Rezept Waffeln mit Lupinenmehl: proteinreich, glutenfrei-geeignet und vielseitig

Lupinenwaffeln - voller Eiweiß aus der Natur! Kennst du Lupinenmehl? Und die Süßlupine als Pflanze? Nein? Dieser Beitrag entstand im Rahmen meiner Zusammenarbeit mit der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.

Was ist die Süßlupine und warum Lupinenmehl?

Die Blaue Süßlupine (lat. Lupinus angustifolius) gehört zu den Schmetterlingsblütlern (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae oder Leguminosae). Sie wird zusammen mit anderen Öl- und Eiweißpflanzen, wie zum Beispiel Ackerbohne, Raps, Futtererbse und Soja in Deutschland angebaut.

Kennen Sie Lupinen vielleicht auch eher in den heimischen Beeten als auf Ihren Tellern? Tatsächlich handelt es sich dabei aber um mehr oder weniger die gleiche Pflanze. Das attraktive, zu den Schmetterlingsblütlern gehörende Gewächs ist nämlich gleichzeitig eine Hülsenfrucht, die mit der Erdnuss oder der Kichererbse verwandt ist!

Ursprünglich wuchs die Pflanze vor allem im warmen Mittelmeerraum und war dort bereits vor mehreren tausend Jahren ein gängiger Ersatz für Getreide. Sowohl die antiken Griechen als auch die alten Ägypter verwendeten die Samen, welche nach der Blüte in 3-7 cm langen Schoten wuchsen.

Lupinensamen enthalten nämlich in ihrer Ur-Form giftige Bitterstoffe (Alkaloide), die man nur durch langwieriges Einweichen, Auswaschen und Kochen entfernen konnte. In den heutigen wilden und Gartenlupinen finden sie sich nach wie vor, weswegen Sie diese besser nicht essen sollten. Doch es gibt inzwischen auch spezielle Züchtungen, die ohne diese wachsen. Da sie nicht so bitter schmecken, heißen sie auch Süßlupinen.

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Ernährungsphysiologische Vorteile

Die Hülsenfruchtsamen sind reich an Proteinen! Süßlupinenmehl ist fettarm und hat auch wenig Kohlenhydrate. Reich an Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen. Zudem enthalten sie alle 8 essenzielle Aminosäuren (inkl.).

Doch nicht nur das, was in den Samen enthalten ist, zahlt sich aus. Auch die fehlenden Bestandteile sind interessant. So findet sich beispielsweise kein Gluten in ihnen, wodurch sich Lupinenmehl für Menschen mit einer Zöliakie hervorragend eignet. Außerdem sind kaum Purine vorhanden.

Wussten Sie? Lupinen anzubauen ist eine sehr ökologische Alternative zu Produkten wie Soja. Sie gedeihen nämlich wunderbar bei uns vor der Haustür und verbrauchen dadurch weniger Ressourcen!

Bevor Sie sich in die Welt der Rezepte mit Lupinenmehl stürzen, sollten Sie sich genau mit dieser Zutat auseinandersetzen. Denn auch wenn sie für viele Menschen positive Eigenschaften mit sich bringt, so sollten einige Personen eher vorsichtig damit umgehen. Haben Sie beispielsweise eine Erdnussallergie, kann es zu einer kreuzallergischen Reaktion kommen. Setzen Sie dann lieber auf andere Produkte, etwa Erbsenmehl.

Blühende Süßlupine im Feld

Wie wird Lupinenmehl hergestellt?

Nach ihrer Ernte muss den Samen zunächst einmal das Wasser entzogen werden. Dafür presst man sie. Übrig bleiben Flocken, die dann aber wieder gewässert werden. Die entstandene Eiweißmasse wird nun erhitzt, bis alles Wasser verdampft ist.

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Backen mit Lupinenmehl: Tipps und Besonderheiten

Bei all diesen positiven Eigenschaften ist es kein Wunder, dass Rezepte mit Lupinenmehl in zahlreichen Bereichen der Küche auftauchen. Das Einsatzgebiet für diese spezielle Hülsenfrucht ist riesig! Insbesondere auf das Backen wollen wir noch etwas genauer eingehen.

