stattdessen stehen in den Regalen von Lidl und Co. Produkte, deren Marken komplett unbekannt sind. Warum das so ist? Die No-Name-Produkte sind Eigenmarkenprodukte und damit günstige Alternativen zu Markenartikeln. Aber was hat es mit den Eigenmarken auf sich?

Lidl ist einer der beliebtesten Discounter Deutschlands. Das liegt vor allem am Preis-Leistungs-Verhältnis und an der Frische der Waren. Doch womit gelingt Lidl das überzeugende Angebot zum niedrigen Preis? Ein genauerer Blick auf die Eigenmarkenprodukte schafft Klarheit.

Breites Sortiment und Eigenmarken-Strategie

Die Lidl-Welt bietet eine breite Palette an hauseigenen Produkten aus allen Bereichen des täglichen Lebens mit vielen eigenen Lidl-Qualitäts-Marken: von hochwertigen Lebensmitteln und Tiernahrung über Kosmetik bis hin zu Reinigungsprodukten für den Haushalt. Der Vorteil: Wir haben nicht nur großen Einfluss auf die Qualität unserer Waren, wir können auch durch gezielten Einkauf und hohe Abnahmemengen unsere Produkte zu einem günstigen Preis anbieten, ohne auf die Qualität großer Markenartikel zu verzichten. Bei Lidl findest du ein breites Sortiment an Eigenmarken. Rund 75 Prozent aller Produkte des Discounters sind günstigere Alternativen zu hochpreisigen Markenprodukten. Ob Schokolade, Zigaretten, Kaffee, Getränke, Eis, Gummibärchen oder Alkoholisches - Lidl hat für jedes Produkt eine passende Handelsmarke im Sortiment.

Regal mit Lidl Eigenmarken

Welche Eigenmarken gibt es?

Die Lidl-Eigenmarken in der Liste: Milch- und Molkereiprodukte: Milbona; Schokolade, Eis und Süßwaren: Fin Carré, J.D. Gross, Bon Gelati, Sondey, JET GUM; Getränke: Freeway, Solevita, Kong Strong, Saskia. Auch die Bier-Marke Perlenbacher und die Weinmarke Cimarosa zählen dazu. Zu den Handelsmarkenprodukten im Bereich der Nahrungsmittel kommen nämlich noch weitere Lidl-Eigenmarken für Haushaltsware, Gartengeräte und Kleidung hinzu.

Eigenmarken im Textil- und Non-Food-Bereich

Im Bereich Kleidung hat Lidl gleich fünf Eigenmarken zu bieten: lupilu, CRIVIT, esmara, Livergy und pepperts!. Von Damen- und Herrenmode über Kinderkleidung zu Sportbekleidung ist hier alles dabei. Die Eigenmarke „esmara“ ist besonders bekannt. Lidl lässt die Eigenmarkenprodukte seiner Kleidung von über 700 Herstellern produzieren. Anders als bei den Handelsmarken aus dem Lebensmittel-Sortiment macht Lidl kein Geheimnis aus der Herkunft der Produkte. Die Hersteller der Lidl-Kleidung-Eigenmarken sitzen in Asien, der Großteil in China und Bangladesch. „Eigen“ ist die Kleidung der Lidl-Eigenmarken also nicht. Ob Lidl seine Kleidung bei denselben Fabriken wie von Markenkleidung produzieren lässt, ist aber unklar.

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Lidl Kleidung im Sortiment

Wer steckt hinter den Eigenmarken? Hersteller und Qualität

Hinter den Lidl Eigenmarken stecken häufig bekannte Hersteller von Marken. Die Eigenmarken sind manchmal also nicht bloß Alternativen, sondern echte Kopien der Markenprodukte! Wir verraten dir, bei welchen Produkten der Lidl Eigenmarken es sich in Wahrheit um echte Markenprodukte handelt. Viele dieser Produkte stammen aus denselben Fabriken wie die bekannten Marken. Die Wahrheit ist: Viele dieser Produkte stammen aus denselben Fabriken wie die bekannten Marken. Finanztip hat gemeinsam mit der App „Markendetektive“ fünf Beispiele bei LIDL aufgedeckt. Lesen Sie hier, wer wirklich hinter den No-Name-Etiketten steckt und wie viel Geld Sie jedes Jahr womöglich unnötig verschenken.

Hinter den Lidl-Eigenmarken führen häufig bekannte Hersteller. Beispiele: Die „Fin Carré“ Bubble Vollmilch Schokolade sowie King Size Neo werden vom Hersteller Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG produziert, der ebenfalls Schokoladen von Trumpf, Aero und Schogetten herstellt. Die Sorten „Fin Carré Edel-Alpensahne“ und „Way to Go! Karamell Vollmilchschokolade“ werden von der Ludwig Weinrich GmbH & Co. KG produziert. Der Kaffee von Lidls Eigenmarke „Bellarom“ werden von der Minges Kaffeerösterei GmbH produziert. Auch die Weihnachts-Ware im Lidl-Sortiment kommt aus Händen von Markenprodukten. Die Baumkuchen Vollmilch und Zartbitter aus dem „favorina“ Weihnachts-Gebäck sind in Wahrheit Markenprodukte von „Küchenmeister“ mit Lidl-Logo. Ein Standard-Produkt von einer Lidl-Eigenmarke, die vom Markenhersteller kommt: die Choco Nussa Nuss-Nougat Creme von „Wilhelm Reuss“, bekannt für die Duo-Creme.

