Werbestrategien und Marketing für Schokolade: Wie Süßes zum Trend wird
Wie für jedes neue Produkt, so wurde auch für Schokolade geworben. Früheste Anzeigen sind aus einer englischen Tageszeitung überliefert, wo es 1657 hieß: »In der Queen’s Head Alley gibt es im Hause eines Franzosen ein ausgezeichnetes westindisches Getränk namens „chocolate“ zu kaufen«. Aber erst die Entwicklung der Fotografie und der Reprotechnik im Druckbereich führten zu einer wahren Revolution in der Werbung.
Die Anfänge der Schokoladenwerbung und Künstlerisches Marketing
Schon bald prägten bunte Werbeplakate u.a. auch von Schokoladeherstellern das damalige Straßenbild. Für die Gestaltung von Plakaten, Packungen, Postkarten und einer Vielzahl von Sammelbildserien beauftragten die Schokoladenhersteller sogar bedeutende zeitgenössische Künstler. Unter den Schöpfern der nur 7 x 14 Zentimeter großen Stollwerck-Sammelbilder findet man so bekannte Namen wie Adolf von Menzel, Max Liebermann, Otto Eckmann oder Elli Hirsch, die den Jugendstil entscheidend mitprägte.
Künstler und Sammelbilder: Die Verbindung von Kunst und Produkt
Die aufwendige Gestaltung der Sammelbilder und Plakate hatte nicht nur den Zweck, das Produkt zu bewerben, sondern sprach die Kunden emotional und visuell an. Diese Verbindung von Kunst und Produktdesign setzte Maßstäbe für kreative Werbekampagnen, die auch heute noch als Inspiration dienen.
Modernes Schokoladenmarketing: Wellness und Genuss
Schokolade macht nicht nur glücklich, sondern auch schön. Wellness liegt voll im Trend. Und so war es nur eine Frage der Zeit, dass die Wellness-Bewegung die positiven Eigenschaften von Schokolade für sich entdeckt.
Im bayerischen Kurort Bad Birnbach kann man sich jetzt komplett mit purer Schokolade umhüllen und die pflegenden und rückfettenden Inhaltsstoffe der Schokolade auf den ganzen Körper einwirken lassen.
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Wenn Sie Schokolade lieber inwendig genießen, sollten Sie mal ein Schokoladen-Fondue probieren. Dazu benötigen Sie einen erwärmbaren Topf (eventuell ein Wasserbad), 150 ml Sahne, 200 g Zartbitterschokolade mit mindestens 60 % Kakaoanteil, frisches Obst und trockene Kekse aller Art.Die Sahne aufkochen und über die zerkleinerten Schokoladenstückchen geben. Mit dem Schneebesen ordentlich durchrühren. Dann den Topf im Wasserbad warm halten, damit die Schokolade flüssig bleibt.
Schokolade als Geschenk: Give-aways und Marketing-Instrumente
Die Weihnachtsvorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Aber nicht nur zu Weihnachten sind Give-aways als Marketing-Instrument nicht wegzudenken. Dabei sind Werbegeschenke "mit Geschmack" besonders dazu geeignet, den Kunden anzusprechen, denn mit Süßem werden alle Sinne erreicht. Unsere Schokologos gehen durch den Magen direkt ins Herz und sprechen zudem durch ihre spezielle Gestaltung das Augen des Kunden an. Wir gießen Ihre Weihnachtsgrüße an Ihre Kunden detailgetreu in feinste belgische Schokolade.
Food-Trends und Social-Media: Die Dubai-Schokolade als Marketingphänomen
Man kommt nicht vorbei an DEM Food-Trend in Social-Media. Sind vollgestopft mit Menschen, die Dubai-Schokolade thematisieren. Sie zeigen, wie sie sie probieren, sie berichten darüber, wie sie sie bekommen wollen oder wie sie sie nur knapp verpasst haben. Sie teilen Rezepte um die Nascherei selbst herzustellen und tauschen Tipps aus, wie man an das Original herankommen kann.