Für gewöhnlich finden Sie vor allem Rezepte mit Lupinenmehl, in denen wenn, dann nur ein gewisser Anteil aus diesem Produkt besteht. Das liegt zum einen daran, dass dieses Protein ab etwa 20 % der Mehl-Gesamtmenge einen wahrnehmbaren Eigengeschmack ins Gebäck einbringt und das nicht jedem gefällt.

Bei einem Brot oder Kuchen fehlt zudem auch unter Umständen die richtige Bindung, da in der Lupine kein Gluten steckt. Entsprechend muss das übrige Rezept einen Ausgleich dafür schaffen. Dennoch lohnt es sich beim Backen mit Lupinenmehl zu arbeiten. Die Teige werden dadurch sehr locker und es entsteht eine schöne, schnittfeste Krume, die auch noch appetitlich gelblich gefärbt ist.

Das liegt daran, dass das Protein die Verbindung von wasser- mit fetthaltigen Zutaten verbessert. So entstehen eine angenehme Struktur und ein feines Mundgefühl. Breite Einsatzmöglichkeiten z. B. 100 g Weizenmehl kannst du durch 60 g Lupinenmehl ersetzten. Wie ich finde, eignen sich das Lupinenmehl und auch der im Handel erhältliche Lupinenschrot sehr gut als Ersatz für Eiweßpulver und ist perfekt für alle, die auf Soja verzichten wollen.

Praktische Hinweise beim Teig

  • Falls der Teig zu fest wird, kannst du einen kleinen Schuss Milch oder einen Löffel Joghurt dazugeben.
  • Ist der Teig zu fest, können Sie ein wenig mehr Wasser hinzufügen.
  • Bei einem Anteil von rund 20 % Lupinenmehl kann ein Eigengeschmack wahrnehmbar werden.
  • Fehlt Gluten, ggf. Bindemittel oder alternative Mehle verwenden (z. B. Reismehl, Tapiokastärke oder eine glutenfreie Mehlmischung).
Lupinenmehl in einer Schale

Grundrezept: Waffeln mit Lupinenmehl

Neues aus der Kategorie „Kindheitserinnerungen“! Ich präsentiere euch mein Grundrezept für gesunde und allergiefreundliche Waffeln. Waffeln sind wieder mal eins meiner absoluten Lieblingsgerichte aus der Kindheit.

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Zutaten

  • 125 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 P. Vanillezucker
  • 3 Eier
  • eine Prise Salz
  • 200 g Mehl
  • 50 g Lupinenmehl von EICKENBECKs HOFGENUSS®
  • 1 TL Backpulver
  • 150 ml Milch (alternativ etwas Mineralwasser)

Zubereitung

  1. Butter, Zucker und Vanillezucker in einem Rührtopf vermischen und aufschlagen; Eier nach und nach zugeben plus eine Prise Salz.
  2. Alles zu einer cremigen Masse aufschlagen.
  3. Dann Mehl und Lupinenmehl mit Backpulver mischen, über die Mischung sieben und unterheben.
  4. Zum Schluss die Milch langsam einrühren.
  5. Löffelweise ins heiße Waffeleisen geben und bis zum gewünschten Bräunungsgrad backen. Die Waffeln goldbraun backen, ca. je nach Waffeleisen 3-5 Minuten.

Für die Lupinenwaffeln die weiche Butter schaumig schlagen und die Eier nach und nach dazugeben. Alles andere miteinander vermischen und unter die Butter rühren. Die Masse gut durchkühlen. Anschließend die Masse im Waffeleisen gleichmäßig verteilen und goldgelb backen.

Goldbraune Lupinenwaffeln mit Beeren

Varianten und Serviervorschläge

  • Wird der Teig zu fest, kannst du einen kleinen Schuss Milch oder einen Löffel Joghurt dazugeben.
  • Dieses Rezept lässt sich auch prima schokoladig umsetzen. Geben Sie dafür nur etwa 2-3 EL Kakaopulver in den Teig. Beim Dekorieren vollenden Sie dann Ihre Kreation mit zusätzlichen Schokoraspeln über den Früchten.
  • Die Waffeln sind außen leicht kross, innen weich und durch die Lupinenmahlgelbfärbung appetitlich gelblich. Der Teig an sich ist nicht so süß, das heißt ihr könnt durch euren jeweiligen Belag die Süße selbst bestimmen.
  • Beläge: selbstgemachter Kräuterfrischkäse, gesunde Nutella, veganer Orangencurd, Joghurtcreme mit frischen Beeren oder Pfirsichscheiben.

