Ukrainischer Honig-Wodka (Medova Horilka): Herstellung, Geschichte und gelebte Tradition
Er ist ein Klassiker. Ein uraltes Rezept, das von Generation zu Generation im Geheimen und unter vorgehaltener Hand im Flüsterton weitergegeben wird. Ihm werden magische Kräfte zugeschrieben; so mache er Blinde wieder sehend und Lahme wieder gehend, und in jedem Falle sorgt er auf den seltenen, familiären Treffen stets für gute Laune.
Diese, jene Geschichte erzählte mein Opa uns immer wieder, mit wohlklingender Stimme und wissendem Blick. „Habe ich euch bereits erzählt, wie ich meinen Magen mit dem Honigwodka kurierte?“ Pflegte Großvater zu beginnen.
„Ich habe damals vieles kalt gegessen. Das machte mir nichts aus. Doch irgendwann schadete mir das kalte Essen und ich verdarb mir den Magen.“ So nahm das Drama seinen Lauf. Lange Zeit habe er gelitten, alle möglichen Kräuter und Mittelchen habe er ausprobiert, doch nichts half. „Eines Tages sagte ein Mann zu mir: hier, nimm davon und trink jeden Abend ein Gläschen voll.“ Gesagt, getan: Opa versuchte es mit dem geheimnisvollem Trunk. Bereits nach kurzer Zeit ging es ihm besser und schon bald war er genesen. Seitdem pflegte Großvater Abend für Abend ein kleines Gläschen von seinem Zaubermittel zu genießen.
Begriff und Tradition: Horilka, Honig und die ukrainische Tischkultur
Was trinkt man in der Ukraine? Wer jetzt Wodka sagt ist nicht ganz richtig, nicht ganz falsch! Natürlich verschmähte ein Ukrainer -bisher zumindest- auch keinen Wodka. Traditionell heißt der bevorzugte Schnaps aus der Ukraine aber Horilka. Die heutige Bezeichnung wird seit dem 18. Jahrhundert verwendet und kommt vom ukrainischen Wort „hority“ was so viel wie „brennen“ bedeutet.
Im 15. Bis 16. Jahrhundert zur Zeit der Saporoger Kossacken verbreitete sich das Getränk zunächst unter der Bezeichnung „Brot-Wein“ und „Brannt-Wein“. Erstere Bezeichnung, entstand wohl vor allem daher, dass der Schnaps aus Getreide hergestellt wurde. Ein guter Horilka wird jedoch vielfach destilliert und mit reinem Wasser auf 40 % Alkohol runter verdünnt, so dass er fast keinen Geschmack außer dem typischen brennenden Mundgefühl hinterlässt. So gilt er als eines der reinsten Getränke der Welt. Gegebenenfalls wird der Horilka nachträglich aromatisiert. Beliebt und verbreitet ist z.B. Horilka mit Chillies und Honig.
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Meiner Erfahrung nach kauft man in der Ukraine -zumindest im ländlichen Bereich- jedoch niemals Marken Horilka. Meistens wird zum gemeinsamen Abendessen (wenn man Glück bzw. Pech hat auch bereits zum Mittagessen oder zum Frühstück) eine selbst befüllte Glas- oder Plastikflasche aus dem Kühlschrank gezaubert, an deren Oberfläche sich direkt das Kondenswasser niederschlägt, so wie dem Trinker nach ein paar Gläschen der Schweiß auf die Stirn tritt. Dieser Horilka stammt dann zumeist aus der eigenen Produktion, der von der Tante oder dem Onkel, oder irgendeinem Nachbarn. Wirklich weit laufen muss man nie, wenn man Nachschub benötigt, das Wissen um die Herstellung ist weit verbreitet und wird quasi nebenbei an die nächste Generation weitergegeben.
Familiengeheimnis: Medova Horilka aus erster Hand
Wie einen Schatz hütete Opa jahrelang das Geheimnis seiner Herstellung, nicht einmal seine eigenen Kinder kannten das Rezept. Schließlich, als es um seine motorischen Fähigkeiten immer schlechter bestellt war und er die praktischen Tätigkeiten nicht mehr übernehmen konnte, entschied er sich schweren Herzens, das Geheimnis an meine Mutter und meinen Onkel weiterzugeben. Nicht ohne Zögern und ohne einen gewissen Widerstand. Nun sind wir drei die Hüter des geheimen Gebräus: meine Mutter, mein Onkel und ich.
