Beste Nuss‑Nougat‑Cremes im Vergleich: Nutella‑Alternativen ohne Palmöl und mit besserer Qualität

Ein Brot mit Aufstrich schmeckt einfach gut. Besonders beliebt sind süße Aufstriche wie Nuss‑Nougat‑Creme und Schokoladenaufstriche. Da fällt vielen gleich Nutella ein. Nutella gehört für viele Verbraucher zum Frühstück dazu. Doch diese Leckerei steht im Verdacht, ungesund zu sein. Immerhin besteht es fast zur Hälfte aus Zucker und enthält Palmöl. Beides gilt in großen Mengen als bedenklich. Doch es gibt schmackhafte und gesündere Alternativen, die gleichzeitig auch die Umwelt schonen.

Was Öko‑Test und andere Tests zeigen: Schadstoffe, Zucker und minderer Nussanteil

Öko‑Test hat 21 Nuss‑Nougat‑Cremes untersucht. Der Testbericht enthüllt gravierende Mängel: In fast allen Produkten wurde Mineralöl nachgewiesen. Im Fokus standen mögliche Rückstände von Mineralölbestandteilen (MOSH und MOAH) sowie die sozialen Standards im Rohstoffanbau. Besonders kritisch bewerteten die Tester Cremes mit hohem Zuckeranteil und niedrigem Nussgehalt. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: Nur zwei Produkte erhielten die Gesamtnote „gut“.

Ja! Zu den großen Verlierern im Test gehören zwei der bekanntesten Marken: Nutella und Milka Haselnusscreme. Auch die Haselnusscreme von Milka erhielt im Test die Note „ungenügend“. Sowohl Nutella als auch Milka enthielten in der Probe Mineralölbestandteile (MOSH), die sich im Körper anreichern und im Verdacht stehen, Leberschäden zu verursachen. Zudem verwenden Nutella und Milka künstliche Aromen und Vanillin, was die Qualität der Produkte laut Experten weiter abwertet.

Zum Vergleich: Einige Produkte kommen mit nur 34 Prozent Zucker aus. Zu hoher Zuckeranteil: Mit über 56 Prozent Zucker gehörten Nutella und Milka zu den süßesten Aufstrichen im Test. Der hohe Zuckeranteil ist ungesund und wird von den Testern als unnötig hoch beschrieben. Die WHO empfiehlt eine Maximalaufnahme von 25 Gramm Zucker pro Tag. Eine Portion von 15 Gramm Nutella hat also bereits ein Drittel der maximal empfohlenen Tagesdosis Zucker.

Geringer Haselnussgehalt: Die Milka Haselnusscreme hat mit nur fünf Prozent den niedrigsten Haselnussgehalt im gesamten Test. Zum Vergleich: Die meisten Cremes enthalten etwa 13 Prozent Haselnüsse (Nutella beispielsweise auch), einige sogar mehr als 30 Prozent. Die Nussanteile bei getesteten Cremes liegen zwischen etwa 10 und 36 Prozent.

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Unrealistische Portionsgrößen: Die Praxis, die Kaloriengehalte durch unrealistische Portionsgrößen kleinzurechnen, stieß auf Kritik. In der Tat ist eine Portion von 15 Gramm schnell überschritten, wenn die Creme, ohne diese abzuwiegen, aufs Brot gestrichen wird. Dies führt dazu, dass die tatsächliche Kalorienaufnahme unterschätzt wird.

Weitere Schadstoff‑ und Qualitätsprobleme

Bei einigen Nuss‑Nougat‑Cremes verderben Schadstoffe den Genuss. In 16 der 21 Cremes konnten die Tester Aflatoxine nachweisen. Diese Schimmelpilzgifte sind bei Nüssen nicht immer vermeidbar. Alle Produkte halten den Grenzwert für Aflatoxine zwar ein, 7 sind aber trotzdem deutlich mit den Giften belastet - für sie lautet das Schadstoffurteil ausreichend. Die kritischen Stoffe 3‑MCPD‑ und Glycidyl‑Ester fanden die Tester in allen Produkten. Sie können beim Raffinieren von Speiseöl entstehen. Ein Produkt war stark damit belastet - es enthielt doppelt so viel wie alle anderen Cremes im Test zusammen.

Die Schlüsselzutaten von Nuss‑Nougat‑Cremes haben es in sich. Die Cremes können bis zu einem Viertel aus Palmöl bestehen. Das Öl der tropischen Ölpalme ist geschmacksneutral, lange haltbar und sehr streichfähig - aber es wird dafür im fernen Indonesien oder Malaysia Regenwald gerodet. Für Kakao, der bis zu 9 Prozent einer Nuss‑Nougat‑Creme ausmacht, müssen in Westafrika Kinder gefährliche Arbeit verrichten. Kaum hinterfragt wurde bisher, wie es um die Arbeitsbedingungen im Haselnussanbau steht. Bekannt ist nur: Das Hauptanbaugebiet ist die Türkei.

