Rezept für Kürbiswaffeln: Saftig, vielseitig und perfekt für Herbsttage
Wir lieben Kürbis und wir lieben Waffeln - daher wollten wir beides gern mal kombinieren. Herausgekommen ist dieses leckere Rezept für Kürbiswaffeln, die wunderbar mit einer selbstgemachten Zimtcreme oder Ahornsirup schmecken. Den Kürbis schmeckt man übrigens so gut wie gar nicht raus, wodurch sich dieses Rezept auch sehr gut für Gemüsemuffel eignet.
Warum Kürbiswaffeln?
Wenn draußen die Blätter bunt werden und die Tage kürzer, gibt es doch kaum etwas Schöneres, als den Herbst auch auf den Teller zu bringen. Diese Kürbis-Waffeln bringen den milden Kürbisgeschmack zusammen mit etwas Zimt und der Süße von Honig auf den Frühstückstisch. Genau das Richtige für gemütliche Herbsttage.
Welche Kürbissorte verwenden?
Ich verwende für dieses Rezept wie fast überall am liebsten Hokkaido-Kürbis, da man ihn nicht zu schälen braucht und er in Massen bei uns im Garten wächst. Der Vorteil von Hokkaido: Die Schale kann dranbleiben, denn sie wird beim Kochen schön weich und gibt dem Püree außerdem eine tolle Farbe, die man dann auch in den Waffeln sieht. Du kannst für die herzhaften Kürbiswaffeln aber auch einen Butternut- oder Muskatkürbis verwenden.
Zutaten (ca. 8-12 Waffeln, je nach Waffeleisen)
- 200-250 g Kürbispüree (z. B. Hokkaido)
- 125-150 g weiche Butter
- 75-125 g Zucker oder Xucker (je nach Rezeptvariante)
- 1 Päckchen Vanillezucker (optional)
- 3 Eier (trennen möglich, je nach Variante)
- 250 g Mehl (Weizen Type 405 oder Dinkelvollkornmehl für die gesündere Variante)
- 1 Päckchen Backpulver
- 100-150 ml Milch oder Buttermilch (oder pflanzliche Alternative für vegane Version)
- 1 Prise Salz
- Gewürze: Zimt, geriebene Muskatnuss, optional Sternanis, Vanille oder Pumpkin-Pie-Spice
- Fett fürs Waffeleisen (Butter, Sonnenblumenöl oder Bratöl)
- Optional: geriebener Käse, Parmesan, Rucola oder Cherry-Tomaten (für herzhafte Variante)
Vorbereitung: Kürbispüree herstellen
Für dieses Rezept braucht ihr ein schön cremiges und nicht zu wässriges Kürbispüree. Ihr könnt fertiges Kürbispüree (am besten aus der Dose) nehmen oder frischen Hokkaido-Kürbis verwenden. Den Kürbis gründlich schrubben, aber nicht schälen. Halbieren, die Kerne mit einem Esslöffel herauskratzen und die holzigen Enden abschneiden.
Ich gare den Kürbis am liebsten im Varoma im Thermomix: Dazu einfach 500 g Wasser in den Mixtopf einwiegen, die Kürbisstücke in den Varoma einlegen und das Ganze für 20 Minuten/Varoma/Stufe 1 garen. Alternativ könnt ihr den Hokkaido etwa 7-10 Minuten in der Mikrowelle weich garen oder im Ofen backen. Die weichen Kürbisstücke (ohne Wasser) in den Mixer oder eine Rührschüssel mit Pürierstab geben und fein pürieren.
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Schritt-für-Schritt-Zubereitung (klassische süße Variante)
- Die Butter schaumig rühren und dann die Eier zufügen und nochmal schön schaumig rühren.
- Kürbispüree hinzufügen und verrühren.
- Dann das Mehl mit dem Backpulver und Gewürzen langsam unterrühren lassen.
- Immer etwas von der Milch zwischendurch langsam reinlaufen lassen, so dass der Teig nie zu fest wird.
- Wenn du Eier trennst: Eiweiß steif schlagen und als letzten Schritt vorsichtig unterheben, so werden die Waffeln besonders luftig.
Der Teig ist recht feucht und du solltest beim Backen der Kürbiswaffeln geduldig bleiben. Die Waffeln backen etwa 3-12 Minuten, je nach Waffeleisen und Temperatur. Bei manchen Rezepten brauchten die Waffeln 12-14 Minuten, bei anderen 2-3 Minuten oder 3-6 Minuten; daher orientiere dich an deinem Gerät.
Waffeleisen richtig vorbereiten
Warte einige Minuten bevor du das Waffeleisen das erste Mal öffnest, um nach den Waffeln zu schauen. Sonst besteht die Gefahr, dass ein Teil der Waffel am Eisen kleben bleibt. Außerdem hilft es, das Eisen vor der ersten Waffel gut einzufetten. Ich verwende dafür Sonnenblumenöl oder Bratöl, das ich mit einem Pinsel dünn auftrage. Außerdem warte ich, bis das Eisen richtig heiß ist, bevor ich den Teig reingebe.
