Türkischer Kaffee zubereiten: Grüner Kardamom, Muskat, Zimt und Karamell
Türkischer Kaffee, auch bekannt als türkischer Mokka, ist ein starkes Heißgetränk mit einer langen Tradition. Die Zubereitung von Mokka ist die wahrscheinlich älteste und traditionsreichste Art, Kaffee zuzubereiten. Die richtige Bezeichnung für das koffeinhaltige Heißgetränk ist eigentlich türkischer Kaffee.
Was macht den türkischen Kaffee besonders?
Der türkische Kaffee besitzt eine sämige Textur, die durch die spezielle Zubereitung der hieraus entstehenden Schwebstoffe besteht. Aufgrund der Zubereitungsweise enthält türkischer Mokka Schwebstoffe, die ihm eine sämige Textur verleihen. Ist der Kaffee aufgekocht, bildet sich an der Oberfläche Schaum. Die Besonderheit beim türkischen Mokka ist der Kaffeesatz, der sich nach einigen Minuten nach dem Einschenken auf dem Boden der Tasse absetzt.
Tradition und Herkunft
'Mokka' war zunächst die Bezeichnung für eine Bohnensorte aus dem Jemen, die nach dem bedeutendsten Verschiffungshafen des Landes benannt wurde. Al-Muha war einst eine wohlhabende Stadt am Roten Meer, die ein Magnet für Handelsleute von nah und fern war. Von hier aus macht die Mokkabohne ihren Weg in die weite Welt. Die Zubereitung von türkischem Mokka im Ibrik existiert bereits seit dem 16. Jahrhundert. Heute wird das Getränk überwiegend im Mittleren Osten sowie in Osteuropa getrunken.
Die Kunst der traditionellen Zubereitung
Die traditionelle Zubereitung ist eine Kunst. Die Zeit der Zubereitung ist ein wenig länger und wird richtig zelebriert. Im Orient ist die Zubereitung von Kaffee eine Zeremonie, für die es Ruhe braucht. Türkischer Kaffee wird auch traditionsgemäß nie im Stehen oder gar “to go” getrunken, sondern man nimmt sich sowohl bei der Zubereitung als auch beim Trinken eine Auszeit vom Alltag. Damit der türkische Kaffee auch wie im Türkei-Urlaub schmeckt, ist es wichtig als Erstes die richtigen Bohnen hierfür zu wählen.
Zubehör: Ibrik / Cezve
Wer einen türkischen Kaffee zubereiten will, benötigt hierfür die richtigen Utensilien. Am wichtigsten ist das kleine Kännchen aus Edelstahl oder Kupfer. Die Mokkakanne Cezve, die in anderen Landstrichen der Türkei auch als Briki, Rakwa, Finjan, Kanaka oder Ibrik bezeichnet wird, ist das wichtigste Utensil bei der Zubereitung. Die Kanne besitzt einen langen Griff, ist sehr dünnwandig und wird in der Regel aus Kupfer oder Messing angefertigt. Wer Mokka möglichst originalgetreu zubereiten will, sollte ein Ibrik aus Kupfer oder Messing verwenden. Damit der Geschmack nicht beeinträchtigt wird, sollte das Kännchen von innen verzinkt sein. Auf dem Boden des Kännchens ist übrigens meist eine Zahl eingeschlagen, die angibt, wie viele Tassen Mokka Sie in dem Ibrik zubereiten können.
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Der richtige Mahlgrad
Der Mahlgrad für den türkischen Mokka muss ganz fein sein. Wenn er gemahlen wird, sollte er in etwa so fein sein wie Puderzucker. Erst durch das feine Pulver bildet sich der Schaum. Espressopulver kann nicht genutzt werden, da dieses zu grob gemahlen ist, um einen original türkischen Kaffee zuzubereiten. Idealerweise werden die Bohnen allerdings direkt vor der Zubereitung gemahlen. Traditionell gibt es daher gemahlenen Mokka meist nur in kleinen Packungen mit 100 Gramm oder 200 Gramm.
Zutaten für ein aromatisches Rezept
Für den klassischen Mokka werden Kaffeesorten aus Äthiopien oder dem Jemen verwendet. Am wichtigsten ist jedoch, dass die Bohnen staubfein gemahlen sind. Für eine Tasse sollte es etwa ein Teelöffel Kaffeepulver sein; in vielen Rezepten werden jedoch zwei Teelöffel pro Tasse empfohlen. Gleiches gilt für die Menge an Zucker: Pro Tasse benötigen Sie etwa einen Teelöffel. Werden Gewürze zugegeben, kann ganz oder ein Teil des Zuckers verzichtet werden.
Gewürze: Kardamom, Muskat, Zimt und Karamell
Du kannst den türkischen Kaffee mit Gewürzen verfeinern, etwa mit Zimt, Kardamom oder Nelken. Für diesen orientalischen Gewürzkaffee benötigst du eine Messerspitze von jedem Gewürz pro Kanne. Sie geben dem Getränk ein warmes rundes Aroma und du kannst auf Zucker verzichten. Mancherorts werden verschiedene Gewürze beigesetzt - etwa Kardamom, Piment, Zimt oder sogar Rosenwasser. Für einen süßen Geschmack können Sie zu Beginn der Milch 1 Esslöffel Gießen Sie das Wasser-Kaffeemischung. (Anmerkung: dieser Satz entstammt dem Rohtext und kann ergänzend als Tipp verstanden werden.)