Ein paar Tage vor meiner Abfahrt durfte ich zusehen, wie Onkel für mich und Stefan den kostbaren Wodka anmischte. Die Grundzutaten des Honigwodkas sind simpel: hochprozentiger, nicht vergällter Spiritus und Honig. Mein Onkel erklärt mir die einzelnen Schritte der Herstellung, während ich zusehe, wie die Bestandteile zueinander finden. Ein wenig wirkt das Ganze wie Alchemie. Fehlt nur noch, dass das Licht abgedunkelt und Beschwörungsformeln gemurmelt werden. Trotz des Widerstandes von Seiten meiner Mutter haben wir das Rezept dieses Mal, ganz untraditionell, mit einer frischen Zitrone ergänzt. Die Zitrone kam jüngst erst dazu, doch sie reißt geschmacklich alles raus.
Schritt für Schritt: vom Ansatz zur Flasche
Mit „aufgegossen“ ist die Herstellung des Gebräus gemeint, denn diesen Zaubertrunk gibt es nirgendwo zu kaufen. Ein Ansatz ergibt zwei Flaschen des fertigen Produktes. Umfüllen… Mischen… it’s magic! Shake, shake, shake… SHAKE! SHAKE! SHAKE! Shake your booty… Das (fast) Endergebnis.
Der Wodka muss noch eine- bis zwei Wochen ziehen. „Nein, ich werde ihn auch nicht probieren.“ Spricht er und macht ein gewichtiges Gesicht. „Er muss von jetzt an zwei Wochen ruhen. Je länger, desto besser. Die zwei Flaschen Wodka kommen mit nach Deutschland. Und bin ich erst einmal wieder hier, dauert es nochmal eine ganze Woche. Vergib mir an dieser Stelle, lieber Leser, dass ich dir keine ausführliche Anleitung für dieses geheime Familienrezept geben kann, doch täte ich es, so würde sich mein Opa vermutlich in seinem Krankenbett umdrehen. Nur so viel; der Wodka braucht Honig, ganz viel Honig. Dann braucht er noch Liebe… lach, nein, die Liebe kann man sich sparen, aber was er braucht, ist Zeit. Viel Zeit. Am besten zwei Wochen, wenn nicht länger. Für die ungeduldigen eine Woche.
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„Oh, das haben wir auch bei uns, das nennt sich Honigmet.“ Schrieb meine Schwiegermutter, als ein Bild vom Honigwodka in den Untiefen des www. auftauchte (Kasia musste natürlich ein Foto auf Insta posten…).
Recht, Technik und Hausbrennen: Von Maische bis Destillat
Ich muss an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es in Deutschland seit dem 01.01.2018 ein Straftatbestand ist, privat Schnaps zu brennen. Davor gab es für Kleinstdestillen mit 0,5 Liter Brennvolumen noch eine Ausnahmeregelung, diese ist nun hinfällig. Es geht vor allem um Steuerhinterziehung, da die Branntweinsteuer bei privatem Destillieren nicht einkassiert werden kann.
Die überall beiläufige Herstellung hat mich bei meinen Ukraine-Besuchen jedoch beeindruckt und vor allem die Kreativität beim Bau der Anlagen und beim Ansetzen der Maische. Die Maische wird traditionell mit Weizen, Zucker und Hefe angesetzt. Im Endeffekt kann alles mit einem Zuckergehalt vergoren werden. Viele setzen auch nur Zucker mit Hefe an und nutzen nur ein wenig Getreide, um das Überschäumen der Hefe zu verhindern. Der Gärverschluss fängt an zu blubbern, sobald die Hefe aktiv wird und hört auf, wenn die Maische bereit zum „brennen“ ist. Das ist je nach Temperatur nach ein bis zwei Wochen der Fall, wobei der Gärbehälter schön auf angenehmer Zimmertemperatur stehen sollte.
