Vegane Schoko-Nikolaus: Herstellung und Inhaltsstoffe

In der Vorweihnachtszeit erfreuen sich Schoko-Nikoläuse großer Beliebtheit. Doch viele der traditionellen Schoko-Nikoläuse enthalten Milch, Eier oder andere Allergene, die für Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen problematisch sind. Immer mehr Hersteller bieten daher vegane Alternativen an, die ohne tierische Zutaten auskommen und gleichzeitig nachhaltig und fair produziert werden.

Die Bedeutung des echten Nikolaus und sein Fair-Trade-Pendant

Der traditionelle Heilige Nikolaus steht für Gerechtigkeit und Solidarität mit den Armen und Benachteiligten. Er setzte sich bereits im 4. Jahrhundert in Myra (heute Demre in der Türkei) als Bischof für soziale Gerechtigkeit ein. Die GEPA erinnert mit ihrem fairen Schokobischof an diese Werte, indem sie einen Schoko-Nikolaus mit Mitra, Bischofsstab und Haltung herstellt - fair gehandelt, nachhaltig und lecker.

Im Gegensatz dazu ist der heute populäre weltliche Weihnachtsmann („Santa Claus“) eine amerikanische Umdeutung des niederländischen „Sinterklaas“, bei der der religiöse Bezug verlorenging. Die Kampagne #echternikolaus machte 2017 zusammen mit Misereor auf den echten Nikolaus und seine Werte aufmerksam, die auch im Fairen Handel eine große Rolle spielen: den Produzenten von Kakao und Zucker ein besseres Leben zu ermöglichen.

Herstellung eines fairen Schoko-Nikolaus

Bei der Herstellung des GEPA-Schokobischofs wird auf eine faire Beschaffung der Rohstoffe wie Kakao und Zucker geachtet. Diese fair eingekauften Rohwaren sind physisch im Produkt wiederzufinden, sodass der Verbraucher sicher sein kann, dass echtes Fair-Trade-Produkt vorliegt.

Die Produktion beginnt in einem großen Tankraum, wo sieben Tonnen Schokolade bei 48 Grad Celsius gelagert und ständig gerührt werden, um eine Trennung von Kakaobutter und Zucker zu verhindern. Danach wird die Schokoladenmasse auf etwa 30 Grad heruntergekühlt und in eine Gießmaschine gegeben, welche die Schokolade gewichtsgenau abgibt - beim GEPA-Nikolaus sind das 65 Gramm pro Figur.

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Ein besonderes Verfahren ist die Nutzung der Schleudermaschine, die wie ein kleines Schokoladen-Planetensystem aussieht. Dabei rotieren die Formen und vibrieren gleichzeitig, um Luftblasen zu vermeiden. Während des rund 15-minütigen Vorgangs wird die Schokolade leicht vorgekühlt (ca. 18 bis 20 Grad), was zu einem schönen Glanz der fertigen Nikoläuse beiträgt.

Anschließend werden die Formen von Hand geöffnet, die Konturen der Nikoläuse erscheinen präzise und spiegelglänzend. Die Produktionskapazität liegt bei rund 3.500 Nikoläusen pro Stunde. Nach der Herstellung werden die Schokofiguren in einer Wickelmaschine verpackt und für den Versand vorbereitet.

Produktionsschritte des fairen GEPA-Schokobischofs

Vegane Schoko-Nikoläuse: Warum sind sie wichtig?

Viele Menschen verzichten aus unterschiedlichen Gründen auf tierische Produkte. Dazu gehören Vegetarier:innen, Veganer:innen und Menschen mit lebensbedrohlichen Allergien gegen Milch, Ei oder Nüsse. Die meisten traditionellen Weihnachts-Schokoladen enthalten jedoch solche Inhaltsstoffe oder werden in Anlagen hergestellt, die diese verarbeiten, weshalb sie nicht uneingeschränkt für alle konsumierbar sind.

Vegane Schoko-Nikoläuse sind daher eine wichtige Alternative, um niemanden vom weihnachtlichen Genuss auszuschließen. Sie verursachen kein Tierleid, sind oftmals besser für das Klima und bieten zudem volle Geschmackserlebnisse. Dabei achten Hersteller wie NOMO oder GEPA darauf, dass ihre veganen Produkte nussfrei, frei von Allergenen und in nachhaltiger Verpackung angeboten werden.

