Streuseltaler mit Pudding und Trockenhefe Rezept
Fluffiger Hefeteig, cremiger Vanillepudding und goldene Butterstreusel - genau so müssen Streuseltaler mit Pudding schmecken. Ich liebe sie, weil sie so saftig sind und einfach wie vom Bäcker schmecken. Und das Beste: Falls mal etwas übrig bleibt, ist dieses Rezept die perfekte Resteverwertung für den nächsten Tag.
Wesentliches Konzept und Varianten
Diese Streuseltaler bestehen aus einem richtig flaumigen, aber stabilen Hefeteig, einer cremigen Vanillefüllung und knusprigen Butterstreuseln. Die Kombination aus softem Hefeteig, einer richtig dicken Schicht Streusel und der Vanillecreme ist einfach unwiderstehlich. Es gibt Varianten mit Pudding (erinnert an Streuselkuchen mit Pudding), gefüllt mit Vanillecreme oder solchen mit Marmelade statt Früchten. Die Streuseltaler lassen sich alternativ auch mit Schokopudding oder Früchten wie Johannisbeeren, Heidelbeeren oder Pflaumen zubereiten.
Warum Trockenhefe verwenden?
Falls du nicht so gern mit frischer Hefe bäckst, kannst du für die Streuseltaler auch auf Trockenhefe zurückgreifen. Tipp: Der Umrechnungsfaktor beträgt 3. Du musst also die Menge an frischer Hefe durch 3 teilen. Für die Zubereitung ohne Frischhefe kannst du die 10 g Frischhefe in der Zutatenliste durch ca. 3-4 g Trockenhefe ersetzen oder durch ca. 150 g aufgefrischte Madre, wenn du eine feste Lievito Madre bevorzugst.
Zutaten (für ca. 10 Stück)
- Für den Hefeteig:
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 50 g Zucker
- 10 g Vanillezucker
- 10 g Frischhefe (oder 3-4 g Trockenhefe)
- 250-270 g Milch
- 1 Ei (Gr. M)
- 60 g Butter - kühl, aber nicht hart
- 20 g neutrales Speiseöl
- 5 g Salz
- Für den Streuselteig:
- 200 g Mehl
- 125 g kalte Butter
- 90 g Zucker
- 10 g Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- Für die Puddingfüllung:
- 450 g Milch
- 70 g Zucker
- 10 g Vanillezucker
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (oder 40 g Speisestärke)
- 1 Eigelb
- 1 Prise Salz
- 150-200 g Sahne, gut gekühlt
- 1 Päckchen Sahnesteif
Vorbereitung: Der Kaltstart-Trick und Teigführung
Ich arbeite immer mit kalter Milch und kühlen Zutaten - das hält die Teigtemperatur niedrig und gibt dir genug Zeit zum Teigkneten. Der Teig wird so beim Kneten nicht zu warm, schön elastisch und später wunderbar fluffig und locker. Richtig auskneten ist Pflicht: Knete den Teig mindestens 10-15 Minuten, bis er den Fenstertest besteht. Ein gut entwickeltes Glutengerüst ist entscheidend, damit die Taler beim Backen gut aufgehen und später nicht unter dem Gewicht der Creme zusammensacken. Butter und Salz erst zum Schluss hinzufügen - so bleibt die Krume besonders zart und der Teig geht optimal auf.
Teigruhe (Stockgare): Variante am selben Tag backen: Abgedeckt 3-4 Stunden bei Raumtemperatur (20-22 °C) gehen lassen oder für ca. 1,5-2 Stunden bei 25-27 °C. Der Teig sollte sich mindestens verdoppeln. Variante kalte Übernachtgare: Abgedeckt 1 Stunde bei Zimmertemperatur anspringen lassen und danach 10-12 Stunden im Kühlschrank reifen lassen. Am nächsten Morgen etwa 1-2 Stunden akklimatisieren.
