Rezept für knusprige Waffeln wie in der Eisdiele
Du liebst den Duft frischer, goldbrauner Waffeln, der durch die Küche zieht? Dann ist dieses Rezept von unserem Foodblog genau das Richtige für dich! Mit diesem einfachen, aber genialen Waffelteig gelingen dir knusprige Waffeln im Waffeleisen - außen herrlich kross, innen weich und fluffig.
Warum dieses Rezept?
Es gibt unglaublich viele Waffel-Rezepte - mit Joghurt, Quark, Kürbis, Buttermilch, Proteinpulver oder sogar herzhaft mit Käse und Speck. All diese Varianten haben ihren Reiz. Doch dieses Rezept kommt ganz ohne Schnickschnack aus - und genau das macht es so gut. Manchmal ist der Klassiker einfach das Beste.
Was macht Waffeln knusprig?
Knusprige Waffeln haben eine ganz große Schwäche: Ihre Attraktivität steht und fällt mit der Konsistenz. Labberig weiche Waffeln können aus noch so fein abgeschmecktem Teig gemacht sein - ohne den Crunch verlieren sie auf einen Schlag ihren Reiz. Doch wie gelingen die perfekten knusprigen Waffeln? Um diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen, muss man das Zusammenspiel der klassischen Waffel-Zutaten und ihre Reaktion auf Hitze genauer betrachten.
Das Verrückte ist: Für solide, gelingsichere Waffeln braucht man nicht zwangsläufig ein fein austariertes Rezept. Das stellt man spätestens dann fest, wenn man sich durch das Dickicht der Waffel-Rezepte im Internet gewühlt hat. Über die Zutaten für einen Waffelteig herrscht weitestgehend Konsens: Man findet Butter, Eier, Zucker, Backpulver, Mehl und Milch, Wasser, Sahne oder Quark. Fakt ist: Aus diesen Zutaten lassen sich in verschiedensten Dosierungen Waffeln backen, die mindestens mal vernünftig schmecken. Wer Perfektion und das ultimative Knusper-Erlebnis anstrebt, muss allerdings tiefer schürfen. Dennoch sei gesagt: Es sind dazu keine weiteren Zutaten nötig.
Die Rolle der Hauptzutaten
- Butter: Butter ist für saftige und geschmacksintensive Waffeln eine unabdingbare Zutat. Butter sorgt durch den hohen Fettgehalt zum einen dafür, dass der Teig nicht voller Luftblasen ist, sondern bis zu einem gewissen Maße dicht bleibt. Außerdem wirkt Fett als Geschmacksträger und unterstützt Aromen wie Ei und Vanille und natürlich das Butter-Aroma selbst. Zusatzeffekt: Je buttriger der Waffelteig, desto eher bildet sich beim Ausbacken ein Fettfilm an der Außenseite der Waffeln. Fazit: 140 Gramm Butter für 8 Waffeln.
- Eier und Backtrieb: Eier haben neben ihrer Funktion als Teig-Aufbläher auch einen geschmacklichen Wert in der Waffel. Eigelb rundet das Waffelaroma ab und steuert weitere Fett-Anteile bei. Das vom Eigelb getrennte Eiweiß wird steif geschlagen und wirkt als Eischnee wie beim Kaiserschmarrn durch viele kleine Lufteinschlüsse als Lockermacher. Backpulver erfüllt im Grunde die selbe Funktion wie das Eiweiß, allerdings auf chemischer Basis. Fazit: 3 Eier für 8 Waffeln (wer sehr fluffig mag, kann Eiweiß steif schlagen oder Backpulver nutzen).
- Zucker: Zucker ist wie Fett ein Geschmacks-Transporteur. Er steuert die Süße bei, unterstützt den Geschmack nach Ei und Butter und karamellisiert an der Außenseite der Waffel. Fazit: zwischen 100 und 120 Gramm Zucker für 8 Waffeln.
- Mehl: Mehl bildet mit seiner Stärke das notwendige Kleber-Netz im Teig. Ohne genug Mehl reißt die Waffel beim Öffnen des Eisens in zwei Teile. Fazit: Mindestens 250 Gramm Mehl für 8 Waffeln (je nach Rezeptbasis).
