Vegane Rohkost Kuchen Rezepte: Einfach und Gesund Zubereiten
Wenn du öfter hier auf dem Blog vorbeischaust, wird dir aufgefallen sein, dass ich eine echte Schwäche für Rohkostkuchen - oder auch Raw Cakes - habe. Ob Sommer oder Winter, in meiner Kategorie "Raw Cakes" findest du viele bunte und leckere Rohkosttorten Rezepte für jede Gelegenheit. Was bisher aber fehlte, war so etwas wie ein Grundrezept.
Was ist ein Rohkostkuchen?
Ganz einfach: Ein Kuchen aus rein rohköstlichen Zutaten. Das können z.B. Nüsse, Trockenfrüchte, frisches Obst oder manchmal sogar essbare Blüten sein. Ergänzt werden die Rezepte oft durch Kokosöl, Kokosmus oder Kokosmilch. Der Unterschied zu den sogenannten "No Bake Kuchen"? Anders als bei den Kühlschranktorten kommen hier nur weitestgehend unverarbeitete Lebensmittel zum Einsatz.
Daher sind Rohkost Kuchen vegan & glutenfrei und werden anstelle von Zucker mit Früchten wie z.B. Datteln, Ahornsirup, Reissirup oder Ähnlichem gesüßt. Auch können Rohkostkuchen ohne Nüsse zubereitet werden, wenn du möchtest.
Das Rohkostkuchen Grundrezept: So gelingt dein Raw Cake
- Verwende einen guten Mixer für die Creme
- Lieber ohne Mixer - der Boden des Raw Cakes
- Halte dich an erprobte Rezepte
Jeder Raw Cake steht und fällt mit der Konsistenz der Creme. Daher benötigst du einen guten Hochleistungsmixer, denn ohne den wird es leider nichts. Ich weiß, dass es Stimmen gibt, die meinen, eine Küchenmaschine oder gar ein Pürierstab würden völlig ausreichen. Aber dem ist nicht so.
Auch wenn Luftbläschen im Teig nicht unbedingt schön aussehen wie eine kompakte glatte Fläche, sind sie für die Konsistenz wichtig. Die Luft in der Creme sorgt dafür, dass sie nicht schwer und "klobig" ist. Mit genügend Luft ist der Kuchen leicht, locker und besonders lecker. Diese Luft bringt der Hochleistungsmixer beim Mixen in deine Creme.
Lesen Sie auch: Sommerliche vegane Erdbeer-Desserts
Zum Beispiel ist der Vitamix Explorian ein tolles Einsteigermodell, an dem du lange Freude hast. Lass dir Zeit! Um die Creme richtig glatt zu bekommen, also ohne Krümel, ist Geduld gefragt.
Im Gegensatz zur Creme solltest du den Boden lieber in einem Food Prozessor mit S-Messer zubereiten. Dein Hochleistungsmixer macht sonst aus den Nüssen und Früchten schnell eine sehr weiche Creme, die zwar lecker schmeckt, aber viel zu weich ist, um deiner Rohkosttorte die nötige Basis zu bieten.
Ich verwende den Aufsatz meiner Kenwood Küchenmaschine, doch gute Food Prozessoren bekommst du auch schon zu kleinen Preisen. Wie dick du den Boden machst, bleibt dir überlassen - manche mögen ihn dünn, manche etwas dicker.
Wenn du neu im Thema Rohkostkuchen bist, dann fange nicht sofort an zu variieren. Halte dich erst einmal an funktionierende Rohkost-Rezepte und probiere verschiedene aus. Genauso wie beim Backen kann nicht jedes Rezept einfach variiert werden, sonst kann der Versuch schnell zu Frust führen.
