Zuckergehalt von Fanta im Vergleich zu Sprite: Ein umfassender Überblick

Die Auswahl an Limonaden wie Fanta oder Sprite ist riesig, doch mit der Beliebtheit steigt auch das gesundheitliche Risiko: Ein durchschnittlicher Mensch in Deutschland trinkt jedes Jahr über 60 Liter zuckerhaltige Limonade. Davon entfällt ein beträchtlicher Teil auf Produkte der Coca-Cola Company - Fanta und Sprite zählen dabei zu den meistverkauften Erfrischungsgetränken.

Limonaden wie Fanta, Sprite und Tonic Water schmecken europaweit gleich süß. Das bedeutet aber nicht, dass in ihnen gleich viel Zucker steckt. Die Konsumentenschützer kauften Fanta, Sprite und Tonic Water von Schweppes in Großbritannien, Norwegen, Belgien und Österreich ein und verglichen die jeweiligen Zuckerangaben und Inhaltsstoffe.

Wie viel Zucker steckt in Fanta und Sprite?

Bei Coca-Cola sind das beispielsweise 10,6 Gramm pro 100 Milliliter, bei Fanta Orange sind es 7,6 Gramm. Während bei ersterer der Zuckergehalt überall gleich oder zumindest ähnlich hoch ist, schwankt er bei Fanta erheblich, wie Statistiken zeigen. Besonders hoch ist der Zuckergehalt mit 13,4 Gramm je 100 Milliliter in Weißrussland. Dahinter folgen Belgien und Luxemburg mit 11,4 Gramm. Dagegen sind es in Kroatien und Slowenien nur 3,8 Gramm - damit liegt die Schwankungsbreite bei fast zehn Gramm!

Land Zuckergehalt Fanta (g/100ml) Zuckergehalt Sprite (g/100ml)
Deutschland 9,1 (*) 9,1 (*)
Frankreich 7,6 7,6
Großbritannien 4,6 3,3
Norwegen noch höher als in Deutschland noch höher als in Deutschland
*Die Werte können je nach Quelle und Produkt leicht variieren, sind aber repräsentativ für die Standardprodukte.

Umgerechnet rund 15 Würfelzucker stecken in 0,5 L Fanta in Deutschland - in Frankreich 11, in Großbritannien etwas mehr 7; ein Teil des Zuckers wird hier allerdings durch Süßstoff ersetzt. Fanta enthält zurzeit in Deutschland mit 91 g Zucker pro Liter fast doppelt so viel wie in Großbritannien, bei Sprite ist der Abstand noch größer. Die englischen Varianten mit 46 g bzw. 33 g Zucker pro Liter bleiben dabei unter der Grenze für die Erhebung der in Großbritannien 2018 eingeführten Zuckersteuer (50 g/L).

Zuckergehalt Fanta vs. Sprite in verschiedenen Ländern

Die britische Variante von Fanta enthält nur 23 Gramm Zucker pro 0,5 Liter; bei Sprite sind es gerade mal 16,5 Gramm. In Deutschland verstecken sich in einem 0,5-Liter-Glas Fanta oder Sprite jeweils stolze 45,5 Gramm Zucker. Nur in Norwegen sind Softdrinks teils noch zuckriger als in Deutschland.

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13 Würfel­zucker stecken in einem halben Liter Fanta in Österreich. Die gleiche Menge britisches Fanta kommt auf nur 23 Gramm Zucker. Die britische Variante von Schweppes Indian Tonic Water hat 45 Prozent weniger Zucker als die österreichische.

Die Rolle der Zuckersteuer in Großbritannien

Dass Softdrinks in Großbritannien zuckerärmer als in Deutschland sind, könnte an der Zuckersteuer des Landes liegen. Seit 2018 werden dort rund 21 Cent auf jedes Getränk erhoben, das mehr als 5 Gramm Zucker je 100 Milliliter enthält. Schon vor Inkraft­treten der Steuer hatten Anbieter ihre Rezepturen auf deutlich weniger Zucker umge­stellt. Für ihren Test kauften die Verbraucherschützer die Limonaden im Online-Handel von Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Portugal und Norwegen und verglichen dann die jeweiligen Zuckerangaben.

Die in Großbritannien eingesparte Zuckermenge wird durch den Zusatz von Süßstoffen wie Acesulfam K, Aspartam und Sucralose ausgeglichen. Moderater Konsum dieser künstlichen Süßstoffe gelte zwar als sicher; es gebe aber auch Hinweise, dass beim Erhitzen gesundheitsschädliche Verbindungen entstehen könnten.