Öko-Test-Ergebnisse zu veganen Schoko-Nikoläusen

Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat über 20 Schoko-Nikoläuse, darunter vier vegane, im Labor auf Schadstoffe untersucht. Dabei wurde Mineralöl in allen Produkten gefunden. Zum Glück lagen die Werte in den Testsiegern wie dem veganen Yanns Bio Schoko-Weihnachtsmann und dem Lindt Hello Santa nur leicht erhöht, sodass sie trotzdem mit "gut" bewertet wurden. Drei konventionelle Nikoläuse enthielten sogar MOAH, eine krebserregende Substanz.

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Die Untersuchung zeigt, dass selbst bei veganen und bio-zertifizierten Produkten eine Belastung mit Mineralölrückständen möglich ist. Diese können unter anderem durch Schmieröle bei der Ernte, beim Transport oder durch Verpackungen entstehen.

Öko-Test Bewertung veganer und konventioneller Schoko-Nikoläuse

Verpackungen und Nachhaltigkeit

Viele Schoko-Nikoläuse sind mehrfach verpackt, oft in Alu- und Plastikfolien sowie Kartons. Gerade Plastikverpackungen sind ökologisch problematisch und erhöhen den Müllberg saisonaler Süßwaren. Besonders der M&M-Nikolaus gilt als Beispiel, bei dem auf wenig Schokolade viel Plastik entfällt.

Nachhaltige Hersteller versuchen, dies zu vermeiden und setzen auf einfache, recycelbare Verpackungen. Vegane Schoko-Nikoläuse sind häufig schon im Handel erhältlich, nicht nur von Premiummarken, sondern auch von Discountern wie Rewe oder Penny, die fair produzierte und günstige Alternativen anbieten.

Beispiele veganer Schoko-Nikoläuse und Preise

Produkt Preis Besonderheit
Yanns Bio Schoko-Weihnachtsmann vegan 7,48 Euro Bio, vegan, Testsieger Öko-Test
Lindt Hello Santa vegan 4,49 Euro Bekannte Marke, vegan
Rewe veganer Nikolaus 1,99 Euro Schokolade auf Reismilch-Basis
Penny veganer Nikolaus 1,99 Euro Günstige vegane Option
Riegelein veganer Nikolaus 1,79 Euro Günstigste vegane Schokolade
Nucao Schoko-Pinguin 3,99 Euro Bio, fair, vegan, umweltfreundlich

Vegane Weihnachtsschokolade von NOMO

NOMO steht für „No Missing Out“ und bietet vegane, laktosefreie, glutenfreie und allergenfreie Weihnachtsschokolade an. Alle Produkte werden unter kontrollierten Bedingungen ohne die 14 häufigsten Allergene hergestellt und sind daher besonders sicher für Allergiker:innen.

Nachhaltigkeit spielt auch bei NOMO eine große Rolle: Der verwendete Kakao ist Rainforest-Alliance-zertifiziert, komplett auf Palmöl wird verzichtet, und die Verpackungen sind einfach recycelbar. Die veganen Schokoladen bieten dabei einen hervorragenden Geschmack, zum Beispiel die Minzschokolade, die als besonders lecker gilt.

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NOMO produziert derzeit keine veganen Schoko-Nikoläuse, da in England die Nachfrage nach Schoko-Weihnachtsmännern geringer ist. Stattdessen sind vegane Schokorentiere sehr beliebt. Produziert wird in Norfolk, England, und Bestellungen können bequem online getätigt werden. Bei Bestellung ab 49,95 Euro entfallen die Versandkosten (innerhalb Deutschland).

Vegane Weihnachtsprodukte von NOMO

Praktische Tipps zum Kauf und Genuss veganer Schoko-Nikoläuse

  • Beim Kauf auf die Zutaten achten: vegan, nussfrei, allergenfrei.
  • Auf die Verpackung achten und Plastikmüll möglichst vermeiden.
  • Bevorzugt Produkte wählen, die fair gehandelt und bio-zertifiziert sind.
  • Vegane Schokolade eignet sich auch hervorragend zum Backen - als Zutat für vegane Weihnachtsleckereien.
  • Bewertungen und Testergebnisse, z.B. von Öko-Test, können Orientierung bieten.
  • Bei empfindlichen Personen auf mögliche Mineralölrückstände achten und nicht in großen Mengen konsumieren.
Herstellung des fairen GEPA-Schokobischofs und Einblicke in den Produktionsprozess

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