Xylit (Birkenzucker) bei Aldi: Sortiment, Vorteile, Nachteile und Kaufhinweise

Xylit schmeckt wie Zucker, sieht aus wie Zucker, soll aber besser sein als klassischer Zucker.

Gewichtszunahme, Karies und ein höheres Diabetes-Risiko sind die Schattenseiten des handelsüblichen Industriezuckers. Abhilfe verspricht Xylit, das unter die Rubrik Zuckeralkohole fällt: Er sieht nicht nur wie Zucker aus, sondern ähnelt ihm auch sehr im Geschmack. Das macht Xylit eigentlich zum perfekten Zuckerersatz.

Was ist Xylit (Birkenzucker)?

Die Zusatzstoffnummer lautet übrigens E 967.

Der Zuckeralkohol ist zwar aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt und wird auch Birkenzucker genannt, der Name trügt jedoch ein wenig. Früher wurde Xylit tatsächlich aus Birkenholz gewonnen, heute dienen aber vielmehr Stroh und Maiskolbenreste als Rohstoff.

Obwohl Zucker bei Aldi, Lidl, Edeka und Co. traditionell wird der Zuckerersatzstoff aus der Birkenrinde gewonnen. Daher stammt auch der Name Birkenzucker. Inzwischen wird aber auch Mais für die Produktion von Xylit benutzt. Bei der Herstellung in Übersee vor allem China wird teilweise genetisch veränderter Mais verwendet. Dieser wird dann meist in Discountern bei Aldi Lidl oder Edeka verkauft. Das der Rohstoff bei einem Preis von 8 EUR/kg aus Mais stammt, ist meist unbestritten.

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Da der Begriff Birkenzucker nicht geschützt ist, werben die Discounter gerne mit dem Begriff. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass er echten Birkenzucker aus Finnland kauft, sollte auf die Verpackung schauen. Wenn hier nicht das Ursprungsland des Rohstoffs angegeben ist, oder ob die Grundlage Mais oder Birkenrinde ist, sollte sich einen anderen Anbieter suchen.

Xylit-Pulver auf Holzlöffel

Herstellung und Rohstoffe

Früher wurde Xylit tatsächlich aus Birkenholz gewonnen, heute dienen aber vielmehr Stroh und Maiskolbenreste als Rohstoff.

Zu einem etwas höheren Preis kann man aber auch heute noch Xylit kaufen, das aus Birken- und Buchenrinde gewonnen wurde - wie zum Beispiel der Birkenzucker von Birkengold.

Vorteile gegenüber klassischem Zucker

  • Während ein Gramm Haushaltszucker vier Kalorien enthält, stecken in einem Gramm Xylit gerade mal 2,4 Kalorien. Das macht den Zuckerersatz vor allem für Diäten interessant.

  • Mit 40 Prozent weniger Kalorien als Zucker können Kaffee und andere Getränke quasi ohne schlechtes Gewissen gesüßt werden. Auch Kochen und Backen ist mit Xylit problemlos möglich. Das Xylit-Sortiment umfasst sogar extra feinen Puderzucker.

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  • Einen weiteren Pluspunkt holt sich Xylit dank seines sehr niedrigen glykämischen Index. Das bedeutet, dass sich der Blutzuckerspiegel - anders als bei klassischem Zucker - nur minimal erhöht. Damit ist die Insulinausschüttung dementsprechend schwach. Das macht Birkenzucker zu einem alternativen Süßungsmittel für Diabetiker oder Menschen, die Probleme mit Blutzuckerschwankungen haben.

  • Der übermäßige Konsum von klassischem Zucker macht sich auch an den Zähnen bemerkbar - in Form von Karies. Anders als normalen Zucker sollen die Kariesbakterien den Birkenzucker nicht verstoffwechseln können, wodurch diese absterben. Darüber hinaus senkt Xylit die schädliche Säurebildung. So lassen sich Plaque und auch Zahnstein leichter entfernen - zumindest laut Studien aus Finnland, die hierzulande jedoch nicht anerkannt sind. Trotzdem setzen einige Zahnärzte auf zuckerfreie, aber mit Xylit gesüßte Kaugummis, Lutschpastillen und sogar Zahnpasta.

Zahnpflegeprodukte mit Xylit

Nachteile und gesundheitliche Nebenwirkungen

Man sollte nur bedenken, dass der Körper sich erst an Xylit gewöhnen muss. Erhöhte Einnahme kann daher wie auch beim Zuckerersatz Erythrit zu Verdauungsproblemen führen.

So hat er, wie bereits angesprochen, eine blähende und abführende Wirkung. Diese tritt vor allem bei einem übermäßigen Konsum oder einer radikalen Umstellung von Zucker auf Xylit ein. Auch wenn unser Körper den Stoff aus diversen Gemüse- und Obstsorten kennt, sollten Sie bei der Verwendung auf ein gesundes Maß achten.

Mehr als 30 bis 50 Gramm Birkenzucker am Tag sollten es aber nicht sein.

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Unser Tipp: Erythrit und Xylit sind für Vierbeiner giftig.

