Einfaches Rezept für Zimtschnecken-Teig mit Zimt und Zucker
Zimtschnecken sind ein wahrer Klassiker: ein luftiger Hefeteig, eine buttrige Zimt‑Zucker‑Füllung und optional ein süßer Guss machen sie unwiderstehlich. Falls du sie noch nie gebacken hast - dieses einfache Rezept führt dich Schritt für Schritt zu etwa 12-14 saftigen, zimtigen Schnecken.
Warum dieses Rezept?
Mit diesem Rezept hast du am Ende ca. 12 Zimtschnecken - abhängig natürlich davon, wie dick oder dünn du sie schneidest. Diese ähneln dann in ihrer schlussendlichen Form auch jenen, die du von bekannten amerikanischen Bäckern kennst - große, fluffige Zimtschnecken eben. Nichts geht über warme, frische Zimtschnecken!
Zutaten für den Hefeteig
- 300-270-250 ml Milch (je nach Variante im Text; handwarm erwärmen)
- 60-90 g weiche Butter (siehe Varianten)
- ca. 500 g backstarkes Mehl (Type 550 oder 405 je nach Vorliebe)
- 1 Ei (Gr. M) bzw. 1 Eigelb zum Bestreichen
- 1 Packung Trockenhefe oder 21 g Frischhefe (7-21 g je nach Rezeptvariante)
- 60 g Zucker (oder nach Geschmack reduzieren)
- 1 Prise Salz
- optional: Vanillinzucker, eine Prise Kardamom
Zutaten für die Füllung
- 200 g bis 100 g brauner Zucker (je nach Rezeptvariante)
- 2 EL Zimt (oder 2 TL)
- 85-100 g weiche Butter (je nach Variante)
- optional: gehackte Nüsse, Rum/Amaretto, Kardamom
Zutaten für die Glasur (optional)
- 70 g Frischkäse, 1 EL weiche Butter, 1 EL gehäufter Puderzucker (für Frischkäse‑Glasur)
- oder: Puderzucker + etwas Zitronensaft/Wasser für einfachen Zuckerguss
Vorbereitung und Hefeteig herstellen
Zunächst den Hefeteig zubereiten. Hierfür Milch und Butter auf dem Herd bei mittlerer Temperatur lauwarm erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Bitte nicht zu heiß werden lassen; die Flüssigkeit soll nur lauwarm werden. Dann Mehl, Hefe und Zucker in einer Rührschüssel vermengen. Die Milchmixtur sowie das verquirlte Ei zum Mehl geben und alles mehrere Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten. Ich bereite den Hefeteig gerne in meiner Küchenmaschine mit dem großen Knethaken zu, geht aber auch natürlich in Handarbeit.
Der Teig sollte schön elastisch sein und sich vom Schüsselrand lösen. Ist er noch etwas zu feucht, kann man gerne noch ganz wenig Mehl dazu geben. Den Teig zu einer Kugel formen und in eine leicht geölte große Schüssel geben. Ich drehe die Teigkugel hier gerne noch einmal um, damit auch alles mit dem Öl bedeckt ist. Den Teig nun gut warm abdecken und ca. 60-80 Minuten lang an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen, bis er sich circa verdoppelt hat.
Füllung vorbereiten
Gegen Ende der Gehzeit die Zimtschnecken-Füllung vorbereiten. Hierfür Zucker und Zimt (und Liebe) mischen, die Butter dazu geben und mit einer Gabel oder dem Handmixer zu einer gleichmässigen Füllung mixen. Du kannst die weiche Butter direkt mit braunem Zucker und Zimt zu einer sandähnlichen Mischung vermengen und dann auf dem Teig verteilen, bevor er zusammengerollt wird. Ich habe mich für die zweite Variante entschieden, da sie beim Rollen und Schneiden die Füllung bombenfest an Ort und Stelle hält.
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Teig ausrollen, bestreichen und rollen
Den Teig einmal kurz mit der Faust einboxen, aus der Schüssel holen und ca. 0,5 cm dick zu einem Rechteck ausrollen (ca. 40 x 30-40 x 35 cm je nach Rezept). Die Zimtfüllung darüber verteilen, dann mit einem leicht gefetteten Streichmesser oder einem Palettenmesser verteilen. Das ist etwas mühsam, aber wenn man die Füllung vorher schon gut verteilt hat, kann man sie an Ort und Stelle bloß noch fest drücken und leicht verstreichen.
Den Teig nun von zwei langen Seiten her eng aufrollen, bis sie sich in der Mitte treffen. Erst die eine Seite, dann die andere. Geschmacklich macht es absolut keinen Unterschied, ob du von der langen Seite aufrollst oder von beiden Seiten in die Mitte - beides funktioniert.
