Traditionelle schwedische Weihnachtsplätzchen: Rezepte und Backtipps

Weihnachtsgebäck - 3 köstliche Rezepte der schwedischen Influencerin Baka med Frida. Weihnachtsgebäck gehört in Schweden zu den stimmungsvollsten Traditionen der Adventszeit: Der Duft von frisch gebackenen Pfefferkuchen, goldenen Safran-Kreationen und fluffigen Hefeteigklassikern erfüllt jedes Zuhause. Nur wenige Dinge verbreiten eine so herrliche Weihnachtsstimmung wie der Duft selbst gebackener Weihnachtsplätzchen.

Warum schwedische Plätzchen so beliebt sind

Gerade in Skandinavien versüßt man sich gerne die dunkle Jahreszeit mit leckerem Gebäck. Wenn der Duft von Zimt, Kardamom, Ingwer und Nelken durch die Häuser zieht, dann ist Weihnachtszeit im Norden - es werden Pfefferkuchen gebacken. Sie gehören im hohen Norden zu Weihnachten, wie bei uns Lebkuchen und Stollen.

Schwedische Weihnachtsplätzchen auf einem Teller, Zimt und Kardamom als Deko

Zimt-Plätzchen (schwedische Kanelkakor) - einfaches Rezept

Begeistert vom Rezept? Zimt-Plätzchen-Rezept: schwedische Weihnachtskekse. Unsere Zimt-Plätzchen backst du beispielsweise nach schwedischem Vorbild und verfeinerst sie daher sowohl mit Zitrone als auch mit einem Sahne-Eier-Topping. Nicht, dass er sich während des Jahres schüchtern zurückziehen würde, pünktlich zur Adventszeit tritt Zimt jedoch noch ein Stück intensiver in Erscheinung.

Alle Zutaten für die Zimtplätzchen in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Teig anschließend in Folie wickeln, oder in einen Frischhaltebeutel legen und mindestens 1 Stunde kalt stellen. Arbeitsfläche und Nudelholz gut bemehlen. Mit dem Keksstempel, dicht an dicht Muster in den Teig stempeln (ein Nudelholz mit Muster wäre hier auch eine gute Idee). Dann mit den Ausstechern die Kreise ausstechen. Plätzchen auf ein, mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Eigelb und Sahne/Milch mischen und die Plätzchen damit vorsichtig bepinseln. Anschließend bei 180°C für 12 Minuten backen. Die Keksedose war in kürzester Zeit leer gefuttert.

Mehl, 1 EL Zimt, Vanillepulver, Salz, Backpulver, 100 g Zucker und Zitronenschale mischen. Butter und 1 Eigelb unterkneten. Den Teig in Folie gewickelt 1 Std. kühlen. Restliche Eigelbe und Sahne in einer Schüssel verquirlen. Teig portionsweise auf wenig Mehl ca. 0,5 cm dick ausrollen. Herzen und Sterne (ca. 7-8 cm) ausstechen, mit einem Keksstempel (oder einer flachen Spritztülle mit Blütenperforierung) ein Muster in den Teig drücken. Nach Belieben ein Loch einstanzen. Plätzchen auf zwei mit Backpapier belegten Backblechen verteilen. Mit der Ei-Sahne-Mischung bepinseln. Ca. 10 Min. backen, abkühlen lassen.

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Tipp zur Zimtauswahl und Portionierung

Wegen seines Aromastoffs Cumarin wird Zimt potenziell eine für die Leber schädliche Wirkung zugeschrieben. Sorgen musst du dir deshalb allerdings nicht machen, wenn du Rezepte mit Zimt zubereitest und unsere Zimt-Plätzchen bäckst. Für deren Teig benötigst du 1,5 Esslöffel des Gewürzes, weshalb du als Erwachsene:r gut 20 Zimt-Weihnachtsplätzchen am Tag genießen kannst. Kinder mit einem Körpergewicht von bis zu 15 Kilogramm sollten es bei maximal vier Stück belassen.

Zimt-Plätzchen: Ceylon als bessere Variante. Auch wenn unser Rezept dir die Wahl lässt, solltest du für unsere einfachen Zimt-Plätzchen Ceylon- statt Cassia-Zimt verwenden. Der ist hochwertiger, enthält deutlich weniger, mitunter überhaupt kein Cumarin und ist daher wesentlich verträglicher. Auch für Schwangere.

