Schokolade mit Stevia bei dm: Inhaltsstoffe, gesundheitliche Vorteile und Qualitätsfragen
Schokolade ist eine beliebte Süßigkeit. Die Bio Vollmilch-Schokolade von Dm "bietet feinen Schokoladengenuss dank bester Kakaobohnen und sorgfältig ausgewählter Zutaten". Das verspricht die Werbung der Drogerie. Die Bio Vollmilch-Schokolade bietet laut Dm einen feinen Schokoladengenuss und ein einzigartiges Geschmackserlebnis - so steht es zumindest auf der Internetseite.
Testergebnisse und Belastungen mit Mineralölbestandteilen
Stimmt aus unserer Sicht aber nicht: Die Tafel fällt mit sechs weiteren im Test durch. So gehört die Dm Bio Vollmilch Schokolade, Naturland zu den sechs getesteten Produkten, die wir mit "mangelhaft" bewerten. Besonders ärgerlich: Die Dm Bio Vollmilch Schokolade, Naturland ist aus unserer Sicht "sehr stark" mit Mineralölbestandteilen belastet. Der Gehalt an Mineralölbestandteilen liegt sogar über dem ohnehin schon sehr hohen Orientierungswert, den Lebensmittelämter gemeinsam mit dem Lebensmittelverband Deutschland festgelegt haben. Das von uns beauftragte Labor hat also trotz "sorgfältig ausgewählter Zutaten", wie Dm es auf der Webseite formuliert, Mineralölbestandteile nachgewiesen.
Wie diese in die Schokolade gelangten, dazu äußerte sich Dm nicht. Das Gesamturteil zur Dm Bio Vollmilch Schokolade, Naturland beruht jeweils zu 50 Prozent auf den Teilergebnissen Inhaltsstoffe sowie Kakaoproduktion und Transparenz. Weil der Gehalt an Mineralölbestandteilen in der Dm-Schokolade "sehr stark" erhöht ist, lautet das Teilergebnis Inhaltsstoffe "mangelhaft". Die "befriedigende" Sensorikwertung drückt es weiter auf "ungenügend". Weil das Gesamturteil aber nicht besser als "mangelhaft" sein kann, wenn die Belastung mit Mineralölbestandteilen den BLL-Orientierungswert überschreitet, lautet das Gesamturteil nicht "ausreichend", sondern "mangelhaft".
Sensorik und Geschmack
Die professionellen Verkoster fanden, dass die Dm-Schokolade im Test wenig nach Schokolade riecht und schmeckt. Die "befriedigende" Sensorikwertung drückt es weiter auf "ungenügend".
Lieferkette, Zertifikate und soziale Standards
Immerhin: Dm kennt die Lieferkette bis zum Kakao-Bauern genau und hat das uns gegenüber auch belegt. Außerdem wies das Unternehmen durch das Naturland-Zertifikat nach, dass auf den Kakao-Farmen soziale Mindeststandards eingehalten werden und hochgiftige Pestizide verboten sind. Wir kritisieren allerdings, dass Dm nicht den Fairtrade-Mindestpreis für seinen Kakao zahlt. Denn dieser garantiert den Bauern zumindest ein sicheres Einkommen. Die meisten Probleme auf Kakaofarmen, wie illegale Rodungen und miserable Arbeitsbedingungen, sind die Folge extremer Armut.
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Insgesamt zwölf Hersteller im Test zahlen keinen Fairtrade-Mindestpreis. Weitere Kritik: Entwaldung ist in der Kakaoproduktion für die Bio Vollmilch Schokolade, Naturland im Test nicht auszuschließen. Dm legte uns auf Anfrage keine gegenteiligen Belege vor.
Mineralöl in der Schokoladenindustrie
Der Test zeigt: In fast allen Tafeln im Schokoladen-Test steckt Mineralöl. 15 Schokoladen sind aus unserer Sicht stark belastet. Damit sind Belastungen mit Mineralölbestandteilen immer noch ein Problem der Schokoladen-Industrie. Viele Hersteller legen zudem ihre Lieferkette nicht bis zum Kakao-Bauern offen - die meisten können dies auch gar nicht, weil sie überhaupt nicht wissen, wer ihren Kakao produziert hat.
Stevia als Zuckerersatz: Grundlagen
Stevia ist neben anderen Süßungsmitteln eine bei vielen Menschen beliebte Alternative zum normalen Zucker. Meist stecken gesundheitliche Gründe dahinter. Denn Zucker hat nicht nur viele Kalorien. Er fördert auch die Entstehung von Karies und hat einen ungünstigen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Wer sich gesundheitsbewusst ernähren und trotzdem nicht auf den süßen Geschmack verzichten möchte, kann zu alternativen Süßungsmitteln greifen. Seit Dezember 2011 ist Stevia, oder genauer Extrakte aus Steviakraut, als Süßstoff für diverse Lebensmittel erlaubt.
