Schokoladenglasur für Kekse selber machen: Rezepte und Tipps für glänzende Ergebnisse
Eine Glasur ist oft das i-Tüpfelchen auf Backwaren und verleiht ihnen nicht nur ein schönes Aussehen, sondern auch zusätzlichen Geschmack und Haltbarkeit. Ob aus Zucker oder Schokolade, eine Glasur ist die perfekte Möglichkeit, leckerem Gebäck den letzten Schliff zu geben und kleine Makel zu kaschieren. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung zur Herstellung von Schokoladenglasuren für Kekse, einschließlich verschiedener Rezepte, Tipps und Tricks für ein perfektes Ergebnis.
Was ist eine Glasur?
Beim Backen sind Glasuren Flüssigkeiten, die aufgetragen werden und nach dem Erkalten erstarren. Sie können zum Beispiel Kuchen, Torten und Gebäck wie Kekse verzieren. Das sieht einerseits schön aus und erweitert andererseits den Geschmack. So lässt sich ein Grundteig mit unterschiedlichen Anstrichen in viele verschiedene Leckerbissen verwandeln. Auch können Sie damit nicht ganz geglückte Backwaren noch retten - eine Glasur kaschiert Bruchstellen vom Stürzen sowie Ecken und Kanten, an denen Verbranntes entfernt wurde. Noch dazu trägt die süße Verzierung zur Haltbarkeit bei: Durch die extra Portion Isolierung einer dicken Schicht entweicht weniger Feuchtigkeit und das Gebackene bleibt länger frisch. Ist der Teig bereits beim Backen etwas zu trocken geworden, verleiht eine dünne Zuckerglasur der Sache etwas zusätzliche Saftigkeit, indem sie einsickert.
Es gibt unglaublich viele verschiedene Arten an Glasuren. Die zwei großen Bereiche sind zucker- und schokoladenbasierte.
Warum Schokoladenglasur für Kekse?
Schokoladenglasur ist eine beliebte Wahl für Kekse, da sie einen reichen, süßen Geschmack und ein glänzendes Finish bietet. Sie kann aus verschiedenen Arten von Schokolade hergestellt werden, darunter Zartbitter-, Vollmilch- und weiße Schokolade, wodurch eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen und Farben möglich ist. Darüber hinaus kann Schokoladenglasur leicht mit anderen Zutaten wie Nüssen, Gewürzen oder Aromen kombiniert werden, um einzigartige und köstliche Keksverzierungen zu kreieren.
Grundrezept für Schokoladenglasur
Der klassische Schokoüberzug besteht aus geschmolzener Kuvertüre. Dabei handelt es sich um Schokolade mit einem gesetzlich vorgegebenen hohen Kakaobutteranteil. Für das beste Geschmackserlebnis temperieren Sie diese. Dazu schmelzen Sie sie im Wasserbad bei 40-45 °C, und kühlen sie unter konstanter Bewegung langsam auf ca. 30 °C ab.
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Eine sogenannte Ganache besteht wiederum aus Kuvertüre und Sahne im Verhältnis 1:2. Kochen Sie die Flüssigkeit dafür auf und schmelzen Sie Ihre Schokoladenstücke darin. Übrigens: Je mehr Schokolade sie nutzen, desto fester wird die Glasur. Da das Ergebnis aber dickflüssig bleibt, eignet es sich auch als Füllung für Pralinen, Kuchen und Torten, zum Beispiel im beliebten Lava-Cake. Für eine vegane Version nutzen Sie am besten dunkle Schokolade und vegane Butter bzw.
Hier ist ein einfaches Grundrezept für Schokoladenglasur, das als Ausgangspunkt für verschiedene Variationen dienen kann:
Zutaten:
- 100 g Zartbitterschokolade (70 % Kakaoanteil)
- 10 g Kokosfett
Zubereitung:
- Die Schokolade grob hacken und in eine hitzebeständige Schüssel geben.
- Einen kleinen Topf mit Wasser füllen und die Schüssel so hineinhängen, dass sie das Wasser nicht berührt (Wasserbad).
- Das Wasser erhitzen, bis es dampft, und die Schokolade unter Rühren schmelzen.
- Sobald die Schokolade geschmolzen ist, den Topf von der Hitze nehmen und das Kokosfett einrühren, bis es vollständig geschmolzen ist und eine homogene Masse entsteht.
Weitere Rezepte und Variationen
- Schoko-Mürbteigkekse mit Schokoglasur: Dieses Rezept kombiniert einen leckeren Mürbteig mit einer einfachen Schokoladenglasur. Der Teig besteht aus Mehl, Puderzucker, Kakao, Vanillinzucker, kalter Butter und Eigelb. Nach dem Backen werden die Kekse mit der oben genannten Schokoladenglasur überzogen.
- Schokoladenglasur mit Kokosfett: Dieses Rezept verwendet Kokosfett, um die Glasur besonders glänzend und geschmeidig zu machen. Dazu werden dunkle Schokolade, Butter und Kokosöl geschmolzen und verrührt.
- Vegane Schokoladenglasur: Für eine vegane Variante können Sie dunkle Schokolade und vegane Butter oder Margarine verwenden.
Tipps für die perfekte Schokoladenglasur
- Die richtige Schokolade wählen: Verwenden Sie hochwertige Schokolade mit einem hohen Kakaobutteranteil (Kuvertüre), um eine glatte und glänzende Glasur zu erhalten. Normale Schokolade enthält neben Kakao auch Zucker, Milch (bei Milchschokolade) und weitere Zusatzstoffe, die den Geschmack und die Textur beeinflussen. Wegen des geringen Anteils an Kakaobutter ist sie aber weniger als Überzug geeignet.
