Stachelbeermarmelade aus dem Glas: Omas Rezept für den Sommer
Die Stachelbeersaison ist in vollem Gange und was gibt es Schöneres, als den Geschmack des Sommers in einem Glas einzufangen? Mit selbstgemachter Stachelbeermarmelade kann man die Hochsaison der kleinen Beeren gebührend feiern und auch an kalten Tagen etwas Sonne genießen. Schon Oma wusste, dass Stachelbeermarmelade die perfekte Süße und Säure in einem Glas vereint. Die kleinen Früchte zaubern den Sommer auf den Frühstückstisch. Dieses Rezept besteht aus wenigen, aber sorgfältig ausgewählten Zutaten und natürlich einer Prise Liebe. Auf einer noch ofenwarmen Scheibe französischem Baguette oder schnellen Frühstücksbrötchen kann die Marmelade ihr ganzes Aroma entfalten.
Die Zutaten für Omas Stachelbeermarmelade
Für die Zubereitung der Stachelbeermarmelade nach Omas Art benötigt man folgende Zutaten:
- Stachelbeeren (egal ob weiß, grün oder rot, wobei die großen Früchte am süßesten und die kleinen geschmacklich komplexer sind)
- Gelierzucker (am einfachsten mit einem Verhältnis von 2:1)
- Eventuell eine Vanilleschote für eine lieblichere Note
Optional können noch ein Schuss Apfelsaft oder etwas Vanilleextrakt hinzugefügt werden, um die Marmelade zu verfeinern. Für eine Stachelbeer-Bananen-Marmelade benötigt man Stachelbeeren und Bananen zu gleichen Teilen. Für eine Stachelbeer-Kiwi-Marmelade verwendet man Stachelbeeren und Kiwi im gleichen Verhältnis. Für die Stachelbeer-Johannisbeer-Marmelade werden Stachelbeeren und Johannisbeeren im gleichen Verhältnis verwendet.
Zubereitungsschritte für die Stachelbeermarmelade
- Vorbereitung der Stachelbeeren: Zuerst müssen die Stachelbeeren von Blüte und Stielansatz befreit und gründlich gewaschen werden. Größere Beeren können halbiert werden, während kleinere ganz bleiben können. Für feine Marmelade können die Früchte auch durch ein Sieb gestrichen werden, um die Kerne zu entfernen.
- Zerkleinern der Früchte: Die vorbereiteten Stachelbeeren können mit einem Stabmixer zerkleinert oder durch den Fleischwolf gedreht werden. Alternativ können sie auch grob zerstampft werden. Für Gelee können die Stachelbeeren mit einem Entsafter-Aufsatz entsaftet werden.
- Mischen und Kochen: Die zerkleinerten Stachelbeeren werden mit dem Gelierzucker vermischt. Wenn gewünscht, kann das Mark einer Vanilleschote hinzugefügt werden. Die Mischung wird unter Rühren zum Kochen gebracht und 8-10 Minuten sprudelnd weitergekocht. Dabei sollte man nicht vergessen, die Vanilleschote wieder herauszunehmen.
- Gelierprobe: Um zu prüfen, ob die Marmelade die richtige Konsistenz erreicht hat, kann eine Gelierprobe gemacht werden. Dazu gibt man einen Teelöffel der heißen Marmelade auf einen kühlschrankkalten Teller. Wenn die Marmelade beim Abkühlen eine Haut bildet und nicht sofort zurückfließt, ist sie fertig.
- Abfüllen und Verschließen: Die fertige Marmelade wird sofort heiß in vorbereitete, saubere Gläser gefüllt und fest verschlossen. Es ist wichtig, keimarme Gläser zu verwenden, um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten.
Tipps und Tricks für die perfekte Stachelbeermarmelade
- Pektin: Stachelbeeren enthalten von Natur aus viel Pektin, das für das Gelieren verantwortlich ist. Daher ist die Zugabe von zusätzlichem Pektin nicht unbedingt erforderlich. Wenn es jedoch schnell gehen soll, kann Gelierzucker verwendet werden.
- Variationen: Die Stachelbeermarmelade kann mit anderen Früchten kombiniert werden, insbesondere mit pektinarmem Obst. Auch die Zugabe von Weißwein, Cognac oder Weinbrand ist möglich.
- Haltbarkeit: Bei richtiger Lagerung (kühl und dunkel) ist die Stachelbeermarmelade bis zu einem Jahr haltbar. Geöffnete Gläser sollten innerhalb von etwa 2 Wochen aufgebraucht werden. Zur Entnahme sollte immer sauberes Besteck verwendet werden, um die Keimbelastung zu reduzieren.
Stachelbeermarmelade: Mehr als nur ein Brotaufstrich
Die selbstgemachte Stachelbeermarmelade nach Omas Rezept ist nicht nur ein köstlicher Brotaufstrich, sondern auch vielseitig in der Küche einsetzbar. Sie kann zum Verfeinern von Desserts, Kuchen oder Gebäck verwendet werden. In Kombination mit cremigem Vanillepudding in Stachelbeer-Baiser-Tarteletts oder als Füllung für einen Stachelbeer-Mandel-Kuchen ist sie ein wahrer Genuss.
Gelierzucker: Die Evolution der Marmeladenherstellung
Früher wurde Marmelade mit der Hälfte Früchte und der Hälfte normalem Zucker hergestellt und so lange geköchelt, bis das Pektin aus den Früchten wirkte. Dadurch gingen jedoch viele Vitamine und Aromen verloren. Erst 1965 brachte der Zuckerhersteller Pfeifer & Langen den ersten 1:1 Gelierzucker auf den Markt, der eine schnelle und gelingsichere Marmeladenherstellung ermöglichte. Heute gibt es verschiedene Gelierzuckersorten (1:1, 2:1, 3:1) für unterschiedliche Zucker-Obst-Mischungsverhältnisse.
Lesen Sie auch: Selbstgemachte Stachelbeermarmelade mit dem Thermomix
Stachelbeer-Grenadine-Marmelade: Eine besondere Variante
Eine besondere Variante der Stachelbeermarmelade ist die Stachelbeer-Grenadine-Marmelade. Hier werden 500 g Stachelbeeren mit 3 EL Grenadinesirup und 500 g Diamant Gelierzucker 1:1 gemischt. Die Zubereitung erfolgt wie oben beschrieben. Der Grenadinesirup sorgt für eine tolle Farbe und einen besonderen Geschmack.
Lesen Sie auch: Stachelbeer-Torte backen
Lesen Sie auch: So gelingt die perfekte Stachelbeermarmelade
tags: #Stachelbeeren #aus #dem #Glas #für #Marmelade