Beim Brennen wird die Maische gesiebt und erhitzt, so dass das Kondensat aufsteigt, in einem Zwischenschritt setzen sich milchige Unreinheiten in einem Auffangglas ab, der Rest steigt gasförmig weiter bis es in einer Wasserkühlung kondensiert. Auch bei den Wasserkühlungen gibt es verrückte Konstruktionen. Glücklich ist, wer auf dem Land lebt und einen Bach neben seiner Brau-Apparatur hat! Nach dem ersten Destillat sollte der fertige Horilka noch mindestens einmal „gebrannt“ werden um minderwertige Alkohole und Verschmutzungen rauszufiltern. Tatsächlich erkennt man einen guten Horilka daran, dass man trotz geraumer Mengen am nächsten Tag keinen Kater hat.
Wobei das auch der Menge der meist sehr nahrhaften „Nachbeißerchen“ liegt, die man zum Horilka genießt und die ebenfalls die Auswirkungen des übermäßigen Konsums begrenzen können. Die ideale ukrainische Variante von „Prost“ lautet übrigens: Будьмо! (Budymo!). Wenn du beim Russischen bleiben möchtest, solltest du darauf achten, dass es „Sa sdorowje“ heißt, was so viel bedeutet wie „Auf die Gesundheit!“. Das in Deutschland bekannte und viel im Beisein von Russen und vermeintlich russischen Ukrainern ausgerufene „Na sdorowje“ ist eher als Dank zum Essen verwendet und die konsequente falsche Nutzung durch Ausländer ist peinlich.
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Honigvarianten in Osteuropa: Krupnik, Bärenfang und „aromatisierter Wodka“
Krupnik ist ein traditioneller Honig-Nalewka, der vor allem in Polen und Litauen populär ist. Er besteht aus Alkohol (Neutralalkohol, Wodka oder Kornbrand), Wasser, Zucker und/oder Honig und wird mit bis zu 50 unterschiedlichen Kräutern gesüßt und aromatisiert. Der Name leitet sich aus dem alten slawischen Wort krupa ‚Gerstenkorn‘ ab. In Polen und in Litauen mindestens seit dem 16. Jahrhundert bekannt, war Krupnik bald vor allem bei der Szlachta der Polnisch-Litauischen Union ein beliebtes Getränk. Das Getränk ist auch als ostpreußische Spezialität unter dem Namen Bärenfang bekannt und geht zurück auf das 15.
Insoweit ist die in der Literatur oft genannte Einordnung als „Honig-Wodka“ etwas irreführend, da die Verordnung Wodka als eine hochprozentige Spirituose definiert, die weitgehend geschmacksneutral ist (und insoweit Neutralalkohol ähnelt). Die Spirituosenverordnung kennt jedoch seit 2008 auch „aromatisierten Wodka“, bei dem Zuckerung (oder Süßung mit anderen Süßungsmitteln wie Honig) und nachträgliche Aromatisierung erlaubt sind. Als Verkehrsbezeichnung ist dann neben „Aromatisierter Wodka“ auch die Nennung des vorherrschenden Aromas in Verbindung mit „Wodka“ möglich, beispielsweise „Honig-Wodka“. Alternativ wird Krupnik auch als Likör bzw. „Honig-Likör“ angeboten. Die alkoholische Basis für Likör kann, muss aber kein Destillat sein (wie Wodka oder Kornbrand), er kann auch aus Neutralalkohol und theoretisch auch aus jeder anderen Spirituose im Sinn der Verordnung hergestellt werden. Sind die Voraussetzungen für mehrere Verkehrsbezeichnungen gleichzeitig erfüllt, kann der Hersteller unter ihnen wählen, das heißt, ein entsprechend hochprozentiger „Honig-Likör“ auf Wodka-Basis könnte auch als „aromatisierter Wodka“ verkauft werden; umgekehrt darf ein „Honig-Wodka“, der hinreichend süß ist, die Bezeichnung „Likör“ tragen.
