Typische Schweizer Desserts und Spezialitäten: 14 Klassiker zum Nachbacken

Die Schweiz ist bekannt für eine Vielzahl von süssen Versuchungen. Schweizer Desserts sind mehr als Schokolade und Käse. Fast jede Schweizer Region hat ein eigenes Dessert. Die Schweizer Küche verbindet Einflüsse aus der deutschen, französischen und norditalienischen Küche. Sie ist jedoch regional sehr unterschiedlich.

Übersicht der 14 typischen Schweizer Desserts

Entdecke 14 typische Schweizer Rezepte für Desserts und Süsses, die hierzulande besonders beliebt sind. Wir verraten dir, wie du diese Klassiker schnell und einfach zuhause zubereitest und liefern dir neben den passenden Rezepten auch Tipps für praktische Küchenhelfer.

  1. Bretzeli - Nichts ist verführerischer als der Hauch von süssen Bricelets, mit Geduld selbst gemacht und liebevoll serviert. In der Region Freiburg gehören sie zum traditionellen Chilbimenü, in vielen anderen Orten werden sie ganzjährig zum Beispiel zu Glace oder einfach als Mümpfeli zum Kaffee serviert.
  2. Cakes - Keine typische Schweizer Spezialität, aber auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben: Cakes in allen Variationen. Und unter all den zahlreichen raffinierten Cake-Varianten gibt es die Stars made by Betty Bossi, die jeder kennt und liebt: Getränkter Zitronencake und Mississippi-Cake.
  3. Vermicelles - Eine herbstliche Spezialität aus der Südschweiz, die aber in der ganzen Schweiz grosse Beliebtheit geniesst! Vermicelles werden aus pürierten Edelkastanien hergestellt, die mit Zuckersirup und einem Schuss Kirsch verfeinert wurden. Die Masse wird aus pürierten Kastanien zubereitet und hat demzufolge im Herbst Hochsaison. Wer die süsse Nachspeise das erste Mal serviert bekommt, schaut oft ein bisschen irritiert, schaut das ganze doch etwas speziell aus. Aber lass dir gesagt sein, es ist es absolut wert, Vermicelle zu probieren.
  4. Caramel-Köpfli - Mit einem Caramel-Köpfli landest du nicht nur bei Caramel-Fans einen garantierten Volltreffer ins kulinarische Herz. Dieses Dessert ist ausserdem schnell und einfach zubereitet.
  5. Cremeschnitten - Cremeschnitten sind ein Meisterstück der Patisserie-Kunst. Zugegeben, kein Blitz-Dessert, aber der Aufwand lohnt sich definitiv! Mit unseren Küchenhelfern gelingen dir die kleinen Delikatessen perfekt.
  6. Lebkuchen - Viele verbinden den Duft von Lebkuchen mit der Weihnachtszeit. Der Luzerner Lebkuchen, mit seiner typischen rissigen Oberfläche, ist aber das ganze Jahr ein Hit!
  7. Magenbrot - Magenbrot ist ein traditionelles süsses Gebäck, das besonders auf Chilbis und Weihnachtsmärkten verkauft wird - in der Schweiz, in Süddeutschland und im Elsass. Der Duft der Chilbi: Magenbrot mal selber machen lohnt sich sicher mit unserem schnellen und einfachen Rezept.
  8. Meringues - Mmh, diese herrlich-luftige Schweizer Spezialität wird aus einer Eiweiss-Zucker-Mischung hergestellt. Meringues schmecken übrigens auch mit Kakaopulver.
  9. Nusstorte - Überrasche bei der nächsten Einladung deine Gäste mit einer selbst gebackenen Version des Klassikers aus dem Kanton Graubünden: Nusstorte. Das Rezept für die Bündner Nusstorte war im Engadin schon um 1900 bekannt. Von dort wurde sie in ganz Frankreich vertrieben.
  10. Roulade - Rouladen sind in der Schweiz äusserst beliebt. Zurecht finden wir. Bei Betty Bossi findest du viele clevere Tipps, Tricks und passende Küchenhelfer für die perfekte Roulade!
  11. Rüeblitorte - Der Kanton Aargau ist auch als Rüebliland bekannt und mit ihm eine wunderbare Spezialität: die Rüeblitorte! Sie ist äusserst saftig und aromatisch und gehört deshalb auch zu den beliebtesten Schweizer Dessertklassikern. Zum spezifizieren: «Rüebli» ist der schweizerdeutsche Ausdruck für Karotten. Da sich das aber irgendwie komisch anhört, bleibe ich bei Rüeblitorte.
  12. Schoggi-Mousse - Im Nu zubereitet, schmeckt Schoggi-Mousse mit oder ohne Eier. Dunkle Schokolade kannst du auch durch Milchschokolade ersetzen.
  13. Spitzbuben - Vor allem in der Weihnachtszeit werden gerne Spitzbuben gebacken und genascht. Wir finden, sie machen das ganze Jahr eine gute Figur. Wer sagt denn, dass sie nur an Weihnachten willkommen sind? Dekorative Spitzbuben machen das ganze Jahr über gute Figur - auch zum Kaffee.
  14. Süssmostcreme - Diese Creme ist ein Schweizer Dessert-Klassiker schlechthin. Süssmostcreme wurde im Thurgau, das liebevoll auch als Mostindien gilt, erfunden und schmeckt besonders gut mit frischem Apfelsaft.

