Einfache Vanille Kekse ohne Butter – ausführliches Rezept und Backtipps

Ich hab so das Gefühl, dass jeder solche einfachen Vanille Traumstücke als Plätzchen kennt. Ich hab’ über die Jahre schon viele Rezepte dazu auf diversen Rezept-Webseiten oder Blogs gesehen, aber selbst gebacken hab’ ich die bis letztes Jahr noch nie. Heute frag’ ich mich, warum nur?! Das sind wirklich die einfachsten Plätzchen, die man sich vorstellen kann… und richtig lecker schmecken sie dazu auch noch!

Was macht dieses Rezept besonders?

Die wohl einfachsten Weihnachtsplätzchen, die man backen kann: Vanille Traumstücke müssen nicht ausgestochen werden - einfach abschneiden und ab aufs Blech! Viele werden Traumstücke also vermutlich schon kennen. Wenn nicht - probiert das Rezept weiter unten. Es ist wirklich extrem einfach und schnell umgesetzt.

Vanille Traumstücke auf einem Kuchengitter, leicht mit Puderzucker bestäubt

Zutaten (Grundrezept ohne Butter)

Für eine Variante ohne Butter, geeignet für Menschen mit Milchunverträglichkeit oder für Low-Fat-Varianten, eignet sich dieses Grundprinzip:

  • 250 Gramm Weizenmehl
  • ½ Teelöffel Backpulver
  • 80 Gramm Zucker (alternativ Kokosblütenzucker oder brauner Zucker)
  • etwas Vanilleschote oder Vanilleextrakt / Vanillepaste
  • 1 mittelgroßes Ei
  • 100 Gramm Apfelmus (als Butter-Ersatz) - alternativ: 125 Gramm Butter oder 150 ml neutrales Speiseöl bei anderen Varianten
  • ½ Stück Apfel und 1 Handvoll Rosinen (optional, bei Apfelmus-Variante)

Hinweis: Für klassische Vanille Traumstücke wird meist Butter verwendet. In diesem Artikel sind aber mehrere Varianten beschrieben - mit Butter, mit Margarine (Blockmargarine empfohlen) oder mit Apfelmus als Fett-Ersatz.

Warum Vanillepaste oder Vanilleextrakt?

Ich verwende für die Traumstücke hier Vanillepaste, weil man dann im Teig überall diese kleinen schwarzen Pünktchen sehen kann, und dann sofort weiß, dass Vanille drin ist. Natürlich kann man hier auch Vanille Extrakt (gekauft oder Homemade) oder einfachen Vanillezucker verwenden. Hauptsache, das Vanillearoma kommt irgendwie in den Teig - wie, ist im Grunde egal.

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Tipps zur veganen oder fettarmen Variante

Wenn wir schon beim Sparen sind - theoretisch kann man die Traumstücke auch mit günstiger(er) Margarine statt der teuren Butter zubereiten. Man sollte hier nur im Hinterkopf behalten, dass viele Margarineprodukte mehr Flüssigkeit beinhalten als Butter. Wenn man also eine weichere, streichbare Margarine verwendet, wird der Teig im Kühlschrank nicht fester werden - egal, wie lange man den kühlt. In dem Fall empfehle ich Margarine, die im Block verkauft wird. Mit Alsan Bio habe ich da z.B. immer recht gute Ergebnisse bekommen.

Der Versuch, Butter durch Apfelmus zu ersetzen, zeigt aber auch Grenzen: Der Teig ließ sich ganz normal zubereiten, war aber von Beginn an recht feucht und zäh. Den Mürbteig ohne Butter auszuwellen und daraus Plätzchen auszustechen, war kein Spaß. Die Konsistenz des Teigs bewegte sich irgendwo zwischen Rührteig und Hefteig; der Teig schnurrte beim Ausrollen immer wieder zusammen, war sehr klebrig und zäh. Mein Fazit: Für ausgestochenes Plätzchen-Design ist Apfelmus-Teig ungeeignet, für einfache Kugeln oder als Boden von Obstkuchen/Käsekuchen kann er funktionieren.