Die bekannteste Marke ist Old Krupnik mit 38 % vol. und der Verkehrsbezeichnung honey liqueur ‚Honiglikör‘, der von der Destillerie Destylarnia Sobieski S.A. in Starogard Gdański hergestellt wird. Unter der Bezeichnung Krupnik wird auch ein gewöhnlicher Wodka angeboten. Sobieski gehört, wie auch Belvedere, zum multinationalen Luxuskonglomerat Moët Hennessy Louis Vuitton.
Markenlandschaft: Ukrainische Premium-Vodkas und Honig-Pfeffer-Stile
Hardenberg-Wilthen bringt den ukrainischen Wodka Nemiroff auf den deutschen Markt. Die Marke blickt bereits auf eine Tradition von über 150 Jahren zurück und ist weltweit distribuiert. „Internationale Marken und Premium-Spirituosen sind eine wichtige Ergänzung zu unseren eigenen Marken. Sie bereichern nicht nur unser Sortiment, sondern auch die Auswahl im Regal und sprechen unterschiedliche Zielgruppen an“, so Fehling. In Deutschland soll sich der Vertrieb auf den Lebensmitteleinzelhandel, den Getränkefachgroßhandel und den E-Commerce konzentrieren. Als Preise (UVP) gibt Hardenberg-Wilthen 13,99 Euro für die 0,7-Liter-Flasche und 19,99 Euro für einen Liter an. Nemiroff wird vollständig in der Ukraine hergestellt. Die Markenhistorie begann Ende des 18. Jahrhunderts in der ca. 300 Kilometer südwestlich von Kiew liegenden Stadt Nemyriw, die auch die Inspiration für den Markennamen gab. 1872 wurde die Brennerei modernisiert und avancierte zur größten in der Region. Seither entwickelte sich Nemiroff zu einem wichtigen Akteur im regionalen Alkohol-Export nach Europa.
Dieser Premium Vodka stammt aus der Ukraine und wird dort besonderer Sorgfalt destilliert. Denn der aus feinstem Getreide hergestellte Premium Vodka wird mit natürlichem Mentholextrakt veredelt und durch Platin gefiltert. Was dazu führt, dass er einen sehr frischen, weichen Geschmack besitzt.
Dieser exquisite Ukrainka Honey & Pepper Vodka ist eine würzige Spezialität aus der Ukraine, die klassischen Vodka mit der aromatischen Kraft von Honig und Pfeffer verbindet. In der 0,7 Liter Flasche und mit 40% Vol. abgefüllt, vereint diese besondere Abfüllung traditionelle Rezeptur mit charakterstarker Würze und angenehmer Süße. Die Basis bildet hochwertiger ukrainischer Vodka, der mit natürlichem Honig verfeinert wird. Eine fein abgestimmte Pfeffernote sorgt für die typische, leicht wärmende Schärfe. Das Zusammenspiel aus milder Süße und würzigem Kick verleiht diesem Ukrainka Vodka seinen unverwechselbaren Charakter. Angenehm würzig mit deutlicher Honignote. Vollmundig und harmonisch. Warm und langanhaltend mit einer angenehmen, leicht würzigen Schärfe im Nachhall.
Gesamteindruck zum Ukrainka Honey & Pepper Vodka: Der Ukrainka Honey & Pepper Vodka ist eine traditionelle Geschmacksvariante, die besonders in Osteuropa geschätzt wird. Die Kombination aus süßem Honig und kräftigem Pfeffer verleiht ihm eine intensive, zugleich aber ausgewogene Aromatik. Mit 40 % Vol. besitzt er die klassische Vodka-Stärke, wirkt jedoch durch seine Honignote weich und zugänglich. Ideal pur bei Zimmertemperatur, leicht gekühlt oder als besondere Zutat in würzigen Cocktailkreationen. Wissenswertes zum Ukrainka Honey & Pepper Vodka: Die Marke Ukrainka steht für authentische ukrainische Spirituosen mit regionalem Charakter.