Weitere Rezeptideen mit Lupinenmehl

Wollen Sie gleich zwei köstliche Anleitungen ausprobieren? Dann haben wir zum Abschluss noch zwei feine Rezeptideen für Sie, die Sie auch ganz nach Ihrem eigenen Geschmack individualisieren können. Probieren Sie sich einfach aus!

Kleine Lupinenbrötchen (schnell, vegan möglich)

  • 1 EL Lupinenmehl mit ca. 100 g Mehl mischen und nach Wunsch verfeinern.
  • Vermischen Sie alle Zutaten in einer Schüssel zu einer homogenen Masse.
  • Geben Sie Ihre Samen auf einen tiefen Teller. Befeuchten Sie dann Ihre Hände leicht mit Wasser oder Sonnenblumenöl. Formen Sie etwa 6-8 kleine Brötchen.
  • Die Brötchen sind perfekt für ein leckeres Sonntagsfrühstück geeignet. Durch den Lupinenmehl-Anteil bleiben sie zudem länger frisch.

Lupinen-Joghurt-Kuchen mit Beeren

  • 200 g griech. Joghurt (oder vegane Alternative), vermengen und in den Teig einarbeiten.
  • Verstreichen Sie die Joghurtcreme auf dem ausgekühlten Kuchen. Dekorieren Sie den Kuchen abschließend mit frischen Beeren oder zum Beispiel in Scheiben geschnittenen Pfirsichen.
Lupinenbrot und Brötchen auf einem Frühstückstisch

Technische Produkte und Fertigwaffeln

Das gut durchdachte Rezept für die NutraLinea Lupinen Protein Waffeln schafft es, reinen Genuss zu bieten, den nur eine köstliche Waffel bieten kann - aber alles ohne Zucker! Diese Waffeln sind clever gesüßt und enthalten eine perfekte Protein-Kombination.

Weizen-, Ei und Milchprotein angereichert mit pflanzlichen Lupinenprotein, damit der tägliche Eiweißbedarf köstlich und leicht erreicht werden kann. Zutatenformulierung beispielhaft: Milcheiweißkonzentrat (43%), Weizenmehl, Volleipulver (15%), Hühnerei-Eiweißkonzentrat (8%), Lupinenproteinkonzentrat (2%), Aroma Vanille, Säureregulator Citronensäure, Backtriebmittel Natriumhydrogencarbonat, Süßungsmittel Sucralose.

Eine weiche, luftige Waffel mit einem Hauch Vanille - gerade süß genug, ohne unnötigen Zucker. Jeder Bissen fühlt sich wie ein Genuss an, weil man weiß, dass man sich für etwas Gutes entschieden hat.

Zubereitung von Lupinenwaffeln im Waffeleisen

Praktische Hinweise zur Lagerung und Haltbarkeit

Die Menge des Teiges reicht, je nach Waffeleisen, für circa 6 Waffeln. Die Waffeln könnt ihr prima im Kühlschrank 2-3 Tage aufbewahren oder auch einfrieren! Ich empfehle euch dann die Waffeln vor dem Verzehr nochmal kurz im Toaster aufzuwärmen!

Weiterführende Tipps

Interessiert an noch mehr alternativen Mehlsorten? Insbesondere auf das Backen mit Lupinenmehl lohnt sich zu experimentieren: 100 g Weizenmehl kannst du durch 60 g Lupinenmehl ersetzten. Zum Ausgleich bei glutenfreien Rezepten helfen Reismehl, Tapiokastärke oder andere Bindemittel.

Wenn Sie mehr Tipps wünschen, können Sie sich für Newsletter anmelden oder Rezepte sammeln und ausprobieren-lassen Sie sich von der Vielseitigkeit inspirieren und bereichern Sie Ihre Küche um diese regelrechte Proteinbombe.

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