Dubai Schokolade: Ein süßer Trend erobert die Welt

Die Dubai Schokolade hat sich in kurzer Zeit zu einem internationalen Phänomen entwickelt, befeuert durch die sozialen Medien. Ursprünglich aus Dubai stammend, hat diese Schokoladenkreation die Gaumen von Schokoladenliebhabern auf der ganzen Welt erobert. Doch was macht diese Schokolade so besonders und warum ist sie so teuer?

Was ist Dubai Schokolade?

Dubai Schokolade ist eine Schokoladenkreation, die aus Dubai stammt und sich durch ihre einzigartige Füllung auszeichnet. Die Füllung besteht in der Regel aus Pistaziencreme und Kadayif, auch bekannt als Engelshaar. Kadayif sind feine Teigfäden, die in der türkischen Küche weit verbreitet sind und auch in Baklava verwendet werden. Diese Kombination verleiht der Schokolade eine besondere Textur und einen knusprigen Crunch.

Die originale Dubai Schokolade stammt von der Manufaktur "Fix Dessert Chocolatier" in Dubai. Die Gründerin, Sarah Hamouda, soll die Schokolade während ihrer Schwangerschaft kreiert haben, als sie Heißhunger auf etwas Besonderes hatte.

Der Hype um die Dubai Schokolade

Der Hype um die Dubai Schokolade begann in den sozialen Medien, wo Food-Influencer und Hobbyköche das Rezept verbreiteten und ihre eigenen Versionen kreierten. Die Neugierde auf diese exotische Schokolade wurde noch dadurch gesteigert, dass das Original zunächst nicht außerhalb von Dubai und Abu Dhabi erhältlich war. Dies animierte viele dazu, sich selbst an der Herstellung zu versuchen.

Deutsche Supermärkte sprangen schnell auf den Zug auf und bieten mittlerweile entweder nachgemachte Tafeln oder die einzelnen Zutaten kombiniert auf exponierten Verkaufstischen an. Laut einer YouGov-Studie hat gut jeder vierte Deutsche (27 Prozent) schon einmal von der „Dubai-Schokolade“ gehört. Unter Schokoladen-Fans sind es sogar 40 Prozent.

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Wer sind die Fans der Dubai Schokolade?

Die Kenner der Dubai Schokolade sind eher jünger und weiblich. Laut YouGov sind 38 Prozent der Kenner zwischen 18 und 34 Jahre alt, und 57 Prozent sind Frauen. Diese Zielgruppe ist auch offen für Luxusgüter, was zur Exotik und dem luxuriösen Image der Schokolade passt.

Warum ist die Dubai Schokolade so teuer?

Die originale Dubai Schokolade ist mit rund 15 Euro pro Tafel relativ teuer. Dies liegt zum einen an den hochwertigen Zutaten wie Pistaziencreme und Kadayif, zum anderen aber auch an dem Hype und der Exklusivität, die um die Schokolade geschaffen wurde.

Verbraucherschützer kritisieren jedoch, dass der Preis oft nicht gerechtfertigt ist, da die Pistaziencreme, die die teuerste Zutat ist, möglicherweise nur in geringen Mengen enthalten ist. Sie raten daher, genau auf die Zutatenliste zu achten.

Dubai Schokolade selber machen: DIY-Trend

Da die originale Dubai Schokolade schwer erhältlich und teuer ist, hat sich ein DIY-Trend entwickelt. Im Internet kursieren zahlreiche Rezepte und Anleitungen, wie man die Schokolade selbst herstellen kann.

Für die Herstellung benötigt man Vollmilchschokolade, Pistaziencreme, Tahini (Sesammus) und Kadayif. Die Kadayif werden in Butter goldbraun geröstet und anschließend mit den anderen Zutaten zu einer Füllung verarbeitet. Die Schokolade wird im Wasserbad geschmolzen und in eine Form gegossen, bevor die Füllung hinzugefügt und mit einer Schokoladenschicht bedeckt wird.

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Kritik und Bedenken

Trotz des Hypes gibt es auch Kritik an der Dubai Schokolade. Verbraucherschützer bemängeln den hohen Preis und die möglicherweise geringe Menge an Pistaziencreme. Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Pistazienanbaus, da dieser in einigen Regionen zu Wasserkrisen führen kann.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Inhaltsstoffe einiger Dubai Schokoladen. Das CVUA Stuttgart hat in Zusammenarbeit mit den CVUAs Freiburg und Sigmaringen acht Proben „Dubai-Schokolade“ aus Drittländern untersucht und dabei besorgniserregende Ergebnisse festgestellt. In sechs der acht Proben wurden erhebliche Mengen der herstellungsbedingten Kontaminanten 3-Monochlorpropandiol- (3-MCPD-) und Glycidyl-Fettsäureester festgestellt. In fünf dieser Proben wurden die Höchstwerte für Glycidyl-Fettsäureester sogar überschritten, was die Produkte als „nicht sicher“ einstufte.

Zudem wurden in einigen Proben nicht deklarierte Farbstoffe gefunden, darunter Azofarbstoffe, die die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen können. Bei fünf von acht untersuchten Produkten handelte es sich zudem nicht um Schokolade, da sie anstatt Kakaobutter andere pflanzliche Fette enthielten. In drei Proben türkischer Herkunft wurde zudem Sesam in hohen Anteilen bestimmt, ohne dass dieser im Zutatenverzeichnis genannt wurde.

In einer Probe wurde zudem eine Aflatoxin-Höchstgehaltsüberschreitung festgestellt. Aflatoxine sind Schimmelpilzgifte, die als stark krebserregend gelten.

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