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Zubereitung des Hefeteigs (Kurzfassung aus vorhandenem Material)
- Alle Zutaten für den Teig bis auf Butter und Salz etwa 10 Minuten bei langsamer Geschwindigkeit kneten. (Je nach Mehl und Größe vom Ei zunächst die kleinere Milchmenge verwenden und ggf. noch Milch hinzufügen.)
- Anschließend weitere 5-8 Minuten bei höherer Geschwindigkeit zu einem glatten Teig auskneten.
- Zum Ende der Knetzeit Butter, Öl und Salz sowie bei Bedarf die restliche Milch portionsweise hinzufügen.
- Den Teig abgedeckt gehen lassen (siehe Teigruhe oben) oder für die kalte Gare in den Kühlschrank stellen.
Streuselteig: grobe, mürbe Streusel herstellen
Alle Zutaten für den Streuselteig zügig mit den Händen oder kurz in einem Mixer miteinander vermengen, sodass ein krümeliger Teig entsteht. Bis zur weiteren Verarbeitung im Kühlschrank kalt stellen. Mein Verhältnis: 2 Teile Mehl : 1 Teil Butter : 1 Teil Zucker. Nur so bleiben die Streusel schön grob und behalten beim Backen ihre Form. Nicht zu lange kneten - stoppe, sobald sich grobe Krümel bilden. Der Bäcker-Trick für extra Knusprigkeit: Bestreue die Taler erst kurz vor dem Backen mit den gut gekühlten Streuseln. Für die goldene Farbe kannst du am Ende der Backzeit kurz die Oberhitze zuschalten.
Der cremigste Vanillepudding für Streuseltaler
Die Füllung ist das Herzstück! Der Pudding muss cremig sein, aber fest genug, damit er nach dem Füllen nicht davonläuft oder den Hefeteig durchweicht. Einfache Basis: Ich koche den Pudding mit Milch, Puddingpulver (oder Speisestärke), Zucker, Eigelb und Vanillezucker mit echter Vanille. Mehr Stärke = schnittfeste Creme: Ich verwende etwas weniger Milch als bei normalem Dessert-Pudding. So wird die Creme schön fest und hält die Feuchtigkeit dort, wo sie hingehört.
Anti-Klumpen-Trick: Rühre die Stärke zuerst mit Zucker und etwas kalter Milch glatt an. Erst dann in die kochende Milch geben. Anschließend am besten nochmal durch ein feines Sieb streichen, so entstehen garantiert keine Klumpen. Geschmack macht den Unterschied: Verwende echte Vanille in Vanillezucker oder selbstgemachten Vanilleextrakt. Gut kühlen lassen: Der Vanillepudding muss vollständig auskühlen, bevor du die Sahne unterhebst und die Taler damit füllst.
- Puddingpulver (oder Stärke) mit etwas kalter Milch und dem Eigelb glatt rühren.
- Restliche Milch mit Zucker, Vanille und Salz aufkochen.
- Etwas heiße Milch zur Stärke-Eigelb-Mischung geben, gut verrühren, dann alles zurück in den Topf geben.
- Unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis die Creme eindickt (nicht kochen lassen, ca. 80 °C).
- Danach durch ein feines Sieb in eine Schüssel streichen, direkt an der Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken (verhindert Hautbildung) und vollständig auskühlen lassen (mind. 2 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank).
- Vor dem Füllen die gut gekühlte Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und vorsichtig unter den Pudding heben.
Formen, Stückgare und Backen
- Den Teig in 10 gleich große Teile teilen (je ca. 85-90 g) und locker rund wirken. Abgedeckt 20 Minuten entspannen lassen.
- Jeden Teigling vorsichtig mit den Händen zu einem Fladen auseinanderziehen (ca. 15-18 cm Ø) oder sehr schonend ausrollen - nicht zu fest drücken, damit die Luftbläschen erhalten bleiben.
- Die Taler auf 2 mit Backpapier belegte Bleche verteilen (je 5 Stück pro Blech). Abgedeckt nochmals 70-90 Minuten gehen lassen, bis die Taler sichtbar aufgegangen sind und sich federnd anfühlen.
