Trüffelpasta: Ein Rezept aus dem Glas und Variationen für Feinschmecker
Trüffelpasta ist ein Gericht, das viele Gesichter hat. Ob klassisch italienisch, mit Trüffelöl verfeinert oder sogar vegan - die Zubereitungsmöglichkeiten sind vielfältig. Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über verschiedene Trüffelpasta-Rezepte, inklusive einer Variante mit Trüffel aus dem Glas, und gibt Ihnen Tipps zur Auswahl der Zutaten und zur Verfeinerung des Geschmacks.
Einleitung
Trüffelpasta ist mehr als nur ein Gericht; es ist ein Erlebnis. Der unverwechselbare Geschmack von Trüffeln, kombiniert mit der Einfachheit von Pasta, macht dieses Gericht zu einer Delikatesse für besondere Anlässe und den anspruchsvollen Gaumen.
Rezept: Trüffelpasta aus dem Glas
Trüffel aus dem Glas und Trüffelpaste eignen sich ausgezeichnet dazu, Pasta schnell und unkompliziert zu veredeln. Die Produkte sind das ganze Jahr über verfügbar und bieten eine längere Haltbarkeit als frischer Trüffel. Eingekochter Trüffel besitzt ein sanfteres Aroma, das durch Zugabe von Trüffelöl intensiviert werden kann. Im Handel gibt es verschiedene Produkte, einige Pasten sind online bestellbar.
Zutaten
- 1 EL Meersalz, grobes
- 150 ml Geflügelbrühe
- 180 g Schlagsahne
- 30 g Butter
- 150 g dünne Eiernudeln
- Salz
- 20 g geriebener Parmesan
- 2 Eigelb
- 1 Tropfen Trüffelöl
- 15 g Trüffel
Zubereitung
- In einem Topf reichlich Wasser mit Meersalz zum Kochen bringen.
- In einem anderen Topf Brühe, Sahne und Butter aufkochen lassen und auf 250 ml reduzieren.
- Die Nudeln in Salzwasser nach Packungsangabe bissfest kochen, in einem Sieb abtropfen lassen und in die Sauce geben.
- 10 g Parmesan mit Eigelben und 2 EL Wasser verrühren.
- Den Topf mit den Nudeln vom Herd ziehen, die Parmesanmischung behutsam einrühren, bis das Eigelb bindet und die Sauce eine schöne Konsistenz bekommt. Dabei darauf achten, dass die Sauce am Topfboden nicht zu heiß wird, da das Eigelb gerinnen könnte. Die Sauce mit Salz und Trüffelöl abschmecken. Vorsicht beim Trüffelöl: Weniger ist hier mehr!
- Die Pasta mit der Sauce auf Teller verteilen, Trüffel in Spänen darüber hobeln. Mit dem restlichen Parmesan betreut servieren.
Weitere Trüffelpasta-Variationen
Neben dem Rezept mit Trüffel aus dem Glas gibt es zahlreiche andere Möglichkeiten, Trüffelpasta zuzubereiten. Hier sind einige beliebte Varianten:
Trüffelpasta mit Trüffelöl
Um eine Pasta mit starkem Trüffelgeschmack zu gestalten, ist weißes Trüffelöl der Schlüssel. Dieses aromatische Öl, angereichert mit dem Geschmack von Trüffeln, verleiht dem Gericht das charakteristische, kräftige Aroma. Ein paar Tropfen Trüffelöl auf der fertig zubereiteten Pasta entfalten ein intensives Geschmackserlebnis. Es gibt verschiedene Sorten Trüffelöl, und man kann sogar selber ein Öl mit frischem Trüffel ansetzen.
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Trüffel-Pasta italienisch
Die italienische Pasta mit Trüffel ist ein echter Klassiker. Beginnend mit der Pastaform: Tagliatelle sind ideal, da ihre breite, flache Form perfekt dazu geeignet ist, die reichhaltigen Saucen aufzunehmen. Traditionell wird Eierpasta verwendet, da das Ei den Teig reichhaltiger und geschmackvoller macht. Die Region um Alba in Italien ist berühmt für ihre weißen Trüffel und dortige Rezepte reflektieren die hochwertigen, lokalen Zutaten, die dieses Gebiet zu bieten haben. Im Silberlöffel, dem italienischen Kochbuch findet sich auf Seite 282 ein Rezept für TAGLIOLINI AL BURRO E TARTUFO. Die Tagliolini ist eine schmale Pasta, die an Tagliatelle und an Spaghetti erinnert. Die Pasta ist flach und rau, dadurch kann sich der Geschmack und das Aroma der Zutaten ausgezeichnet präsentieren.
