Rezept: Spekulatius-Kugeln mit Marzipan — Zubereitung und Varianten
Wenn Frau Holle in diesem Jahr wettertechnisch schon wieder nicht so richtig mitspielt, müssen wir halt selbst für kleine Schneebälle sorgen! Und die kleinen Leckerbissen sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern schmecken auch noch unheimlich gut!
Warum dieses Rezept?
Spekulatius, Vanille und Marzipan sind einfach eine unschlagbare Kombination. Solltet ihr so wie ich schon vor den Feiertagen so viele Plätzchen und Weihnachtssüßigkeiten gegessen haben, dass ihr gerade kaum noch einen Keks verputzen könnt, sind die kleinen weihnachtlichen Pralinen eine willkommene Abwechslung! Und dazu lässt sich dabei auch wunderbar nach den Feiertagen übriggebliebene Spekulatius verarbeiten! Das wäre doch viel zu schade, wenn sie nach Weihnachten ein einsames Dasein fristen müssten!
Zutaten (Basisvariante)
- 150-250 g Spekulatius (glutenfrei möglich)
- 70-100 g Marzipanrohmasse oder 200 g je nach Rezeptvariante
- 100 g gemahlene Mandeln (optional)
- 30-50 g Frischkäse (evtl. laktosefrei) oder Sahne in anderen Varianten
- 40 g zimmerwarme Butter (evtl. laktosefrei) oder Marzipan-Sahne-Mischung
- 20 g Puderzucker
- etwas Vanillearoma oder Vanillepaste
- 4 EL weißer Rum (oder Amaretto, Baileys, Orangensaft als alkoholfreie Alternative)
- 150-250 g weiße Schokolade oder Kuvertüre (alternativ Vollmilch oder Zartbitter)
- Streudeko, Kakaopulver oder gehackte Nüsse zum Wälzen
Grundzubereitung - Schritt für Schritt
- Spekulatius möglichst fein zerbröseln - Spekulatius in einen Gefrierbeutel geben, gut verschließen und mit einem Nudelholz klein zerbröseln. Du kannst auch einen Multizerkleinerer verwenden wenn du einen hast.
- Spekulatiuskekse könnt ihr auch wunderbar durch andere weihnachtliche Kekse oder auch Trockenkuchenreste ersetzen.
- Spekulatius möglichst fein zerbröseln - einzelne Stückchen können noch übrigbleiben. Mit den gemahlenen Mandeln vermischen.
- Gut mit dem Frischkäse und der zimmerwarmen Butter vermengen - hierzu eignet sich der Flachrührer der Küchenmaschine hervorragend.
- Die Marzipanrohmasse in möglichst kleine Stückchen schneiden und zu der Masse geben - die Küchenmaschine so lange laufen lassen, bis ein homogener, leicht klebriger Teig entsteht.
- Zwischendurch den Puderzucker und das Vanillearoma hinzugeben.
- Kleine, gleichmäßige Teigkugeln formen. Bei mir war jede Portion ca. 15 g schwer. Die Kugeln können je nach Geschmack aber auch gerne kleiner oder größer sein!
- Auf einem Brettchen auslegen und für ca. 10-15 Minuten im Gefrierfach durchkühlen lassen, damit die Teigkugeln etwas fest werden.
- In der Zwischenzeit die weiße Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Weiße Schokolade über Wasserdampf schmelzen.
- Je nach Geschmack kann hier jedoch auch Vollmilch- oder Zartbitterschokolade verwendet werden.
- Mit Hilfe einer Kuchengabel oder eines Pralinenbestecks die durchgekühlten Teigkugeln in der flüssigen weißen Schokolade wälzen und gut abtropfen lassen. Durch leichte Drehbewegungen oder vorsichtiges Klopfen die überschüssige Schokolade entfernen.
- Mit Streudeko oder Keksbröseln verzieren und trocknen lassen.
Schnellvariante mit Marzipan, Rum und weißer Schokolade
Fein geriebenes Marzipan mit der geschmolzenen Schokolade, dem Rum und mit 3/4 der Spekulatiusbrösel in eine Schüssel geben und miteinander vermengen. Am besten funktioniert das mit den Händen.
Mit Hilfe eines Teelöffels Teigstücke abnehmen und zügig mit den Händen zu Kugeln formen. Die Spekulatiuskugeln in den übrig gebliebenen Spekulatiusbrösel wälzen.
Alternative Zubereitung aus einer anderen Rezeptvariante
Sahne in einem kleinen Topf aufkochen. Marzipan in kleine Stücke zupfen und unter Rühren in der Sahne auflösen. Abkühlen lassen. Die Kuvertüre grob hacken und in einer Schüssel über dem heißen Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen. Die restlichen 200 g Keksbrösel mit Marzipan-Sahne, flüssiger Kuvertüre, Mandeln und Zimt in einer Schüssel vermischen. Masse für 30 Minuten kaltstellen, damit sie sich verfestigt.