Wichtige Zutaten und Tipps für die Zubereitung
Ich verwende in meinem Grundrezept Reissirup, der zwar nicht roh ist (wie auch Ahorn- oder Agavensirup aus dem Handel), aber den Vorteil hat, dass er frei von Fructose ist. Fructose in großer Menge, vor allem extrahiert, belastet die Leber und ist langfristig nicht förderlich für die Gesundheit. Natürlich spreche ich hier nicht von Obst im Ganzen.
Lesen Sie auch: Vegane Käsekuchen Variation
Kokosmilch gibt es schlichtweg nicht roh zu kaufen. Wenn du Matcha magst, löse 1-2 Teelöffel Matchapulver in der Kokosmilch auf, bevor du sie zum Mixen verwendest. Statt Matcha kannst du auch Fruchtpulver verwenden, ich mag z.B. Produkte von froogies besonders gern.
Kakaopulver in der Milch ergibt einen köstlichen Bounty Raw Cake, mit Kurkuma und weiteren Gewürzen kannst du einen leckeren Golden Milk Raw Cake zaubern.
Tipps zur Handhabung und Lagerung
Wenn der Raw Cake nicht fest wird, friere ihn einfach im Tiefkühler ein. Vor dem Servieren lässt du ihn nur leicht antauen und genießt ihn halbgefroren - das ist lecker und macht den Kuchen schön erfrischend.
Friere den kompletten Kuchen in der Form ein. Ein heißes, feuchtes Tuch um die Kuchenform erleichtert das Herauslösen, da der Kuchen außen ganz leicht schmilzt. Alternativ kannst du die Aussenseiten mit einem Föhn erwärmen.
Besonders geeignet sind Silikonformen, wenn du dem Rohkostkuchen eine ausgefallenere Form geben möchtest. So kannst du kleine Torten oder besondere Kuchen gestalten.
Lesen Sie auch: Vegane Süßigkeiten: Ein Testbericht
Kuchen portionieren und aufbewahren
Einen ganzen Rohkostkuchen zu essen, kann allein oder zu zweit schon eine Herausforderung sein. Mein persönlicher Tipp: zerteile den Kuchen beim ersten Anschneiden komplett in die gewünschte Stückzahl. Die Einzelstücke lassen sich dann einfacher portionieren und wieder einfrieren. So hast du immer einen kleinen Vorrat im Haus - ideal, wenn der kleine Kuchenhunger kommt.
Beispielrezept: Grundboden und Creme für Raw Cake
| Zutat | Menge | Verwendung |
|---|---|---|
| Mandeln | nach Bedarf | für Boden, zerkleinert im Food Prozessor |
| Buchweizen und Kokosflocken | nach Geschmack | für Boden, vermengt mit Mandeln |
| Datteln | je nach Rezept | für Boden, süßen und binden den Teig |
| Reissirup | nach Bedarf | für Boden und Creme als Süßungsmittel |
| Cashews | eingeweicht | für Creme, gut abspülen und weich einweichen |
| Kokosmilch, Kokosöl | je nach Rezept | für cremige Füllung |
| Limetten- oder Zitronensaft | Nach Geschmack | für Frische in der Creme |
| Vanille | nach Bedarf | für Aromatisierung |
Schritte zum Rohkostkuchen Grundrezept
- Boden herstellen: Mandeln zuerst in den Food Prozessor geben und zerkleinern. Buchweizen und Kokosflocken hinzufügen und vermengen. Mit Datteln und Reissirup weiterverarbeiten, bis ein klebriger Teig entsteht.
- Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben und gleichmäßig verteilen. Am besten klappt das mit feuchten Händen. Dann die Form kaltstellen, idealerweise im Tiefkühler.
- Creme zubereiten: Cashews gründlich abspülen und zusammen mit Kokosmilch, Kokosöl und Reissirup in den Hochleistungsmixer geben. So lange mixen, bis eine cremige, glatte Masse entsteht.
- Wenn die Creme fertig ist, Limetten- oder Zitronensaft sowie Vanille hinzufügen und nochmal kräftig durchmischen.