Trüffelpasta mit Trüffelbutter
Die wohl einfachste Version eines Trüffelgerichts kombiniert frisch gekochte Pasta mit Trüffelbutter. Man benötigt für diese original italienische Trüffelpasta etwa 250 g Tagliolini, die man in kräftig in gesalzenem Salzwasser kocht. Daneben lässt man in einem kleinen, heißen Topf 80-100 g Butter aufschäumen. Die Butter mit Salz, weißem Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen. Dann die all dente gekochten Tagliolini abschütten und sehr gut abtropfen lassen. Die Pasta anrichten und mit der Butter begießen. Fein geriebenen Parmesan ergänzen. Weißen Trüffel zur Pasta hobeln und schnell servieren. Einige Tropfen von weißem Trüffelöl verstärken das Trüffelaroma.
Pasta mit Trüffel-Sahnesauce
Das oben präsentierte Trüffelpasta-Rezept lässt sich wunderbar mit Sahne verfeinern, was allerdings eher der französischen Küche zugeschrieben wird. Es gibt ein separates Rezept für Trüffelnudeln mit Sahnesoße, das ist für diejenigen, die eine cremigere Variante bevorzugen. Trüffelsoße aufkochen und mixen.
Trüffelpasta vegan
Für eine vegane Version der Trüffelpasta Hühnerbrühe durch Gemüsebrühe ersetzen. Statt Trüffelbutter kommt Trüffelöl zum Einsatz und man wählt eine Pastasorte ohne Ei, wie zum Beispiel Spaghetti. Diese Anpassungen machen das Gericht zu einer köstlichen Option für diejenigen, die pflanzliche Alternativen bevorzugen, ohne auf das unverwechselbare Trüffelaroma verzichten zu müssen.
Trüffel: Eine Delikatesse mit Geschichte
Trüffel sind selten und schwer zu finden. Die besten Trüffel stammen aus dem italienischen Piemont, dem Périgord und der Provence in Frankreich. Australien und Neuseeland kultivieren die Delikatesse in sogenannten Trüffelhainen. Allerdings ist die Züchtung anspruchsvoll und der Ertrag auch nach Jahren äußerst gering. Sogar aus China erhält man Trüffel mittlerweile auf unseren Märkten. Günstig aber eindeutig minderwertig. In Deutschland stehen sie unter Naturschutz und dürfen nicht geerntet werden.
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Trüffel sind selten und lassen sich nur mit Zeit und Geduld finden. Das Gedeihen des Pilzes hängt stark von Klima und Witterung ab und sie wachsen 30 bis 40 Zentimeter unter der Erde. Schweine haben einen ausgezeichneten Geruchssinn und lieben Trüffel. Der Pilz sondert ähnlich wie ein Eber das Hormon Androstenon aus und lockt so die weiblichen Schweine an. Allerdings geben Schweine ihre Beute nur ungern her, wenn sie die Kostbarkeit erstmal gefunden haben. Daher setzt man inzwischen meist ausgebildete Trüffelhunde für die Suche ein. Besonders häufig kommt dabei die italienische Hunderasse Lagotto zum Einsatz. Im Gegensatz zu Schweinen schonen die Hunde auch den Waldboden. Ein Trüffelsucher findet täglich nur rund 70 g Weiße oder 150 g Schwarze Trüffel. An einigen Tagen bleibt die stundenlange Suche durch den Wald ganz ergebnislos. Spürt der Trüffelhund einen Pilz auf, folgt das aufwendige Ausgraben. Mit einer speziellen Trüffelhacke befreit man die Knolle von der Erde vorsichtig. Der Vorgang kann bis zu einer Stunde dauern.
Der Umfang des Ernteertrags und die Herkunftsregion bestimmen den Preis des Edelpilzes. 100 g Schwarzer Trüffel kosten zwischen 150 bis 200 Euro. Weiße Trüffel sind wesentlich teurer und ihr Preis kann je nach Herkunftsregion sogar über 1000 Euro liegen.