Backdauer und Konsistenz
Warte einige Minuten bevor du das Waffeleisen das erste Mal öffnest, um nach den Waffeln zu schauen. Sonst besteht die Gefahr, dass ein Teil der Waffel am Eisen kleben bleibt. Die Konsistenz der Kürbiswaffeln ist weder zu fest noch zu weich oder bröselig, so dass sie gut gehalten werden können und nicht direkt in der kleinen Hand vermatschen. Egal in welcher Form, auch ohne Zähnchen lassen sich kleine Stücke gut „abbeißen“.
Varianten und Tipps
- Herzhaft: Mit geriebenem Käse, Hokkaido-Kürbis und Rucola-Salat serviert, ist das herbstliche Rezept schnell zubereitet. Der Käse in der Waffel sorgt für ein tolles Aroma.
- Süß: Mit Ahornsirup, selbstgemachter Zimtcreme, Vanilleeis oder karamellisierten Nüssen.
- Für Babys/Beikoststart: Waffeln lassen sich nämlich leicht schneiden und so können sie auch von Kleinen gut gegriffen werden. Viele unserer Waffelrezepte sind schon ab Beikoststart geeignet.
- Vegan: Eier durch Apfelmus oder Leinsamen-Mix (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser quellen lassen) ersetzen, Butter durch pflanzliche Margarine, Kuhmilch durch Hafer- oder Mandelmilch, Honig durch Agavendicksaft.
- Wenns schnell gehen soll: Statt frischem Kürbis auch fertiges Kürbispüree benutzen.
- Gewürze: Zimt ist DER Klassiker und passt immer perfekt zu Kürbis. Dazu passt geriebene Muskatnuss, Sternanis, Vanille oder ein Pumpkin-Pie-Spice.
- Teigruhe: Ein kurzes Ruhenlassen (ca. 10 Minuten) kann dem Teig guttun, aber nicht zu lange, sonst verliert das Backpulver seine Triebkraft.
Serviervorschläge
Meine Kürbis-Waffeln lasse ich oft schlicht mit einer aufgeschlagenen Butter, die mit Honig und Zimt gewürzt ist, servieren. Die Butter ist auch ein Knaller auf Pancakes oder Toast. Weitere Ideen:
- Selbstgemachte Zimtcreme: Ein Päckchen Sahne steif schlagen und anschließend mit 500 g Naturjoghurt, 2 EL Xucker (oder Honig), und 1 TL Zimt verrühren.
- Ahornsirup statt Honig - ein Klassiker für Süßfans.
- Warmer Apfel- oder Birnenkompott: Würfel aus 3-4 Äpfeln oder Birnen mit 1 EL Zucker, ca. 100 ml Wasser und 1/2 TL Zimt kurz aufkochen und 10-15 Minuten köcheln lassen.
- Karamellisierte Nüsse: Walnüsse oder Pekannüsse mit Zucker und Zimt in der Pfanne karamellisieren.
- Herzhaft: Mit Parmesan bestreuen, Kräuterquark oder geräucherter Lachs dazu reichen, oder Rucola und Cherry-Tomaten.
Aufbewahrung und Einfrieren
Waffeln lassen sich perfekt einfrieren und im Toaster wieder auftauen. So kannst du euch einen kleinen Waffelvorrat anlegen. Die Waffeln habe ich wie immer einzeln eingefroren und kann sie so bei Bedarf einfach aus dem Gefrierschrank nehmen und knusprig auftoasten. Wenn ihr sie eingefroren frisch aufbacken wollt, könnt ihr das im Ofen oder in der Heißluftfritteuse tun: bei etwa 150 °C Heißluft dauert es 5-10 Minuten, bis die gefrorenen Waffeln wieder warm sind. Für den kleinen spontanen Hunger ist der Toaster ideal.
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Nährwerte (Beispielangabe, pro Portion geschätzt)
| Kalorie | Kohlenhydrate | Protein | Fett |
|---|---|---|---|
| ~175 kcal | ~27 g | ~7 g | ~5,5 g |
Rezeptecke: Herzhaftes Kürbiswaffel-Rezept (Kurzversion)
- 200 g Kürbispüree mit Milch und Pflanzenöl in einer Schüssel vermengen.
- Mehl mit Backpulver mischen. Die Eier einzeln in das Kürbispüree geben und gut vermengen.
- Das Mehl abwechselnd mit der Milch unter die Kürbismasse mischen. Den Käse unterheben und mit Salz / Pfeffer / Muskat würzen.
- Waffeleisen vorheizen, mit Öl auspinseln und 2-3 EL Teig pro Waffel hinein geben. Backe die Waffeln je nach Gerät 3-12 Minuten.
- Mit geriebenem Käse, Rucola und Cherry-Tomaten servieren.
Letzte Tipps
- Das Kürbispüree sollte nicht zu wässrig sein, sonst wird der Teig zu flüssig.
- Bevor du das Waffeleisen öffnest, etwas Geduld: So bleibt die Waffel intakt und klebt nicht fest.
- Für Babys: Die Waffeln lassen sich leicht schneiden und sind geeignet ab Beikoststart.
- Experimentiere mit Gewürzen und Toppings für immer neue Geschmackserlebnisse.
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