Weitere regionale Süssspeisen und Alltagstalente

Apfeltatsch ist eine traditionelle schweizer Süssspeise aus dem Graubünden. Das Gericht ist einfach in der Zubereitung und kann sowohl zum Dessert, Frühstück, Mittag- oder Abendessen gegessen werden. Tatsch ist ein altes Gericht aus dem Kanton Graubünden. Eigentlich nichts anderes als super schnelle Pfannkuchen. In der Regel mit Puderzucker bestäubt oder mit Apfelmus serviert.

Ein köstliches Schweizer Dessert zaubert ihr mit diesem Rezept. Als Dessert oder kleine Zwischenmahlzeit sind die herrlich, fruchtigen Öpfelchüechli unwiderstehlich. Fotzelschnitten sind leicht bekömmlich und im Nu zubereitet. Ein klassischer Quarkkuchen wird aus Quark, Eiern, Milch und Zucker hergestellt. Das Rezept kann nach Belieben variiert werden. Erdbeermousse sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch verführerisch gut.

Tipps aus der Konditorpraxis: Ein Konditor-Törtchen vorstellen

In meinem Ausbildungsbetrieb hieß dieses Törtchen einfach Schweizer Dessert, und ob das wirklich was mit der Schweiz zu tun hat, wage ich bis heute zu bezweifeln. Egal, der Aufbau ist konditorhandwerklich richtig schön klassisch und bringt eine Kombination auf den Teller, die ihr in dieser Form so schnell nicht im Internet findet: drei dünne Baiserböden mit gemahlenen Nüssen, dazwischen französische Buttercreme, außenrum ein Marzipanmantel und obendrauf eine Beerenglasur mit Tortenguss.

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Ich zeige euch das Rezept, weil es ein echter Konditor-Klassiker ist, den die wenigsten zu Hause auf dem Schirm haben, ich kannte es vor meiner Ausbildung selber nicht. Wichtig ist nur eines: die Baiserböden ruhig goldbraun backen, nicht zu hell, sonst werden sie nicht knusprig genug und bleiben in der Mitte pappig. Vom Geschmack her ist das Ganze nussig, buttrig und durch die Beeren angenehm fruchtig.