Weiße und schwarze Trüffel: Unterschiede im Geschmack
Weiße Trüffeln wachsen von September bis Januar zu der kostbaren Delikatesse heran. Feine Äderchen durchziehen ihr weißes bis hellbraunes Fruchtfleisch. Sie schmecken dezent erdig und nussig. Ihr Aroma erinnert etwas an Knoblauch. Der intensive Duft ist leicht süßlich wie bei Honig und ähnelt Heugeruch. Der weiße Albatrüffel gilt als die Königin unter den Speisepilzen. Weißen Trüffel darf man nicht kochen, da sie durch Wärmeeinwirkung ihren Geschmack komplett verlieren. In der Regel reibt man ihn kurz vor dem Servieren in dünnen Scheiben über das fertige Gericht.
Schwarze Trüffel (Perigord-Trüffel) besitzen im Vergleich zu Weißen Trüffeln einen kräftigen Geschmack mit leichten Pfeffer- und Bitternoten. Ihr milder Geruch erinnert an Unterholz, Erdbeere und schokoladige Fruchtnoten. Neben dem berühmten und teuren Perigord-Trüffel gibt es auch Schwarze Wintertrüffel (Muskattrüffel). Sie verfügen über ein weniger intensives Aroma als der Perigord. Schwarze Trüffel eignen sich hervorragend für Schmorgerichte, Risottos und Cremesuppen. Der erdige Geschmack harmoniert ideal mit Sellerie, Kartoffeln, Geflügel und Fisch. Der sogenannten Scorzone reift von Mai bis September heran und ist im Vergleich zu anderen Trüffelsorten von minderer Qualität. Das gelbbraune bis dunkelbraune Fleisch schmeckt weniger intensiv als bei Wintertrüffeln. Schwarze Herbsttrüffel (Burgundertrüffel)erhält man von August bis Januar und sind in der Güteklasse mit Sommertrüffeln vergleichbar. Ihr milder Geruch ähnelt dem Duft von Steinpilzen.
Tipps zur Lagerung und Verwendung von Trüffeln
Trüffel solltest du unbedingt frisch verzehren, denn schon drei Tage nach der Ernte leidet ihr Aroma. 10 bis 14 Tage später haben sie ihren Geschmack vollständig verloren. Weiße Trüffel sollte man in der Regel nur über das Essen hobeln, während man Schwarze Trüffel auch mitkochen kann.
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Frische Trüffeln solltest du unbedingt dunkel im Kühlschrank lagern und so schnell wie möglich verarbeiten. Schon drei Tage nach der Ernte leidet ihr Geschmack. 0 Grad sind optimal und ihr Aroma intensiviert sich bei der niedrigen Temperatur sogar leicht. Nach 14 Tagen ist ihr typischer Geschmack vollständig verflogen. Am besten bewahrst du Weiße Trüffel in einem Glas mit Schraubverschluss auf. Da sie Feuchtigkeit absondern, empfiehlt sich das Einwickeln in Küchenrollenpapier. Zur Vermeidung von Schimmel solltest du das Papier täglich wechseln. Schwarze Trüffel kann man sehr gut auf Reis lagern, da er die Feuchtigkeit perfekt aufnimmt.
Trüffelaroma: Worauf man achten sollte
Trüffelaroma passt generell hervorragend zu Sahne, Butter oder Ei. Echte Feinschmecker bevorzugen eine einfache Zubereitung und empfehlen den Edelpilz zu Omlett, Rührei, Spiegelei oder Pasta mit Butter. Du kannst aber auch ein edles Trüffel Risotto oder Trüffel Pommes mit der Delikatesse zubereiten.
Trüffel schmecken intensiv. Pro Person musst du in der Regel nicht mehr als 10 g für ein Gericht einplanen.
Trüffelpasta: Ein Gericht für besondere Anlässe
Trüffelpasta ist ein Gericht, das man nicht jeden Tag isst. Es ist etwas Besonderes, ein Genuss für spezielle Momente. Ob mit frischen Trüffeln, Trüffelöl oder Trüffelprodukten aus dem Glas - die Zubereitung ist einfach und das Ergebnis beeindruckend.
