Rezept: Waffeln mit Kokosmehl und Joghurt

Bei dem Back-Set, das ich letzthin gewonnen habe, war auch eine 400 g-Packung Kokosmehl dabei. Kokosmehl besteht aus dem getrockneten und gemahlenen Fruchtfleisch von Kokosnüssen. Farblich ist es leicht beige/gelblich und pur schmeckt es - Überraschung - nach getrocknetem und gemahlenen Kokosfruchtfleisch. Es ist kohlenhydratarm, ballaststoffreich und eiweißhaltig. Außerdem ist es glutenfrei was dazu führt, dass man beim Backen damit etwas vorsichtig sein muss. Aber man kann es auch anders verwenden. Auf der Packung wird beispielsweise empfohlen es in Müslis, Desserts, Shakes oder Suppen zu mischen. Das kann ich mir sehr gut vorstellen, quasi als Ersatz für Kokosmilch.

Packung Kokosmehl und Zutaten

Warum Kokosmehl für Waffeln?

In diesem Rezept wird das übliche Weizenmehl durch Kokosmehl ersetzt. Denn während 100 Gramm Weizenmehl rund 76 Gramm Kohlenhydrate enthalten, sind es bei Kokosmehl nur rund neun Gramm. Dank des Kokosmehls sind die Low Carb Waffeln glutenfrei und somit besonders gut verträglich. Low-Carb-Waffeln kommen mit wenig Kohlenhydraten aus und bieten trotzdem den vollen Genuss.

Mein getestetes Grundrezept (Variation: Joghurt-Waffeln mit Kokosmehl)

Für meinen ersten Backversuch mit Kokosmehl habe ich mir also ein übrig gebliebenes Ei und mein schon erprobtes Rezept für Waffeln mit Joghurt im Teig geschnappt und es entsprechend abgewandelt: Statt 100 g Weizenmehl habe ich 80 g Weizenmehl und 20 g Kokosmehl verwendet und ein wenig Wasser zugegeben, bis mir die Konsistenz richtig vorkam. Die Waffeln sind extrem lecker geworden :) Sie sind genauso schön fluffig und saftig geworden wie sonst und haben auch gut zusammen gehalten. Der Kokosgeschmack drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern hält sich gerade soweit zurück, dass die Waffeln interessant und leicht nach Kokos, aber trotzdem noch wie eher klassische Waffeln schmecken.

Zutaten (für ca. 6-8 Waffeln, Menge anpassen)

  • 150 g Naturjoghurt (3,5 % Fett)
  • 80 g Weizenmehl + 20 g Kokosmehl (Alternative: mehr Kokosmehl und Bindemittel beachten)
  • 1 Ei (bei Bedarf zusätzliches Ei enthaltene Rezepte nutzen)
  • 50 ml Milch oder Pflanzenmilch (je nach gewünschter Konsistenz)
  • 125 g weiche Butter (oder 60 g Kokosöl für laktosefreie Variante)
  • 100 g Zucker (oder Erythrit / Zuckerersatz für zuckerfreie Variante)
  • 1 Pck. Vanillezucker oder 1 TL Bourbon-Vanillepulver
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz, etwas Zitronenabrieb
  • etwas Öl zum Einfetten des Waffeleisens
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben (optional)

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Die weiche Butter zusammen mit dem Zucker und dem Vanillezucker in einer Schüssel cremig aufschlagen.
  2. Die Eier nach und nach hinzugeben und alles gut verrühren. Salz und Zitronenabrieb hinzugeben und gut verrühren.
  3. Das Mehl mit dem Backpulver in einer separaten Schüssel mischen und zum Teig hinzusieben. Ebenfalls alles gut miteinander verrühren.
  4. Zuletzt Naturjoghurt und Milch unter den Teig mischen und den Teig für 30 Minuten ruhen lassen. In meinem Versuch habe ich statt 100 g Weizenmehl 80 g Weizenmehl und 20 g Kokosmehl verwendet und ein wenig Wasser zugegeben, bis mir die Konsistenz richtig vorkam.
  5. In der Zwischenzeit kannst du das belgische Waffeleisen vorheizen. Die Waffelplatten mit etwas Öl bepinseln und für jede Waffel ca. 2,5 EL Teig in das Waffeleisen geben. Das Waffeleisen auf die mittlere Stufe stellen und die Waffeln für ca. 4 Minuten ausbacken lassen.
  6. Die Joghurt-Waffeln auf einen Teller geben und mit Puderzucker bestäuben.
Frisch gebackene Joghurt-Kokos-Waffeln

