Schokolade und Glückshormone: Was wissenschaftliche Studien sagen

Schokolade ist mehr als nur eine Süßigkeit; sie ist ein Trostpflaster, eine Belohnung und ein Seelentröster. Doch warum empfinden wir beim Verzehr von Schokolade so viel Freude? Ist es nur Einbildung oder gibt es eine wissenschaftliche Erklärung dafür, dass Schokolade glücklich macht?

Schokolade macht glücklich - Die wissenschaftliche Erklärung

Der Satz „Schokolade macht glücklich“ mag banal klingen, aber er ist wissenschaftlich fundiert. Schokolade hat eine nachweisbare Wirkung auf unser Gehirn. Bereits der erste Biss setzt Prozesse in Gang, die unser Wohlbefinden steigern, sowohl körperlich als auch emotional.

Die Rolle der Endorphine

Beim Genuss von Schokolade schüttet unser Körper vermehrt Endorphine aus, auch bekannt als Glückshormone. Diese reduzieren Stress und sorgen für gute Laune. Endorphine wirken ähnlich wie natürliche Schmerzmittel und fördern ein Gefühl von Entspannung und Zufriedenheit.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist Phenylethylamin (PEA), eine Substanz, die unser Körper auch bei Verliebtheit produziert. PEA stimuliert das zentrale Nervensystem und steigert das Energie- und Glücksgefühl.

Serotonin und Tryptophan

Schokolade, besonders dunkle Sorten, enthält Tryptophan, eine Aminosäure, die der Körper zur Herstellung von Serotonin benötigt. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der als natürlicher Stimmungsaufheller wirkt. Je höher der Kakaoanteil, desto mehr dieser wertvollen Stoffe sind enthalten. Zartbitterschokolade mit mindestens 70 % Kakaoanteil ist ideal, um die Stimmung zu heben.

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Zucker und Dopamin

Auch der Zucker in der Schokolade spielt eine Rolle, allerdings eher kurzfristig. Zucker erhöht den Blutzuckerspiegel, was die Ausschüttung von Dopamin anregt, dem sogenannten „Belohnungshormon“. Dies führt zu einem kurzen Hochgefühl, ähnlich dem Gefühl, ein Lob zu bekommen oder ein Ziel zu erreichen. Dieser Effekt ist jedoch nicht von Dauer, daher sollte man Schokolade bewusst und in Maßen genießen.

Der emotionale Faktor

Nicht zu unterschätzen ist die emotionale Komponente. Viele Menschen verbinden Schokolade mit positiven Kindheitserinnerungen, Festtagen oder besonderen Momenten. Schon der Duft oder das Knacken beim Abbeißen kann ein wohliges Gefühl auslösen. Dies wird als "konditionierte Freude" bezeichnet, eine positive Verknüpfung durch wiederholte schöne Erlebnisse.

Die Rolle von Zucker: Mehr als nur ein Süßmacher

Zucker ist nicht nur ein einfacher Geschmacksverstärker, sondern spielt eine komplexe Rolle in unserem Körper und Gehirn. Ärzte, Ernährungsexperten und Neurowissenschaftler beschäftigen sich seit Jahren mit der Frage, ob Zucker süchtig machen kann.

Zucker aktiviert das Belohnungssystem

Studien haben gezeigt, dass süßer Geschmack das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert und die Ausschüttung von Dopamin fördert. Dieses Wohlgefühl kann dazu führen, dass wir uns nach Süßigkeiten wie Schokolade sehnen, besonders in stressigen oder unglücklichen Momenten.

Tierstudien und menschliches Verhalten

Tierstudien haben gezeigt, dass Ratten ein Verlangen nach Zuckerwasser entwickeln können und Entzugserscheinungen zeigen, wenn ihnen der Zucker entzogen wird. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Menschen, die viel Zucker konsumieren, im Laufe der Zeit immer mehr Zucker benötigen, um den gleichen Effekt zu erzielen.

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Individuelle Unterschiede

Deutsche Suchtforscher haben festgestellt, dass das Gehirn adipöser Personen stärker auf Essenssignale in Form von süßen oder salzigen Speisen reagiert als das Gehirn Normalgewichtiger. Dies deutet darauf hin, dass Menschen Reize durch Süßwaren unterschiedlich verarbeiten. Ob dies auf ungünstiges Essverhalten, genetische Veranlagung oder beides zurückzuführen ist, ist noch unklar.

Ist Zucker wirklich süchtig machend?

Bisher gibt es keine Studie, die eine Zuckersucht im eigentlichen Sinne nachweisen konnte. Eine Sucht erfordert eine physiologische und psychologische Abhängigkeit sowie den ständigen Drang, Nachschub zu beschaffen, um Entzugserscheinungen zu verhindern. Dies ist beim Zucker nicht in gleichem Maße der Fall.

Die Empfehlungen der Experten

Trotzdem warnen Wissenschaftler vor übermäßigem Zuckerkonsum. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, täglich maximal 50 Gramm Zucker zu sich zu nehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, nicht mehr als 10 Prozent der täglich aufgenommenen Energie in Form von Zucker zu verzehren.

