Köstliche Kuchenrezepte für Weizenallergiker
Viele Menschen leiden unter Weizenunverträglichkeit, Allergien oder Zöliakie. Das bedeutet aber nicht, dass sie auf leckere Kuchen verzichten müssen. Es gibt zahlreiche Alternativen zu Weizenmehl, mit denen sich köstliche Kuchen zaubern lassen.
Glutenfreier Apfelkuchen: Ein saftiger Klassiker
Ein glutenfreier Apfelkuchen ist eine wunderbare Alternative zum klassischen Rezept. Er ist saftig, locker und einfach zuzubereiten. Dieses Rezept ist ideal für alle, die auf Gluten verzichten müssen oder möchten.
Die richtigen Zutaten für glutenfreien Apfelkuchen
Für einen saftigen glutenfreien Apfelkuchen benötigt man keine komplizierten Spezialmehle. Eine einfache Mischung aus Speisestärke (Maisstärke), Reismehl und Maismehl eignet sich hervorragend. Zum Binden des Teigs kann man Xanthan, Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl verwenden. Diese Zutaten sorgen für einen lockeren, aromatischen und goldgelben Kuchen.
Zubereitung des glutenfreien Apfelkuchens
- Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Den Boden einer ca. 26 cm großen Springform mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten.
- Die Äpfel waschen, schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Mit Zitronensaft vermischen.
- Mehle bzw. Mehlmischung mit Backpulver, Zitronenabrieb, Zimt und Salz mischen.
- Die Eier mit dem Zucker hell und schaumig schlagen.
- Öl und Mehlmischung abwechselnd nach und nach unterrühren, bis ein homogener Teig entsteht. Nicht zu lange und stark mixen, damit das Volumen erhalten bleibt.
- Etwa drei Viertel der Apfelstücke vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.
- Den Teig in die Form geben, glattstreichen und mit den restlichen Apfelstückchen belegen.
- Den Kuchen ca. 40-45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.
Dieses Rezept lässt sich auch gut mit fertigen glutenfreien Mehlmischungen zubereiten. Achten Sie auf Bezeichnungen wie "Mischung für Kuchen" oder "Universalmix".
Alternativen zu Weizenmehl
Wer komplett auf Weizen verzichten möchte, hat eine große Auswahl an Alternativen. Hier sind einige Beispiele:
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Nussmehl
Gemahlene Nüsse eignen sich hervorragend als Mehlersatz. Sie enthalten wertvolle Öle, Vitamine und Mineralstoffe und sind sehr sättigend. Braunes Nussmehl hat einen intensiveren Geschmack und mehr Nährstoffe als weißes Nussmehl, da die Schale mitverarbeitet wird. Es gibt entöltes und nicht entöltes Nussmehl. Die entölte Version enthält weniger Fett und wird nicht so schnell ranzig. Man kann bis zu 30 Prozent der Weizenmehlmenge in Rezepten durch Nussmehl ersetzen.
Kokosmehl
Kokosmehl hat einen leicht süßlichen Geschmack und eignet sich gut für süße Backwaren. Es besteht aus entöltem Kokosnussfleisch und enthält weniger als 20 Prozent Fett. Da Kokosmehl sehr trocken ist, benötigt man beim Backen mehr Flüssigkeit.
Hafermehl
Gemahlene Haferflocken enthalten viele Ballaststoffe, Proteine, Vitamine, Eisen, Zink und Kalzium. Hafermehl kann Gebäck schön locker machen und ihm eine leicht nussige Note verleihen. Man kann bis zu 20 Prozent Weizenmehl durch Haferflockenmehl ersetzen. Haferflockenmehl lässt sich einfach selbst herstellen, indem man zarte Haferflocken püriert.
Proteinpulver
Proteinpulver eignet sich gut zum Backen und kann den Zuckeranteil im Rezept reduzieren, da es oft eine eigene Süße hat. Man kann problemlos ein Viertel des Mehls durch Eiweißpulver ersetzen. Whey-Protein (aus Molke) und Casein (aus Milch) sind beliebte Optionen.
Pseudogetreide: Amaranth, Buchweizen und Quinoa
Amaranth, Buchweizen und Quinoa sind glutenfreie Alternativen zu Getreide. Sie eignen sich gut für Brot, Kuchen und anderes Gebäck. Da ihnen das Gluten fehlt, benötigt man ein zusätzliches Bindemittel wie Flohsamenschalenpulver oder Stärke.
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Hülsenfrüchte: Linsen, Erbsen und Kichererbsen
Mehl aus Hülsenfrüchten ist eine gesunde Alternative zu Weißmehlprodukten. Mehl aus grünen Erbsen passt gut in herzhafte Hefe- und Brotteige, Kichererbsenmehl eignet sich für Pizzateig oder Gemüsebratlinge, und rote Linsen machen sich gut in Pasta, Röstis und Brotteigen. In der Regel kann man rund 50 Prozent des Weizenmehls durch Hülsenfrüchtemehl ersetzen.
Kuchenboden aus Keksen
Ein Kuchenboden aus Keksen ist schnell zubereitet und gelingt immer. Man kann Spekulatius, Butterkekse oder Vollkornkekse verwenden. Die Kekse werden zu Krümeln gemahlen und mit weicher Butter oder Kokosöl vermischt. Die Mischung wird in eine Kuchenform gegeben und angedrückt.
Weitere Tipps für weizenfreies Backen
- Achten Sie auf "verstecktes" Gluten in Lebensmitteln wie Pommes Frites, die im selben Öl wie glutenhaltige Speisen frittiert wurden.
- Beim Backen ohne Weizen muss man differenzieren, ob das Gebackene komplett glutenfrei oder lediglich weizenfrei sein soll.
- Einige Küchenmaschinen mit Knethaken erleichtern die Zubereitung von Teigen.
- Buchweizenmehl gleicht durch seinen hohen Proteingehalt einem glutenhaltigen Vollkornmehl, sollte aber sparsam eingesetzt werden, da es schnell zu dominant wird.
- Reismehl ist mild im Geschmack und vielseitig einsetzbar, klebt aber weniger als Weizenmehl.
- Mandelmehl ist fettig und aromatisch-nussig und eignet sich gut für Brownies und Kuchen. Es kann leicht zu Hause hergestellt werden, indem man Mandeln mahlt.
- Teff (Zwerghirse) ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Eisen und eignet sich gut für glutenfreies Backen.
- Kartoffelmehl wird aus Kartoffelstärke gewonnen und hat stark bindende Eigenschaften. Es kann nur als zusätzliches Mehl verwendet werden.
Weizenfreie Rezepte für jeden Geschmack
Es gibt zahlreiche köstliche Rezepte ohne Weizen, die nicht nur glutenarm, sondern oft auch Low Carb sind. Hier sind einige Beispiele:
- Dinkel Buttermilchbrot mit Sauerteig
- Quarkbrötchen mit Dinkel
- Glutenfreies Buchweizen Joghurt Brot ohne Mehl
- Süßkartoffel Hackfleisch Auflauf
- Kürbisgulasch
- Paella mit Gemüse, Hähnchen und Meeresfrüchten
- Fettarmes Hähnchengyros
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