Apfel Upside Down Kuchen Rezept: Saftiger Genuss mit Karamell und Walnüssen
Ein Apfelkuchen mal andersrum: Der Upside Down Apfelkuchen bringt frische Äpfel, aromatisches Karamell und einen lockeren Teig zu einem echten Kuchenglück zusammen. Besonders zur Apfelzeit ist dieses Rezept eine wunderbare Alternative zum klassischen Apfelkuchen, denn hier werden die Äpfel zunächst in die Backform gelegt und erst nach dem Backen wird der Kuchen gestürzt - ähnlich wie bei der Tarte Tatin.
Mit der Apfelernte beginnt für viele die schönste Backzeit im Jahr, denn Äpfel sind das beliebteste Obst und verleihen Kuchen eine herbstliche Note voller Saftigkeit und Aroma.
Die besten Apfelsorten für Upside Down Kuchen
Äpfel wachsen überwiegend in Europa, Asien und Nordamerika und es gibt weltweit etwa 20.000 Sorten, allein in Deutschland etwa 2.000 davon. Die Wahl der richtigen Sorte entscheidet über Aroma und Textur des Kuchens. Für mich sind die bekanntesten Sorten Gravensteiner, Cox Orange mit seinem würzigen Geschmack oder Elstar, ein Allrounder mit angenehmer Süße und Säure. Ebenfalls sehr beliebt sind der saftig-saure Boskop und der Golden Delicious, der feine Noten nach Anis besitzt.
Für Apfelkuchen werden sogenannte Kochäpfel empfohlen, da sie beim Backen ihr volles Aroma entfalten und dabei ihre Form behalten. Besonders der fruchtig-aromatische Boskop - ein typisch säuerlicher, großer Winterapfel - ist hier mein Favorit. Er macht sich durch seine angenehme Säure und Festigkeit hervorragend in Kuchen. Wenn Boskop nicht verfügbar ist, sind Wellant, Elstar oder Cox Orange ebenfalls eine gute Wahl.
Eine kleine, interessante Anekdote: In meiner Kindheit hatten wir jeweils einen Golden Delicious und einen Boskop-Baum im Garten. Die Ernte haben wir teils direkt zum Apfelsaftpressen gebracht und mit der restlichen Menge wurden regelmäßig Kuchen gebacken.
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Warum Upside Down? Ursprung & Inspiration
Die Inspiration für das Upside Down Apfelkuchen-Rezept kam mir durch einen Orangen-Upside-Down-Kuchen, den ich von meiner Schwägerin serviert bekam.
Wer Apfelkuchen mag, wird diese Rezepte lieben, denn Apfel, Karamell und Walnuss sind ein Traumpaar, das immer wieder begeistert. Außerdem braucht dieser Kuchen nach dem Backen etwas Zeit zum Ziehen - das geduldige Abwarten lohnt sich, denn danach ist der Kuchen besonders durchgezogen und aromatisch.
Rezept: Apfel Upside Down Grießkuchen mit Karamell
Zutaten
| Für den Belag | Für den Teig |
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Zubereitung
- Orange heiß abwaschen, abtrocknen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Es sollten 250 ml ergeben, ggf. weitere Orange auspressen oder mit Apfelsaft ergänzen.
- Joghurt und Orangenabrieb vermischen und beiseite stellen.
- Die Äpfel schälen, achteln, entkernen und mit Zitronensaft vermengen, damit sie nicht braun werden.
- Den Boden einer Springform (ca. 24-26 cm Ø) mit Backpapier auslegen und Form dünn mit Butter ausfetten. Die Apfelstücke kreisförmig im Boden verteilen und 10 g Grieß darüber streuen.
- Für den Teig die Butter schmelzen. Eier, Salz, Vanillezucker und 150 g Zucker mit dem Mixer oder in der Küchenmaschine 8-10 Minuten sehr cremig aufschlagen, dann Orangenjoghurt und die flüssige Butter unterrühren.
- Den restlichen Grieß und das Backpulver mischen und locker unter die Masse heben.
