Zuckerfreie Weihnachten: Rezepte für genussvolle Festtage ohne Reue
Die Weihnachtszeit ist traditionell eine Zeit des Genusses, in der süße Leckereien wie Stollen und Plätzchen eine zentrale Rolle spielen. Wer jedoch auf Zucker verzichten möchte oder muss, steht oft vor einer Herausforderung. Doch keine Sorge, Weihnachten ohne Zucker bedeutet keineswegs Verzicht! Es gibt zahlreiche köstliche und kreative Rezepte, die ohne raffinierten Zucker auskommen und dennoch den festlichen Gaumen verwöhnen.
Die Herausforderung annehmen: Zuckerfrei durch die Weihnachtszeit
Viele Menschen, die sich zuckerfrei ernähren oder ihren Zuckerkonsum reduzieren möchten, sehen die Weihnachtszeit als eine besondere Herausforderung an. Die Versuchung, zu naschen, ist allgegenwärtig, und traditionelle Weihnachtsleckereien sind oft reich an Zucker. Doch gerade in dieser Zeit muss man nicht verzichten. Zuckerfreies Backen kann sogar eine entspannende und meditative Tätigkeit sein, die inneren Frieden schenkt.
Vielfalt zuckerfreier Weihnachtsrezepte
Die Welt des zuckerfreien Backens ist vielfältig und bietet unzählige Möglichkeiten, traditionelle Weihnachtsrezepte neu zu interpretieren. Ob Lebkuchen, Heidesand, Haselnussmakronen oder Vanillekipferl - es gibt für jeden Geschmack eine zuckerfreie Alternative.
Zuckerfreie Spitzbuben: Kreativität ohne Grenzen
Ein besonders beliebtes Rezept sind zuckerfreie Spitzbuben. Diese klassischen Weihnachtsplätzchen bieten viel Raum für Kreativität. Ob traditionell rund mit Herz in der Mitte oder in ausgefallenen Formen wie Rudolph mit der roten Nase oder Tannenbäume mit Christbaumkugeln - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Besonders Kinder haben oft tolle Ideen für die Gestaltung.
Zutaten für zuckerfreie Spitzbuben:
- 200 g Dinkelmehl Type 630
- 120 g Butter (zimmerwarm)
- 65 g Puder-Erythrit
- 1 Ei (Größe M)
- 20 g gemahlene Mandeln
- Mark einer Vanilleschote
- Zuckerfreie Marmelade zum Füllen
- Puder-Erythrit zum Bestäuben
Vegane Variante:
- 200 g Dinkelmehl Type 630
- 120 g Margarine (zimmerwarm)
- 65 g Puder-Erythrit
- 40 g Apfelmark
- 20 g gemahlene Mandeln
- Mark einer Vanilleschote
- Zuckerfreie Marmelade zum Füllen
- Puder-Erythrit zum Bestäuben
Low Carb Variante:
- 100 g Mandelmehl (schwach entölt)
- 60 g Erythrit
- 1 Ei (Größe M)
- etwas gemahlene Mandeln zum Ausrollen
- Zuckerfreie Marmelade zum Füllen
- Puder-Erythrit zum Bestäuben
Zubereitung:
- Für den Mürbeteig die zimmerwarme Butter kurz in der Küchenmaschine glattarbeiten.
- Die restlichen Zutaten hinzufügen und zu einem Teig verkneten.
- Bei der veganen Variante kann Apfelmark hinzugefügt werden, um das Ausrollen zu erleichtern.
- Den Teig über Nacht im Kühlschrank lagern (oder mindestens 3 Stunden).
- Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche (bei Low Carb gemahlene Mandeln verwenden oder zwischen Backpapier ausrollen) ca. 3 mm dick ausrollen.
- Plätzchen ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
- Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze ca. 15 Minuten backen.
- Nach dem Auskühlen mit zuckerfreier Marmelade füllen.
- Die Deckel mit Puder-Erythrit bestäuben und auf die mit Marmelade gefüllten Unterteile setzen.
Die fertigen Spitzbuben in einer Dose aufbewahren. Sie halten sich dort bis zu drei Wochen.
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Zuckerfreie Lebkuchen: Weich, aromatisch und schokoladig
Zuckerfreie Lebkuchen sind eine weitere köstliche Option für die Weihnachtszeit. Sie sind herrlich weich, aromatisch, schokoladig und oft sogar vegan. Die Zubereitung ist einfach, und das Ergebnis ist ein wahrer Genuss.
Vegane Dattel-Lebkuchen
- 300 g Dinkelmehl
- 100 g gemahlene Mandeln
- 100 g gemahlene Haselnüsse
- 100 g Kokosöl
- 5 EL Kakaopulver
- 1 TL Backpulver
- 3 TL Lebkuchengewürz
- 240 g Datteln
- 200 ml heißes Wasser
Zubereitung:
- Die Datteln mit heißem Wasser übergießen und eine halbe Stunde einweichen lassen.