Demonstration: Zimt-Plätzchen ausstechen und mit Ei-Sahne-Mischung bestreichen

Pepparkakor - schwedische Pfefferkuchen (dünn und würzig)

Pepparkakor sind das vielleicht bekannteste schwedische Weihnachtsgebäck. Sie sind hauchdünn, würzig und werden in vielen Familien gemeinsam ausgestochen - ein festes Ritual in der Adventszeit. Die Gewürzmischung aus Zimt, Ingwer, Nelken und Kardamom sorgt für ihren typisch nordischen Geschmack.

Zutaten für ca. 100 dünne Kekse: 200 g Butter, 200 ml heller Sirup, 85 g Zucker, 85 g brauner Zucker, 2 EL Zimt, 2 EL Ingwer, 1 EL Nelken, ½ EL Kardamom, 150 ml Schlagsahne, 1 EL Natron, 1 Prise Salz, ca. 600 g Weizenmehl. Zubereitung: Butter in einem großen Topf schmelzen. Sirup, Zucker, braunen Zucker, Gewürze und Sahne hinzugeben und gut verrühren. Vom Herd nehmen. Mehl, Natron und Salz vermischen und nach und nach unter den warmen Teig kneten. Zu einer glatten Masse verarbeiten, in Frischhaltefolie wickeln und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag den Ofen auf 200 °C vorheizen. Teig auf einer bemehlten Fläche sehr dünn ausrollen, Formen ausstechen und die Kekse auf Backpapier legen. Ca. 8-10 Minuten backen und abkühlen lassen. In meiner schwedischen Variante Pepparkakor med mandel kommen neben den üblichen Zutaten auch noch Mandelblättchen in den Teig.

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Safranbäckerei: Safransbullar und Prinsesstårta mit Safran

Safran symbolisiert Licht und Wärme und ist seit Jahrhunderten Teil der skandinavischen Adventstradition. Safransbullar gehören in Schweden zu den wichtigsten Gebäcken der Adventszeit und werden traditionell zum Luciafest am 13. Dezember serviert. Der feine Safrangeschmack und der weiche Hefeteig machen sie zu einem der beliebtesten schwedischen Weihnachtsgebäcke überhaupt.

Für die Füllung alle Zutaten schaumig rühren und zur Seite stellen. Milch in die Rührschüssel geben, die Hefe hineinbröseln. Safran, Zucker, Ei, Vanillezucker und Salz zugeben und rühren, bis sich alles aufgelöst hat. Butter in Stücken und das Mehl nach und nach einarbeiten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Teig auf eine bemehlte Fläche geben, in zwei Stücke teilen. Jede Hälfte zu einem Rechteck ausrollen, mit der Füllung bestreichen, zusammenklappen und in ca. 2 cm breite Streifen schneiden. Die Streifen eindrehen und zu Schnecken aufrollen.

Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und ca. 1,5 Stunden zugedeckt gehen lassen. Ofen auf 225 °C vorheizen. Die Buns mit verquirltem Ei bestreichen und 10 Minuten goldbraun backen. Für den Sirup Wasser und Zucker aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die heißen Buns sofort mit Zuckersirup bestreichen und mit Hagelzucker und Mandelblättchen garnieren.

Weitere typische schwedische Weihnachtsplätzchen und Varianten

Wenn ich an schwedisches Weihnachtsgebäck denke, dann habe ich meistens nach Safran duftende Hefeteilchen Lussekatter vor Augen. Oft schon ab Anfang November. Neben Plätzchen gibt es in Dänemark während der Weihnachtszeit vorallem Æbleskiver, kleine Apfelpfannkuchen die in einer speziellen Form kugelig herdausgebacken werden. In Schweden sind es eben Plätzchen aus Mürbeteig, die vor dem Backen mit Zucker und Zimt bestreut werden. Es gibt natürlich auch viele klassische Plätzchenrezepte: Uppåkrakakor - Schwedische Butterplätzchen mit Pistazien und Haselnüssen, Apfelsinenschnitten oder Zimtherzen. Oder wie wäre es mit Chokladbollar?