Vergleich: klassische Butter-Traumstücke und Low-Fat-Apfelmus-Kekse

Schritt-für-Schritt Zubereitung (klassische Variante mit Butter)

  1. Mehl und Zucker in einer großen Schüssel vermengen. Die Butter in kleinen Stücken, sowie die Vanillepaste dazugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten - entweder mit einem Handmixer und Knethaken oder den Händen.
  2. Den Teig vierteln und jede Teigportion auf einer leicht bemehlten Fläche zu einer etwa 2 cm dicken Rolle formen. In Klarsichtfolie einschlagen und dann für mindestens 30 Minuten (oder über Nacht) in den Kühlschrank legen.
  3. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und zur Seite stellen.
  4. Die Teigrollen in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden und diese mit etwas Abstand zueinander auf das vorbereitete Blech setzen. Was nicht auf das Blech passt, in den Kühlschrank legen bis zur zweiten Runde.
  5. Die Traumstücke etwa 12-14 Minuten backen - die Plätzchen sollen nur wenig Farbe bekommen. Aus dem Ofen holen, nur kurz abkühlen lassen und dann in einer Mischung aus Puderzucker mit ein wenig Vanillezucker wälzen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Mit dem restlichen Teig wiederholen.
Anleitung: Teigrollen formen und Scheiben schneiden

Alternativen und Variationen

  • Schoko-Vanille Plätzchen: Teig halbieren, eine Hälfte mit Kakao verrühren, dann helle und dunkle Rollen umeinander wickeln und dünne Scheiben schneiden. So entstehen marmorierte Kekse.
  • Puddingkekse: Vanillepuddingpulver in den Teig geben für extra Vanillegeschmack; man kann auch Schokopuddingpulver nehmen.
  • Vegane Version: Butter durch Blockmargarine oder pflanzliches Öl ersetzen; beachten, dass Geschmack und Konsistenz sich verändern.
  • Apfelmus-Variante: Butter ganz durch Apfelmus ersetzen für eine fettärmere Version; Teig ist saftiger, aber schwieriger zu verarbeiten und weniger formstabil.

Back- und Lagerungstipps

  • Das wichtigste beim Backen: die Kekse nicht zu lange backen. Der Vanilleteig sollte hell bleiben - so sind die Plätzchen innen noch weich und werden beim Abkühlen fester.
  • Teigrollen passen gut in Frischhaltefolie in den Kühlschrank und halten dort 3-4 Tage. Man kann die Rollen auch einfrieren.
  • Die fertig gebackenen Kekse am besten luftdicht verpackt in einer Keksdose lagern. So bleiben sie mehrere Wochen frisch, sofern sie nicht vorher aufgegessen werden.
  • Wenn der Teig zu klebrig ist (z. B. bei warmen Händen), kurz in Folie gewickelt kühlen oder für einige Minuten in den Kühlschrank legen.

Rezept in Kürze (druckbare Version)

Mehl und Zucker mischen. Butter in kleinen Stücken und Vanillepaste dazugeben, zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig in 4 Teile teilen, zu Rollen formen (ca. 2 cm dick), einpacken und kühlen (mind. 30 Min.). Backofen 180°C vorheizen. Rollen in 2 cm Scheiben schneiden, 12-14 Min. backen, kurz abkühlen lassen, in Puderzucker/Vanillezucker wälzen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Variante Vorteil Nachteil
Klassisch mit Butter Beste Konsistenz, einfacher zu verarbeiten, klassischer Geschmack Enthält Milchfett
Blockmargarine (vegan) Vegan möglich, ähnliche Formbarkeit Geschmack und Textur können leicht abweichen
Apfelmus (Low-Fat) Fettarm, saftige Kugeln möglich Klebriger, schwer verarbeitbarer Teig; nicht ideal zum Ausstechen

Weitere Rezeptideen

Wer es weniger traditionell mag, sollte auf jeden Fall meine Lama Glama Cookies oder einen No-Bake Vanillekipferl Cheesecake probieren. Die Schoko Spitzbuben mit Biscoff & Spekulatius sind ebenfalls ein spannendes Experiment für den Plätzchenteller.

Verschiedene Keksdosen mit Vanillekeksen und Schoko-Varianten

Praktische Hinweise

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Viel Spaß beim Backen! Du willst noch mehr? Schreib mir, wenn Ihr Fragen habt.

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