- Flüssigkeit: An diesem Punkt wird der Krieg um wahrhaft knusprige Waffeln gewonnen oder verloren. Milch, Sahne oder Quark haben in einer knusprigen Waffel nichts verloren. Nur mit Wasser oder Mineralwasser erreicht eine Waffel ihren Knusprigkeits-Höhepunkt. Hier herrscht die klare Ansage: Nur Wasser macht die Waffel knusprig.
Praktisches Grundrezept für knusprige Eiswaffeln / Hörnchen (ca. 8 Hörnchen)
Dieses Rezept ist wirklich ein total simples Grundrezept. Es ergibt ganz einfache, aber unglaublich leckere und knusprige Waffeln. Sie haben außen Biss und sind schön knackig, innen sind sie aber fluffig und saftig. Damit eignen sie sich auch hervorragend zum Einfrieren und Aufbacken.
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Zutaten
- 45 g Butter
- 50 g Zucker
- 1 Eiweiß (M)
- 60 g Wasser
- 90 g Weizenmehl Type 550 oder Dinkelmehl Type 630
Zubereitung
- Die Butter in einem Topf schmelzen.
- Geschmolzene Butter mit Zucker und Eiweiß in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen glattrühren.
- Anschließend Wasser und Mehl dazugeben. Alles mit dem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren.
- Abdecken und bei Raumtemperatur für 6 Stunden quellen lassen oder (besser) über Nacht im Kühlschrank.
- Ein Waffeleisen für Hörnchen, einen Hörnchenautomaten oder Hörncheneisen vorheizen. Den Teig nochmals durchrühren.
- Pro Waffel 2-3 EL Teig auf die untere Backfläche geben, das Waffeleisen schließen und die Waffel in ca. 4 Minuten knusprig, goldbraun backen.
- Die Waffel herausnehmen und sofort um eine Hörnchenform wickeln und so zu einem Hörnchen formen. Kurz abkühlen lassen, bis der Teig fest wird und die Form behält. Alternativ die Waffel sofort freihändig zu einem Hörnchen formen. Kurz festhalten, damit die Tüte nicht wieder aufgeht, dann auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Diese Methode ist nicht ungefährlich und es besteht Verbrennungsgefahr.
Varianten und Tipps
Knusprige Waffeln können zu Waffelhörnchen geformt werden oder zu Täfelchen geschnitten werden, in die wir später die Haselnussfüllung machen. Für kleinere Waffeln könnt Ihr eine große Waffel backen und mit einem Ausstecher sofort kleine Waffeln ausstechen. Das geht nur, wenn die Waffeln noch etwas warm sind. Die Reste unbedingt weiterverarbeiten.
Diese Waffeln sind hauchdünn und sehr knusprig. Klassisch mit einem Hauch Zimt passen sie unglaublich gut zu einer kräftigen Tasse Schwarztee oder einem Ostfriesentee. Noch dazu liebte ich den Duft von Butter und Zimt in der Küche. Den liebe ich auch heute noch.
Wenn dich so richtig das Eisfieber gepackt hat, kannst du die Hörnchen als Eiswaffeln verwenden. Knusprige Eiswaffeln backen ohne Hörnchen-Eisen: Eiswaffeln kannst du in einem normalen Waffeleisen backen und sogar im Backofen. Im Backofen: Teig auf Backpapier zu einem Kreis (Durchmesser ca. 15 cm) verstreichen und nach dem Backen formen.
Belgische Waffeln (für dickere, saftige Waffeln)
Ich träumte von dicken, saftigen, belgischen Waffeln. Für perfekte knusprige Waffeln sollte das Waffeleisen tiefere Mulden haben und genug Power besitzen. Das Rezept funktioniert im belgischen Waffeleisen: innen weich, außen knusprig.
Beispiel für ein reichhaltiges Rezept (ergibt dicke Waffeln): 200 g Butter weich, 100 g Zucker, 1 EL Vanilleextrakt, 4 Eier, 350 g Weizenmehl Type 405, 2 TL Weinsteinbackpulver, 1 Prise Salz, 200 ml Milch sowie lauwarmes Wasser zum Einstellen der Konsistenz. Butter, Zucker und Vanilleextrakt schaumig rühren, Eier einzeln unterrühren. Mehl, Backpulver und Salz mischen und abwechselnd mit Milch unterrühren. Jetzt so lange lauwarmes Wasser unter den Teig rühren, bis ein dickflüssiger, pfannkuchenartiger Teig entstanden ist. Den Teig abdecken und bei Raumtemperatur etwa 30 Minuten ruhen lassen. In etwa 4-5 Minuten zu dicken, gleichmäßig gebräunten Waffeln ausbacken.
