Herstellung und Geschichte von Schokolade mit Keks
Die Geschichte der Schokolade, die von der bitteren Xocoatl bis zur zarten Süße von Trüffelpralinen führt, erstreckt sich über dreitausend Jahre menschlicher Kultur. Schon vor mehr als 5000 Jahren wurde Kakao in Süd- und Mittelamerika benutzt, wobei die Olmeken etwa 1500 v. Chr. als erste den Wert der Kakaofrucht erkannten und die Samen in verflüssigter Form tranken.
Die Ursprünge des Kakaos und seine Bedeutung
Der Kakaobaum wächst in den tropischen Regenwäldern an den Osthängen der Anden im Amazonasbecken und benötigt besondere klimatische Bedingungen: hohe Luftfeuchtigkeit, viel Regen und Temperaturen zwischen 25 und 30 °C. Kakao war den Olmeken, Maya und Azteken heilig und galt als göttliche Gabe. Insbesondere die Maya verwendeten Kakao als Zahlungsmittel und schmückten ihre Zeremonien mit dem Kakaogetränk, das aus zerstoßenen Kakaobohnen und Gewürzen wie Chili und Pfeffer bestand.
Die Azteken nannten dieses Getränk „Xocólatl“ und verwendeten es ausschließlich in höheren gesellschaftlichen Schichten und bei religiösen Zeremonien. Montezuma II., der letzte aztekische Kaiser, erhielt große Mengen Kakaobohnen als Tribut von unterworfenen Völkern.
Kakao in Europa: Vom Getränk zur Tafelschokolade
Europa lernte Kakao durch die Eroberer Amerikas kennen. Christoph Kolumbus begegnete erstmals einer Maya-Schiffflotte mit Kakao, doch erst Hernán Cortés brachte 1528 das Rezept für das bittere Kakaogetränk Xocoatl an den spanischen Hof. Dort wurde es mit Vanille, Honig und Zucker verfeinert, um den europäischen Geschmack zu treffen. Noch einige Jahrzehnte blieb Kakao ein kostspieliges Getränk, das vorwiegend den Adelshäusern vorbehalten war.
Im 17. Jahrhundert gelangte Schokolade als Getränk in Frankreich an den Hof von Louis XIV., der die Trinkgewohnheit in der Aristokratie etablierte und die Entwicklung von dampfbetriebenen Schokoladenmaschinen unterstützte. Dennoch blieb die Herstellung von Schokolade aufgrund des hohen Fettgehalts und der komplizierten Verfahren schwierig.
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Erst im 19. Jahrhundert revolutionierte Coeraad van Houten mit seiner Fettpresse zur Entfernung von Kakaobutter die Herstellung. So konnte reines Kakaopulver gewonnen werden, das leicht verarbeitet werden konnte. Mitte des 19. Jahrhunderts gelang der Durchbruch mit der Zugabe von kondensierter Milch zur Schokolade, wodurch Milchschokolade entstand.
Moderne Herstellung von Schokolade
Nach der Ernte werden die Kakaobohnen fermentiert, um ihren typischen Geschmack zu entwickeln, und anschließend in der Sonne getrocknet. In der Verarbeitung werden die Bohnen geröstet, gereinigt und gemahlen, wodurch eine dickflüssige Kakaomasse entsteht. Diese wird mit weiteren Zutaten wie Zucker, Vanille und Kakaobutter vermischt.
Ein besonders wichtiger Schritt ist das Conchieren, ein Verfahren, erfunden von Rodolphe Lindt 1879, bei dem die Schokoladenmasse über lange Zeit gerührt wird, um eine zarte und cremige Textur zu erzeugen. Danach wird die Schokolade temperiert, das heißt gekühlt und wieder erhitzt, um ihr den typischen Glanz und die knackige Bruchstruktur zu verleihen. Schließlich wird die Schokolade in Formen gegossen, abgekühlt und verpackt.
Die Verbindung von Schokolade und Keks: Herstellung und Verarbeitung
Kekse und Schokolade gehören heute oft zusammen, sei es als schokoladenüberzogener Keks, als gefüllter Sandwichkeks oder als Schokoriegel. Die Herstellung von Keksen beginnt mit der sorgfältigen Auswahl und Abwägung der Zutaten, die dann zu einem Teig verarbeitet werden. Je nach Rezept werden die Teige ausgerollt und mit verschiedenen Formen ausgestochen oder direkt gepresst. Das Backen erfolgt in großen Durchlaufofen, wobei Temperatur und Backzeit je nach Gebäckart optimiert werden.
Nach dem Backen werden Kekse langsam abgekühlt, um ihre Qualität zu sichern. Für Kekse mit Schokoladenüberzug werden sie mittels Förderband zu Überziehmaschinen transportiert, wo sie von flüssiger Schokolade übergossen oder gewälzt werden, um Ober- und Unterseite zu beschichten. Sandwichkekse erhalten auf die gefüllte Unterseite automatisch den passenden Keksdeckel aufgesetzt, bevor sie verpackt werden.
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Schokoriegel und Waffelprodukte mit Schokolade
Schokoriegel entstehen, indem der Teig in Streifen auf einem Förderband gebacken und anschließend mit Zutaten wie Rosinen oder Karamell belegt wird. Die fertigen Streifen werden in Riegellänge geschnitten und mit Schokoladenmantel überzogen. Überschüssige Schokolade wird durch Luftdüsen entfernt, was gleichzeitig für ein dekoratives Muster sorgt.
Die Herstellung von Waffeln verfolgt ein anderes Prinzip: Waffelmasse wird auf heiße Waffeleisen dosiert, gebacken und die fertigen Waffelblätter in Sandwichform mit Füllmasse zusammengefügt. Nach dem Abkühlen und Schneiden sind die Produkte verzehrfertig.
Qualität und Vielfalt bei Schokolade mit Keks
Schokolade ist in Deutschland die beliebteste Süßigkeit und wird von mehr als 18 Millionen Menschen wöchentlich konsumiert. Neben klassischen Tafelschokoladen und Pralinen gehören Schokoriegel und saisonale Produkte wie Osterhasen zur Produktvielfalt. Insbesondere handwerkliche Schokoladenhersteller ergänzen mit exquisiten Produkten den Markt.
Für die Qualität der Schokoladen-Keks-Produkte ist die sorgfältige Auswahl der Zutaten essenziell. Hochwertige Kakaosorten, Edelkakao, faire Handelsbedingungen und moderne sowie traditionelle Verarbeitungstechniken sorgen für ein breites Spektrum an Geschmacks- und Konsistenzvariationen. Auch spezielle Sorten wie weiße Schokolade oder zuckerfreie Varianten sind erhältlich und treffen unterschiedliche Verbraucherbedürfnisse.
Der Zusammenschluss von Schokolade und Keks bietet vielfältige Geschmackserlebnisse - von mild-cremig bis herb-bitter, von knusprig-zart bis vollmundig gefüllt. Dabei machen technische Innovationen und handwerkliches Können die Kombination zu einem genussvollen Produkt mit langer Tradition und moderner Ausrichtung.
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