Schokolade als Stimmungsaufheller im Winter

Besonders im Winter greifen viele Menschen vermehrt zu Schokolade, da ein niedriger Serotoninspiegel im Gehirn zu einem winterlichen Stimmungstief beitragen kann. Schokolade kann den Serotoninspiegel potenziell anheben, was sie zu einem milden „Antidepressivum“ macht. Dies liegt vermutlich am hohen Zuckergehalt, der die Umwandlung von Tryptophan in Serotonin stimuliert.

Allerdings sind die Mengen an Tryptophan und Theobromin in der Schokolade oft nicht ausreichend, um einen signifikanten Effekt zu erzielen, es sei denn, man verzehrt große Mengen. Ein Spaziergang an der frischen Luft ist oft eine bessere Alternative, um den Serotoninspiegel zu erhöhen und Kalorien zu sparen.

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Der Schmelzprozess als Glücksfaktor

Der angenehme Schmelzprozess der Schokolade im Mund kann ebenfalls Glückshormone freisetzen. Dieses Gefühl wird von vielen Menschen als sehr angenehm empfunden und trägt zur Beliebtheit von Schokolade bei.

Internationale Gedenktage für Schokolade

Die Beliebtheit von Schokolade wird durch zwei internationale Gedenktage unterstrichen: der "World Chocolate Day" am 7. Juli und der "International Chocolate Day" am 13. September. Diese Tage wurden von der amerikanischen National Confectioners Association (NCA) ins Leben gerufen, um den Absatz von Schokolade und Süßwaren zu fördern.

Zartbitterschokolade als gesündere Alternative

Zartbitterschokolade mit einem hohen Kakaoanteil (mindestens 70 %, besser 80 %) kann sogar positive Auswirkungen auf den Körper haben. Professor Johannes Georg Wechsler, Facharzt für Innere Medizin und Ernährungsmedizin, betont, dass die im Kakao enthaltenen Flavanole die Blutgefäße elastisch halten und den Blutdruck geringfügig senken können. Studien haben gezeigt, dass dunkle Bitterschokolade, besonders mit Nüssen, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann.

Die Zusammensetzung von Schokolade

Schokolade besteht hauptsächlich aus Kakaomasse, Zucker und Kakaobutter. Dunkle Schokolade enthält weniger Fett und Zucker als Vollmilchschokolade und ist reich an Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium und Magnesium sowie Vitaminen. Es lohnt sich, beim Einkauf auf die Inhaltsstoffe zu achten.

Lagerung von Schokolade

Schokolade sollte bei gleichbleibender Temperatur zwischen 16 und 18 Grad gelagert werden. Im Kühlschrank kann sich eine weißliche Schicht aus Zuckerreif bilden, während zu warme Lagerung zu Fettreif führt. Trotz dieser Veränderungen ist die Schokolade in der Regel noch genießbar, solange sie nicht ranzig riecht.

Riechen statt essen: Der Schokoladen-Duft als Glücklichmacher

Das Start-up Yabbaduu hat einen Balm entwickelt, der durch das Einatmen des Schokoladenduftes Glückshormone freisetzen soll, ohne Kalorien zu sich zu nehmen. Der Duft der Kakaobohne soll das Belohnungssystem im Gehirn aktivieren und die Ausschüttung von Dopamin und Endorphinen fördern. Dieser Effekt wird mit dem entspannenden Effekt von Mönchspfeffer kombiniert, um ein vermeintes Glücksgefühl zu erzeugen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Wissenschaftler haben in Studien nachgewiesen, dass das Aroma von Schokolade das Gehirn entspannt und gleichzeitig geistig wach hält. Riechen, aber nicht konsumieren, fügt sich in den Trend der Leistungsoptimierung ein.

Fokus auf Achtsamkeit

Yabbaduu betont, dass es nicht um ein Diätprodukt geht, sondern um die Förderung von Glückshormonen und die Achtsamkeit für den eigenen Körper. Der Balm soll auch bei Meditationen verwendet werden können, um die positiven Effekte von Schokolade zu spüren, ohne sie zu essen.

Endorphine: Mehr als nur Glückshormone

Endorphine sind körpereigene Schmerzmittel, die in der Hypophyse und im Hypothalamus produziert werden. Sie werden in Notfallsituationen und als Reaktion auf positive Ereignisse ausgeschüttet.

Wirkung der Endorphine

Endorphine docken an Rezeptoren in Rückenmark und Gehirn an und verhindern die Weiterleitung von Schmerzreizen. Sie haben eine beruhigende Wirkung, stärken das Immunsystem, regulieren den Hunger und fördern die Bildung von Sexualhormonen.

Auslöser für die Ausschüttung von Endorphinen

Die Ausschüttung von Endorphinen wird durch Notfallsituationen, Erfolgserlebnisse beim Sport, Lachen, Sonnenschein und den Genuss von Lieblingsessen aktiviert. Selbst ein aufgesetztes Lachen kann die Endorphin-Produktion anregen.

