Einfaches Rezept für Wildrosenmarmelade
Marmelade ist ein beliebter Brotaufstrich, der zu jeder Tageszeit schmeckt. Wer etwas Abwechslung sucht, kann Rosenmarmelade selber machen. Neben ihrem Duft und ihrer Schönheit ist die Rose eine beliebte Küchen- und Heilpflanze. Es gibt viele essbare Rosenarten, die sich bedenkenlos zum Verzehr eignen. Dieses Rezept für Rosenmarmelade ist einfach und gelingt auch Anfängern.
Welche Rosen sind essbar?
Es gibt mehr als 300 verschiedene Rosenarten. Grundsätzlich sind nur die sogenannten „echten“ Rosen zum Verzehr geeignet, also Kultur- und Wildrosen der Gattung Rose. Besonders aromatisch sind die Damaszenerrose, die englische Rose, historische Strauchrosen sowie Wildrosen wie die Essigrose und die Kartoffelrose. Nur die Blüten sind essbar, Stiele und Blätter sind ungenießbar. Andere Arten, die „Rose“ im Namen tragen, wie Pfingstrosen, Christrosen und Bauernrosen, gehören zu anderen Gattungen und können sogar giftig sein.
Ist Rosenmarmelade gesund?
Wie alle Marmeladen wird für die Zubereitung von Rosenmarmelade Zucker verwendet. Essenzielle Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine sind kaum vorhanden. Rosenmarmelade kann hin und wieder als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung genossen werden. Es ist wichtig, auf die Portionsgrößen und die Gesamtzuckeraufnahme zu achten. Rosenmarmelade soll helfen, Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen und das Blut zu reinigen.
Rezept 1: Wildrosenblütenmarmelade
Dieses Rezept verwendet Wildrosenblüten für einen besonderen Geschmack, der leicht nach Mandeln schmecken kann.
Zutaten:
- Wildrosenblüten
- Gelierzucker 2:1 oder 3:1
- Ascorbinsäure
- Zitrone(n)
- Vanilleschote(n)
Zubereitung:
- Die Blütenblätter von den Rosen abzupfen und in einen Topf geben. Einige der Blütenstaubträger dazukrümeln. Wasser in den Topf geben, bis er zur Hälfte gefüllt ist. Zitronenscheiben und die Vanilleschote dazugeben. Alles 10 Minuten kochen, bis die Blüten ausgekocht sind. Anschließend durch ein Sieb geben.
- Den Gelierzucker und eine Messerspitze Ascorbinsäure unterrühren. Die Masse 30 Minuten sprudelnd kochen lassen. Regelmäßiges Umrühren ist wichtig, da die Marmelade schnell überkochen kann. Eine Gelierprobe machen.
- Die fertige Marmelade in sterile Gläser füllen, fest verschließen und umgedreht abkühlen lassen.
Rezept 2: Rosengelee mit Apfelsaft
Dieses Rezept kombiniert Rosenblätter mit Apfelsaft und Lavendel für ein duftendes Gelee.
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Zutaten:
- 500 g Zucker
- 1 Tüte Gelfix Extra 2:1
- 700 ml Apfelsaft
- 150 g ungespritzte Rosenblätter
- 50 ml Zitronensaft
- 3 EL Rosenwasser
Zubereitung:
- Gelierpulver und Zucker miteinander vermischen. Apfelsaft, Zuckermischung, 3/4 der Rosenblätter und den Zitronensaft in einem großen Topf erhitzen. Die Mischung bei starker Hitze unter Rühren zum Kochen bringen und mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen lassen.
- Die Mischung durch ein Sieb gießen. Die restlichen Rosenblätter und das Rosenwasser unterrühren und in vorbereitete Gläser füllen. Die Gläser für ein paar Minuten auf den Deckel stellen, umdrehen und abkühlen lassen. Kühl und dunkel aufbewahren.
Die Farbe des Gelees hängt von der Farbe der Rosenblätter ab.
Rezept 3: Rosenmarmelade mit Zitrone und Vanille
Dieses Rezept betont den Duft und Geschmack der Rosen durch die Zugabe von Zitrone und Vanille.
Zutaten:
- 5 Handvoll stark duftende Rosenblüten, ohne Kelch, frisch
- 1 Bio-Zitrone, Saft und Zesten
- 1,2 Liter Wasser (evtl. Rosenwasser, dann entsprechend weniger Wasser nehmen)
- 1 Tüte Gelierzucker 3:1 (500 g)
- 1 Beutel Vanillezucker (optional)
Zubereitung:
- Die Blüten Ende Mai, Anfang Juni in der Mittagssonne pflücken, bis ca. 12:00 Uhr und nur bei Sonnenschein.
- Für die Marmelade die Blütenblätter von duftenden Rosen verwenden, entweder alte, englische, ungespritzte Sorten oder die Apotheker-Rose. Auch die Heckenrose ist geeignet. Die Blütenblätter von den Körbchen abzupfen und nicht waschen. Mit dem Wasser übergießen. Man kann auch anteilmäßig Rosenwasser zugeben, so dass es insgesamt 1,2 Liter Flüssigkeit ergibt. Die Zesten und den Saft der Zitrone hinzugeben. Das Ganze aufkochen lassen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Über Nacht abgedeckt stehen lassen und durchziehen lassen.
- Am nächsten Tag die Masse mit einem Pürierstab zerkleinern und dann den Gelierzucker dazugeben, kurz noch mal gut mischen und ziehen lassen. Nach Bedarf kann Vanillezucker zugegeben werden.
- Nach Anleitung 4 Minuten aufkochen und in saubere, heiße Twist-Off Gläser abfüllen.
Tipps und Tricks
- Rosen auswählen: Verwenden Sie nur ungespritzte Rosen aus dem eigenen Garten oder von vertrauenswürdigen Quellen. Achten Sie darauf, dass die Rosen keine Krankheiten oder Schädlinge aufweisen.
- Erntezeitpunkt: Die beste Zeit zum Pflücken der Rosenblüten ist an einem sonnigen Vormittag, wenn der Duft am intensivsten ist.
- Zucker: Die Menge des Zuckers kann je nach Geschmack und Süße der Rosen angepasst werden.
- Gelierprobe: Führen Sie eine Gelierprobe durch, um sicherzustellen, dass die Marmelade die richtige Konsistenz hat. Geben Sie dazu einen kleinen Löffel der heißen Marmelade auf einen kalten Teller. Wenn die Marmelade nach kurzer Zeit fest wird, ist sie fertig.
- Lagerung: Die fertige Marmelade sollte kühl und dunkel gelagert werden.
Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Rosen
Neben Marmelade können Rosen auch für andere kulinarische Zwecke verwendet werden:
- Rosenlikör: Rosenblütenblätter mit Schnaps übergießen und ziehen lassen. Mit Zuckersirup und Grenadinesirup verfeinern.
- Hagebuttenmarmelade: Aus den Früchten der Hundsrose (Hagebutten) kann man ebenfalls Marmelade herstellen.
- Hagebuttentee: Getrocknete Hagebutten ohne Kerne als Tee zubereiten.
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