Tipps und Varianten

  • Du kannst die Waffeln nach Belieben mit Puderzucker bestreuen, mit selbstgemachtem Apfelmus oder mit frischen Beeren servieren.
  • Die Joghurt-Waffeln kannst du zusammen mit eingedickten Kirschen und Naturjoghurt servieren.
  • Für eine Low‑Carb- oder zuckerfreie Variante eignet sich Erythrit als Zuckerersatz. Viele Rezepte setzen außerdem auf Skyr oder griechischen Joghurt als Basis, das ergibt eine cremige, proteinreiche Textur.
  • Wer komplett glutenfrei backen möchte, kann das Weizenmehl durch mehr Kokosmehl ersetzen, dabei aber Bindemittel wie Flohsamenschalen oder gemahlene Mandeln hinzufügen, da Kokosmehl stark saugt und die Teige dichter macht.
  • Für laktosefreie Waffeln Milch durch Pflanzenmilch ersetzen. Kokosdrink oder eine Mischung aus Kokosdrink und Mandelmilch passt laut Erfahrung sehr gut.
  • Flohsamenschalen sind ein hilfreiches Bindemittel bei reinem Kokosmehl-Teig und machen die Waffeln fluffiger; sie sollten nicht ohne Ersatz weggelassen werden.
  • Für extra Knusprigkeit das Waffeleisen vor dem Backen leicht mit Öl bestreichen und die Waffeln nach dem Backen kurz abkühlen lassen, damit sie fest werden.

Alternative Rezepte aus dem Material (Kurzüberblick)

  • Protein-Waffeln: Skyr oder griechischer Joghurt, Eier, Kokosmehl, Backpulver, Vanille, Erythrit; Mandelmilch zur Konsistenzanpassung. Warm servieren mit Skyr, Beeren und Nüssen.
  • Bounty-Waffeln: Kokosmehl, Kokosraspeln, Erythrit, Flohsamenschalen, Eier; nach dem Abkühlen in geschmolzene Schokolade tauchen.
  • Glutenfreie Schoko-Kokos Waffeln: Buchweizenmehl, Hafermehl, Kokosraspeln, Kakao, Pflanzenjoghurt; mit Beeren, Mandelmus und Ahornsirup servieren.
  • Vollständig mehlfreie Low-Carb-Variante: Kokosöl, Erythrit, Kokosmehl, Flohsamenschalen, Backpulver, Kokosdrink; Teig in Bällchen formen und im sehr heißen Waffeleisen ausbacken.
Variation: Schoko-Kokos-Waffeln mit Beeren

Praktische Hinweise

Der Teig sollte je nach verwendeter Mehlmischung und Bindemitteln in der Konsistenz variieren: Kokosmehl saugt viel Flüssigkeit, daher kann es nötig sein, mehr Flüssigkeit (Milch, Wasser oder Pflanzenmilch) hinzuzufügen oder Ruhezeit einzuhalten, damit die Flüssigkeit vom Kokosmehl aufgenommen wird. Der Teig ist relativ dick, bei reinen Kokosmehl-Teigen formen manche Rezepte Teigbällchen und backen diese als kompakte Portionen im Waffeleisen. Die Teigbällchen halten sich bis zu drei Tage im Kühlschrank. Eine Waffel ist ein sättigendes Frühstück.

Anleitung: Joghurt-Kokos-Waffeln backen (kurzes How-to)

Serviervorschläge und Toppings

  • Frische Beeren (Himbeeren, Heidelbeeren), Naturjoghurt oder Kokosjoghurt
  • Ahornsirup oder Honig für klassische Süße
  • Etwas Puderzucker oder Kokosblütenzucker (als Puder verarbeitet)
  • Mandelmus, gehackte Nüsse oder geriebene Kokosraspeln
  • Für Schoko-Fans: Schokoladenglasur oder Zartbitterschokodrops

Beilage

Die Joghurt-Waffeln kannst du zusammen mit eingedickten Kirschen und Naturjoghurt servieren.

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Serviervorschlag: Waffeln mit Beeren und Joghurt
Merkmal Hinweis
Glutenfrei möglich Ja, mit Kokosmehl und geeigneten Bindemitteln
Low Carb Ja, Kokosmehl reduziert Kohlenhydrate deutlich
Laktosefrei Ja, mit Pflanzenmilch und Kokosöl/Kokosjoghurt
Süßungsmöglichkeiten Zucker, Erythrit, Kokosblütenzucker, Ahornsirup

Hast du Lust auf eine Ladung leckere Waffeln? Dann probiere die Joghurt-Waffeln mit einem Anteil Kokosmehl aus und passe Flüssigkeit und Bindemittel je nach Geschmack und Zutaten an. Viel Spaß beim Backen und guten Appetit!

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