Konkrete Herstellerbeispiele

Die Eigenmarke „Milbona“ kommt häufig von „Müller Milch“ oder „Arla“. Die Eigenmarke „Milbona“ Frische Milch 1,5% Fett = DMK; „Milbona“ Haltbare Milch 1,5% Fett = Arla; „Milbona“ Sprühsahne 30% Fett = Arla; „Milbona“ Bio-Butter = Arla; „Milbona“ Laktosefreie Milch = Arla; „Milbona“ Reine Buttermilch = Müller Milch; „Milbona“ Deutsche Markenbutter = Molkerei Ammerland; „Milbona“ Deutscher Gouda = Müller Milch. „Dulano“ Delikatess Lachsschinken = Kleinemas; „Dulano“ Delikatess Lyoner in Streifen = Adler Schinken; „Dulano“ Rostbratwurst = Hans Kupfer. „Fin Carré“ verschiedene Sorten = Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG (z.B. Schogetten). „Choco Nussa“ Nuss-Nougat-Creme = Wilhelm Reuss. „Grafschafter“ Butter Toast = Harry Toast; „Perlenbacher“ Pils in Glasflaschen = Frankfurter Brauhaus; „Belbake“ Feiner Mohnkuchen = RUF Lebensmittelwerk; „Belbake“ Frischer Blätterteig = Henglein.

Non-Food-Hit: Cien und W5

Im Non-Food-Bereich gehört „Cien“ zu den beliebtesten Eigenmarken bei Lidl - dahinter steckt ein namenhafter Markenhersteller! Die Lidl-Produkte von „Cien“ und „W5“ werden vom Unternehmen Dalli in Stolberg produziert, das vor allem für sein Waschmittel und Sonnenschutz bekannt ist. Genau wie die Produkte von „Cien“ werden auch Produkte der dm-Eigenmarke „Balea“ von den Dalli Werken hergestellt. Duschgels, Deodorants und Düfte von „Cien“ und „Balea“ sind also oft dasselbe. Kein Wunder, dass die Sonnenmilch LSF 30 von „Cien“ bei Stiftung Warentest mit einer Note von 1,4 abschneidet.

Cien-Produkte im Regal

Getränke und Alkohol: Fremdproduktionen sparen Kosten

Vor allem bei alkoholischen Getränken setzt Lidl auf Fremdproduktionen von Herstellern anderer Markenprodukte. Das „Frankfurter Brauhaus“ übernimmt die Produktion von Lidls Eigenmarken-Bier Perlenbacher Pils und Bergadler Premium Pils in Glasflaschen. Die Sorten in Pet-Flaschen werden für Lidl von der „Mauritius Brauerei“ hergestellt. Wer nach einer Alternative zu den Handelsmarken „Lillet“ und „Aperol“ sucht, wird unter den Lidl-Eigenmarken fündig. Die Lillet-Alternative von Lidl heißt „L’arivee blanc“ und kostet dich schlappe 6,79 Euro. Den Lidl-Aperol „Bitterol“ bekommst du sogar für 4,49 Euro.

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Lidl Eigenmarke Markenhersteller / Vergleichsmarke Preis Lidl Preis Marke Ersparnis
L’arivee blanc Lillet Aperetiv 6,79 Euro 13,00 Euro ~48 %
Bitterol Aperol 4,49 Euro 13,00 Euro ~46 %

Qualität: Tests und Verbrauchertipps

Stiftung Warentest bestätigt die Qualität: Lidl schnitt mit der Note 2,4 sogar besser ab als Rewe, Edeka oder Aldi - und das bei Eigenmarken, die sowohl von Marken-Herstellern stammen als auch aus Lidl-Herstellung selbst. Andere Supermärkte wie Rewe und Edeka kamen bei Stiftung Warentest auf eine durchschnittliche Note von 2,7 und Discounter Aldi erhielt ein Ergebnis von 2,6. Am besten schnitten beim Warentest unter den Handelsmarken die Getränke von den Eigenmarken „Saskia“ und „Solevita“ sowie der „Lord Nelson“-Roiboos-Tee ab. Einige Sorten der Tee-Eigenmarke „Lord Nelson“ werden von dem Hersteller der Marke „Teekanne“ produziert. Die Eigenmarken Freeway, Saskia und Kong Strong kommen komplett aus Lidl-Eigenproduktion. Hier steckt kein Marken-Hersteller hinter den Produkten von Freeway.

