Zuckergehalt von Weintrauben pro 100g: Nährstoffe, Sorten und Gesundheit im Überblick

Weintrauben sind eine beliebte Obstsorte, die im Spätsommer und Herbst in Deutschland ihren Höhepunkt hat. Ob als Zutat im Kuchen oder auf dem Käsespießchen, zu Gelee verarbeitet oder frisch gepflückt und direkt genascht: Weintrauben bereichern die Auswahl an Obst aus heimischem Anbau. Die kleinen roten, blauen oder grünen beziehungsweise weißen Weinbeeren schmecken dabei herrlich süß, was auf ihren hohen Gehalt an Fruchtzucker zurückzuführen ist. Wer in seinem Garten Weinreben pflanzen möchte, greift in der Regel auf Sorten der Tafeltrauben zurück, da sich diese gut für den Direktverzehr eignen.

Weintrauben auf dem Markt

Zuckergehalt von Weintrauben pro 100g

Grüne, kernlose Trauben haben etwa 16 Gramm Zucker (pro 100 Gramm Traube) und zählen damit zu den zuckerreichsten Früchten überhaupt. Mit rund 15 Gramm Kohlenhydraten pro 100 Gramm enthalten Weintrauben im Vergleich zu anderen Beerenobstsorten viel Zucker. Das Fruchtfleisch von Weintrauben enthält reichlich Wasser, aber auch 15,2 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm. 14,6 Gramm davon entfallen auf Zucker. In 100 Gramm Trauben stecken ca. 16 Gramm Zucker. Der Kaloriengehalt von 100 g frischen Weintrauben ist mit 71 kcal im Vergleich zu anderem Obst relativ hoch. So stecken 69 kcal in 100 Gramm Weintrauben.

Nährstoff Pro 100g
Energie 69 - 71 kcal
Kohlenhydrate 15,2 g
Zucker 14,6 - 16 g
Ballaststoffe 1,5 g
Eiweiß 0,7 g
Fett 0,3 g
Wasser 81,1 g
Mineralstoffe 0,24 g

Damit liegen sie über dem Durchschnitt für Obstsorten. Unter den heimischen Obstsorten haben Weintrauben neben Äpfeln und Birnen den höchsten Fructosegehalt (Fruchtzucker). Die bei der Weinproduktion anfallenden Kerne werden zu Traubenkernöl verarbeitet: Es enthält viele wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die einen positiven Effekt auf die Zusammensetzung der Blutfette haben.

Zuckergehalt im Vergleich zu anderem Obst

Viele Kunden fragen uns: Was ist zuckerarmes Obst eigentlich? Als zuckerarm gelten Früchte, die im Vergleich zu anderen Sorten einen geringeren Anteil an Fruktose und Glukose aufweisen.

  • Erdbeeren: ca. 5 g Zucker pro 100 g
  • Brombeeren: ca. 3 g Zucker pro 100 g
  • Himbeeren: ca. 4,4 g Zucker pro 100 g
  • Kiwi: ca. 9 g Zucker pro 100 g
  • Avocado: 0,7 g Zucker pro 100 g
  • Apfel: 10 - 12 g Zucker pro 100 g
  • Kirschen: ca. 13 g Zucker pro 100 g
  • Ananas: ca. 11,4 g Zucker pro 100 g
  • Bananen: ca. 15,8 g Zucker pro 100 g

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Frage "Welches Obst hat wenig Zucker?" bietet viele köstliche Antworten. Dabei sind Weintrauben im oberen Bereich des Zuckergehalts.

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Trockenobst und Rosinen

Gut zu wissen: In der Küche kommen Weintrauben häufig auch getrocknet, also als Rosinen zum Einsatz. Auch in dieser Form bringt das Obst viel Gutes für die Gesundheit mit, liefert aber auch reichlich Kalorien. 100 Gramm Rosinen haben 321 kcal (1360 kJ) und enthalten rund 70 Gramm Zucker, dafür aber zum Beispiel auch mehr Kalium, Kalzium und Eisen als frische Früchte.