Schneiden und Aufgehen lassen
Mit einem bemehlten Sägemesser zunächst die beiden Ränder abschneiden, dann aus der restlichen Teigsrolle vorsichtig 12 Stücke schneiden. Kleiner Tipp: Ich dippe mein Messer zwischen jedem Schnitt in Mehl und versuche, die Stücke eher zu sägen, sonst quetscht man das schöne Muster platt. Alternativ funktioniert Zahnseide besonders gut: Diese einfach unter die Rolle schieben und die Hände nach oben ziehen und dabei überkreuzen - so lassen sich perfekte Scheiben schneiden, ohne den Teig zu zerdrücken.
Die einzelnen Stücke dann mit Abstand zueinander auf den Blechen verteilen. Noch mal mit Geschirrtüchern abdecken und ca. 20-30 Minuten lang gehen lassen, bis sie leicht aufgegangen sind.
Backen
Unterdessen den Backofen auf 175-180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Schnecken dann in den Ofen geben und die Bleche nacheinander ca. 20-22 Minuten lang backen. Sollten sie unterwegs zu stark bräunen, kann man den Ofen kurz auf 175 Grad herunter regulieren. Übrigens: ja, es wird etwas von der Zimtfüllung auslaufen, Butter läuft bei Wärme einfach gerne weg. Aber keine Bange, in den Schnecken ist noch genug leckere Zimtmixtur. Es bildet sich als kleiner Nebeneffekt am Boden eine kleine karamellisierte Zimtkruste, was nicht zu verachten ist.
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Glasur und Servieren
Die Schnecken mit einem Pfannenwender o.ä. vom Blech auf ein Abkühlgitter hieven. Ich esse sie am liebsten lauwarm und gebe gerne noch etwas Frischkäse‑Puderzucker‑Glasur darüber. Hierfür einfach einen Esslöffel Doppelrahmstufe‑Frischkäse verrühren und so lange Puderzucker dazu geben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Alternativ frischer Zuckerguss: Puderzucker mit etwas Zitronensaft oder Wasser glattrühren und über die noch warmen Schnecken geben.
Tipps, Varianten und Aufbewahrung
- Der Hefeteig kann schon am Vorabend zubereitet und über Nacht im Kühlschrank platziert werden, wo er langsam geht. Hefeteig wird ganz besonders fluffig, wenn du ihn über Nacht gehen lässt.
- Für vegane Zimtschnecken Butter durch pflanzliche Margarine und Milch durch Hafer- oder Mandelmilch ersetzen.
- Als Zuckerersatz kannst du Erythrit oder Xylit testen; es gibt kaum gravierenden Unterschied, Erythrit hat einen leicht kühlenden Nachgeschmack.
- Verwende hochwertigen Ceylon‑Zimt statt Cassia, um Cumarin‑Belastung zu reduzieren.
- Für besondere Aromatik: eine Messerspitze Bourbon‑Vanille oder eine Prise Kardamom in die Füllung geben; gehackte Nüsse oder Pistazien als Topping ergänzen.
- Aufbewahrung: frisch gebackene Zimtschnecken bleiben bei Zimmertemperatur 2-3 Tage saftig; im Kühlschrank bis zu einer Woche. Zimtschnecken lassen sich gut einfrieren - vor oder nach dem Backen einfrieren.
- Fototipp: Für appetitliche Bilder eignen sich ein älteres Backblech oder ein Kuchengitter; Nahaufnahmen und frische Beeren (z. B. Himbeeren) bringen Farbe ins Bild.
Kurzvarianten der Zubereitung (Übersicht)
| Schritt | Kernaktion |
|---|---|
| Teig | Milch + Butter lauwarm, Mehl+Hefe+Zucker mischen, kneten, 60-90 Min. gehen lassen |
| Füllung | Butter + brauner Zucker + Zimt mischen (sandige oder cremige Konsistenz) |
| Rollen & Schneiden | Teig 0,5 cm ausrollen, bestreichen, eng aufrollen, in 12 Scheiben schneiden |
| Backen | 180 °C, ca. 20-22 Min. (je nach Ofen und Größe) |
| Glasur | Frischkäse‑Glasur oder Puderzucker‑Guss auf warme Schnecken streichen |
Tipps für gelingsichere Zimtschnecken
- Achte auf die Temperatur der Milch: alles über 40 °C tötet die Hefe.
- Geduld zahlt sich aus: Volumenzunahme des Teiges ist wichtiger als starre Zeiten.
- Mit Zahnseide schneiden, wenn das Messer klebt - saubere Scheiben ohne Quetschen.
- Backpapier verwenden: ausgeflossene Füllung karamellisiert und kann am Blech kleben bleiben.
Viel Freude beim Nachbacken - warme Zimtschnecken sind ein Duft, der sofort Gemütlichkeit und Genuss zaubert.
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