Unabhängige Produkttests zeigen immer wieder, dass viele No-Name-Produkte sogar besser abschneiden als ihre teureren Marken-Pendants. Das gilt unter anderem für Wasser, Milchprodukte und Nudeln. Trotzdem gibt es Ausnahmen, bei denen ein genauer Blick lohnt. Nicht jede No-Name-Variante ist automatisch genauso gut wie das Markenoriginal. Aber wer die richtigen Produkte kennt und genau hinschaut, spart massiv. Ohne Abstriche beim Geschmack oder der Qualität.

Erklärung: So funktionieren Eigenmarken bei Discountern

Wie Sie versteckte Markenhersteller erkennen

Anhand der Zulassungsnummer lässt sich feststellen, wo die Produkte abgefüllt wurden. Der erste Blick sollte der Herstelleradresse auf der Verpackung gelten. Stimmt sie mit der eines bekannten Markenprodukts überein, kommt beides aus derselben Fabrik. Bei tierischen Produkten wie Milch, Fleisch oder Fisch hilft die aufgedruckte Zulassungsnummer, zum Beispiel „DE-BY-12345 EG“, die sich ganz einfach online nachschlagen lässt. Noch schneller geht es mit der App „MarkenDetektive“, die den wahren Markenhersteller sofort enthüllt.

Preis- und Gesundheitsstrategie: Zucker- und Salzreduktion

Lidl hatte sich 2017 mit seiner Reduktionsstrategie für Zucker und Salz in Eigenmarken zum Ziel gesetzt, Zucker bis 2025 um 20 Prozent zu reduzieren. Damit habe Lidl nach eigener Aussage rund 31.000 Tonnen Zucker eingespart. „14 Prozent weniger Zucker im Eigenmarkensortiment ist ein toller Erfolg, der auf kontinuierlichen Anpassungen der Rezepturen in den letzten Jahren basiert. Uns ist wichtig, dass wir Kunden langsam an den veränderten Geschmack gewöhnen“, sagt Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland. Die übrigen rund sechs Prozent zum Erreichen des 20-Prozent-Ziels würden allerdings die schwierigsten.

Bis einschließlich 2018 wurde rund 14 Prozent zugesetzter Zucker im Lidl-Eigenmarkensortiment reduziert. Damit hat Lidl rund 31.000 Tonnen Zucker eingespart, was dem Gewicht von rund 1.700 LKW entspricht. Beim Salzgehalt in Eigenmarkenprodukten verzeichnet Lidl eine Reduktion von durchschnittlich acht Prozent und damit von rund 1.900 Tonnen Salz. Das ist mit dem Gewicht von rund 110 LKW vergleichbar. Beispielsweise enthalten die Goudawürfel der Eigenmarke „Milbona“ rund 14 Prozent weniger Salz. Um rund 13 Prozent hat Lidl den Salzgehalt in den Chips mit Peperoni-Geschmack der Eigenmarke „Snack Day“ gesenkt.

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Die Doppelkeksrolle “Captain Rondo” der Eigenmarke “Sondey” enthält beispielsweise rund 14 Prozent weniger Zucker. „14 Prozent weniger Zucker im Eigenmarkensortiment ist ein toller Erfolg, der auf kontinuierlichen Anpassungen der Rezepturen in den letzten Jahren basiert. Uns ist wichtig, dass wir Kunden langsam an den veränderten Geschmack gewöhnen. Die übrigen rund sechs Prozent zum Erreichen des 20-Prozent-Ziels werden allerdings die schwierigsten, einige Artikel werden nur noch eine geringe Süße haben. Wir gehen jedoch auch davon aus, dass sich das Geschmacksprofil insgesamt in Deutschland sukzessive verändern wird. Hin zu etwas weniger süß“, sagt Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland.

Lidl-Löffel gegen Zucker

Aufgrund der hohen Nachfrage und großem Erfolg gibt Lidl am 24. Februar erneut den Lidl-Löffel ab einem Einkaufswert von 25 Euro in allen Filialen gratis mit. Der Löffel mit der Erhebung in der Mitte spart im Handumdrehen automatisch rund 20 Prozent Zucker, ohne dass Verbraucher Gewohnheiten ändern oder auf Genuss verzichten müssen.

Praxis-Tipps beim Einkauf

  • Vergleichen Sie Herstelleradressen und Zulassungsnummern auf Verpackungen.
  • Nutzen Sie Apps wie „MarkenDetektive“, um verborgene Hersteller herauszufinden.
  • Beachten Sie Angebotsbedingungen: Angebote solange Vorrat. Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen.
  • Orientieren Sie sich an Testurteilen (z. B. Stiftung Warentest) für Qualitätsvergleiche.
  • Achten Sie auf Reformulierungen: Viele Produkte haben weniger Zucker oder Salz.

Zu welchen Herstellern die Produkte der Lidl-Eigenmarken gehören, weißt du jetzt. Aber zu wem gehört der Discounter eigentlich? Mit welcher anderen Supermarkt-Kette Lidl zusammengehört, erfährst du hier.

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