Rosinen und frische Trauben Zuckervergleich

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe

Trotz des recht hohen Gehalts an Zucker sind Weintrauben gesund, stecken in den kleinen Beeren doch wichtige Vitamine, Mineralstoffe und wichtige Pflanzenstoffe. Neben den Vitaminen B1, B6 und Niacin liefern Trauben auch Vitamin C und E, die beide unter anderem gut fürs Immunsystem sind und antioxidativ wirken. Die Traube kann auch mit 200 Milligramm Kalium pro 100 Gramm Frucht punkten. Das Kalium regt die Tätigkeit der Nieren an. Calcium spielt eine wichtige Rolle für gesunde Knochen und Zähne. Der Calciumanteil ist besonders in Rosinen hoch.

Vor allem in roten Weintrauben sind sekundäre Pflanzenstoffe wie Resveratrol und Oligomere Proanthocyanidine (OPC) enthalten. Sie gelten als besonders gesund, da sie antioxidative Eigenschaften zeigen und sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken können.

  • Flavonoide (z.B. Anthocyane, Quercetin, Syringetin, Myricetin, Kaempferol): Vor allem in der Haut enthalten
  • Resveratrol: in der Schale und in den Kernen
  • OPC: in Kernen und Schale
  • Phenolsäuren: können vor bestimmten Krebsarten schützen

Es gesellen sich weitere Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Magnesium und etwas Eisen hinzu. B-Vitamine in Weintrauben unterstützen den Stoffwechsel und die Blutbildung. Darüber hinaus helfen sie den Nerven und dem Immunsystem. Studien haben gezeigt: Phenolsäure kann vor bestimmten Krebsarten wie Magen-, Haut- und Lungenkrebs schützen.

Infografik Trauben sekundäre Pflanzenstoffe

Einfluss auf Gesundheit und Empfehlungen zum Verzehr

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, jeden Tag fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen (400 Gramm Gemüse und 250 Gramm Obst). Eine Portion Weintrauben entspricht etwa einer Handvoll, also in etwa 100 Gramm. Aufgrund des hohen Zuckergehalts ist dies allerdings nicht täglich ratsam - zumindest, wenn man auf die Zufuhr von Fruchtzucker achten muss oder möchte.

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Menschen mit Erkrankungen wie Diabetes mellitus sollten vorsichtig sein: Weintrauben können aufgrund des hohen Zuckergehaltes den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen lassen. Empfehlenswert ist daher, Weintrauben in Maßen zu essen. Weintrauben sollten als süßer Snack Teil des Speiseplans sein, denn die kleinen Weinbeeren liefern auch Vitamine, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe.

Empfehlungen zum Verzehr von Weintrauben

Bei Fructoseunverträglichkeit kann der Körper die in Nahrungsmitteln enthaltene Fructose nicht richtig aufnehmen und verwerten. Deshalb führt eine große Portion Weintrauben zu unangenehmen Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen oder Durchfall.

Weintrauben sind praktisch frei von Fett und liefern Ballaststoffe, die Verdauung anregen können. Gleichzeitig kann bei einem übermäßigen Verzehr von Ballaststoffen, wie sie etwa in Weintrauben enthalten sind, unangenehme Blähungen entstehen.

Lagerung und Verwendung

Weintrauben können im Kühlschrank gelagert werden. Bei den kühlen Temperaturen halten sie sich sogar deutlich besser und bleiben eine bis zwei Wochen frisch. Empfohlen wird, faule oder beschädigte Beeren auszusortieren und auf Druckstellen zu achten. Bei längerer Lagerung werden die Stängel braun und holzig.

Trauben werden meistens zur Herstellung von Wein oder Saft verwendet. Aus den kleinen Beeren lassen sich allerdings auch schmackhafte Zubereitungen zaubern. Dekorative Früchte schmecken wunderbar im Müsli oder im Obstsalat und können auch als Kuchenbelag verwendet werden - sollten aber nicht mitgebacken werden, da sie ihr Aroma verlieren.

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Weintrauben richtig lagern

Trauben zählen wie z. B. Erdbeeren und Himbeeren zu den nichtklimakterischen Früchten. Das bedeutet, dass sie nach der Ernte nicht nachreifen. Man kann Trauben auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon anpflanzen.