Was Verbraucher prüfen sollten: Zutaten, Nussanteil, Zucker und Herkunft

Wer Nuss‑Nougat‑Creme kauft, sollte nicht nur auf den Preis achten. Entscheidend sind vor allem Zuckeranteil, Haselnussanteil und die verwendeten Aromen. Zucker pro 100 Gramm prüfen: Viele Nuss‑Nougat‑Cremes bestehen zu einem großen Teil aus Zucker. Ein Blick auf die Nährwerttabelle zeigt, wie hoch der Anteil wirklich ist. Haselnussanteil vergleichen: Je nach Produkt unterscheidet sich der Nussanteil deutlich. Ein höherer Haselnussanteil kann ein Hinweis auf eine hochwertigere Rezeptur sein. Zutatenliste lesen: Die Zutaten stehen in absteigender Reihenfolge. Steht Zucker ganz vorne, ist er der Hauptbestandteil des Produkts.

Auf Palmöl und Fette achten: Viele Cremes enthalten Palmöl oder andere pflanzliche Fette. Wer darauf verzichten möchte, sollte die Zutatenliste genau prüfen. Aromen prüfen: Begriffe wie Vanillin, natürliche Aromen oder künstliche Aromen zeigen, womit der Geschmack verstärkt wird. Bio‑ und Fairtrade‑Hinweise einordnen: Sie können Hinweise auf strengere Standards oder fairere Rohstoffbeschaffung geben, ersetzen aber keinen Blick auf Zucker‑ und Fettgehalt. Als Genussmittel verstehen: Nuss‑Nougat‑Creme ist eher eine Süßigkeit fürs Brot als ein gesundes Frühstück. Sie sollte daher bewusst und nicht zu häufig gegessen werden.

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Welche Nutella‑Alternativen sind empfehlenswert?

Es gibt mittlerweile aber glücklicherweise eine Vielzahl von Nutella‑Alternativen auf dem Markt zu kaufen. Den Aufstrich gibt es vegetarisch, vegan und sogar zucker‑ und palmölfrei. Die Alternative zu Nutella hat meist auch einen höheren Nuss‑ oder Kakaoanteil. Wer sich also bewusster ernähren will, muss nicht unbedingt auf den leckeren Brotaufstrich verzichten. Unser Favorit unter den Nutella‑Alternativen ist die zuckerfreie Zartbitter Kakao Creme von Xucker. Diese vereint gleich mehrere Eigenschaften: Sie ist zuckerfrei, vegan, ohne Palmöl und hat einen vollmundigen Schokoladen‑Geschmack.

Alternative Nuss-Nougat-Cremes im Regal

Warum sollte Nutella‑Ersatz frei von Palmöl sein? Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens: Palmöl wird hauptsächlich in Indonesien und Malaysia angebaut. Das bedeutet, dass es einen langen Weg zu uns hat. Zweitens ist der Anbau selbst schädlich, da dafür Regenwald gerodet wird. Dadurch werden große Mengen an CO2 freigesetzt, Ökosysteme bedroht und die Artenvielfalt von Pflanzen, Insekten und Tieren gefährdet. Schließlich steht Palmöl im Verdacht, verschiedene Krankheiten wie Diabetes, Krebs und Gefäßkrankheiten zu fördern. So ist es beispielsweise reich an gesättigten Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel erhöhen können.

Beliebte und empfehlenswerte Alternativen (Auswahl)

  • Nocciolata von Rigoni di Asiago: Bio, ohne Palmöl, Haselnüsse 19,5 %, schmeckt sehr intensiv schokoladig.
  • Nudossi: Intensiver Geschmack, viele Haselnüsse (36 %), traditionell aus Sachsen, inzwischen auch ohne Palmöl erhältlich.
  • Keimling Vegane Schokocreme: Bio, vegan, ohne Palmöl, gesüßt mit Agavendicksaft, mit kleinen Haselnussstücken.
  • Alnatura Nuss‑Nougat: EU‑Bio, ohne Palmöl (Sonnenblumenöl und Kakaobutter), Haselnüsse hauptsächlich aus Türkei.
  • Gepa Cocoba: Bio und fair, in Teilen mit RSPO‑zertifiziertem Palmöl, erhältlich auch als vegane Zartbitter‑Variante.
  • Bionella (Rapunzel): Bio und Fairtrade, vegan in Rezeptur ohne Milchpulver, Palmöl aus biologischer und rückverfolgbarer Quelle.
  • Rewe Bio Nuss‑Nougat‑Creme: preiswerte, faire Bio‑Variante, vegan erhältlich.
  • Xucker Zartbitter Kakao Creme: zuckerfrei, vegan, palmölfrei - unser Favorit für bewusste Käufer.

Die Auswahl an Nougatcremen im Handel ist groß: Discounter, Supermärkte und Biomärkte bieten zahlreiche Varianten, oft auch palmölfrei oder in Bio‑Qualität. Viele Hersteller werben zudem mit Fairtrade‑ oder Rainforest‑Alliance‑Kakao, wobei die Transparenz in Lieferketten unterschiedlich ausfällt.