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen.
- Die Taler dünn mit etwas Milch bestreichen. Den Pudding jeweils mit ca. 2 EL in die Mitte geben, einen kleinen Rand frei lassen.
- Den Streuselteig gleichmäßig darauf verteilen (falls sehr große Luftblasen entstanden sind, diese vorsichtig aufstechen) und die Streusel leicht andrücken.
- Ca. 20-25 Minuten backen, bis die Taler goldbraun sind. Nicht zu dunkel backen, sonst werden sie trocken. Für extra Farbe am Ende kurz Oberhitze zuschalten.
Tipp zur Garzeit und Raumtemperatur
Die Backzeit variiert je nach Größe der Taler und Ofen. Für große Taler 20-25 Minuten, für kleinere entsprechend weniger. Wenn du eine Übernachtgare gemacht hast, den Teig vor der Stückgare 1-2 Stunden akklimatisieren lassen.
Aufbewahrung und Einfrieren
Backe die Streuseltaler komplett fertig - sie sind durch den Pudding sehr saftig und schmecken am nächsten Tag oft sogar noch besser, weil die Creme schön durchgezogen ist. Lagere sie luftdicht unter einer Kuchenhaube oder in einer Dose bei Raumtemperatur - nicht im Kühlschrank! Kälte macht Hefeteig schnell altbacken. Einfrieren: Friere die fertig gebackenen, vollständig ausgekühlten Taler einzeln ein. So hast du immer einen Vorrat für spontane Kaffeerunden. Gefroren halten sich die Streuseltaler mehrere Wochen, am besten in Gefrierbeuteln verpackt.
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Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
- Teig zu warm beim Kneten: Kalt arbeiten, Milch und Zutaten kühl halten; sonst geht die Hefe zu schnell und die Struktur leidet.
- Zu kurze Knetzeit: Mindestens 10-15 Minuten (Fenstertest), sonst fehlt das Glutengerüst.
- Pudding nicht fest genug: Weniger Milch verwenden oder etwas mehr Stärke, damit der Pudding schnittfest wird und nicht davonläuft.
- Streusel zu fein oder verlaufen: Kalte Butter verwenden und nur kurz verarbeiten, grobe Krümel sind gewünscht.
Alternative Zubereitungsarten
Thermomix-Variante: Pudding im Mixtopf zubereiten (z. B. 7 Min. | 90 °C | Stufe 2) und direkt mit Frischhaltefolie abdecken; Teig im Thermomix kneten oder die traditionelle Küchenmaschine verwenden. Für die Streusel kurz im Mixtopf 15 Sek. | Stufe 6 verkneten, ggf. mit den Händen nachbearbeiten.
Rezepteingabe / Nährwert- und Portionshinweis
Die Rezeptangaben ergeben ca. 10 große Taler. Durchschnittliche Bewertung in unterschiedlichen Quellen liegt bei etwa 4,8 von 5 Sternen. Die Nährwertangaben variieren je nach Portionengröße und Zutatenmengen; als Durchschnittsschätzung kann eine Portion basierend auf den angegebenen Zutaten berechnet werden.
| Portionen | Backzeit | Arbeitszeit |
|---|---|---|
| 10 Taler | 20-25 Min. | ca. 35-60 Min. (ohne Ruhezeiten) |
Warum dieses Rezept lieben
Die selbstgebackenen Streuseltaler sind einfach köstlich: fluffig und buttrig, knusprig und weich zugleich. Als ich dieses Rezept kürzlich mal wieder gemacht habe, bekam ich die Rückmeldung: „Die schmecken ja wie Streuseltaler vom Bäcker!“ Ich ergänze: Sie schmecken oft sogar viel besser als vom Bäcker. Du brauchst zwar etwas Zeit für Hefeteig, Streusel und Pudding, aber das Ergebnis ist ein echter Gaumenschmaus.
Viel Spaß beim Backen - und falls du möchtest, probiere auch Varianten mit Obst oder Schokopudding. Guten Appetit!
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