Bei diesen Zimtplätzchen (schwedisch Kanelkakor) handelt es sich um buttrige Mürbeteig-Taler, die vor dem Backen auf einer Seite mit Eiweiß bepinselt und anschließend in eine Zimt-Zucker-Mischung gedrückt werden. Zugegeben, optisch sind diese Plätzchen nicht wirklich spektakulär. 2 von 3 Eiern trennen. Mehl und Backpulver mischen, auf die Eier sieben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Auf einem tiefen Teller Zucker und Zimt mischen. Die Teigrollen einzeln verarbeiten. Dazu mit einem scharfen Messer ca. 1 cm breite Scheiben abschneiden, eine Seite mit Eiweiß bepinseln und in die Zimt-Zucker-Mischung drücken. Mit der Zuckerseite nach oben auf die Backbleche legen und für ca. 10 Minuten goldbraun backen.

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Pepparkakor ausgestochen auf Backpapier mit Gewürzen

Praktische Backtipps aus schwedischen Rezepten

  • Arbeitsfläche und Nudelholz gut bemehlen, damit der Mürbeteig nicht kleben bleibt.
  • Teig mindestens 1 Stunde, besser mehrere Stunden oder über Nacht kühlen, damit er sich besser ausrollen lässt.
  • Mit Keksstempel oder einem Nudelholz mit Muster dicht an dicht Muster in den Teig stempeln für hübsche Oberflächen.
  • Eigelb, Eigelbe oder Ei-Sahne-Mischungen vorsichtig aufpinseln, damit die Plätzchen eine schöne Farbe bekommen.
  • Für mehr Verträglichkeit Ceylon-Zimt statt Cassia-Zimt verwenden.

Einfach und stressfrei: Kanelbullesnittar

Snittar bedeutet übersetzt „Schnitten“. Und beschreibt perfekt, wie in Schweden die meisten Plätzchen backen. Einfach Teig verkneten, zu Rollen formen, auf dem Blech verdrücken und nach dem Backen in Streifen schneiden. Und damit es wirklich schnell geht, gibt’s hier kein Text mehr, sondern das Rezept. Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. In der Küchenmaschine Butter, Zucker, Sirup und Vanillepaste vermischen lassen. Mehl, Backpulver und Gewürze dazugeben und alles zu einem gleichmäßigen Teig vermischen. Den Teig in zwei gleichgroße Stücke teilen und diese zu Rollen mit Ø 3-4 cm formen. Beide Rollen mit großem Abstand auf das Backblech legen und mit den Fingern plattdrücken. Das Ei in einer kleinen Schüssel mithilfe eines Schneebesens ordentlich verquirlen und damit dann die Teigstränge einpinseln. Den Pärlsocker (oder Hagelzucker) mittig auf den Teigsträngen verteilen.

Inspiration, Tradition und persönliche Geschichten

Wer öfter auf meinem Blog vorbeischaut, der hat meine Schwäche für schwedische Rezepte garantiert schon mitbekommen. Ich lieb’s. Und so auch das heutige Rezept, das ich ausnahmsweise mal nicht selbst zimtschneckisiert habe. Die Schwed:innen waren es. Schon seit langer Zeit ist mein großer Traum eine Reise nach Schweden bzw. eigentlich eine Rundreise durch Schweden. Dieses Jahr wurde dieser große Traum dann tatsächlich endlich wahr und zu meinem Geburtstag bin ich mit einer Reise nach Stockholm überrascht worden. Fünf Tage lang Stockholm unsicher machen - wirklich traumhaft!

Safranbullar frisch gebacken, mit Hagelzucker bestreut

Rezepte zum Ausprobieren (Kurzüberblick)

NameBesonderheitBackzeit
Zimt-Plätzchen (Kanelkakor)Mürbeteig, Zitrone, Ei-Sahne-Topping10-12 Min.
PepparkakorDünn, gewürzt (Zimt, Ingwer, Nelken, Kardamom)8-10 Min.
SafransbullarHefeteig mit Safran, oft mit VanillefüllungBacken 10 Min. (Buns)

Welche Plätzchen ich dieses Jahr auf jeden Fall mal probieren werde, sind Finskbrød. Alleine schon des Namens wegen! Vielleicht habt ihr ja alles zuhause und könnt heute noch backen! Habt ihr die schwedischen Zimtplätzchen ausprobiert und seid ihr auf Instagram unterwegs? Super! Ich freue mich immer riesig darüber, wenn ich eure (Back)Werke zu sehen bekomme!

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