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Praktische Hinweise zur Ausrüstung
Waffeln sind grundsätzlich unkompliziert was das Zubehör angeht. Einzig auf das Waffeleisen lässt sich natürlich nicht verzichten. Aus meiner eigenen Erfahrung lässt sich ableiten, dass ein belgisches Waffeleisen mit tiefen Mulden tatsächlich noch knusprigere Waffeln hervorbringt als ein klassisches Herzwaffeleisen. Durch die hohen „Wände“ der einzelnen Waffelzellen besitzt eine Belgische Waffel einen deutlich höheren Anteil an dünnen Stellen, an denen ein Großteil des Wassers verdampfen kann. Die Zellen-Wände der belgischen Waffeln trocknen durch ihre dünne Beschaffenheit schneller aus und halten den knusprigen Zustand länger.
Moderne Waffeleisen sind inzwischen sehr gut antihaftbeschichtet. Gerade bei neuen Eisen würde ich dennoch die beiden Backflächen mit etwas Öl einreiben. Hierfür nimmst Du am besten einen Backpinsel.
Backen, Einfrieren und Aufbacken
So oft backe ich tatsächlich keine Waffeln, aber ich backe sie mittlerweile auf Vorrat und friere sie ein. Die Waffeln kommen im tiefgekühlten Zustand direkt in den Toaster. Nach 2-3 Minuten hat man duftende, knusprige Waffeln, die wie frisch gebacken schmecken. Die klare Empfehlung dafür ist, je nach Größe der Waffeln, ein Langschlitztoaster. Natürlich verwende ich die Plastikbeutel immer und immer wieder zum Einfrieren des Waffelnachschubs, um nicht unnötig Müll zu produzieren.
Feinheiten beim Teig und Fehlerquellen
Warum gerinnt der Teig? Dir kann grundsätzlich jeder Teig gerinnen wenn die Zutaten nicht die gleiche Temperatur haben. Es kann also passieren wenn Du die Butter erwärmst damit sie weich ist, die Eier aber direkt aus dem Kühlschrank kommen. Rühren, Rühren, Rühren damit viel Luft in den Teig kommt. Die Butter die als Erstes schaumig gerührt wird sorgt für die Festigkeit.
Achtung! Die Waffeln nach dem Backen nicht übereinander stapeln, dabei werden sie weich. Besser, sie nebeneinander auf ein Küchenrost legen.
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Serviervorschläge
- Einfach mit Puderzucker bestreuen.
- Mit einem großen Klacks Schlagsahne oder einer fluffigen Schmandsahne servieren.
- Mit einer Kugel Vanilleeis als klassische Eiswaffel genießen.
- Mit gezuckerten Früchten oder Kompott kombinieren.
- Waffeln können zu Waffelhörnchen geformt und mit Haselnussfüllung gefüllt werden.
Variationen kurz zusammengefasst
- Nuss-Waffeln: Die Hälfte des Mehles durch geröstete, gemahlene Haselnüsse ersetzen.
- Apfel-Waffeln: Geschälten Apfel grob raspeln und unter den Teig mischen.
- Gewürz-Waffeln: Dem Teig zum Beispiel 2 TL Zimt zugeben.
- Sahne-Waffeln oder Pudding-Waffeln: Für besonders zarte Varianten Sahne oder Puddingpulver verwenden.
Noch ein letzter Tipp
Wenn ihr ein einfaches Waffeln Rezept sucht, bei dem der Teig besonders dickflüssig ist, dann seid ihr hier genau richtig. Dieses rührst Du nun mit Deinem Handrührgerät oder Küchenmaschine zu einer hell weißen Masse auf. Sobald diese Zutaten untergerührt sind ist Dein Waffelteig auch schon fertig zum Ausbacken im Waffeleisen.
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