Endorphine und Sport

Beim Joggen wird oft vom „Runner’s High“ gesprochen, einem euphorischen Zustand, der durch die Freisetzung von Endorphinen ausgelöst wird. Studien haben gezeigt, dass Endorphine bei Ausdauerbelastungen an die Opiatrezeptoren des Gehirns andocken und schmerzreduzierend wirken. Es gibt jedoch auch Hinweise darauf, dass körpereigene cannabisähnliche Stoffe und das Hormon Leptin eine Rolle spielen könnten.

Mangel an Endorphinen

Ein Mangel an Endorphinen kann zu Reizbarkeit, Antriebslosigkeit und Depressionen führen. Regelmäßige Bewegung, ein Aufenthalt in der Sonne oder herzliches Lachen können helfen, den Endorphinspiegel zu erhöhen.

Weitere Glückshormone

Neben Endorphinen gibt es weitere „Glückshormone“ wie Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, Phenethylamin und Oxytocin, die alle eine wichtige Rolle für unser Wohlbefinden spielen.

Die wissenschaftliche Suche nach dem Glück

Die moderne Wissenschaft versucht, das Glück auf biochemischer und genetischer Ebene zu entschlüsseln. Biochemiker suchen nach den Molekülen, die uns Glück empfinden lassen, Neurobiologen spüren dem Sitz des Glücks im Gehirn nach und Molekularbiologen durchmustern die Chromosomen nach dem „Glücks-Gen“.

Das limbische System

Das limbische System, ein ringförmiges Gebiet am Boden der Großhirnrinde, gilt als das Zentrum der Gefühle. Hier werden Glück und andere Emotionen erzeugt. Der Mandelkern (Amygdala) und der Hippocampus sind wichtige Bestandteile des limbischen Systems.

Neurotransmitter und Hormone

Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin sowie Hormone wie Endorphine spielen eine bedeutende Rolle beim Empfinden von Glück. Medikamente, die den Mangel an Serotonin und anderen Monoaminen mildern, werden zur Behandlung von Depressionen eingesetzt.

Genetische Veranlagung

Die Fähigkeit, Glück zu empfinden, ist teilweise genetisch bedingt. Wissenschaftler suchen nach dem „Glücks-Gen“, um die genetischen Grundlagen des Glücks zu verstehen.

Schokolade und Konzentration: Mehr als nur ein Genussmittel

Schokolade kann nicht nur glücklich machen, sondern auch die Konzentration fördern. Studien haben gezeigt, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Schokolade positive Auswirkungen auf unser Gehirn haben und die Konzentrationsfähigkeit steigern können. Besonders dunkle Schokolade weist solche gesundheitsfördernden Eigenschaften auf.

Die Inhaltsstoffe der Schokolade

  • Flavonoide: Pflanzenstoffe, die vor allem in dunkler Schokolade mit höherem Kakaoanteil enthalten sind. Sie schützen die Zellen vor Schäden und fördern die Durchblutung des Gehirns.
  • Koffein und Theobromin: Diese Stoffe haben eine stimulierende Wirkung auf das Nervensystem und machen uns wacher.
  • Magnesium: Wichtig für das Nervensystem und die Muskelfunktion.
  • Serotonin und Endorphine: Glückshormone, die die Laune anheben und uns glücklicher fühlen lassen.

Dunkle Schokolade als Superheld

Dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 % ist der wahre Superheld unter den Schokoladenvariationen. Je höher der Kakaoanteil, desto größer ist die potenzielle Wirkung auf das Gehirn.

Die Bedeutung der Kakaosorte

Die Auswahl des Kakaos spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Edelkakaosorten wie Criollo oder Trinitario enthalten besonders viele wertvolle Nährstoffe und Antioxidantien.

Dattel Schokolade als gesunde Alternative

Dattel Schokolade, die auf raffinierten Zucker und Zusatzstoffe verzichtet, ist eine gesunde Alternative. Die Kohlenhydrate gehen langsamer in den Blutkreislauf über, wodurch der Insulinspiegel weniger stark ansteigt und die benötigte Energie gleichmäßig geliefert wird.

Alles in Maßen

Auch dunkle Schokolade sollte in Maßen genossen werden, da sie Zucker, Fett und Kalorien enthält. Die gelegentliche Integration von dunkler Schokolade in den Alltag kann jedoch sehr effektiv sein, um die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern.

Fazit: Glück zum Anbeißen - mit Bedacht genießen

Schokolade kann wirklich glücklich machen, sowohl auf biochemischer als auch auf emotionaler Ebene. Es ist wichtig, Qualität vor Quantität zu wählen. Hochwertige Schokolade mit hohem Kakaoanteil enthält mehr wertvolle Inhaltsstoffe und liefert den echten Genussmoment. Gönnen Sie sich ruhig ein Stück, aber bewusst und mit allen Sinnen.

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