Einfluss der Zuckersteuer auf Rezepturen britischer Softdrinks

Gesundheitliche Empfehlungen und Risiken

Die „Weltgesundheitsorganisation“ (WHO) empfiehlt Erwachsenen täglich nicht mehr als 50 Gramm freien Zucker zu konsumieren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestätigt diese Empfehlung: Zucker pro Tag sollte nicht mehr als zehn Prozent an der Gesamtenergiezufuhr ausmachen. Diese Angabe bezieht sich auf den sogenannten freien Zucker. Dazu zählt jede Form von Zucker, der Lebensmitteln zugesetzt wird, aber auch Zucker, der etwa in Fruchtsaft, Sirup und Honig von Natur aus vorkommt.

Ob Cola, Energydrinks oder Eistees - mehr als jedes zweite Erfrischungsgetränk in Deutschland enthält zu viel schädlichen Zucker. Im Durchschnitt stecken laut „foodwatch“ in Erfrischungsgetränken mit Zuckerzusatz 7,3 Prozent Zucker. Das entspricht etwa sechs Zuckerwürfeln je 250ml-Glas.

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Nehmen wir zu viel und vor allem zu häufig Zucker zu uns, kann das den natürlichen Verdauungsprozess beeinflussen. Denn mit der Zeit fällt es dem Körper immer schwerer, den Zucker in den Zellen einzulagern - es tritt ein Gewöhnungseffekt ein. Erste Symptome können beispielsweise Hautunreinheiten, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Karies sein. In Kombination mit Bewegungsmangel kann es zudem langfristig zu schlechten Leberwerten oder Fettleibigkeit kommen.

Tipps für weniger Zucker im Alltag

  • Besser als Fertigschorlen ist Saft mit Wasser gemixt: Ein Teil Saft plus drei Teile Wasser sind empfehlens­wert.
  • Wer schlank bleiben will, sollte lieber viel Wasser oder klaren Tee trinken - auch zu den Mahlzeiten. 1,5 Liter sollten Erwachsene jeden Tag etwa trinken, lautet eine andere Empfehlung der DGE.
  • Auch zuckerreduzierte Erfrischungsgetränke und Lightversionen sind verfügbar, doch Vorsicht bei Süßstoffen!
Vergleich Würfelzucker Fanta und Sprite verschiedene Länder

Süßstoffe als Ersatz - Chancen und Risiken

Der eingesparte Zucker wird in den englischen Softdrinks durch den Zusatz von Süßstoffen (Acesulfam K, Aspartam, Sucralose1) ausgeglichen. Foodwatch kritisierte allerdings, dass viele Hersteller den Zucker durch Süßstoffe ersetzten. Automatisch gesünder wird Fanta in Großbritannien dadurch nicht, denn der Süßstoff gilt ebenfalls als ungesund.

Je weniger Zucker die Limonaden enthielten, desto mehr künstliche Süßstoffe waren zugesetzt. Die deutsche Politik setzt statt­dessen auf freiwil­lige Einsicht der Anbieter - bislang ohne großen Erfolg. Das Zucker­niveau vieler Erfri­schungs­getränke ist seit Jahren stabil.

Weitere internationale Perspektiven

Anders ist die Situation bei den klassischen Cola-Varianten der Markenanbieter: Diese enthalten in den fünf Vergleichsländern gleich viel Zucker - beispielsweise 106 Gramm je Liter bei Coca Cola und 108 Gramm bei Pepsi Cola. Das Unternehmen Coca Cola begründet dies damit, dass VerbraucherInnen den Original-Geschmack schätzen und es ausreichend zuckerfreie Varianten gibt. In Frankreich und Portugal sind die Zuckergehalte bei Fanta und Sprite auch ohne Zuckersteuer niedriger als in Deutschland, allerdings ebenfalls unter Einsatz von Süßstoffen.

Europaweite Zuckergehalte Limonaden

Fazit: Fanta und Sprite im Zuckervergleich

Im direkten Vergleich zeigt sich: Fanta und Sprite enthalten in Deutschland einen deutlich höheren Zuckergehalt als in Großbritannien, Frankreich oder Portugal. Grund dafür ist vor allem die Zuckersteuer, die die Hersteller zu Rezepturanpassungen gezwungen hat. Je nach Land fallen die Werte um bis zu 50 Prozent niedriger aus - allerdings auf Kosten eines höheren Süßstoffanteils.

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Generell gilt: Mit Zucker gesüßte Lebensmittel und Getränke sind nicht empfehlenswert. Wer die Wahl hat, sollte sich für möglichst zuckerarme oder selbstgemischte Getränke entscheiden und den Konsum von Limonaden limitieren.

Infografik: Einfluss der Zuckersteuer auf Softdrink-Rezepturen

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