Inhaltsstoffe und Zusammensetzung von Kinder Schoko Bons

Kinder Schoko-Bons sind bonbonartig verpackte Eier aus Vollmilchschokolade, die mit einer Mischung aus Milchcreme und Haselnuss-Splittern gefüllt sind. Dieses Süßwarenprodukt der italienischen Firma Ferrero ist seit 1992 auf dem deutschen Markt erhältlich. Ein Schoko-Bon wiegt 6 Gramm.

Zutatenliste (Angaben bezogen auf 100 g bzw. Herstellerangaben)

VOLLMILCHSCHOKOLADE 50 % (Zucker, VOLLMILCHPULVER, Kakaobutter, Kakaomasse, Emulgator Lecithine (SOJA), Vanillin), Zucker, MAGERMILCHPULVER (12,5 %), Palmöl, HASELNÜSSE (5,8 %), BUTTERREINFETT, Halbbitterschokolade (Zucker, Kakaomasse, Kakaobutter, Emulgator Lecithine (SOJA), Vanillin), Überzugsmittel Gummi arabicum, Glukosesirup, Emulgator Lecithine (SOJA), Vanillin.

Gesamtmilchbestandteile im Produkt 28 %. Gesamtkakaobestandteile im Produkt 16,5 %.

kinder Schoko-Bons Verpackung und Schoko-Kugeln

Nähr- und Zusatzstoff-relevante Hinweise

  • Dieses Produkt enthält Laktose. Laktose, auch Milchzucker, ist ein Zweifachzucker aus Glukose und Galaktose, der unter anderem in Kuhmilch vorkommt.
  • Dieses Produkt ist glutenfrei. Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen und Hafer vorkommt; Mais, Reis, Buchweizen und Hirse sind hingegen glutenfrei.
  • Dieses Produkt enthält Bestandteile tierischen Ursprungs. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben.
  • Dieses Produkt ist vegetarisch.
  • Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen.

Funktion und Herkunft ausgewählter Zutaten

Vollmilchschokolade, Magermilchpulver, Butterreinfett

Die Vollmilchschokolade und das Magermilchpulver liefern Milchbestandteile und Milchgeschmack; Gesamtmilchbestandteile im Produkt betragen 28 %. Butterreinfett wird als Fettkomponente verwendet.

Haselnüsse

Haselnüsse machen 5,8 % des Produkts aus und sind als Nussanteil charakteristisch für die Füllung mit Haselnuss-Splittern.

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Palmöl

Palmöl ist ein Bestandsteil der Ölpalme und in diesem Produkt enthalten. Folgender Inhaltsstoff ist aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt: Palmöl. Kann aus Sojabohnen, Mais, Erdnüssen, Eigelb, Sonnenblumen- oder Rapsöl hergestellt sein. Daher Pflicht der Allergenkennzeichnung.

Lecithine (SOJA)

Lecithin kommt in jeder lebenden Zelle vor. Als natürlicher fettähnlicher Stoff gehört es zur Gruppe der Phospholipide. Lecithin ermöglicht als Emulgator, dass sich Fett- und Wasser-Phasen eines Lebensmittels nicht trennen. Lecithin wird überwiegend aus Sojabohnen gewonnen. Das so gewonnene natürliche Lecithin kann ebenso in Lebensmitteln eingesetzt werden, wie die Lecithine, die durch chemische Modifikation daraus gewonnen werden.

Gummi arabicum

Der harzige Pflanzensaft einiger in Afrika beheimateten Akazienarten wird Gummi arabicum genannt. Er besteht aus langkettigen, weit verzweigten Kohlenhydraten, die in charakteristischer Weise aus Einfachzuckern aufgebaut sind. Gummi arabicum ist gut wasserlöslich und bildet leicht zähflüssige Massen. Wichtiger als seine im Verhältnis zu anderen Stoffen geringe verdickende Wirkung sind die stabilisierenden Effekte von Gummi arabicum. Es stabilisiert vor allem Fett-Wasser-Mischungen (Emulsionen) und Schäume.

Allergen- und Verträglichkeitsinformationen

  • Enthält Laktose und Milchbestandteile.
  • Enthält Haselnüsse (Nuss-Allergen).
  • Enthält Sojalecithin (SOJA) als Emulgator; daher Pflicht der Allergenkennzeichnung.
  • Glutenfrei laut Verpackungsangabe; diese Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben und kann falsch sein, falls Angaben fehlen oder veraltet sind.