- Das Kokosöl in einem Topf schmelzen und etwas abkühlen lassen.
- Die eingeweichten Datteln mit dem Wasser pürieren.
- Die trockenen Zutaten zusammenmischen und mit dem Dattelmus und dem geschmolzenen Kokosöl zu einem Teig verkneten.
- Den Teig ausrollen und Plätzchen ausstechen.
- Bei 170 °C (Ober-/Unterhitze) 15-20 Minuten backen.
- Vor dem Servieren abkühlen lassen.
Zuckerfreie Heidesand Plätzchen: Mürbe und nussig
Heidesand Plätzchen sind bekannt für ihre mürbe Textur und den leicht nussigen Geschmack. Auch diese Klassiker lassen sich problemlos ohne Zucker zubereiten. Eine selbstgemachte Schokoglasur mit gehackten Pistazien rundet das Geschmackserlebnis perfekt ab.
Zuckerfreie Haselnussmakronen: Einfach und lecker
Haselnussmakronen sind ein einfaches und schnelles Rezept für zuckerfreie Weihnachtsplätzchen. Sie sind knusprig, lecker und kommen mit wenigen Zutaten aus.
Zuckerfreie Vanillekipferl: Der Klassiker ohne Reue
Vanillekipferl sind ein absolutes Muss auf jedem Weihnachtsplätzchenteller. Auch in der zuckerfreien Variante stehen sie dem Original in nichts nach. Sie sind nussig, mürbe und einfach unwiderstehlich.
Alternativen zu raffiniertem Zucker
Beim zuckerfreien Backen kommen verschiedene Alternativen zu raffiniertem Zucker zum Einsatz. Dazu gehören:
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- Erythrit: Ein Zuckeralkohol, der fast keine Kalorien enthält und den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst.
- Puder-Erythrit: Eine fein gemahlene Form von Erythrit, die sich gut zum Bestäuben von Plätzchen eignet.
- Datteln: Eine natürliche Süße, die aus Datteln gewonnen wird und reich an Ballaststoffen und Mineralstoffen ist.
- Apfelmark: Verleiht dem Teig Süße und Feuchtigkeit.
- Reife Birnen: Eignen sich hervorragend zum Süßen von Babykeksen und anderen zuckerfreien Rezepten.
- Kokosblütenzucker: Wird aus dem Nektar der Kokosblüte gewonnen und hat einen niedrigeren glykämischen Index als raffinierter Zucker.
- Reissirup: Eine weitere natürliche Süße, die aus Reis gewonnen wird.
- Ahornsirup: Kann in Maßen zum Karamellisieren von Nüssen verwendet werden.
Tipps und Tricks für das zuckerfreie Backen
- Zimmerwarme Butter: Für einen geschmeidigen Teig ist es wichtig, die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen.
- Geduld beim Kühlen: Der Teig sollte ausreichend Zeit zum Kühlen haben, damit er sich gut verarbeiten lässt.
- Kreativität beim Ausrollen: Bei Low Carb Teigen kann es hilfreich sein, den Teig zwischen Backpapier auszurollen.
- Nicht zu viel Marmelade: Beim Füllen der Plätzchen sollte nicht zu viel Marmelade verwendet werden, da diese sonst beim Zusammensetzen herausquellen kann.
- Experimentieren: Probieren Sie verschiedene Süßungsmittel und Aromen aus, um Ihren persönlichen Favoriten zu finden.
Zuckerfreie Plätzchen für Babys und Kleinkinder
Auch für die Kleinsten gibt es tolle Möglichkeiten, zuckerfreie Weihnachtsplätzchen zu genießen. Rezepte mit reifen Birnen, Haferflocken und Gewürzen sind ideal für Babys ab dem Beikostalter.
Zuckerfreie Husarenkrapfen für Babys
- 1 reife Birne
- 75 g Butter (weich)
- 1 Ei
- 200 g Haferflocken (glutenfrei)
- 1 TL Weinstein-Backpulver
- 1 TL Ceylon-Zimt
- Zuckerfreier Fruchtaufstrich
Zubereitung:
- Die Birne waschen, vierteln, entkernen und fein reiben.
- Die geriebene Birne mit Butter und Ei in einer Schüssel verrühren.
- Haferflocken, Backpulver und Zimt zugeben und vermischen.
- Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
- Mit feuchten Händen walnussgroße Kugeln formen, flachdrücken und Mulden einstechen.
- Die Mulden mit Fruchtaufstrich füllen.
- Die Plätzchen ca. 20 Minuten backen.
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