Die Stevia-Pflanze (Stevia rebaudiana bertoni) ist in Südamerika heimisch und wird dort seit Jahrhunderten wegen ihrer süßenden Eigenschaften geschätzt. Sie ist auch als Honigkraut oder Süßkraut bekannt. Mittlerweile wird sie auch in China angebaut. Die Blätter der Pflanze enthalten süß schmeckende Pflanzenstoffe, auch Steviolglycoside genannt. Wer hierzulande von Stevia spricht, meint in der Regel ein Stoffgemisch aus Steviolglycosiden. Diese werden mithilfe eines mehrstufigen chemischen Verfahrens aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen.
Steviolglycoside in Lebensmitteln
Die süß schmeckenden chemischen Verbindungen sind unter der Bezeichnung E 960 als Süßungsmittel in verschiedenen Lebensmitteln enthalten. So findet man den Stoff etwa in Erfrischungsgetränken, Süßigkeiten, wie Schokolade und Lakritze, Marmeladen oder verarbeiteten Milchprodukten, wie Joghurt. Aus Steviaextrakten werden auch sogenannte Tafelsüßen in Form von Streu- oder Flüssigsüße sowie Tabletten oder Kosmetikartikel hergestellt.
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Vorteile von Stevia
100 Gramm normaler Haushaltszucker enthält etwa 400 Kilokalorien. Steviolglycoside dagegen sind kalorienfrei, denn der menschliche Körper kann sie nicht verdauen und scheidet sie unverwertet wieder aus. Das macht Stevia nicht nur zu einem beliebten Zuckerersatz für Kalorienbewusste. Auch auf den Blutzuckerspiegel hat der Süßstoff keinen Einfluss. Denn anders als bei normalem Haushaltszucker kann der Darm die Steviolglycoside nicht in verwertbare Einfachzucker aufspalten und ins Blut abgeben. Der Zucker- und auch der Insulinspiegel im Blut bleiben daher trotz der süßen Mahlzeit gleich.
Die bei uns verwendeten Steviolgycoside werden daher industriell hergestellt und müssen genau definierte Reinheitsanforderungen erfüllen. Das dadurch entstandene Süßungsmittel E 960 enthält so immer die gleichen chemischen Bestandteile. Das ist wichtig, um deren Sicherheit leichter bewerten zu können.
Risiken, ADI-Wert und Verträglichkeit
Es gibt Hinweise, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Steviapflanze in hohen Dosen Krebs auslösen und das Erbgut schädigen können. Außerdem gehört die Steviapflanze zu den sogenannten Korbblütengewächsen. Diese sind für ihr hohes Allergierisiko bekannt. Daher hat das gemeinsame Komitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Joint FAO/WHO Expert Commitee on Food Additives) Steviolglycoside auf ihre potenziell schädliche Wirkung hin überprüft. In diesem Rahmen wurde eine empfohlene tägliche Maximaldosis festgelegt, der sogenannte ADI-Wert.
Für Stevia liegt der ADI-Wert bei vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Wer 60 Kilogramm wiegt, darf also pro Tag maximal 240 Milligramm Stevia zu sich nehmen. Die European Food and Safety Authority (EFSA) hat diese Ergebnisse bestätigt und kontrolliert den ADI-Wert laufend. Eine krebserregende und erbgutschädigende Wirkung ist demnach ausgeschlossen, solange die tägliche Höchstmenge eingehalten wird. Damit dieser festgelegte Wert nicht überschritten wird, dürfen Lebensmittel nur geringe Mengen Stevia enthalten. Diese sind für einzelne Lebensmittelgruppen genau festgelegt und dürfen nicht überschritten werden.
Nachteile und praktische Hinweise
Der Verzehr von Stevia bringt neben gesundheitlichen Vorteilen also auch einige Nachteile mit sich. Vor allem ist es nicht leicht, die täglich erlaubte Höchstmenge von vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht einzuhalten. Denn in der EU gibt es mehr als 30 verschiedene Lebensmittelgruppen, die Steviolglycoside enthalten dürfen. Wer regelmäßig Lebensmittel aus mehreren dieser Gruppen isst, kann die festgelegte Maximaldosis unbemerkt leicht überschreiten. Auch wer nur noch Limonade trinkt, die mit Steviolglycosiden gesüßt ist, nimmt möglicherweise zu viel von dem Süßungsmittel auf. Besonders Kinder erreichen aufgrund ihres geringen Körpergewichts schnell die Obergrenze. Sie sollten beim Verzehr von Steviaprodukten also stets auf die angegebenen Inhaltsmengen achten.