Fragen und Tricks: Warum werden meine Baiserböden in der Mitte weich und außen krachig? Das passiert mir auch manchmal, wenn ich die Böden zu hell gebacken habe. Mein Trick: lieber goldbraun statt blass, und falls die Mitte zu weich bleibt, schiebe ich die ausgestochenen Böden nach dem ersten Backen noch einmal kurz auf Backpapier zurück in den Ofen. Kann ich die französische Buttercreme einen Tag vorher zubereiten? Würde ich euch nicht empfehlen. Über die Jahre habe ich gemerkt, dass die Konsistenz total drunter leidet, wenn die Creme über Nacht steht. Macht sie lieber frisch, kurz bevor ihr stapelt.

Musst ihr die Marzipanrohmasse mit Puderzucker anwirken? Müsst ihr nicht. Ich nehme die Rohmasse mittlerweile einfach so, wie sie aus der Verpackung kommt, und rolle sie passend zu meinen Törtchen aus. Welcher Belag passt außer Beeren noch zu diesem Schweizer Dessert? Sehr gut funktioniert ein dickes Apfelkompott mit ein paar Mandeln und Rosinen drin, das macht sich richtig schön obendrauf. Auch eingelegte Stachelbeeren oder Kirschen passen super, vor allem wenn ihr keine frischen Beeren bekommt.

Praktische Küchenhelfer und Serviertipps

Servieren & Verpackung: Ob Kuchen, Muffins oder Guetzli - mit dem passenden Equipment werden diese Leckereien noch schöner. Stilvolle Verpackungen lassen dein Gebäck zu einem bezaubernden Mitbringsel für gemütliche Runden oder zum Geschenk für deine Liebsten werden.

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Bretzeli auf Teller mit Kaffee

Ein einfaches Rezept-Skelett: Apfeltatsch

Mehl, Milch und Salz in eine Schüssel geben. Das Eigelb verquirlen und zur Schüssel geben. Zu einem halbflüssigen Teig verrühren. Eine Stunde ruhen lassen. Die Äpfel schälen, entkernen und in Schnitte teilen. Dann die Schnitten in dünne Scheiben schneiden. Die Eiweiss steifschlagen und unter den Teig heben. Zuletzt die kleingeschnittenen Äpfel unterheben.

Apfeltatsch Zubereitung Schritt für Schritt

Warum Schweizer Desserts entdecken?

Die Schweiz ist das Land der Milchprodukte. Die Zutaten sind Klassiker. In diesen neuen Kombinationen erhalten sie aber überraschende Gefährten. Die Schweiz reicht kulinarisch weit über die Alpen hinaus: Ob man in private Kochtöpfe schaut oder die Speisekarten von Restaurants liest: Das sind die beliebtesten Schweizer Gerichte.

Regionale Vielfalt und Saisonalität

Die Masse der Vermicelles hat demzufolge im Herbst Hochsaison. Suser ist Wein, der gerade erst zu gären begonnen hat, also «noch nicht fertig» ist. Während der Fasnachtszeit, zu der es ja gar nicht mehr lange hin ist, empfehle ich dir dann am besten ein Fasnachtschüechli.

Praktische Tabelle: Desserts, Region und Besonderheit

DessertRegion/HerkunftBesonderheit
BretzeliFreiburg / ganze SchweizServiert zu Glace oder Kaffee
VermicellesSüdschweiz / ganz SchweizEdelkastanienpüree, Herbstsaison
NusstorteGraubünden / EngadinKlassiker seit 1900
RüeblitorteAargauSaftig, mit Karotten
SüssmostcremeThurgauMit frischem Apfelsaft

Ein Blick in die alten Kochbücher aus der Heimat lohnt sich immer wieder, dies besonders auch, wenn wir auf der Suche nach Gerichten zur «Resteverwertung» oder mit saisonalen Zutaten suchen. Wie ich schon in meinem letzten Beitrag betreffend Schweizer Rezepte geschrieben habe, geraten Rezepte häufig einfach in Vergessenheit. Das betrifft aber nicht nur meinen Rezepte, sondern Schweizer Rezepte im Allgemeinen.

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