Die Wahl der Pasta
Die Wahl der richtigen Pasta ist entscheidend für das Gelingen des Gerichts. Traditionell werden Tagliatelle oder Tagliolini verwendet, aber auch andere Sorten wie Spaghetti oder Fettuccine eignen sich gut. Wichtig ist, dass die Pasta von guter Qualität ist und eine raue Oberfläche hat, damit die Sauce gut aufgenommen wird.
Trüffelöl: Vorsicht vor Fälschungen
Trüffelöl ist ein beliebtes Mittel, um Trüffelpasta schnell und einfach zu verfeinern. Allerdings sollte man beim Kauf auf die Qualität achten. Viele Trüffelöle enthalten nur künstliche Aromen und haben wenig mit echtem Trüffel zu tun. Es lohnt sich, etwas mehr Geld auszugeben und ein hochwertiges Trüffelöl mit echten Trüffelstückchen zu kaufen.
Der perfekte Käse
Parmesan ist der ideale Käse für Trüffelpasta. Er hat einen kräftigen Geschmack, der gut mit dem Trüffelaroma harmoniert. Man kann den Parmesan gerieben in die Sauce geben oder frisch über die Pasta hobeln.
Trüffelpasta: Ein Gericht mit vielen Facetten
Trüffelpasta ist ein Gericht, das man immer wieder neu interpretieren kann. Ob klassisch italienisch, mit Sahne verfeinert oder vegan - die Möglichkeiten sind vielfältig. Mit den richtigen Zutaten und etwas Kreativität kann man ein Gericht zaubern, das jeden Gaumen verwöhnt.
Besuch in Istrien: Trüffel-Erlebnisse
Bereits vor einiger Zeit wurde ein Rezept für Trüffelnudeln vorgestellt. Das Rezept mit Trüffel-Sahnesoße stammt in ihrer ursprünglichen Version aus dem Restaurant Tantris in München, welches kontinuierlich mit 2-3 Sterne im Guide Michelin ausgezeichnet ist. Wer Trüffel liebt fährt auch mal weiter. Daher wurde im Oktober in Istrien die Trüffelmesse bei Fa. Zigante in Kroatien besucht. Gleich nach Ankunft konnte man bei einer Trüffeljagd mit Trüffel finden dabei sein. Am Abend folgte ein Trüffelmenü im vom Guide Michelin empfohlenen Restaurant Zigante. Den Köchen durften wir auf besondere Einladung in der Küche direkt über die Schultern schauen. Die Besonderheit: In der Küche vom Restaurant Zigante wurde kein Trüffelöl verwendet. Dafür wurde frischer Trüffel weiß oder schwarz in großen Mengen am Tisch auf die Gerichte gehobelt. Der Trüffel kommt bei Zigante direkt aus dem Wald in die Küche und auf den Teller der Gäste. Vielleicht gehört das Restaurant weltweit zu den besten Trüffelrestaurants, da der Trüffel nirgendwo frischer auf den Teller gelangen kann. Wer dieses Restaurant besucht kann authentische Trüffel Küche kennen lernen.
Trüffelpasta: Ein persönliches Erlebnis
Die Zubereitung von Trüffelpasta kann auch ein persönliches Erlebnis sein. Es ist eine Möglichkeit, sich selbst oder anderen eine Freude zu bereiten und ein Stück Luxus zu genießen.
Eine Familiengeschichte
Bei einer großen Familien-Zusammenkunft an der Nordsee entpuppten sich Bruder und seine Freundin sich als Anhänger der Haute Cuisine, der gehobenen Küche. Diese Eigenschaft war bisher gänzlich unbekannt. Außerdem hatten die beiden eine Geheimquelle für hochwertigen Trüffel in Hamburg aufgetan. Also war ihr Beitrag zu einer kulinarischen Woche im Reetdach-Ferienhaus (mit großer offener Küche) eine köstliche Trüffel-Pasta nach einem Rezept, das die beiden offenbar perfektioniert hatten. Den passenden Trüffel-Hobel hatten sie natürlich auch mitgebracht. Und so saßen wir mit Kindern, Großeltern und Geschwistern am großen Esstisch und hobelten reihum den Trüffel auf unsere Teller.
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