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Geben Sie zunächst Mokkapulver und Zucker beziehungsweise Kardamom in den Ibrik und füllen ihn dann mit der gewünschten Menge an Wasser auf. Kaffeebohnen mahlen: Im ersten Schritt wird der gewählte Kaffee vorbereitet.
- Rühren Sie die Mischung sorgfältig um und bringen Sie sie auf einer Herdplatte zum Kochen. Erhitze das Wasser, bis die ersten Bläschen aufsteigen. Bei mittlerer Hitze unter Rühren aufkochen, bis der Kaffee aufsteigt und schäumt.
- Wenn Kaffee schaumig ist, nehmen Sie den Ibrik vom Herd und schöpfen in jede Tasse einen Löffel des Schaums. Nehmen Sie den Ibrik vom Herd und schöpfen in jede Tasse einen Löffel des Schaums.
- Im nächsten Schritt kochen Sie den türkischen Kaffee ein zweites Mal auf, um ihn anschließend gleichmäßig auf die Tassen zu verteilen. Unter Rühren wieder aufkochen, bis der Kaffee erneut aufschäumt, vom Herd nehmen und kurz warten, bis der Kaffee sich absetzt.
- Erst wenn der Mokka dickflüssig genug ist, wird er auf die Tassen verteilt. Nach zwei Minuten, wenn sich der Kaffeesatz auf dem Boden der Tassen abgesetzt hat, ist der türkische Kaffee trinkfertig.
Du wirst feststellen, dass sich auf der Oberfläche Schaum bilden wird. Beim traditionellen orientalischen Kaffee soll der Kaffee dreimal aufkochen. Im nächsten Schritt kochen Sie den türkischen Kaffee ein zweites Mal auf, um ihn anschließend gleichmäßig auf die Tassen zu verteilen. Vergessen Sie zwischendurch nicht, den Ibrik immer wieder zu schwenken, damit sich der Kaffeesatz gleichmäßig verteilt. Für eine schaumige Konsistenz ein wenig lassen Sie Kaffee in cezve und kochen wieder schaumig rühren, einmal in der Tasse Füllen Sie vorsichtig.
Portionsangaben und Beispielrezept
| Zutat | Menge (für 1-2 Tassen) |
|---|---|
| Fein gemahlener Kaffee | 2 Teelöffel |
| Wasser | ca. 100-200 ml |
| Zucker | 1-1,5 Teelöffel (nach Geschmack) |
| Kardamom / Zimt / Muskat (optional) | Messerspitze je Gewürz |
Servieren und Genuss
Türkischen Kaffee servierst du in Mokka- oder Espressotassen. Getrunken wird die Kaffeespezialität aus Mokka-Tassen, die in etwa so viel fassen wie Espressotassen. Sie sind aber meist etwas flacher als diese. Türkischer Kaffee serviert im Kännchen mit Lokum und einem Glas Wasser. Damit der Kaffee seine ganze Note entfalten kann, wird zusätzlich ein Glas kaltes Wasser gereicht. In der Türkei und arabischem Raum wird zum türkischen Mokka ein spezielles, sehr süßes Gebäck gereicht, das sogenannte Lokum. Auch Halva ist ein beliebtes Gebäck.
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Varianten und Tipps
- Türkischer Kaffee mit Milch: Normerweise wird der türkische Kaffee im Original nicht mit Milch getrunken; allerdings gibt es eine Abwandlung, bei der Milch in die Kanne gegeben wird und alles zusammen aufgekocht wird.
- Gewürzvarianten: Rosenwasser oder Kakao können mitgekocht werden und ergeben weitere Varianten.
- Der Kaffeesatz kann wiederverwendet werden, zum Beispiel als Blumendünger.
- Einige weitere Tipps: Zucker muss sich vor dem Aufbrühen ganz aufgelöst haben; türkischer Kaffee wird immer mit einem Glas Wasser serviert; wer sich auskennt, kann aus dem Kaffeesatz die Zukunft lesen.
Der ursprüngliche Geschmack des Mokkas ist sehr süß. Damit der Kaffee nicht so süß und dennoch im Geschmack bekömmlich bleibt, geben verschiedene Gewürze hier die besondere Note. Essenziell ist, dass du dir sowohl die Zubereitung als auch den Genuss viel Zeit nehmen solltest.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen griechischem und türkischen Kaffee? Zwischen dem griechischen und dem türkischen Kaffee gibt es nur einen einzigen Unterschied, den Namen. Die Zubereitung und die Grundlage der Kaffeebohnen sind bei beiden Kaffeesorten gleich. Wie türkischer Kaffee zubereiten ohne Kanne? Der türkische Mokka kann ohne Kanne direkt in der Tasse zubereitet werden, hierzu werden das Kaffeepulver und der Zucker direkt in die Tasse gegeben und mit heißem Wasser aufgegossen. Danach muss gut umgerührt werden, damit der Zucker sich auflöst. Was ist der Unterschied zwischen italienischem Espresso und türkischem Kaffee? Der Unterschied liegt in der Wahl der Kaffeebohnen und dem feineren Mahlgrad. Auch die Zubereitung unterscheidet sich vom Espresso, denn der türkische Kaffee wird nicht mit einer Espressomaschine hergestellt, sondern in einem Kännchen.
Mit dem richtigen Rezept und ein wenig Übung gelingt die Herstellung von türkischem Kaffee ohne großen Aufwand. Am Ende wartet ein aromatischer türkischer Kaffee, der zum Genießen einlädt.
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