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Praktische Anwendung in zuckerfreier Schokolade
Steviolglycoside sind gut wasserlöslich und auch hitzestabil. Bei Getränken lässt sich normaler Haushaltszucker daher relativ einfach durch Steviolglycoside ersetzen. Schwieriger wird es bei anderen Lebensmitteln. Wer zum Beispiel versuchen möchte, mithilfe von Steviolglycosid-Tafelsüße einen Kuchen zu backen, muss das Rezept anpassen. Steviaextrakt ist 200- bis 400-mal süßer als Haushaltszucker, dementsprechend weniger sollten Sie davon verwenden. Das fehlende Volumen des Zuckers können Sie zum Beispiel mit Haferflocken oder gemahlenen Nüssen ersetzten.
Dabei ist zu beachten, dass die Süße bei Stevia relativ langsam einsetzt und in höheren Dosen zu einem lakritzartigen, bitteren Beigeschmack führt. Auch die für viele Backwaren typische Bräunung und Kruste bildet sich ohne Zucker nicht.
dm-Angebot: zuckerfreie Schokolade mit Stevia und Erythrit
Zuckerfreie Schokolade von DM ist eine gesündere Alternative zur herkömmlichen Schokolade. Sie verwendet natürliche Süßstoffe wie Erythrit oder Stevia und richtet sich an gesundheitsbewusste Verbraucher, die auf Zucker verzichten möchten, ohne auf den Genuss zu verzichten. Diese Variante verwendet hochwertigen Kakaobohnen und Erythrit als Süßstoff. Der hohe Kakaoanteil sorgt für einen intensiven Geschmack, während die zuckerfreie Formulierung die Kalorien reduziert.
dm bietet verschiedene Varianten an zuckerfreier Schokolade, darunter Milchschokolade, dunkle Schokolade und gefüllte Sorten. dm kennt die Lieferkette bis zum Kakao-Bauern genau und hat das uns gegenüber auch belegt. Empfehlungen: Für Anfänger empfehlen wir die Milchschokoladenvariante, da sie milder im Geschmack ist. Fortgeschrittene Nutzer können dunklere Sorten mit höherem Kakaoanteil probieren.
Sicherheit, Lagerung und Verbraucherhinweise
Wichtige Hinweise: Bei der Auswahl sollten Sie auf die Zutatenliste achten, da einige Produkte künstliche Zusatzstoffe enthalten können. Für Kinder und Haustiere ist Xylit giftig, daher sollte diese Variante sorgfältig aufbewahrt werden. Um die Qualität und Haltbarkeit von zuckerfreier Schokolade zu gewährleisten, ist eine korrekte Lagerung entscheidend. Tipps zur Sicherheit: Überprüfen Sie regelmäßig das Mindesthaltbarkeitsdatum. Wenn die Schokolade einen unangenehmen Geruch oder Geschmack entwickelt, entsorgen Sie sie. Verwenden Sie zuckerfreie Schokolade in Maßen, da einige Süßstoffe bei übermäßigem Konsum Verdauungsprobleme verursachen können.
Bewertungskriterien bei der Auswahl
Die Auswahl der idealen zuckerfreien Schokolade erfordert die systematische Bewertung von fünf entscheidenden Dimensionen. Beginnen Sie mit der Analyse der Zutatenliste. Achten Sie auf natürliche Süßstoffe wie Stevia oder Erythrit, da sie weniger Nebenwirkungen haben als künstliche Alternativen. Betrachten Sie die Nährwerttabelle: Zuckerfreie Schokoladen sollten weniger als 5 g Kohlenhydrate pro 100 g enthalten. Achten Sie auf Bio- oder Fairtrade-Zertifikate, die nachhaltige Produktion garantieren. Professioneller Rat: Setzen Sie Prioritäten je nach Budget.
| Dimension | Worauf achten |
|---|---|
| Inhaltsstoffe | Natürliche Süßstoffe (Stevia, Erythrit), keine künstlichen Zusatzstoffe |
| Nährwerte | Weniger als 5 g Kohlenhydrate pro 100 g empfohlen |
| Nachhaltigkeit | Bio- oder Fairtrade-Zertifikate, Transparenz der Lieferkette |
| Sensory | Geschmack, Geruch und Mundgefühl |
| Sicherheit | ISO 22000, ADI-Werte einhalten, Kennzeichnung |
Fazit für Konsumenten (Handlungsempfehlungen)
Wer steviahaltige oder zuckerfreie Schokolade auswählt, sollte auf die Zutatenliste achten, die Nährwertangaben lesen und bei sozialer Nachhaltigkeit auf Fairtrade oder vergleichbare Zertifikate achten. Verwenden Sie zuckerfreie Schokolade in Maßen und prüfen Sie bei Unsicherheit die angegebene Menge an Steviolgycosiden, um den ADI-Wert nicht unbeabsichtigt zu überschreiten. Achten Sie zusätzlich auf mögliche Belastungen wie Mineralölbestandteile, die in einigen Produkten ein Qualitäts- und Gesundheitsproblem darstellen können.
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