Der Ukrainka Platinum Vodka ist eine besondere Abfüllung aus der Ukraine. Denn der hochwertigen Vodka wird mit Metholextrakt veredelt, was ihm eine besondere Frische im Geschmack verleiht. Um seine Reinheit noch zu erhöhen, hat die renommierte Destillerie sich für eine aufwendige Platin Filtration entschieden. In die schön verzierte 500 ml Flasche füllt die Brennerei ihr Spitzenprodukt mit klassischen 40% Vol. In der Nase sehr frisch und voluminös. Am Gaumen dann sehr weich, mit einem Hauch Menthol und unterschwelligem Zitruston. Wie serviert man diesen Ukrainka Vodka? Wir würden empfehlen in kräftig gekühlt zu servieren, denn dann kommt sein toller Menthol Ton perfekt zur Geltung.
Der Ukrainka Traditional Vodka ist ein klassischer Vodka aus der Ukraine, der nach traditioneller Rezeptur aus zwei verschiedenen Getreidesorten hergestellt wird. Durch mehrfache Destillation und eine besonders sorgfältige Filtration entsteht sein unverwechselbar weicher und vollmundiger Geschmack. Der Vodka trägt die Qualitätsbezeichnung LUX, die der zweithöchsten Qualitätsstufe entspricht - ein Zeichen für höchste Reinheit und exzellente Verarbeitung. Abgefüllt in einer schön verzierten 0,5 Liter Flasche, präsentiert sich der Ukrainka Traditional Vodka mit einem Alkoholgehalt von 40% Vol. als echtes Stück ukrainischer Brennkunst. Die Verkostungs Notiz des Ukrainka Traditional Vodka NASE: Mild und klar mit Anklängen von frischem Getreide, feiner Brotkruste und einer dezenten Mineralität. Ein Hauch von weißem Pfeffer und sanfter Süße verleiht der Nase zusätzliche Tiefe. GESCHMACK: Weich, harmonisch und angenehm rund. Die Getreidenoten zeigen sich ausgewogen und fein, begleitet von einer leichten Würze und einer zarten Cremigkeit. sein FINISH: Langanhaltend, sauber und vollmundig mit einer subtilen Süße, die den traditionellen Charakter perfekt abrundet. Gesamteindruck von Miriam M. über den Ukrainka Traditional Vodka: Er verkörpert alles, was man von einem hochwertigen Vodka aus Osteuropa erwartet: Reinheit, Balance und Charakter. Seine milde Struktur und die weiche Textur machen ihn zum idealen Begleiter - ob pur, auf Eis oder in klassischen Cocktails. Die Marke Ukrainka steht für handwerkliche Brennkunst aus der Ukraine, die auf traditionellen Rezepturen basiert und mit modernen Techniken verfeinert wurde. Das verwendete Quellwasser und die Kombination aus zwei ausgewählten Getreidesorten sorgen für einen außergewöhnlich reinen Geschmack.
Rituale, Krieg und Alltagsrealität
Eine ganz besondere Rolle hat der Horilka nun während des völkerrechtswidrigen und brutalen Angriffskriegs durch Putin auf die Ukraine bekommen: In den ersten Kriegstagen herrschte ein Konsumverbot für hochprozentigen Schnaps, denn sämtlicher Horilka wurde nun zur Selbstverteidigung benötigt. Guerilla-Kämpfer bauten unermüdlich Molotov-Cocktails sich bis zum letzten Tropfen gegen die russischen Aggressoren zu Wehr zur setzen.
Und im übrigen war er auch eine schöne Willkommenstradition jedes Mal, wenn ich nach Hause nach Polen kam. Schon bald machte mein Opa ein verschmitztes Gesicht und fragte: „Trinken wir ein Gläschen? „Zagryzka“.