Ökologische und soziale Aspekte ausgewählter Rohstoffe

Um Platz für Ölpalmplantagen zu schaffen, werden grosse Flächen von Regenwäldern gerodet. Die Palmölproduktion führt in Indonesien und Malaysia zur massiven Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten. Durch die Waldzerstörung wird so viel Kohlendioxid freigesetzt, dass Indonesien zum drittgrössten Treibhausgasemittenten geworden ist - nach den USA und China. Für den Anbau von Ölpalmen werden die Torfböden entwässert, wobei Kohlendioxid und Methangas freigesetzt wird. Zusätzlich wird bei der Brandrodung und den damit einhergehenden, alljährlichen Torf- und Buschbränden viel CO2 emittiert. Die Waldbrände in Indonesien im Jahr 2015 setzten mehr klimaschädliches CO2 frei als zeitgleich die ganzen USA.

Die Ausdehnung der Palmölplantagen führt immer wieder zu sozialen Konflikten. Die einheimische Bevölkerung verliert ihr Land, welches ihnen als Lebensgrundlage dient, an die Palmölindustrie. Zusätzlich halten die Palmölfirmen dabei häufig ihre Versprechungen zur Kompensation gegenüber der Landbevölkerung nicht ein.

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Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt. Leider ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt aber noch sehr klein. Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) geht zwar mit seinen Kriterien zur Zertifizierung in die richtige Richtung, wird aber leider auch von vielen Firmen als grünes Feigenblatt missbraucht. Zudem fehlen bisher Kriterien, welche der Treibhausgasproblematik Rechnung tragen und seriöse und unabhängige Kontrollmechanismen zur Überprüfung der Kriterien.

Ferrero erhält 22,96 von 24 möglichen Gesamtpunkten auf der WWF International Scorecard 2024. Sie setzten 100 Prozent zertifiziertes Palmöl ein.

Palmölplantage und Regenwaldkonflikt (Symbolbild)

Sicherheits- und Verbraucherhinweise

*Aufgrund zeitlicher Verzögerungen und Tippfehlern kann nicht garantiert werden, dass die auf dieser Seite publizierten Zutaten bzw. Nährwerte mit den Informationen auf der Etikette des Produktes übereinstimmen. Relevant sind nur die Angaben auf der Etikette des Produktes. Wenn die Angaben nicht mit den Informationen auf der Verpackung übereinstimmen, können Sie sie ergänzen oder korrigieren.

Die Einschätzung zu Gluten-, Laktose- und Vegan-Status beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Glutengehalt oder sind die Angaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein.

Produktbezogene Hinweise, Marketing und Verbraucherkritik

Bis in die 2010er Jahre wurde in den Werbespots häufig in Reimen gesprochen. Eine Werbung, in der zwei Jungen eine Art Reimwettbewerb veranstalten, um das letzte Schoko-Bon zu bekommen, wurde dreimal in der Fernsehsendung Switch reloaded parodiert. Im Rahmen einer 2015 durchgeführten Studie kritisierte Foodwatch mehrere Hersteller, die mit verniedlichten Werbemaskottchen und Mitmach-Aktionen Kinder zum Kauf ihrer Lebensmittel mit hohem Zucker- und/oder Fettanteil animieren würden. Unter diesen Produkten waren auch die Schoko-Bons mit einer Sammelaktion und ihrer Werbefigur „Mr.“

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2016 erschien im deutschen Greenpeace Magazin ein Artikel, der Ferrero Kinderarbeit bei der Haselnuss- und Kakao-Ernte vorwarf. Die Nüsse, die neben weiteren Ferrero-Produkten unter anderem in Schoko-Bons enthalten sind, stammen laut dem italienischen Hersteller vor allem von türkischen Plantagen. Auf diesen stelle Kinderarbeit ein großes Problem dar. Dieselbe Situation gelte laut Greenpeace zudem für die Kakao-Ernte für Ferrero-Produkte in der Elfenbeinküste.

Weitere Informationen und Mitwirkung

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Herstellung und Zusammensetzung von Schokoladenprodukten (Erklärvideo)

Tabellarische Übersicht: Wichtige Angaben auf einen Blick

Angabe Wert / Hinweis
Hauptbestandteile Vollmilchschokolade (50 %), Zucker, Magermilchpulver (12,5 %), Palmöl, Haselnüsse (5,8 %)
Milchbestandteile 28 % Gesamtmilchbestandteile
Kakaoanteil Gesamtkakaobestandteile 16,5 %
Allergenhinweise Enthält Milch, Laktose, Haselnüsse, Soja
Gluten Produkt ist glutenfrei (laut Verpackungsangabe)
Vegetarisch/Vegan Vegetarisch, nicht vegan (tierische Bestandteile vorhanden)
Sonstiges Keine künstlichen Farb- und Konservierungsstoffe angegeben

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