Gläser verschiedener Nutella‑Alternativen mit Zutaten

Geschmackstest, Jury und Verkostungen

Schon vorweg war die große Frage, ob der weltbekannte Marktführer in einer Blindverkostung bestehen kann. Zuviel, um sie alle auf einmal zu verkosten: 28 Produkte wurden anonym eingekauft. Die achtköpfige Jury arbeitete in zwei Gruppen mit je 14 Kostproben. Die jeweils drei bestbewerteten Produkte kamen ins Finale und wurden von allen acht Jury‑Mitgliedern noch einmal verkostet. Die Jury wurde von Gault&Millau‑Herausgeberin Martina Hohenlohe angeführt; dabei waren bekannte Namen wie Pierre Reboul, Thomas Kovazh und Jaimy Reisinger.

Bewertungskriterien: Haselnussaroma und -intensität, Kakaoanteil und Schokolade‑Qualität, Mundgefühl (cremig vs. „grieslert“), Süßegrad und Konsistenz. Auffallend war, dass gleich drei vegane Produkte unter den besten sechs waren. Geschmacklich überzeugten mehrere Handelsmarken und auch Bioprodukte.

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Tipps: Wie Sie die beste Nuss‑Nougat‑Creme für sich finden

  1. Prüfen Sie den Zuckergehalt pro 100 g: Liegt er deutlich über 30-40 g, ist das eher unvorteilhaft.
  2. Vergleichen Sie den Haselnussanteil: Mehr Nüsse sprechen oft für eine hochwertigere Rezeptur.
  3. Lesen Sie die Zutatenliste: Steht Zucker an erster Stelle, ist Zucker der Hauptbestandteil.
  4. Achten Sie auf Palmöl: Wenn „Palmöl“ oder „Palmfett“ angegeben ist, überlegen Sie Alternativen ohne Palmöl.
  5. Beachten Sie Zertifikate (Bio, Fairtrade, RSPO) - sie sind Hinweise, aber kein Garant für vollständige Nachhaltigkeit.
  6. Seien Sie realistisch bei Portionsgrößen: In der Praxis nimmt man oft mehr als die deklarierte Menge.
  7. Wenn Sie vegan oder laktosefrei leben: Achten Sie auf Milchbestandteile wie Milchpulver oder Magermilchpulver.
Wie man Nutella selber macht und gesündere Varianten zubereitet

Selbstgemachte Nutella‑Alternative: gesund, transparent und lecker

Noch eine Alternative: Einfach Nutella selber machen. Schaut genau hin: Lebensmittel‑Hersteller müssen auf den Verpackungen sämtliche Zutaten ihrer Produkte genau aufzählen. Das bedeutet: Wir können uns im Supermarkt ganz bewusst dafür entscheiden, nur Produkte ohne Palmöl zu kaufen. Das macht nicht nur Spaß, sondern der selbstgemachte Schoko‑Aufstrich ist auch noch gesünder - und total lecker!

Zutaten für zwei Gläser (Kurzfassung): 150 g Milch (z. B. Erbsenmilch), 80 g (vegane) Butter, 60 g Dattelsirup, 100 g Schokolade, 2 EL Kakao, 100 g gemahlene Haselnüsse. Zubereitung: Zuerst röstet ihr die Nüsse in einer Pfanne. Rührt sie dabei immer wieder um, damit sie nicht anbrennen. Wenn sie schön nussig duften, sind sie fertig. In der Zwischenzeit lasst ihr die Milch mit dem Dattelsirup in einem Topf aufkochen.

Unsere kurze Marktübersicht (Auszüge aus Vergleichstabellen)

Produkt Eigenschaft Hinweis
Xucker Zartbitter Kakao Creme zuckerfrei, vegan, palmölfrei Unser Favorit
Nocciolata (Rigoni di Asiago) Bio, palmölfrei, Haselnüsse 19,5 % Bio‑Siegel, intensiver Schokogeschmack
Nudossi hoher Haselnussanteil (36 %), Sonnenblumenöl nostalgisch, intensiv nussig
Keimling vegane Schokocreme Bio, vegan, palmölfrei Agavendicksaft statt Industriezucker
Gepa Cocoba Bio, fair, vegane Zartbitter‑Variante RSPO‑Palmöl teilweise verwendet

Wer Tee, Kaffee und Co mit Labels wie Fairtrade oder Rainforest Alliance kauft, will Gutes tun. Dennoch ist es wichtig, die Nährwerte und Zutaten im Blick zu behalten, denn Zucker und Fette bleiben zentrale Gesundheitsfaktoren.

Zuletzt noch ein Hinweis zur Preislage

Hinweis: Die angegebenen Preise sind Ladenpreise vom 15. Juni 2026. Die genannten Produkte wurden von der Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Beim Kauf in verlinkten Shops können Affiliates mitwirken; das beeinflusst nicht die redaktionelle Auswahl.

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