Servieren und Genießen
Ideal pur bei Zimmertemperatur, leicht gekühlt oder als besondere Zutat in würzigen Cocktailkreationen. Angenehm würzig mit deutlicher Honignote. Vollmundig und harmonisch. Warm und langanhaltend mit einer angenehmen, leicht würzigen Schärfe im Nachhall.
| Kategorie | Merkmale |
|---|---|
| Traditioneller Horilka | Vielfach destilliert, auf 40 % vol verdünnt, fast neutral, brennendes Mundgefühl |
| Medova Horilka | Wodka/Spiritus mit Honig (optional Zitrone), Ansatz zieht 1-2 Wochen |
| Krupnik (Honiglikör) | Alkohol, Wasser, Zucker/Honig, bis 50 Kräuter; als Likör oder „aromatisierter Wodka“ |
| Ukrainka Honey & Pepper | Honig + Pfeffer, 40 % vol, süß-würzig, wärmende Schärfe |
In der 0,7 Liter Flasche und mit 40% Vol. abgefüllt, vereint diese besondere Abfüllung traditionelle Rezeptur mit charakterstarker Würze und angenehmer Süße. Die Kombination aus süßem Honig und kräftigem Pfeffer verleiht ihm eine intensive, zugleich aber ausgewogene Aromatik.
Unter der Bezeichnung Krupnik wird auch ein gewöhnlicher Wodka angeboten. Alternativ wird Krupnik auch als Likör bzw. „Honig-Likör“ angeboten.
Die bekannteste Marke ist Old Krupnik mit 38 % vol. und der Verkehrsbezeichnung honey liqueur ‚Honiglikör‘, der von der Destillerie Destylarnia Sobieski S.A. in Starogard Gdański hergestellt wird.
Hinweise zur Herstellung daheim und Reifezeit
Nur so viel; der Wodka braucht Honig, ganz viel Honig. Dann braucht er noch Liebe… lach, nein, die Liebe kann man sich sparen, aber was er braucht, ist Zeit. Viel Zeit. Am besten zwei Wochen, wenn nicht länger. Für die ungeduldigen eine Woche. Der Wodka muss noch eine- bis zwei Wochen ziehen.
Die Zitrone kam jüngst erst dazu, doch sie reißt geschmacklich alles raus. Trotz des Widerstandes von Seiten meiner Mutter haben wir das Rezept dieses Mal, ganz untraditionell, mit einer frischen Zitrone ergänzt.
Mit „aufgegossen“ ist die Herstellung des Gebräus gemeint, denn diesen Zaubertrunk gibt es nirgendwo zu kaufen. Ein Ansatz ergibt zwei Flaschen des fertigen Produktes.
Erstere Bezeichnung, entstand wohl vor allem daher, dass der Schnaps aus Getreide hergestellt wurde. Ein guter Horilka wird jedoch vielfach destilliert und mit reinem Wasser auf 40 % Alkohol runter verdünnt, so dass er fast keinen Geschmack außer dem typischen brennenden Mundgefühl hinterlässt.
Vergib mir an dieser Stelle, lieber Leser, dass ich dir keine ausführliche Anleitung für dieses geheime Familienrezept geben kann, doch täte ich es, so würde sich mein Opa vermutlich in seinem Krankenbett umdrehen.
Zusatz: Begriffs- und Labelkunde für Genießer
- Als Verkehrsbezeichnung ist dann neben „Aromatisierter Wodka“ auch die Nennung des vorherrschenden Aromas in Verbindung mit „Wodka“ möglich, beispielsweise „Honig-Wodka“.
- Umgekehrt darf ein „Honig-Wodka“, der hinreichend süß ist, die Bezeichnung „Likör“ tragen.
- Die Spirituosenverordnung kennt jedoch seit 2008 auch „aromatisierten Wodka“, bei dem Zuckerung (oder Süßung mit anderen Süßungsmitteln wie Honig) und nachträgliche Aromatisierung erlaubt sind.
Die Marke Ukrainka steht für handwerkliche Brennkunst aus der Ukraine, die auf traditionellen Rezepturen basiert und mit modernen Techniken verfeinert wurde.
Dieser Premium Vodka stammt aus der Ukraine und wird dort besonderer Sorgfalt destilliert. Denn der aus feinstem Getreide hergestellte Premium Vodka wird mit natürlichem Mentholextrakt veredelt und durch Platin gefiltert.
„Nein, ich werde ihn auch nicht probieren.“ Spricht er und macht ein gewichtiges Gesicht.
Schon bald machte mein Opa ein verschmitztes Gesicht und fragte: „Trinken wir ein Gläschen?
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