Dr. Bianca Müller ist Professorin für Ernährungswissenschaft und Lebensmitteltechnologie an der SRH Fernhochschule. Sie erklärt, wie die Schokolade zusammengesetzt ist: „Normale Vollmilch-Schokolade besteht im Wesentlichen aus Zucker, Kakaobutter, Kakaomasse, Milchpulver und Emulgator. Ggf. wird noch Vanillearoma zugesetzt. Bei Dubai-Schokolade handelt es sich um eine gefüllte Vollmilch-Schokolade. Die Füllung besteht aus einer Pistaziencreme, gerösteten Teigfäden (Kadayif) und einer Sesampaste (Tahini). Gegebenenfalls werden zudem noch Farbstoffe verwendet. Kadayif, auch Engelshaar genannt, besteht aus Weizenmehl und Wasser. Es werden Teigfäden hergestellt, die kleingeschnitten und in Pflanzenöl angeröstet werden.“
| Schokoladensorte | Hauptzutaten | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Vollmilch-Schokolade | Zucker, Kakaobutter, Kakaomasse, Milchpulver, Emulgator, Vanillearoma | klassischer Geschmack, cremig |
| Dubai-Schokolade | Pistaziencreme, Kadayif (Teigfäden), Sesampaste, Farbstoffe | gefüllt, nussig, luxuriös |
Sensorik und Psychologie: Warum Schokolade so begehrt ist
Müller erklärt hierzu: „Viele Menschen mögen gerne süße Lebensmittel und Getränke. Unter den Süßwaren stellt Schokolade die größte Produktgruppe dar. In Deutschland verzehrte im Jahr 2022 jede Person im Durchschnitt 8,9 kg Schokolade bzw. Schokoladenprodukte. Die Gründe, warum gerne Schokolade gegessen wird, sind vielfältig. Allein der Energiegehalt hat bereits eine positive Wirkung auf unsere Stimmung, denn der Körper verdaut und wir entspannen uns.“
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Bei neuen Sorten wie der Dubai-Schokolade kommt sicherlich auch eine Portion Neugierde als Kaufgrund mit dazu. Pistazien kennen die meisten Verbraucher, z. B. vom leckeren Pistazieneis im Sommer. Der Geschmack ist vertraut und die nussige Note harmoniert wunderbar mit der Schokolade. Das kennen wir bereits von anderen beliebten Schokoladensorten mit Nuss.
Das Highlight der Dubai-Schokolade ist neben dem leckeren Geschmack sicherlich die Konsistenz der Füllung. Zum einen ist da die Cremigkeit der Pistazienkomponente und zum anderen der Crunch, der durch das geröstete Engelshaar entsteht. Im Mund ist richtig viel los - das Essen ist spannend und macht Spaß. Es werden verschiedene sensorische Reize angesprochen, was dazu führt, dass das Sättigungsgefühl etwas verzögert eintritt.
Marketing-Mechanismen: Hype, Luxus und Social Media
Dr. Thomas Bippes ist Professor für Medien, Kommunikation und Online Marketing an der SRH Fernhochschule. Er beleuchtet den Marketing-Mechanismus hinter der Dubai-Schokolade: „Der Hype um die Dubai-Schokolade lässt sich zunächst einmal durch eine clevere Medienstrategie in Verbindung mit dem Mythos Dubais als Symbol für Luxus erklären.“
Bippes weiter: „Die Schokolade wird oft mit exklusiven Zutaten und einer luxuriösen Verpackung beworben, die sie als begehrenswert inszenieren. Limited Editions und künstliche Verknappung steigern den Wunsch nach Besitz. Social Media, besonders durch Influencer, macht die Schokolade zum Lifestyle-Symbol, das weltweit als Souvenir oder Prestigeobjekt gehandelt wird. Es wird also eine ganze Klaviatur an Content-Marketing-Instrumenten geschickt bespielt.“ Zudem profitiert das Produkt von einer schon bestehenden und sehr aktiven Dubai-Influencer-Infrastruktur.
„Medienberichte über die „Schokolade aus Dubai“ oder ihr angeblicher Status als Luxusgut verstärken den Hype. Sobald ein Produkt in den Schlagzeilen ist, wächst das Interesse exponentiell - eine selbsterfüllende Prophezeiung. Keine Frage - das Medienphänomen rund um die Dubai Schokolade ist außergewöhnlich. Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie gezielte Kommunikationsstrategien ein Produkt in den globalen Fokus rücken können.“
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Psychologie der Verknappung und Kognitive Dissonanz
Das Verhalten, sich viele Stunden für eine Tafel Schokolade anzustellen, kann durch verschiedene psychologische Konzepte erklärt werden. Ein zentraler Aspekt ist das Prinzip der Verknappung, das besagt, dass Menschen Dinge, die als selten oder schwer zu bekommen gelten, als wertvoller empfinden (Cialdini, 2009). Das "Unbedingt-Haben-Wollen" kann auch durch den psychologischen Mechanismus der kognitiven Dissonanz erklärt werden. Wenn jemand viel Zeit und Mühe investiert hat, um etwas zu bekommen, wird er dazu neigen, den Wert dieses Objekts zu überschätzen, um die Dissonanz zwischen Aufwand und möglichem Misserfolg zu verringern (Festinger, 1957).
So gab der Schokoladenhersteller Lindt beispielsweise 100 Tafeln selbst hergestellter Dubai-Schokolade heraus. Vor dem Shop reihte sich eine lange Schlange Wartender. Weit mehr als hundert Personen, so dass spätestens den Menschen auf den letzten Plätzen dämmern musste, dass sie hier ihre Zeit verschwenden. Dennoch brachen die wenigsten ihr Vorhaben ab.
Fazit: Erfolgsfaktoren im Schokoladenmarketing
Dahinter steckt vor allem auch das Spiel mit dem Erwecken von Bedürfnissen. Dass die Dubai-Schokolade so trendet, ist definitiv kein Zufall. Die Kombination aus emotionalem Marketing, exklusiven Zutaten, kreativer Verpackung, Social Media-Hype und psychologischen Mechanismen macht den Erfolg moderner Schokoladenprodukte aus.
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