- Teig über die Äpfel in die Form geben. Bei 180°C (Umluft 160°C) auf der 2. Schiene von unten ca. 35-40 Minuten backen, nach 25 Minuten ggf. mit Alufolie abdecken.
Karamellsirup zubereiten
- Den restlichen Zucker in einem kleinen Topf hellbraun karamellisieren lassen. Mit Orangensaft ablöschen und offen ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Mindestens 10 Minuten ziehen lassen.
- Kuchen aus dem Ofen nehmen und ca. 10 Minuten auf einem Gitter abkühlen lassen. Anschließend mit einem Messer am Springformrand lösen, auf eine Platte stürzen und mehrmals mit einem Holzspieß einstechen.
- Karamellsirup durch ein feines Sieb gießen und nach und nach über den Kuchen träufeln, damit er sich schön mit Sirup vollsaugt.
- Abkühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben und Pinienkernen oder karamellisierten Walnüssen garnieren.
Tipps & Varianten
- Statt Walnüssen eignen sich auch Haselnüsse oder Mandeln sehr gut als Topping.
- Apfel harmoniert hervorragend mit Karamell, Zimt, Vanille und auch etwas Rum oder Whiskey im Teig.
- Die Apfelscheiben lassen sich kreisförmig oder fächerförmig auslegen - ein besonderes Muster macht nach dem Stürzen optisch viel her.
- Statt Dinkelmehl kann auch klassisches Weizenmehl verwendet werden, ebenso funktioniert Buttermilch statt Joghurt im Teig für eine besonders lockere Konsistenz.
Fehler vermeiden: Das kleine 1x1 des Upside Down Backens
- Die Äpfel sollen im Kuchen weich werden, aber nicht zerfallen - deshalb auf die richtige Sorte achten.
- Die Backform gründlich fetten und mit Zucker ausstreuen, damit sich die Karamellschicht glatt vom Boden löst und nicht anhaftet.
- Stäbchenprobe zum Ende der Backzeit nicht vergessen - es darf kein roher Teig mehr haften!
- Lauwarm oder kalt schmeckt der Upside Down Apfelkuchen am besten - mit einem Klecks Schlagsahne oder Vanilleeis ein Traum.
Weitere Variationen & Inspirationen
Der beliebteste Upside-Down-Cake ist die Tarte Tatin - mit Äpfeln und Karamell ein französischer Klassiker. Aber auch Mini-Galettes, Eierkuchen oder einfache Rührkuchen werden mit Apfel ein Evergreen. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt: Mit saisonalen Gewürzen, unterschiedlichen Nusssorten oder auch mit einer leichten Orangennote wird jedes Rezept zum Highlight.
Kuchenbacken ist auch ein wenig Chemie, denn Zutaten wie Mehl, Ei und Backpulver sorgen für ein locker-saftiges Ergebnis. Je mehr man bäckt, desto besser werden Gefühl für Konsistenzen und Sicherheit beim Backen - und der Apfel-Upside-Down-Kuchen ist ein perfekter Start!
Häufige Fragen zum Apfel Upside Down Kuchen
- Welche Äpfel werden am besten verwendet?
Saure, aromatische Kochäpfel wie Boskop, Elstar oder Cox Orange sind ideal, weil sie ihr Aroma entfalten und nicht zerfallen. - Müssen die Äpfel vorgekocht werden?
Nein, sie werden roh in die Form geschichtet und beim Backen im Karamell weich. - Wie lange sollte der Kuchen durchziehen?
Mindestens eine Stunde, besser über Nacht, damit sich der Sirup im Kuchen verteilen kann. - Kann ich andere Früchte verwenden?
Ja, das Grundprinzip funktioniert auch mit Birnen, Pflaumen oder Orangen.
Probieren Sie den Upside Down Apfelkuchen am besten gleich aus - er ist saftig, aromatisch und gelingt garantiert. Wer einmal den Zauber eines gestürzten Apfelkuchens erlebt hat, wird das Rezept immer wieder abwandeln und genießen wollen.
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