Sorten, Farben und Herkunft

Es gibt rund 16.000 Rebsorten. Die Weinbeeren können dabei eine kugelige bis ovale Form haben und grün, gelb, rot, blau oder violett gefärbt sein. Zu den weißen Sorten zählen grüne, gelbe und bernsteinfarbene Trauben. Dunkle Sorten sind Trauben mit roter, blauer oder schwarzblauer Färbung. Nach den Orangen stellen Weintrauben die zweitwichtigste Obstsorte auf dem Weltmarkt dar. Der größte Anteil der Trauben wird zu Wein gekeltert (Keltertrauben). Nur ein Zehntel der Ernte wird als Obst gegessen (Tafeltrauben).

Der Ursprung der Traube liegt in Asien, nach Europa schafften es die ersten Weinreben durch die Römer. In Deutschland gibt es insgesamt 13 Weinanbaugebiete. Aber nur rund zehn Prozent der angebauten Trauben landen auf den Tellern der Bevölkerung.

Worauf beim Einkauf achten?

Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Beeren unbeschädigt sind und die natürliche Schutzschicht der Trauben, die Duftschicht, noch zu sehen ist. Bei einer längeren Lagerung bilden sich am Stielansatz der Beeren u. U. braune Stellen. Befindet sich auf Weinbeeren ein weißer Schleier, ist dies ein Frische-Merkmal.

Vor dem Rohverzehr Trauben gründlich, am besten mit lauwarmem Wasser, reinigen!

Traubenfarben und Sorten Infografik

Rote vs. weiße Trauben

Rote Trauben haben einen höheren Flavonoidgehalt als hellere. Rot- und blauschalige Sorten gelten aufgrund des hohen Anteils an sekundären Pflanzenstoffen als besonders gesund. Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe wirken hauptsächlich antioxidativ: Sie schützen die Zellen, indem sie schädliche Moleküle abfangen. Die Flavonoide sind vordergründig in der Haut der Beeren enthalten.

Insgesamt betrachtet, wirken sie gegen freie Radikale, Entzündungen, pathogene Bakterien und Viren. Sie stärken das Immunsystem und können vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Magen-Darm-Beschwerden und Krebs schützen.

Zuckerarten in Weintrauben und deren Wirkung

Obst enthält von Natur aus Zucker und einige Sorten sind sogar wahre Zuckerbomben. Bei Früchten werden zwei verschiedene Arten von Zucker unterschieden: Fruchtzucker (Fructose) und Traubenzucker (Glucose). Fruchtzucker ist in natürlichen Mengen - soweit es also die individuelle Verträglichkeit zulässt - für den Körper unbedenklich und wird größtenteils von der Leber abgebaut. Wird täglich über 100 Gramm an Fructose konsumiert, kann Fructose in Fett umgewandelt und in dieser Form in der Leber gespeichert werden, was die Entstehung einer Fettleber begünstigen kann.

Der Traubenzucker kann zudem den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben, was vor allem für Diabetiker und Diabetikerinnen ein Risiko darstellt. Das Verhältnis von Fructose zu Glucose liegt zwar bei 1, was Lebensmittel bei einer Fructoseintoleranz tendenziell verträglicher macht.

Infografik Fructose und Glucose Anteil

Tipps für gesunden Traubengenuss

  • Trauben möglichst frisch verzehren
  • Vor dem Essen gründlich reinigen
  • Möglichst in Bio-Qualität und aus europäischer Saison wählen
  • Beeren mit Kernen bevorzugen (enthalten mehr Antioxidantien)
  • Für Diabetiker: nur kleine Portionen, auf den Blutzucker achten
  • Im Kühlschrank aufbewahren, aber Aromaverlust beachten
  • Als Rohkost genießen, nicht mitkochen

Weintrauben sind im Handel das ganze Jahr erhältlich. Im Sinne einer nachhaltigen und umweltschonenden Ernährung greifen Sie am besten auf heimische und saisonal erhältliche Lebensmittel zurück. In Deutschland haben die gesunden Weintrauben vor allem von August bis Oktober Hochkonjunktur. Dann schmecken sie besonders aromatisch.

Eine hohe Konzentration sekundärer Pflanzenstoffe macht Trauben nicht nur zu einem gesunden Snack, sondern auch zu einer ausgezeichneten Ergänzung einer abwechslungsreichen Ernährung. Obst ist ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Lebensweise - es liefert Vitamine, Ballaststoffe und Antioxidantien.

Weintraube im Querschnitt: Zucker und Vitamine

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