Preis und Verfügbarkeit bei Discountern wie Aldi

Außerdem ist Xylit im Vergleich zu Haushaltszucker um ein Vielfaches teurer. Während Zucker bei Aldi, Lidl und anderen Discountern schon zu Kilopreisen von 50 bis 80 Cent erhältlich ist, kosten selbst die besten Angebote für Xylit auf Amazon rund 10 Euro pro Kilogramm.

Bei der Herstellung in Übersee vor allem China wird teilweise genetisch veränderter Mais verwendet. Dieser wird dann meist in Discountern bei Aldi Lidl oder Edeka verkauft. Das der Rohstoff bei einem Preis von 8 EUR/kg aus Mais stammt, ist meist unbestritten. Da der Begriff Birkenzucker nicht geschützt ist, werben die Discounter gerne mit den Begriff.

Wie verwendet man Xylit beim Backen und Kochen?

Backen mit Birkenzucker ist problemlos möglich, weil er sehr hitzebeständig ist und nicht kristallisiert. Mit ihm kannst du auch heiße Getränke wie Kaffee süßen.

Haushaltszucker süßt nicht nur, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in Sachen Volumen, Textur und Feuchtigkeit. Wenn du Zucker durch Alternativen wie Honig, Ahornsirup, Stevia, Erythrit oder Xylit ersetzt, ändert sich oft das Verhalten des Teigs oder der Masse. Gleichzeitig karamellisieren viele Zuckeralternativen nicht so gut wie klassischer Zucker, was Bräunung und Textur beeinflussen kann.

  1. Flüssigkeit anpassen: Benutzt du Honig oder Agavendicksaft, reduziere die Menge an anderer Flüssigkeit wie Milch oder Wasser um etwa ein Fünftel, um die Balance zu halten.

  2. Backtemperatur reduzieren: Oft ist es ratsam, die Temperatur zu reduzieren und die Backzeit zu verlängern, um eine gleichmäßige Bräunung zu erreichen, ohne dass das Gebäck zu trocken wird.

  3. Wasser und Fett ergänzen: Erythrit und Xylit beispielsweise haben einen kühlenden Effekt und können das Gebäck fester machen, weshalb zusätzliche Feuchtigkeit oder Fett notwendig sein kann, um den Teig geschmeidiger zu halten.

  4. Gut lagern: Wenn dein Kuchen nicht sofort verspeist wird, solltest du ihn für die Lagerung gut einpacken, damit er nicht eintrocknet.

Praktische Tipps und beliebte Rezepte mit Xylit

Egal, ob du Lust auf süßen Kuchen, knusprige Kekse oder saftige Muffins hast - auch ohne Zucker kannst du sowohl Kuchenklassiker als auch innovative Kuchen-Kreationen backen.

Bananenkuchen: Dank der natürlichen Süße der Bananen ist dieser Kuchen schön saftig und aromatisch. Alternativ können Bananen auch verschiedene andere Kuchen versüßen, wie Vegane Blondies.

Käsekuchen - Backen ohne Mehl und Zucker: Was Käsekuchen so besonders macht? Er wird oft ohne Mehl gebacken, denn diese herrlich saftige Spezialität braucht keinen Boden - Ei und Quark geben ihm Stabilität und Textur. Auch den Zucker kannst du beim Käsekuchen durch Alternativen ersetzen. Verwende zum Beispiel stattdessen Birkenzucker oder Erythrit. So wird dein klassischer Cheesecake zum Low-Carb-ohne-Zucker-Hit auf der Kaffeetafel.

Zitronenkuchen lässt sich auch ohne Zucker sehr gut zubereiten.

Backwaren mit Xylit: Muffins und Kuchen

Beliebte zuckerfreie Produkte mit Xylit

Beliebte zuckerfreie Produkte mit Xylit: Es muss nicht immer mit Zucker sein, um lecker zu schmecken. Käsekuchen, Zitronen-Muffins, Schokokekse - Süßes macht einfach glücklich.

Trotzdem gilt: Wegen des Eigengeschmacks und der Backeigenschaften können nicht alle Zuckeralternativen eins zu eins ersetzt werden. Kokosblütenzucker ist der getrocknete, gemahlene Nektar aus Blüten der Kokospalme. Er hat einen niedrigeren glykämischen Index, also eine geringe Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel. Geschmacklich erinnert er an Karamell und Malz.

Xylit im Vergleich zu anderen Zuckerersatzstoffen

Wenig Kalorien, zahnfreundlich und kein Einfluss auf den Blutzucker - die Eigenschaften vieler künstlicher Zuckeralternativen klingen überzeugend. Diese Zuckeraustauschstoffe sind völlig anders aufgebaut als echter Zucker und gehören zu den sogenannten Zuckeralkoholen.

