Welche Schokoriegel Werden Eingestellt? Ein Blick auf Verschwundene und Aktuelle Trends

Die Welt der Schokoriegel ist ständig im Wandel. Während einige Klassiker seit Jahrzehnten in den Regalen stehen, verschwinden andere Produkte wieder, oft zum Leidwesen ihrer Fans. Dieser Artikel wirft einen Blick auf einige Schokoriegel, die eingestellt wurden, und analysiert die Gründe für ihr Verschwinden. Dabei werden sowohl Retro-Süßigkeiten als auch neuere Produkte betrachtet, die den Markt nicht überzeugen konnten.

Verschwundene Schokoriegel: Eine Reise in die Vergangenheit

Viele erinnern sich mit Nostalgie an Schokoriegel aus ihrer Kindheit, die es heute nicht mehr gibt. Diese Produkte verschwanden oft still und leise aus den Regalen, ohne große Ankündigung.

Banjo

Der Banjo-Riegel, eine Waffel mit zermahlenen Haselnussstückchen (zeitweise auch Erdnussstückchen), umhüllt von Milchschokoladencreme, war ein Produkt des Süßwarenkonzerns Mars. Er kam 1979 aus Österreich nach Deutschland und war in den 1980er Jahren kurzzeitig auch in der Geschmacksrichtung Kokos erhältlich. Im Jahr 2009 wurde die Produktion eingestellt, nachdem es einen Rückruf wegen möglicher mikrobiologischer Belastung gab. Die genauen Gründe für die endgültige Marktrücknahme wurden von Mars Wrigley jedoch nicht öffentlich genannt.

Canyon Riegel

Über den Canyon-Riegel, einen Schokoriegel mit Nüssen, Schokotropfen und einer "zarten Müslimischung", ist wenig bekannt. Es gab ihn in drei Geschmacksrichtungen. Auch hier konnte Mars keine weiteren Informationen liefern, was die Spekulationen um das Produkt weiter anheizt.

Milka Knusper Zauber

Milka Knusper Zauber war eine Waffel mit Schokoladenüberzug, die mit einer Anleitung für Zaubertricks beworben wurde. Auch hier hielt sich der Hersteller Mondelez mit Informationen bedeckt.

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Milka Lila Pause

Die Milka Lila Pause, bekannt für ihren Werbeslogan "Die schönsten Pausen sind lila", kam 1986 in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Alpenmilch, Erdbeere, Nougat, Joghurt-Crisp oder Weiße-Crisp auf den Markt. Die Herstellung und der Vertrieb in Deutschland wurden 2007 eingestellt. Einige Sorten wie Erdbeer-Joghurt und Nougat-Creme kehrten 2011 zurück, und zeitweise war auch Caramel wieder erhältlich. Mittlerweile bietet Milka Schokoriegel unter dem Namen "Milka &" an.

Ritter Balloon

Der Schokoriegel Balloon von Ritter war bis 1993 erhältlich. Er existierte in vier verschiedenen Sorten.

Aktuelle Veränderungen im Schokoriegel-Sortiment

Auch in der jüngeren Vergangenheit gab es Veränderungen im Angebot der Schokoriegel. Ein aktuelles Beispiel ist der vegane KitKat-Riegel von Nestlé.

KitKat Vegan: Ein kurzes Intermezzo

Nestlé brachte den veganen KitKat-Riegel auf den Markt, um dem wachsenden Trend zu veganen Produkten Rechnung zu tragen. Das Unternehmen betonte die Vorteile des Produkts, einschließlich des Geschmacks und der besseren Umweltbilanz. Tatsächlich war der Kohlendioxid-Fußabdruck des veganen KitKat-Riegels um 18 Prozent niedriger als der der Milchschokoladen-Variante. Trotz anfänglicher Hoffnungen und einer Produktionskapazität von rund 800.000 Riegeln pro Tag im Hamburger Schokoladenwerk wurde die Produktion und der Verkauf des veganen KitKat-Riegels nach nur etwas mehr als zwei Jahren eingestellt. Als Grund wurde die zu geringe Nachfrage genannt. Eine Pressesprecherin von Nestlé erklärte, dass klassische Schokoladenprodukte im Riegelsegment dominieren und den größten Umsatzanteil ausmachen.

Weitere Süßigkeiten, die vom Markt Verschwunden sind

Neben den genannten Schokoriegeln gibt es noch weitere Süßigkeiten, die in den letzten Jahren vom Markt genommen wurden:

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  • Fruity Smarties (Haribo und Nestlé): Eine Markenkooperation aus den 2000er-Jahren, bei der die bunten Linsen mit dem Haribo-Goldbären auf der Verpackung versehen waren.
  • Calippo Shots: Ein Nachfolger des kultigen "Calippo"-Eises, der inzwischen ebenfalls eingestellt wurde.
  • Nutella & Go (mit Eistee): In den 2000er-Jahren gab es eine Version von Nutella & Go mit einem zusätzlichen Fach für Eistee.
  • Relentless (Energy-Drink): Ein Energy-Drink von Coca-Cola, der mit einer wiederverschließbaren Dose auf den Markt kam.
  • Frufoo: Ein Fruchtquark aus den 90er-Jahren im Weltraum-Thema, der 2004 verschwand und 2019 ein kurzes Comeback feierte.
  • Schoko-Pizza (Dr. Oetker): Eine süße Pizza, die 2017 auf den Markt kam und 2019 aufgrund mangelnder Nachfrage eingestellt wurde.
  • Wrigley’s Kaugummistreifen: Die Produktion der Kaustreifen wurde 2023 eingestellt.
  • 5Gum (in Streifenform): Der zuckerfreie Kaugummi wurde 2019 in Dragee-Form neu ausgerichtet.

Gründe für das Verschwinden von Schokoriegeln

Es gibt verschiedene Gründe, warum Schokoriegel und andere Süßigkeiten vom Markt verschwinden:

  • Geringe Nachfrage: Der häufigste Grund ist, dass sich ein Produkt nicht ausreichend verkauft. Dies kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. ein schlechter Geschmack, eine unattraktive Verpackung oder eine unzureichende Marketingkampagne.
  • Veränderte Konsumentenpräferenzen: Die Geschmäcker der Konsumenten ändern sich im Laufe der Zeit. Produkte, die früher beliebt waren, können plötzlich aus der Mode kommen.
  • Neue Produkte und Trends: Der Markt für Süßigkeiten ist hart umkämpft. Neue Produkte und Trends drängen ständig auf den Markt und verdrängen ältere Produkte.
  • Produktionsprobleme: In einigen Fällen kann es auch zu Produktionsproblemen oder Rückrufen kommen, die dazu führen, dass ein Produkt vom Markt genommen wird.
  • Strategische Entscheidungen der Hersteller: Unternehmen können sich aus strategischen Gründen entscheiden, ein Produkt einzustellen, z.B. um sich auf andere Produkte zu konzentrieren oder um Kosten zu senken.

Der Trend zu veganen Alternativen und seine Grenzen

Der vegane KitKat-Riegel ist ein Beispiel dafür, dass der Trend zu veganen Alternativen nicht immer zum Erfolg führt. Obwohl sich immer mehr Menschen in Deutschland vegan ernähren, ist der Umsatzanteil bei veganen Schokowaren noch relativ gering. Dies zeigt, dass es nicht ausreicht, ein veganes Produkt auf den Markt zu bringen, um erfolgreich zu sein. Das Produkt muss auch geschmacklich überzeugen und die Bedürfnisse der Konsumenten erfüllen.

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