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Durchgekühlte Masse mit Hilfe von zwei Teelöffeln in ca. 30 Portionen teilen. Zügig mit den Händen zu Kugeln (ca. à Ø 3 cm) rollen und in den Keksbröseln wälzen.
Tipps zu Zutaten und Variationen
- Spekulatius: Ich verwende immer Gewürzspekulatius.
- Flüssigkeit: Als Flüssigkeit und für den Geschmack nehme ich Rum. Sollte man keinen Alkohol wollen, kann man einfach Orangensaft nutzen.
- Schokolade: Für mich ist weiße Schokolade die erste Wahl bei der Zubereitung der Spekulatiuskugeln. Du kannst sie aber auch mit dunkler Schokolade oder Kuvertüre machen.
- Dekoration: Um für geschmackliche und optische Abwechslung zu sorgen, kannst du die Spekulatiuskugeln anstatt in Spekulatiusbrösel auch in Kakaopulver, gehackten Nüssen wie Mandeln, wälzen.
- Statt Rum kann auch Wasser, Amaretto, Baileys oder anderes verwendet werden.
- Keinen Spekulatius im Haus? Du kannst stattdessen auch Hafer- oder Karamellkekse verwenden und diese zusätzlich mit ½ TL Spekulatius- oder Lebkuchengewürz verfeinern.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Die Spekulatiuskugeln eignen sich hübsch verpackt perfekt als Geschenk aus der Küche. Selbstgemachte Pralinen wie Spekulatiuskugeln und Lebkuchenkugeln sind kühl gelagert ca. 14 Tage haltbar. Weiße Schoko-Spekulatius-Kugeln luftdicht und kühl aufbewahren. So halten sie sich für mindestens 3 Wochen. Die genaue Haltbarkeit ist von den verwendeten Zutaten abhängig.
Warum Resteverwertung sinnvoll ist
Mein erstes Rezept für 2022 kommt endlich auf den Blog und könnte gar nicht passender sein. Denn für diese legeren Kugeln nutze ich die Reste meiner Plätzchen. Resteessen hört sich immer irgendwie negativ an. Hat immer den faden Beigeschmack von dem was übrig ist und was keiner mehr will. Aber eigentlich ist es das Beste was man machen kann. Denn viele Sachen schmecken entweder aufgewärmt oder nochmal neu genutzt viel besser als das erste Mal. Außerdem geht es ja darum auch die Lebensmittel wertzuschätzen und auch die Arbeit die man hineingesteckt hat.
Nur weil jetzt Januar ist, Weihnachten tatsächlich schon vorbei ist, bedeutet dies ja nicht, dass die Plätzchen plötzlich schlecht sind. Gerade ungefüllte Plätzchen halten sich ewig. Ich habe Spekulatius schon im Februar oder gar noch später gegessen und haben noch gut geschmeckt. Vorausgesetzt ist natürlich die richtige Lagerung. Und das Vertrauen auf seine Sinne. Riecht etwas komisch, ist die Konsistenz nicht mehr so wie es sein soll oder sieht man gar, dass das Essen nicht mehr gut ist, sollte man die Finger davon lassen. Aber ansonsten gibt es keinen Grund warum man seine Reste nicht verwerten sollte.
Praktische Portions- und Rezeptbeispiele
| Variante | Zutaten (kurz) | Portionen / Haltbarkeit |
|---|---|---|
| Basis (Küchenmaschine) | Spekulatius, Marzipan, Frischkäse, Butter, Mandeln, Puderzucker, Vanille, weiße Schokolade | ca. 30-64 Stück, kühl 2-3 Wochen |
| Sahne-Kuvertüre | Sahne, Marzipan, weiße Kuvertüre, Spekulatius, Mandeln, Zimt | ca. 30 Stück, luftdicht gekühlt mindestens 3 Wochen |
| Rum-Orange | Marzipan, Rum, Orangenschale, Spekulatius, weiße Glasur | ca. 30 Stück, hübsch verpackt als Geschenk |
Serviervorschläge
- In Pralinenkapseln setzen und mit fein geriebener Orangenschale oder etwas Zimt bestreuen.
- Als Geschenk aus der Küche hübsch verpacken - wenn man das Lieblingsgebäck des Beschenkten kennt, kann man natürlich auch diese Sorte verwenden.
- Als schnelle Kleinigkeit für Kaffee oder als kleines Mitbringsel: In nicht einmal einer halben Stunde habt ihr die fertigen Kugeln auf dem Tisch; ohne Schokolade sogar noch schneller.
Habt ihr die Spekulatius-Marzipan Pralinen ausprobiert und seid auch so begeistert davon? Habt ihr weitere Ideen, was man sonst noch aus übriggebliebenen Keksen zaubern kann? Ich freue mich auf euch und euer Like!
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