- Die Schokolade richtig schmelzen: Achten Sie darauf, die Schokolade langsam und schonend zu schmelzen, um ein Anbrennen oder Verklumpen zu vermeiden. Die meisten von euch werden die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Hier heißt es: Vorsicht beim Erhitzen - Wasser darf nicht in die Schokolade gelangen! Der Fachmann spricht hier von „seizen“. Auch solltest du die Kuvertüre nicht einfach nur so schmelzen. Temperieren ist hier das Zauberwort. Erhitze 2/3 der klein gehackten Schokolade langsam im Wasserbad, bis sie fast vollständig geschmolzen ist. Die ideale Temperatur für dunkle Schokolade liegt bei etwa 48-50 °C, für Milchschokolade bei ca. Danach nimmst du den Topf aus dem Wasserbad und gibst die restliche Schokolade für die Glasur dazu. Möchtest du nur eine kleine Menge Schokolade schmelzen, kannst du das auch in der Mikrowelle tun. Dafür wird die Schokolade klein gehackt und eine kleine Menge davon in eine mikrowellenfeste Schüssel gefüllt. Anschließend die Form bei 600 Watt in die Mikrowelle stellen. Alle 15 Sekunden den Schmelzvorgang unterbrechen und die Schoki umrühren. So verhinderst du, dass die Masse am Rand anbrennt. Sobald die Schokolade in der Schüssel geschmolzen ist, holst du diese aus der Mikrowelle heraus und füllst die restliche Schokolade hinein. Die warme Masse aus der Mikrowelle lässt diese schmelzen.
- Die Glasur temperieren: Das Temperieren der Schokolade ist entscheidend für eine glänzende und knackige Glasur. Wurde die Schokoladen Glasur nicht richtig temperiert, wird sie beim Abkühlen grau und stumpf. Damit sie wieder schön wird, kannst du versuchen, eine korrekt temperierte Schicht darüber zu streichen. Diese deckt den Schleier dann ab. Oder, wenn die Schokoladen Glasur noch im Topf und nicht auf dem Gebäck ist, wird sie erneut über dem Wasserbad erhitzt und mit zusätzlicher Schokolade geimpft. Dabei solltest du aber immer die Temperatur im Auge behalten.
- Die richtige Konsistenz erreichen: Bevor Sie Ihre Glasur auftragen, müssen Sie entscheiden, wie dick sie sein soll. Ein dünner Guss ist perfekt für bereits süße Backwaren, die noch ein i-Tüpfelchen brauchen. Ein dicker hingegen trocknet schneller, da hier der Zuckeranteil höher ist. Er eignet sich darum zum Beispiel perfekt für Backwaren, die sie kurzfristig zu Feiern mitbringen wollen. Bestimmen Sie die ideale Konsistenz für sich mit den Proportionen von Flüssigkeit zu Zucker bzw.
- Die Glasur richtig auftragen: Beim Auftragen Ihrer süßen Schicht haben Sie mehrere Optionen: Spritzbeutel eignen sich für festere Flüssigkeiten und exakte Detailarbeit beim Verzieren von Keksen. Der Backpinsel ist der Allrounder, mit dem Sie jegliche Leckereien mit Ihrer Glasur bestreichen können. Seine biegsamen Borsten sind besonders vorteilhaft bei Gebäck mit Einbuchtungen wie z. B. einem Gugelhupf. Für einfache Formen wie runde Torten empfehlen wir sogenannte Winkelpaletten, ein Werkzeug aus der Patisserie mit einer langen, flachen Klinge. Beim Auftragen der Glasur können Sie zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden: Entweder, Sie gießen die gesamte Masse auf Ihr Gebäck und verteilen diese mit Ihrem Werkzeug oder Sie verteilen sie löffelweise und verstreichen Sie Stück für Stück. Behalten Sie in jedem Falle etwas Flüssigkeit für die Ränder der Backwaren in Ihrer Schüssel - diese bringen Sie am Ende auf, damit jede Seite bedeckt ist.
- Aushärten lassen: Normalerweise sollten Sie Ihr überzogenes Gebäck einige Stunden - über Nacht - ruhen lassen. Auch die Luftfeuchtigkeit hat einen Einfluss darauf, wie lange es dauert, bis der Guss fest ist. Tragen Sie diesen übrigens immer auf kalten Kuchen und Co.
Tipps zur Fehlerbehebung
- Die Schokoladenglasur ist zu dick: Fügen Sie etwas mehr geschmolzene Butter oder Sahne hinzu, um sie zu verdünnen.
- Die Schokoladenglasur ist zu dünn: Fügen Sie etwas mehr geschmolzene Schokolade hinzu, um sie zu verdicken.
- Die Schokoladenglasur ist klumpig: Rühren Sie die Glasur kräftig durch, um Klumpen zu entfernen. Wenn das nicht hilft, können Sie die Glasur durch ein feines Sieb passieren.
- Die Schokoladenglasur bricht beim Anschneiden: Verwende 2 Teile Kuvertüre und 1 Teil Sahne beim Schmelzen. Durch die Sahne wird die Glasur elastischer. Alternativ kannst du das Messer vor dem Anschneiden auch unter warmes Wasser halten.
- Die Schokoladenglasur ist stumpf: Die Schokoladen Glasur wurde nicht richtig temperiert, wird sie beim Abkühlen grau und stumpf. Damit sie wieder schön wird, kannst du versuchen, eine korrekt temperierte Schicht darüber zu streichen. Diese deckt den Schleier dann ab. Oder, wenn die Schokoladen Glasur noch im Topf und nicht auf dem Gebäck ist, wird sie erneut über dem Wasserbad erhitzt und mit zusätzlicher Schokolade geimpft. Dabei solltest du aber immer die Temperatur im Auge behalten.
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