StoffKalorienBlutzuckerZahnschädigung
Xylit≈2,4 kcal/gsehr geringer Anstiegzahnfreundlich
Erythritbeinahe kalorienfreikaum Einflusszahnfreundlich
Sorbit≈60% der Kalorien von Zuckermittlerer Einflussneutral
Steviakalorienarm (stark konzentriert)kaum Einflusszahnfreundlich

1. Erythrit bildet sich bei bestimmten Gärungsprozessen und kommt auch natürlich in reifem Obst, Wein und in einigen Käsesorten vor. Kein Wunder, dass Erythrit immer mehr Zuspruch findet, denn er bietet zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlichem Haushaltszucker: Der Zuckeraustauschstoff ist beinahe kalorienfrei und zahnfreundlich, außerdem beeinflusst er den Insulinspiegel kaum und ist somit für Diabetiker:innen geeignet. Zucker beim Backen mit Erythrit zu ersetzen ist einfach, da seine Konsistenz herkömmlichem Haushaltszucker sehr ähnlich ist. Du kannst die beiden also recht unkompliziert austauschen. Beachte aber, dass Erythrit rund 30 Prozent weniger süßt.

2. Auch als Birkenzucker bekannt, zählt Xylit ebenfalls wie Erythrit zur Gruppe der Zuckeralkohole. Außerdem ist Xylit gut für die Zahngesundheit, da er die Bildung von Plaque und schädlichen Säuren hemmt. Backen mit Birkenzucker ist problemlos möglich, weil er sehr hitzebeständig ist und nicht kristallisiert. Mit ihm kannst du auch heiße Getränke wie Kaffee süßen.

3. Ein weiterer Zuckeraustauschstoff ist Sorbit, der auf der Basis von Mais- und Weizenstärke hergestellt wird. Er enthält zwar nur rund 60 Prozent der Kalorien von Zucker, süßt allerdings auch nur halb so stark.

4. Der Zuckerersatzstoff Stevia wird aus einer südamerikanischen Pflanze gewonnen, allerdings ist der Herstellungsprozess so aufwendig, dass am Ende ein Industrieprodukt übrigbleibt, das 300-mal so süß ist wie weißer Haushaltszucker. Stevia ist kalorienarm, zahnschonend und für Diabetiker:innen geeignet. Im Gegensatz zu Zuckeralkoholen ist das Süßungsmittel ebenfalls in größeren Mengen gut verdaulich. Stevia gibt es als flüssige Süße, Tabletten oder als Pulver. Die weiße Süße ist hitzestabil und lässt sich beim Backen vielfältig einsetzen. Da Stevia ein deutlich geringeres Volumen, aber eine sehr viel höhere Süßkraft als Haushaltszucker aufweist, lässt es sich allerdings nicht einfach eins zu eins ersetzen. Halte dich aus diesem Grund an spezielle Rezepte, die mit Stevia arbeiten. Oder ersetze nur einen kleinen Teil des Zuckers durch Stevia. Beachte aber: Der Geschmack von Stevia ist sehr markant und gerade in größeren Mengen wird das Süßungsmittel als bitter oder lakritz-ähnlich wahrgenommen.

Erklärung: Unterschiede zwischen Xylit, Erythrit und Stevia

Worauf beim Kauf bei Aldi und anderen Discountern achten?

  • Da der Begriff Birkenzucker nicht geschützt ist, werben die Discounter gerne mit dem Begriff. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass er echten Birkenzucker aus Finnland kauft, sollte auf die Verpackung schauen. Wenn hier nicht das Ursprungsland des Rohstoffs angegeben ist, oder ob die Grundlage Mais oder Birkenrinde ist, sollte sich einen anderen Anbieter suchen.

  • Zu einem etwas höheren Preis kann man aber auch heute noch Xylit kaufen, das aus Birken- und Buchenrinde gewonnen wurde - wie zum Beispiel der Birkenzucker von Birkengold.

  • Beachte die Packungsangaben und Herkunftsangaben, wenn dir Herkunft und Rohstoff wichtig sind.

  • Mehr als 30 bis 50 Gramm Birkenzucker am Tag sollten es aber nicht sein.

Kurzer Überblick: Formen von Zucker und Ersatzstoffen

Klassischer Haushaltszucker, auch bekannt als weißer Zucker, ist die am häufigsten verwendete Zuckerart. Durch das Auspressen des Safts aus Zuckerrohr entsteht Rohrzucker. Er zeichnet sich durch seine natürliche Herstellung und Verarbeitung aus. Durch das Mischen von raffiniertem Weißzucker und Melasse entsteht brauner Zucker. Charakteristisch sind seine karamellige Note und das feuchte, bröckelige Erscheinungsbild - perfekt fürs Backen und Desserts.

Puderzucker - oder Staubzucker - entsteht durch das Mahlen von Kristallzucker. Er ist fein und leicht löslich, ideal zum Bestäuben von Gebäck oder für die Herstellung von glatten Cremes und Frostings. Dicksäfte und Sirupe sind eingedickte, konzentrierte Pflanzensäfte. Bekannte Sorten sind z. B. Agavendicksaft, Ahornsirup, Reissirup, Zuckerrübensirup, Dattelsirup oder Tapioka-Sirup.

Birkenzucker ist auch als Xylit bekannt. Dabei handelt es sich um einen Zuckeralkohol, der eine geringere Kalorienmenge als herkömmlicher Zucker hat, aber eine ähnliche Süßkraft.

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