- Die Creme auf den Boden gießen und alles zurück in den Tiefkühler stellen. Der Kuchen benötigt dort 3-4 Stunden, um fest zu werden.
Leckeres Rezeptbeispiel: Saftiger veganer Karotten-Rohkostkuchen
Ein saftiger veganer Karottenkuchen voller Vitamine und Nährstoffe. Für den Teig werden Karotten, Datteln, Haferflockenmehl, Kokosraspeln und Zimt mit einer Küchenmaschine zu einer klebrigen Masse verarbeitet und in eine Backform gedrückt. Die Cashew-Creme besteht aus eingeweichten Cashews, Zitronensaft, Kokosöl und Kokosnuss Sirup.
Die Cashews müssen vorher 3 Stunden eingeweicht werden, damit sie schön weich werden und sich gut mixen lassen. Den Kuchen anschließend mit Walnüssen dekorieren.
Gesundheitliche Aspekte von Raw Cakes
Raw Cakes punkten mit vielen gesunden Zutaten wie Nüssen, Trockenfrüchten und frischem Obst. Aufgrund der Zutaten bleiben alle Vitamine und Aromen weitestgehend erhalten, da die Lebensmittel nicht erhitzt werden über 45 Grad, wie es für Rohkost üblich ist.
Rohkostkuchen sind oft vegan, glutenfrei und werden mit natürlichen Süßungsmitteln wie Datteln, Ahornsirup oder Kokosblütensirup zubereitet. Letzterer hat zudem einen niedrigen glykämischen Index, was einen stabileren Blutzuckerspiegel unterstützt.
Allerdings werden Rohkostkuchen manchmal als schwerer verdaulich empfunden, da Mandeln, Nüsse und grobkörnige Mehle mehr Verdauungsarbeit erfordern. Es empfiehlt sich, Rohkost vor allem zur Mittagszeit zu essen, wenn das Verdauungsfeuer (Agni) am stärksten ist.
Praktische Geräte für die Rohkostküche
Ein Hochleistungsmixer ist das Herzstück bei der Rohkostkuchen-Zubereitung. Sehr leistungsstarke Geräte wie der Blendtec Designer 725 mit einer Leistung von 1800 Watt und speziellen stumpfen Klingen ermöglichen eine besonders feine und cremige Textur.
Zusätzlich sollte ein Food Prozessor für die Herstellung des Bodens genutzt werden, da dieser Teig eine andere Konsistenz als die Creme haben soll.
Vielfältige Rohkostkuchen Rezepte auch für die kalte Jahreszeit
Raw Cakes sind nicht nur im Sommer beliebt. Auch im Herbst und Winter lassen sich köstliche Rohkostkuchen mit herbstlichen Zutaten wie Apfel, Feige, Orange, Mandarine oder Birne zubereiten. Gewürzt werden sie oft mit Zimt, Kardamom und anderen weihnachtlichen Gewürzen.
Wir präsentieren drei einfache vegane und rohköstliche Kuchenrezepte:
- Mandel-Tartelettes - Mandelteig in kleinen Formen mit frischer Birne und Mandelcreme
- Apfel-Gewürz-Kuchen - Feigenteig mit Lebkuchencreme und Marmorierung aus Ahornsirup und Mandelmus
- Schichttorte mit Feigen und Kardamom - Kombination aus Feigencreme, Agar-Agar-Gelee und Kardamomcreme
Zusammenfassung
Vegane Rohkostkuchen sind leckere, gesunde und vollwertige Alternativen zu herkömmlichen Kuchen. Mit den richtigen Zutaten, einem Hochleistungsmixer und einem Food Prozessor gelingen cremige und zugleich leichte Torten, die ohne Backen auskommen und voller Nährstoffe stecken. Ob sommerlich-frisch oder weihnachtlich gewürzt - Raw Cakes bieten für jede Jahreszeit gesunde Genussmomente.
tags: #vegane #rohkost #kuchen #rezepte #einfach #gesund


